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Gast
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fleischkonsum-drei-kilo-huhn-in-tagen-1.2928672
Widerlich.
Widerlich.
Die Probleme werden kleingeredet
Für die Industrie kommen die Probleme zur Unzeit, denn sie steht wegen ihrer Art der Tierhaltung und des massenhaften Antibiotika-Einsatzes ohnehin unter Druck. Sollten sich die Brustfilets der auf Höchstleistung getrimmten Hühner nun schwerer verkaufen lassen, wäre das ein weiterer Schlag. NCC-Sprecher Tom Super bemüht sich daher, die Schwierigkeiten kleinzureden: Nur ein kleiner Prozentsatz der Vögel sei betroffen, so Super, zudem investiere man eine Viertelmillion Dollar in die Erforschung der Ursachen - eine Summe, die gemessen am hohen zweistelligen Milliardenumsatz der Branche allerdings eher kläglich wirkt.
Eine Lösung des Problems könnte Experten zufolge darin bestehen, die Tiere wieder ein klein wenig langsamer zu mästen. Satte 100 Tage musste sich vor 90Jahren ein Bauer gedulden, bis ein Huhn ein Kilogramm schwerer geworden war. Die Turbo-Nachfahren jener Vögelchen schaffen den gleichen Gewichtszuwachs heute in 17 Tagen.

