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Über Alkohol und Drogen...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:



Klassifizierung nach Schadenspotenzial

Schadenspotential geläufiger Drogen
nach Nutt, 2010[44]
Rang Droge Punktwert
1 Alkohol 72
2 Heroin 55
3 Crack 54
4 Methamphetamin 33
5 Kokain 27
6 Tabak 26
7 Amphetamin 23
8 Cannabis 20
9 GHB 19
10 Benzodiazepine 15
11 Ketamin 15
12 Methadon 14
13 Mephedron 13
14 Butan 11
15 Khat 9
16 Anabolika 10
17 Ecstasy 9
18 LSD 7
19 Buprenorphin 7
20 Psilocybinhaltige Pilze 6
Anmerkung: Je höher der Punktwert, desto höher das Schadenpotential
Die Risikobewertung auf Basis evidenzbasierter Methoden ist schwierig.

Ein möglicher Ansatzpunkt ist der Vergleich von Todesfällen und Konsumeinheiten. Nach Angaben der Bundesregierung sterben in Deutschland jährlich rund 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Alkoholmissbrauch. Gleichzeitig wird von einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von zehn Litern reines Alkohols pro Person (in der Bevölkerung ab 14 Jahren) ausgegangen,[45] was somit einem Todesopfer auf ca. 9.000 bis 10.000 konsumierte Liter reinen Alkohols entspricht. Ausgehend von einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent fordern somit in Deutschland – rechnerisch – je knapp 600.000 kleine Bier (0,33 L) ein Todesopfer. Demgegenüber steht ein Todesopfer dem Konsum von – je nach Untersuchung – 1.000.000 bis 17.000.000 Ecstasy-Pillen gegenüber.[46] Problematisch bei diesem Ansatz ist, dass zwar die Zahl der drogenbezogenen Todesfälle bekannt ist, nicht jedoch immer die Zahl der Konsumenten.[47][48]

Im März 2007 wurde in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet eine von einem Forscherteam um David Nutt durchgeführte Studie[49] veröffentlicht. Darin wurden drei Hauptfaktoren definiert, die das Schadenspotenzial des Konsums einer Droge ausmachen:

  • der (körperliche und gesundheitliche) physische Schaden für das Individuum, den die Droge verursachen kann;
  • das potenzielle Ausmaß der Abhängigkeit des Individuums von der Droge;
  • die möglichen Auswirkungen des Drogengebrauchs auf die Familie, die Gemeinde und die Gesellschaft, in welcher der Drogennutzer lebt, also der soziale Schaden.
Jede dieser Kategorien ist wiederum in drei Unterkategorien unterteilt. Psychiater und unabhängige Experten vergaben für alle Substanzen 0 bis 3 Punkte in jeder Unterkategorie. Die gemittelten Bewertungen aller Kategorien wurden für jede Substanz addiert, um einen Wert für das generelle Schadenspotenzial zu erhalten.

Beachtenswert ist, dass im Ergebnis die legalen Drogen Alkohol und Tabak unter den zehn schädlichsten Drogen zu finden sind. Nutt, damaliger Drogenbeauftragter der britischen Regierung, kritisierte aus diesem Grunde die Drogenpolitik als „den Erkenntnissen der Forschung widersprechend“, woraufhin er seines Amtes enthoben wurde.[50]

Im November 2010 wurde im Lancet eine Folgestudie basierend auf verbesserter Methodik veröffentlicht.[44] Das Schadenspotenzial setzte sich nunmehr aus 16 gewichteten Einzelfaktoren zusammen, welche sich auf die Gruppen physischer, psychischer und sozialer Schaden innerhalb der Dimensionen Selbstschädigung und Fremdschädigung verteilen.[51][52] Als Droge mit dem insgesamt größten Schadenspotenzial wurde Alkohol mit einer Bewertung von 72 von 100 Punkten identifiziert, gefolgt von Heroin (55) und Crack (54).[53][54] Das hohe Schadenspotenzial von Alkohol insbesondere in der Dimension Fremdschädigung lässt sich vermutlich teilweise mit der leichten Verfügbarkeit und dem weit verbreiteten und gesellschaftlich tolerierten Konsum erklären.[55] Andere Drogen mit insgesamt hoher Risikobewertung weisen hingegen ein höheres absolutes Selbstschädigungspotenzial auf. Dies dürfte vor allem auf die bei diesen Drogen ausgeprägte Gefahr einer schnellen Abhängigkeitsentwicklung zurückzuführen sein.


Also @Gerri , warum sind diese Daten völlig hinfällig?

Die Erklärung hast du doch gerade selbst geliefert. Hab sie mal unterstrichen.
 
Die Erklärung hast du doch gerade selbst geliefert. Hab sie mal unterstrichen.
Auf das erste unterstrichene: Bezieht sich doch allgemein darauf, dass man nicht die totale Zahl der Konsumenten kennt, aber die Todesfälle.
Spricht sogar eher für "harte" Drogen, da man Alkoholkonsum wohl einfacher nachvollziehen kann als anderen Drogenkonsum.

Das zweite unterstrichene spricht doch auch eher gegen Alkohol.
Wenn die Fremdschädigung so hoch ist, weil es eben leicht verfügbar ist und in der Gesellschaft toleriert wird, sollte man dagegen doch etwas tun, um die Fremdschädigung zu reduzieren.

Du hast doch letztens noch angeprangert, dass eine verletzte Person beim Fußball Grund genug ist, Banner oder etwaiges zu verbieten, wenn dadurch diese Verletzung hätte vermieden werden können.

Hier trittst du also für eine Regelung ein, um die Fremdschädigung zu reduzieren, warum nicht beim Alkohol?
Hieße, Alkohol aus dem öffentlichen Leben verbannen und nur noch kontrolliert an Personen abzugeben, die Alkoholkrank sind.
 
Natürlich kann man Alkoholkonsum leichter nachvollziehen weil er legal ist.
Wieso das jetzt auch nur irgendwie dür harte Drogen sprechen soll, erschließt sich mir absolut nicht.

Zum 2.Punkt: das ist doch Schwachsinn, damit wird doch gesagt das illegale Drogen eher heimlich konsumiert werden, was denkst du was passiert wenn es Feste gibt auf denen alle auf LSD, Kokain und Crack sind.... da liegen sie sicher alle nur in den Armen....

Du drehst dir das aber auch gerade wies dir passt.
 
Zum 2.Punkt: das ist doch Schwachsinn, damit wird doch gesagt das illegale Drogen eher heimlich konsumiert werden, was denkst du was passiert wenn es Feste gibt auf denen alle auf LSD, Kokain und Crack sind.... da liegen sie sicher alle nur in den Armen....

Ein solches Fest würde, wie jedes andere Fest auch, von den Besuchern gestaltet werden, und nicht von den Drogen die dort konsumiert werden.

Das Oktoberfest ist per se auch keine Absteige für Besoffene.
Die Besucher machen es dazu.

Wie stellst du dir so ein Fest denn vor?
 
Zum 2.Punkt: das ist doch Schwachsinn, damit wird doch gesagt das illegale Drogen eher heimlich konsumiert werden, was denkst du was passiert wenn es Feste gibt auf denen alle auf LSD, Kokain und Crack sind.... da liegen sie sicher alle nur in den Armen....

Du drehst dir das aber auch gerade wies dir passt.
Und weil die Drogen nicht öffentlich konsumiert werden, sieht man die Ausbrüche davon nicht?

Ich fahre z.B. alle paar Jahre aufs SMS (Festival), bei dem alles mögliche an Substanzen konsumiert wird.
Wesentlich gelassener, gewaltfreier, harmonischer, sauberer und angenehmer als jedes Festival/Fest/Veranstaltung mit reichlich Alkohol.

Das soll nicht (!) andere Drogen verharmlosen, sondern den heuchlerischen Umgang mit Alkohol und damit verbunden mit anderen Drogen symbolisieren.

Und nochmal (keine Ahnung, zum wievielten Mal ich das jetzt betone), ich rede nicht von einer kompletten Legalisierung wie es jetzt mit Alkohol getan wird, sondern von einer kontrollierten Abgabe, was etwas völlig anderes ist.
 
Ich trinke gerne mal einen Gin, aber nicht um mich zu besaufen sondern ganz einfach weil er schmeckt.
Genau wie ein guter Wein.

Die Zeiten wo man jedes Wochenende besoffen durch macht sind vorbei. Würde ich auch gar nicht mehr durchstehen. (siehe Karneval :) )
 
Ich finde ja auch dass grundsätzlich immer alles eine Frage der Maßhaltung ist. Klar kann man sich mal betrinken. Mal.

Aber wenn ich das schon immer im eigenen Umfeld/Freundes-/Bekanntenkreis sehe. Da trifft man sich auf ein Bier und dann wird sich da innerhalb von wenigen Stunden Literweise das Zeuch reingeschüttet, die Damen der Runde i.d.R. selbiges mit Wein wo ich mich echt Frage was das soll. Mit Genuss nach Feierabend hat das nix zu tun. Ich versteh auch gar nicht warum man bei jedem Scheiß Anlass immer gleich zu Alkohol greifen muss. Warum nicht mal 3 Flaschen Saft/Limo/Wasser/Tee trinken? Gott was hab ich da schon verständnislose Blicke geerntet wenn ich ein angebotenes Bier ausgeschlagen habe.
"Männer trinken Bier. Jawoll. Bier schmeckt nämlich. Bier ist gut. Wir bauen einen Altar für Bier." Vollpfosten
 
Alkohol ist leider eine gesellschaftlich akzeptierte Droge. Wenn ich schon immer diese Verniedlichungen wie Bierchen, Sektchen und Weinchen höre, oder das man vorglühen muss, um Spaß zu haben, dann frage ich mich, wie dumm die Menschen sein können.
Wie die Leute versuchen ihre (beginnende) Abhängigkeit zu verharmlosen oder den Alkohol in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu heben.

Die soziale und finanzielle Schädigung der betroffenen Familien und der Gesellschaft durch Alkohol ist enorm, da wundert es mich, dass die Preise nicht schon drei- oder fünfmal höher sind. Die eingenommen Gelder sollten dann aber auch komplett in die Prävention, Rehabilitation und Unterstützung der in Mitleidenschaft gezogenen Familien der Alkoholiker fließen.
 
Naja, ich kann auch mit Alkohol keinen Spaß haben.
Ich kann auch ohne Spaß alkohol haben...

ne, ganz ehrlich... Alkohol macht bis zu einem gewissen Punkt locker und vieles erscheint lustiger. Das zusammen in ner Runde von guten Freunden kann schon ziemlich gut tun, einfach, um den schnöden Alltag und den Sorgen, die einen so begleiten, mal für einen Abend zu entfliehen. Manchmal muss halt auch mal gepflegt eskaliert werden, mir zumindest geht es so... kann ja jeder von halten, was er will, aber wir sollten nicht wieder an den Punkt kommen, User hier deswegen zu verurteilen oder eben Alkohol zu verteufeln...
 
Ich finde ja auch dass grundsätzlich immer alles eine Frage der Maßhaltung ist. Klar kann man sich mal betrinken. Mal.

Aber wenn ich das schon immer im eigenen Umfeld/Freundes-/Bekanntenkreis sehe. Da trifft man sich auf ein Bier und dann wird sich da innerhalb von wenigen Stunden Literweise das Zeuch reingeschüttet, die Damen der Runde i.d.R. selbiges mit Wein wo ich mich echt Frage was das soll. Mit Genuss nach Feierabend hat das nix zu tun. Ich versteh auch gar nicht warum man bei jedem Scheiß Anlass immer gleich zu Alkohol greifen muss. Warum nicht mal 3 Flaschen Saft/Limo/Wasser/Tee trinken? Gott was hab ich da schon verständnislose Blicke geerntet wenn ich ein angebotenes Bier ausgeschlagen habe.
"Männer trinken Bier. Jawoll. Bier schmeckt nämlich. Bier ist gut. Wir bauen einen Altar für Bier." Vollpfosten
Komm diesen Leuten mal mit der Legalisierung von Cannabis. Dann wird es lustig :ugly:
 
Ich kann auch ohne Spaß alkohol haben...

ne, ganz ehrlich... Alkohol macht bis zu einem gewissen Punkt locker und vieles erscheint lustiger. Das zusammen in ner Runde von guten Freunden kann schon ziemlich gut tun, einfach, um den schnöden Alltag und den Sorgen, die einen so begleiten, mal für einen Abend zu entfliehen. Manchmal muss halt auch mal gepflegt eskaliert werden, mir zumindest geht es so... kann ja jeder von halten, was er will, aber wir sollten nicht wieder an den Punkt kommen, User hier deswegen zu verurteilen oder eben Alkohol zu verteufeln...
ja, sag ich ja. Maßhaltung. Und wie Kellewap das auch schon richtig sagt wird das alles einfach nur in einem völlig überzogenen Ausmaß zelebriert und sind zum Beispiel aber auch ganz fürchterlich empört wenn 14 Jährige mit der Kanne in der Hand irgendwo rumlungern.

Naja, und von "seine Sorgen in Alkohol (oder meinetwegen auch anderen Drogen) zu ertränken" halte ich mal gar nichts. Meistens wird's doch dadurch erst noch schlimmer weil man nicht vergisst sondern besoffen erst so richtig in Fahrt kommt und dann weinerlich, wütend, whatever wird.
 
Ich trinke ja seit Jahren so gut wie garkeinen Alkohol (ausser ganz ab und zu einen guten Whiskey als Genuss) und ich erschrecke mich immer wieder, was Alkohol mit den Menschen anstellt. Wie, wo und wieviel Alkohol konsumiert wird. Und mit welcher Begründung.

Und ich habe in der Familie doppelt miterlebt, was der Alkohol aus Menschen macht, die "es ist doch nur ein Bier" als Standardspruch hatten.
 
Weil ne Party mit ner Line Koks wesentlich lustiger ist als wie mit der Flasche Coke Zero :lol:
ne, ganz ehrlich... Kokain macht bis zu einem gewissen Punkt locker und vieles erscheint lustiger. Das zusammen in ner Runde von guten Freunden kann schon ziemlich gut tun, einfach, um den schnöden Alltag und den Sorgen, die einen so begleiten, mal für einen Abend zu entfliehen. Manchmal muss halt auch mal gepflegt eskaliert werden, mir zumindest geht es so... kann ja jeder von halten, was er will, aber wir sollten nicht wieder an den Punkt kommen, User hier deswegen zu verurteilen oder eben Kokain zu verteufeln...
Fixed. Merkst du was?
 
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