Hmm, die Antwort darauf ist schwierig.
Ich würde es als erstes schonmal begrüßen, wenn Wir den Bundespräsident wählen dürften, denn nur er steht über allem und entscheidet auch als letzter über unsere Gesetzgebung.
Dazu dann noch Volksentscheide, und ich wäre nahezu glücklich.
Und daran machst du eine "richtige" Demokratie fest?
Als hätte der Bundespräsident auch nur irgendwas zu melden, ich bitte dich.
Du hängst dich viel zu sehr an der Theorie auf, 1. Mann/Frau im Staat schön und gut, wenn es realpolitisch ganz anders läuft.
Nicht "die Staatsgewalt", sondern "alle Staatsgewalt".
Ist ein Unterschied.
Ansonsten sag ich es mal so.
Wenige sind besser zu beeinflussen als viele.
Alle Staatsgewalt... Das hieße Polizei, Gerichte etc. pp. müsste alles vom Volk aus geregelt werden.
Wie sähe das aus? Jede Gerichtsentscheidung per Votum von 80 Millionen Menschen entscheiden lassen?
Politik ist etwas komplizierter, als du es dir vorstellst.
Genauso wie ich den Mediziner seine Arbeit machen lassen, genauso lasse ich den gewählten (!) Politiker seine Arbeit machen. Und wenn diese nicht passt, dann wird er halt abgewählt.
So einfach ist das.
Und das findest Du gut?
Findest Du denn gut, dass Berater von Telekomunikationsunternehmen die Politik in Sachen Netzneutralität beraten, oder das Berater von Stromkonzernen die Politik beim Atomausstieg beraten.
Klar, die sollen des Verständnisses wegen definitiv ihr Meinung mitteilen dürfen, aber eben nicht nur diese.
Natürlich finde ich das gut, das ist Demokratie, dass auch Konzerne, dessen Meinung oder Interessen man als Bürger vielleicht nicht gut findet, ihre Interessen artikulieren dürfen.
Genauso wie jeder Privatmann und jede NGO.
Und wir beschweren uns über Länder, in denen die Wirtschaft gegängelt wird...
Jeder muss frei sein dahingehend, seine Meinung und Interessen zu fordern, ob es dir passt oder nicht.
Wieso nicht?
Was stört dich denn daran?
Die Schweiz zeigt wie es gehen könnte.
Und auch da wurde der Staat noch nicht runiert, es gibt immernoch Steuern, und die Todesstrafe gibt es auch nicht
Ganz einfach, weil wir Politiker wählen, die diese Arbeit übernehmen, da braucht es nicht für jedes Thema nochmal einen Volksentscheid. Sonst könnten wir uns das ganze System sparen und auf reiner Anarchie gründen.
Auch wenn du das jetzt nicht hören magst, aber das gemeine Volk halte ich in vielen Fragen einfach nicht für fähig genug, über bestimmte Sachen abzustimmen.
Wenn ich lesen muss, dass das Volk abstimmen soll, ob wir in den Krieg ziehen, wird mir ehrlich gesagt schlecht.
Dazu kommt genau das, was dir an der Wirtschaft nicht passt. Die, die das Geld haben und den Einfluss, bestimmen diese Debatten meist und können so Meinungen formen und extremen Einfluss ausüben.
So easy, wie du dir das vorstellst, ist es einfach nicht.
Es wird nie eine hysterielose Debatte geben, bei der sich alle nur auf die Fakten stützen und dann gemeinsam abwägen.
Zugegeben, was ich mache ist aktuell noch Meckern auf hohem Niveau.
Im Moment geht es uns allen noch gut.
Meiner Meinung nach steuert die Bundesregierung u.a. aber in Richtung Krieg, und da geht es uns nicht mehr gut.
Mein Trachten ist es vorallem, dies zu verhindern.
Wieso schreibst du immer noch? Vor 10 Jahren warst du dir wahrscheinlich auch schon sicher, dass Deutschland untergeht.
Glaub mir, meckern darf man immer und zu verbessern gibt es auch immer was, das ist klar.
Aber das, was du siehst, ist einfach fernab jeglicher Realität.