Hier. Ich. Anfänglich auf diversen Messen ausprobiert, verfällt man schnell dieser Begeisterung für Virtual Reality. Zuhause verfliegt die Euphorie binnen weniger Stunden, wenn man es intensiv auf Herz und Nieren testen kann. Das größte Manko sind die Spiele. Alles ist durch die Bank weg auf Mini-Spiele ausgelegt.
Spieltechnisch kann man VR heute in die Kategorie Kinect, Wii, Move einordnen. Das Alleinstellungsmerkmal dabei im virtuellen Raum zu sein, macht es nicht viel besser, denn es ändert nichts an der Sache, dass das Gameplay unterirdisch ist, oder wie wir Gamer zu pflegen sagen: casual. Bowlen, Schubladen öffnen, Pfeile werfen, Gemüse schneiden etc. Durch den attraktiv niedrigen Preis der Sony VR, kann ich mir aber gut vorstellen, dass das am Massenmarkt ankommt. Die Spiele dürften aber nicht wirklich über einen virtuellen Streichelzoo hinausgehen, imo.
VR überzeugt wirklich nur in einem Punkt - der Immersion bei Cockpit-Spielen. Das ist so geil, dass ich dafür 800 Euro ausgebe und auch nur für zwei Spiele (vorerst) - Elite Dangeorus und Dirt Rally. Das ist es mir persönlich wert und auch deutlich günstiger, als mir hier drei Monitore hinzustellen, die bei weitem nicht das Spielerlebnis vermitteln, wie es ein VR System vermag.
Warum es die Oculus Rift geworden ist und nicht die Vive? Weil ich mit Room Scale VR noch weniger anfangen kann. Spielen und stehen passt überhaupt nicht zusammen. Kann ich also auch auf die Kalibrierung und die anbringung der Sensoren verzichten. Und auch die Controller bei der Vive sind für mich unnütz, da ich sie nicht benötige, aber mitbezahlen müsste. Sie arbeiten zwar sehr genau, aber auch im virtuellen Raum fühlt es sich bescheuert an, so zu tun, als würde man einen Pfeil mit einem Bogen abschießen. Wer es mir nicht glaubt, kann es gleich vor dem Monitor versuchen. Tu so als ob du mit Pfeil und Bogen schießt. Blöd oder? Und genauso fühlt es sich auch mit VR-Helm an.
Ich benötige also nur den VR-Helm, ergo habe ich zur Oculus Rift gegriffen.