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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Und selbst wenn es so kommen würde? Was würde es ändern? Wenn Leute zu blöd sind vernünftig mit dem Chef über ihre Entlohnung zu verhandeln, dann werden sie es auch immer noch nicht auf die Reihe bekommen wenn sie wissen was der Kollege oder die Kollegin verdient.

Außer Unzufriedenheit, Neid und Missgunst würde nichts dabei rumkommen.
 
Das stimmt doch gar nicht. Wenn du weist was ykollegen verdienen, hast du einen Punkt mit dem du verhandeln kannst.
Ich finde das Verbot übers Gehalt zu sprechen bei einigen Firmen eine ganz miese scheiße. Der einzige Vorteil besteht für die Firma, nämlich die Leute verarschen und unterbezahlen zu können.
 
Ja, aber nur weil jemand weiß, was sein Kollege verdient, heißt das noch lange nicht, dass ihm/ihr dasselbe zusteht. Es sollte nach Leistung bezahlt werden und nicht ob jemand schwarz/weiß/weiblich/männlich ist. Leistung/Erfahrung/etc. wiegen wesentlich mehr imho.
 
Ja, aber nur weil jemand weiß, was sein Kollege verdient, heißt das noch lange nicht, dass ihm/ihr dasselbe zusteht. Es sollte nach Leistung bezahlt werden und nicht ob jemand schwarz/weiß/weiblich/männlich ist. Leistung/Erfahrung/etc. wiegen wesentlich mehr imho.
Ich nehme an, du hast zumindest den Artikel gelesen:
Nach ihrem Gesetzentwurf gilt die Berichtspflicht nur für Betriebe ab 500 Mitarbeitern. Alle Beschäftigten aber, egal wie groß ihr Betrieb ist, auch Heimarbeiter und Beamte, können vom Arbeitgeber Auskunft verlangen, nach welchen Kriterien sich ihr Entgelt errechnet.
In einem Betrieb mit einer Größe von über 500 Mitarbeiter*innen gibt es in der Regel vergleichbare Stellen mit ähnlichen oder gleichen Tätigkeitsprofilen.
Für die kleineren Betriebe, bei denen es eventuell anders ist, sollen entsprechend die Kriterien der Bezahlung offengelegt werden.

Auf die Wichtigkeit des Leistungsprinzips hinzuweisen wirkt im Kontext dieser Diskussion also wie ein Feigenblatt.
 
Und selbst wenn es so kommen würde? Was würde es ändern? Wenn Leute zu blöd sind vernünftig mit dem Chef über ihre Entlohnung zu verhandeln, dann werden sie es auch immer noch nicht auf die Reihe bekommen wenn sie wissen was der Kollege oder die Kollegin verdient.
Ich glaube, das ist zu kurz gedacht und verkennt damit die zweifellos herrschenden Missstände. Der gender pay gap liegt in Deutschland bei 22%, die Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer. Auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit liegt er noch bei 7%.
Das losgelöst von der strukturellen Ebene und stattdessen auf einer individuellen Ebene zu betrachten würde zu dem Schluss führen, dass Frauen eben blöder sind als Männer und nicht vernünftig über ihren Lohn verhandeln.
Ich halte das für eine gewagte These und behaupte, da steckt doch mehr dahinter (davon abgesehen würde ich eine Person, die die Gehaltsverhandlungen nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen führt, nicht als "blöd" kategorisieren).
 
Der gender pay gap liegt in Deutschland bei 22%, die Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer. Auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit liegt er noch bei 7%.

danke für den link. :)

Hinweise zur Interpretation
Bei der Interpretation der Werte sollte berücksichtigt werden, dass es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap handelt. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind damit nicht möglich.
Der unbereinigte Gender Pay Gap (GPG) wird berechnet für alle NACE - Gruppen mit Ausnahme der Landwirtschaft, Fischerei, öffentliche Verwaltung, private Haushalte und exterritoriale Organisationen in Betrieben mit mindestens 10 Beschäftigten.
Die Grundgesamtheit besteht aus allen Arbeitnehmern, ohne Altersbeschränkung oder Einschränkung der Stundenzahl. Teilzeiterwerbstätige sind enthalten.
Der Bruttostundenlohn (unter Verwendung des arithmetischen Mittels) beinhaltet bezahlte Überstunden und schließt außerordentliche Zahlungen aus.
 
Ich glaube die 7% entsprechen bereits dem bereinigten GPG. Der GPG hängt vermutlich maßgeblich damit zusammen, dass viele Frauen irgendwann schwanger werden und somit in vielen Fällen Brüche in ihrer Erwerbstätigkeit haben. Aus unternehmerischer Sicht finde ich die geringer Bezahlung von Frauen daher nachvollziehbar. Man muss sich als Gesellschaft halt überlegen, inwieweit man da gegensteuert. Ich würde mir wünschen, dass das Aufgabenfeld "Kinder" 50/50 zwischen den Geschlechtern aufgeteilt würde und somit das Risiko für den Arbeitgeber bei Mann und Frau nahezu gleich wäre. Davon ist man aber imho in der Realität noch weit weg.
 
danke für den link. :)
Kein Problem, ich gebe meine Quellen immer an. Warum auch nicht?
Wie Ache aber schon richtig geschrieben hat, beziehen sich die 7% durchaus auf den bereinigten GPG, auf den deine fett markierten Anmerkungen daher nicht zutreffen.
Abgesehen davon halte ich den GPG auch unabhängig davon für höchst problematisch.
 
Ebenso frage ich mich, warum ein solches Gesetzt zu "Unfrieden und Verteilungskonflikten in den Betrieben" führen soll? Genau das ist ja der Punkt: es gibt gehörige Gründe für einen solchen Unfrieden, jedoch fehlt die Transparenz, die diese Gründe offenlegten.
Es ist absurd zu argumentieren, dass diese Intransparenz aktuellen Unfrieden verhindern würde. Gäbe es die verschleiert dahinterliegenden Gründe nicht, müsste man auch keine Sorge haben, dass eine Transparenz zu Unfrieden und Konflikten führen würde.

Genau das! Für mich geht es da nicht nur um Geschlechtergleichheit, sondern allgemein um Gleichheit und mehr Transparenz zwischen den Arbeitnehmern. Es sollte allgemein offen dargelegt werden, wer was verdient. Aber es ist natürlich klar, dass die Wirtschaft sich dagegen wehrt, bzw. das nicht haben will. Die wollen ihren Arbeitnehmern lieber weiterhin vertraglich verbieten, über sein Einkommen zu sprechen, um mehr individuellen Verhandlungsspielraum beim Lohn zu haben. Gerade diese Intransparenz aber schafft doch erst Unfrieden in der Belegschaft. Es wird gemunkelt, wer was verdient, es werden Gerüchte verbreitet, Neid etc.
Es ist auch im Grunde eine Bankrotterklärung zu argumentieren, die Intransparenz würde Unfrieden verhindern, damit entlarven die sich doch selbst! Mit anderen Worten sagen die: "Wenn jeder wüsste, was seine Kollegen verdienen, wäre im Betrieb die Hölle los." Ja, und warum? Weil der eine einen tausender mehr bekommt als seine Kollegin, nur weil er besser verhandeln konnte oder warum auch immer.
 
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Nochmal in den Kalender geschaut, ob wir nicht vielleicht doch das Jahr 1977 haben. Nein, da steht tatsächlich 2016...
 
Schon mal gegen Frauen Fußball gespielt? Ist einfach nicht vergleichbar :) (Habe mal mit einem mittelmäßigen (männlichen) Freizeitteam gegen eine gute Frauenmannschaft gespielt.)
 
Alleine der Einstieg ist absurd. "Haben Frauen im Fußball eine Chance gegen Männer? Natürlich nicht."
Der ganze Artikel trieft nur so vor männlicher Hybris, inklusive Aufmachung und Klickbaiting.

Aber unabhängig davon, bei der nächsten Nachricht möchte ich gerne einen Feminismus-Thread eröffnen und dann auch vermehrt positive Meldungen posten, nicht immer so einen negativen Quatsch.
 
Der Artikel stinkt an so vielen Stellen. Auch Jungen ihre Männlichkeit abzusprechen und sie als Bubis zu bezeichnen, find ich reichlich daneben. Geschlecht hat schließlich nichts mit dem Alter und körperliche Reife zu tun.
 
@Mingo : Wieso? Bei manchen Sportarten sollte man die Geschlechter einfach nicht vergleichen.

Ich wusste übrigens nicht worauf du hinaus wolltest, da ich den Artikel nicht angeklickt habe. Aber ich stimme dir zu; wenn das tatsächlich so drinne steht, ist das nur grotesk.
 
Welt halt :lol:

Ich meine, wo die BILD mittlerweile auf das Niveau des Völkischen Beobachters abgesunken ist, muss eben irgendwer die entstandene Lücke füllen. Und da streiten sich ja gerade Welt und Fokus drum.
 
Fussball ist eh kacke.
Zocken ist der einzig ware Sport.
Das einzige was da verletzt wird, sind digitale bits & bytes.
Viel erträglicher als so ein Barbaren sport :D
 
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