Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

[Nachdenklich] Spiele formen ja auch die Persönlichkeit...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hallo Leute,

PS: Sorry, der Thread wird jetzt etwas länger!


Einleitung:

neulich ist meine Frau auf mich zugekommen und meinte "ich könnte ja mal eine meiner Konsolen Verkaufen, da ich ja so viele hätte" (ich Sammle diese ja).
Gut, über die Jahre (uii, schon 10+ Jahre sind es schon) habe ich mich nun daran gewöhnt, dass Sie fast keinen Bezug zu Videospielen hat.
Trotzdem würde ich wohl NIEMALS etwas aus dieser Sammlung Verkaufen, da Teile davon einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend ausgemacht haben.
Auf diese Erinnerungen und gemachten Erfahrungen möchte ich nicht verzichten, schließlich ist daraus ja (natürlich auch durch viele andere Einflüsse) meine Persönlichkeit entstanden!

Thema:

Nun dachte ich über die Spiele nach, die ich z. B. als Kind gespielt habe und verglich das mal mit den Spielen, in denen ich heute auf viele Kinder und Jugendlich treffe.

Früher, also in den 90ern, war Jugendschutz noch nicht so present wie heute, zumindest was Videospiele angeht. Von daher habe ich auch den einen oder anderen Titel gespielt, der eigentlich noch nicht für mein Alter gemacht war.
ABER, die Spiele waren auch noch nicht so "Brutal" oder "Realistisch" wie heute, was einfach den damals grafischen Grenzen geschuldet war!
Ich behaupte mal, dass "Halloween Harry" (1994) [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
] bei weiten nicht so Brutal ist wie "GTA V" oder "Dead Island"!

Meistens begnügte ich mich mit diversen Spiele a la "Super Mario", "Donkey Kong Country 1/2/3" und vielen² Rennspielen wie "Mario Kart" oder "F-Zero" und Puzzelspielen wie "Rock´n Roll" (1989) [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
].
Bei meiner Generation (oder in meinem Freundeskreis) ging es während der Kindheit noch nicht darum "das Brutalste Spiel" zu spielen, sondern es ging noch "um das Spiel", weil es gut war!

Jetzt bin ich in einem Alter (28, fast 29) wo ich im Freundes- und Verwantenkreis mit bekomme, das 8 bis 12 Jährige eher nach dem "Brutalitätsgrad" eines Spieles entscheiden, was Sie spielen wollen.
Oft wird das dann auch von den Eltern noch Unterstützt.

[Randbemerkung] Hätte man mich damals als Kind gefragt, ob ich so etwas von heute Spielen wolle, hätte ich bestimmt auch nicht "nein" geagt - heute sehe ich das aber schon anders (aber auch nicht zu Streng ;)) [/Randbemerkung]

Mein erstes, wirklich Brutales Spiel war eine "Sicherheitskopie" von "Unreal Turnament" (1999) [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
] - gut da war ich auch erst 12 oder 13 Jahre alt, also viel zu Jung.
Aber ich weiß noch wie, als währe es gestern gewesen, was für Schweißausbrüche/Herzrasen ich beim Spielen bekommen hatte ( a) aus Angst, meine Eltern würden das bemerken; b) Ich habe ein paar mal Spielen müssen um mich an den Brutalitätsgrad (dieser war mir bis Dato völlig unbekannt) zu gewöhnen und nicht mehr diese krasse körperliche Reaktion zu bekommen).

Ich will gar nicht Wissen, was mit meiner Psyche passiert währe, wenn ich das mit 6 bis 10 Jahren gespielt hätte :schock:

PPS: Lustiger weiße habe ich "Grand Theft Auto (GTA)" (1997) [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
], welches ich ca. 1998/99 das erste mal gespielt hatte, als nicht "so Brutal" wahrgenommen :gerri:
Aber hier ist es ja auch eine 2D und KEINE 3D-Grafik!

Mit Egoshootern ging es bei mir erst 2002 (also mit 15 Jahren los), da ich erst dann regelmäßigen Zugang zum Internet hatte (dann aber Hautpsächlich Half Life / Counter Strike 1.5/1.6 etc... ).
Viele der brutalsten Spiele, sind erst im lauf der Zeit (16+ Jahre) dazu gekommen!

Meine eigentliche Frage:

Ich Frage mich wirklich, wie sich brutale 3D-Spiele, mit "relativ" realistischen Verhalten, auf Menschen auswirken (können), die solche Titel viel zu Früh (also unter 12 Jahren) spielen.
Mit ist bewusst, dass die Auswirkungen von Mensch zu Mensch unterschidlich sein können, da jedes Kind einen unterschiedlichen Entwicklungsstand hat!

Trotzdem kann es, meiner persönlichen Meinung nach, nicht "gut" sein wenn ein Kind (<= 14/15 Jahre) realistische Simulationen von Zerstümmelungen in Spielen sieht wie z. B. "Sniper Elite 3" [ http://www.gamezone.de/Sniper-Elite...t-Zeichnet-sich-nur-durch-Gewalt-aus-1127615/ ]


In der Hoffnung, Ihr seit bis hier hin nicht Eingeschlafen, freue ich mich auf eure Antworten und eine interessante Diskussion.

PPPS: Verzeit mit bitte eventuelle Rẹchtschreibfehler, wer welche findet darf Sie für sich behalten ;)

Freundliche Grüße
 
Ich hab in den 90ern so ziemlich alles gezockt am PC was irgendwie "blutrünstig" schien. Jeden noch so verschissenen Egoshooter, GTA, Mortal Kombat und was weiß ich noch. Doom z.B. hab ich relativ zeitnah zum Release schon zugespielt bekommen, da war ich wohl so ungefähr 9 oder 10.
Ich kann für mich behaupten das zumindest solche Spiele absolut keinen Einfluss auf mein verhalten hatten, zumindest von negativer Seite her. Da gab es ganz andere Extreme im echten Leben die mich dahingehend eher geprägt haben.
Man hat das halt gezockt und klar, sich auch an der ein oder anderen Blutfontäne ergötzt.
Ich hatte da auch nie wirklich Restriktionen von elterlicher Seite her, zumindest bis Columbine und die ganze aufkommende Killerspieldebatte. Plötzlich wurde mein Vater hellhörig und das erste was von der Festplatte gebannt wurde war bei mir damals GTA 1 was ich zu der Zeit übel gesuchtet hatte.

Ich denke die Antwort auf deine Frage ist jene die man wohl immer wieder hört/hören wird. Da sind wohl grundsätzlich erstmal ganz andere Sachen, vor allem in der Kindheit, verantwortlich um einen noch so jungen Menschen vielleicht oder vor allem negativ zu prägen.
 
Achso, als Elternteil sollte man natürlich ein wenig drauf schauen was das Kind da so an Medien konsumiert, vor allem wenn das Alter des Kindes allzu weit vom USK Stempel entfernt ist. Soweit muss man heutzutage einfach in der Materie drinstecken, auch wenn sich die Kids ihren Shit natürlich trotzdem irgendwo besorgen werden.
 
Hm weiß nicht ob ich das so eng sehe. Natürlich war früher die Grafik schlechter aber dafür hat sich mehr im Kopf abgespielt, was ich für viel gefährlicher halte.

Ich hab früher eher Wirtschaftsspiele gezockt. Und was ist aus mir geworden? Finde Aktien und Steuerberatung toll. Glaube aber nicht dass mich Games in irgendeiner Weise geformt und zu dem Mensch gemacht haben der ich heute bin. Um die Frage mal allgemeiner zu halten.
 
puh das in den 90er noch nicht soviel zensiert wurde wie im Ausgangspost beschrieben seh ich anders. Damals wurde genauso viel, wenn nicht mehr games die nicht mal gewalt explizit darstellen zensiert. Siehe allein schon River Raid aufm Atari. Das lächerlich das sowas zensiert wurde. Sonst auch wurde ja alles weggeholt was Gewalt beinhaltet. Doom, Quake, Unreal, alles. Denke sogar das heute bissl weniger zensiert wird als damals. Aber trotzdem guter Artikel den du da verfasst hast
 
Ich hab in den 90ern so ziemlich alles gezockt am PC was irgendwie "blutrünstig" schien. Jeden noch so verschissenen Egoshooter, GTA, Mortal Kombat und was weiß ich noch. Doom z.B. hab ich relativ zeitnah zum Release schon zugespielt bekommen, da war ich wohl so ungefähr 9 oder 10.
Ich kann für mich behaupten das zumindest solche Spiele absolut keinen Einfluss auf mein verhalten hatten, zumindest von negativer Seite her.

Diese Spiele waren aber grafisch auch wesentlich einfacher und die Details waren nicht so detaliert (Pixelblut vs. "aus der Bauchschusswunde quellende Gedärme" [wobei ich nicht mehr weiß in welchem Spiel das war, ist schon eine weile her]).
Ich finde das die Grafikqualität (im Sinne von Auflösung und Detailgrad), schon die Intensität der Gewalt bzw. des Gewalterlebnisses steigern kann!

Da gab es ganz andere Extreme im echten Leben die mich dahingehend eher geprägt haben.

Wie immer ist es eine Mischung aus vielen Einflüssen, die einen Menschen in seiner Entwicklung beeinflusst bzw. beeinflussen kann.

Ich hatte da auch nie wirklich Restriktionen von elterlicher Seite her, zumindest bis Columbine und die ganze aufkommende Killerspieldebatte.

Ich hatte da auch keine Ristriktionen, mein Vater saß neben mir als ich die ShareWare-Version von "Corridor7" (1994) [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
] gespielt habe (ca. 1995/96, da war ich 8 bzw. 9 Jahre alt).

Jahre später hatte ich Ihn gefragt, ob Ihn die Gewalt den nicht gestört hätte und er Antworte mir "Damals hatten wir noch nicht die Sensibilität für Videospiele".
Bei Filmen, haben meine Eltern aber schon auf die USK-Empfehlung geachtet und ich war "Stolz wie Bolle", als ich mit 11 Jahren in den Film "Godzilla" (der ab 12 Jahren freigegeben war), zusammen mit meinem Vater, gehen durfte!

Wegen der Killerspieldebatte:

Ich denke NIEMAND wird zu Ammokläufer, weil er/sie/es Videospiele spielt.
Wenn aber dazu ständiges Mobbing und Ausgrenzung (z. B. in der Schule), schlechte Schulnoten, Druck aus dem Elternhaus, der erste "Korb", mangelndes Selbstvertrauen und noch andere Sachen alle aufeinander treffen, über Jahre, dann kann leider auch mal "eine Sicherung durchbrennen".
Hier müssen die Eltern / Erziehungsberechtigten / Wer-auch-immer aber wieder mit zur Rechenschaft gezogen werden, wie sollte z.B. ein Jugentlicher sonst an eine Waffe kommen (USA jetzt mal außer acht gelassen!)?

auch wenn sich die Kids ihren Shit natürlich trotzdem irgendwo besorgen werden.

Verbotenes wird erst recht interesant!

Hm weiß nicht ob ich das so eng sehe. Natürlich war früher die Grafik schlechter aber dafür hat sich mehr im Kopf abgespielt, was ich für viel gefährlicher halte.

Also die Körperlichen Symtome (Herzrasen & Schweißausbrüche) hatte ich nur bei einem 3D-Egoshooter (am Anfang... siehe Eröffnungspost), bei Pseudo3D_2D-Shootern und oder bei normaler 2D-Darstellung nie!
Gut, dass war jetzt meine persönliche Erfahrung und diese ist nicht auf jeden Menschen übertragbar, aber das gibt mir heute echt zu Denken.

In meinem Kopf hat sich bei den ganzen 2D-Shooter-Jump&Runs nie etwas getan!
Bei 3D-Shootern könnte ich mir eher Kopfkino vorstellen.

puh das in den 90er noch nicht soviel zensiert wurde wie im Ausgangspost beschrieben seh ich anders. Damals wurde genauso viel, wenn nicht mehr games die nicht mal gewalt explizit darstellen zensiert. Siehe allein schon River Raid aufm Atari. Das lächerlich das sowas zensiert wurde. Sonst auch wurde ja alles weggeholt was Gewalt beinhaltet. Doom, Quake, Unreal, alles. Denke sogar das heute bissl weniger zensiert wird als damals.

Neuelich habe ich eine sehr intresannte und gut gemachte Doku dazu gesehen:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/haup...asst/day0#/beitrag/video/2658536/Killerspiele

UNBEDING mal ansehen, echt gut gemacht!!!

Die Sendung zeigt ganz eindeutig: Zensur durch Prüfstellen hängt, international, von der Erfahrung mit dem Medium ab!
Deshalb wurde früher schneller und viel mehr Zensiert, als heutzutage!

Aber trotzdem guter Artikel den du da verfasst hast

Dankeschön
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre ich nicht so müde,würde meine Antwort länger ausfallen aber bevor ich in die Heia gehe, muss ich doch noch kurz mein Statement abgeben. Morgen geht dann vielleicht mehr.^^

Also, meine Erfahrung ist, dass ich sehr unterschiedlich auf verschiedene Genres reagiere und das war als Kind natürlich noch ausgeprägter. Ich kann heute noch keine Horror-Survival Spiele spielen, weil ich einfach zu schreckhaft bin und viel Fantasie hab'.
Ich weiß noch, dass ich mir damals als 15-Jährige "Soul Reaver" für die Playstation gekauft hatte, weil ich Action-Adventures mochte und sowieso auf Vampire gestanden hab' (außerdem hatte ich irgendwo ein Bild von Raziel in Vampirform gesehen und fand ihn hot :lol:).

Resultat war: Ich hab's bis zu Melchia (1.Boss) geschafft und ihn sogar geschafft, war danach aber fix und fertig. :ugly:

Das Setting war einfach zu creepy für mich.

Was ich damit sagen will...ich denke es gibt zwei Ebenen bei dem Thema. Zum einen beeinflusst die Persönlichkeit was man spielt und zum anderen hängt es wohl von der Persönlichkeit ab, ob ein Spiel einen physisch oder psychisch beeindruckt.

Gewisse Spiele können für eine bestimmte Zeit die Aggressivität fördern, das kann man messen. Der Zeitraum scheint nur eher kurz zu sein. Ich glaube nicht, dass Videospiele irgendetwas in einem Menschen entstehen lassen können, was nicht von vorne herein da ist. Was natürlich nicht heißt, dass alle die Prügelspiele oder Shooter spielen, Brutalos sind.:p

Was ich aber beobachtet habe ist, dass mich Spiele emotional beeinflussen können. Kunterbunte Knuddelspiele machen mich fröhlich, eine düstere Atmosphäre macht mich bedrückt. Das ist ein bisschen so wie mit Musik. Nur hält der Effekt natürlich nicht sonderlich lange an. Das sind alles nur temporäre Sachen.

Wo ich mir allerdings nicht so sicher bin ist,ob bestimmte werte, die in Spielen vermittelt werden, auch die Werte der Spieler beeinflussen und verändern können. Mein persönliches Beispiel wären da die Werte Freundschaft, Loyalität und Gerechtigkeit und das Einsetzen für höhere Ziele... aber auch die Schönheit und Eleganz, die in einem Kampf liegen kann und das es manchmal hilft erst zuzuschlagen und dann zu fragen. Das sind Werte, die ich sehr hoch achte, höher als die meisten anderen und das sind Dinge, die in so ziemlich jedem JRPG der 90er und danach vorgekommen sind.

Das war das Genre, dass ich am meisten gespielt habe, zusammen mit den Massen an Fantasy Büchern im Herr der Ringe Stil, die ich gelesen hab'...da muss was hängen geblieben sein. :?

Ah, alles etwas konfus geschrieben, morgen ist mein Kopf wieder klar, dann kann ich besser erklären wo ich hin will. :sleep:

EDIT: Kurzes Statement...von wegen :gerri:
 
Das lässt sich so pauschal nicht sagen... wie viele "Studien" gabs denn schon zu dem Thema... und jede hatte, je nach Fragestellung und wer die Studie in Auftrag gegeben hat andere Ergebnisse. Das reicht von: Jeder der sowas spielt läuft Amok bis hin zu: Keinerlei Auswirkungen. Und dazwischen hat man noch alles was reinpasst.

Jeder Mensch ist anders, jedes Kind und Jugendlicher ist anders. Den einen beeinflusst es, den anderen gar nicht, den einen auf die Art und Weise, den anderen auf diese Art und Weise...

Lange Rede kurzer Sinn: Man weiß nicht inwieweit es sich auswirkt also sind gewalttätige Spiele von Kindern u. Jugendlichen fernzuhalten. Ab 18 sollte man dann schon wissen was man sich zumuten kann oder nicht. Ich finde die USK macht mittlerweile in dieser Hinsicht einen sehr guten Job. (solange nix für 18+ jährige Vorenthalten wird)

Aber dann will ich auch mal kurz meine Geschichte erzählen:

Ich bin von Kindheit an mit Computerspielen aufgewachsen (2 große Brüder sei Dank). Vom C64, über Amiga bis zum PC und durch alle Konsolen die es gab... ich war überall mehr oder weniger dabei. Daran hat sich bis heute nix geändert. Man kann also sagen dass ich mir das Medium Computerspiele bis zum Anschlag reingezogen habe. Dabei war auch so ziemlich alles was damals auf dem Index stand, brutal war oder hier gar nicht erschien. Ich will nicht sagen dass ich mir NUR solche Spiele reingezogen habe, aber ich hab zumindest auch fast keines ausgelassen. Ob das am Amiga Cannon Fodder, Mortal Kombat war, oder später alle möglichen Ego-Shooter. Da konnte nix brutal genug sein... auch das ist heute noch so.

Das gleiche hab ich mit Filmen gemacht. Mein einer Bruder war schon zu VHS-Zeiten mit Laserdisc, Beamer und Surround-Anlage ausgerüstet wie ein Kino... und auch hier gabs dann schon sehr früh alle möglichen Splatter-Kracher bis hin zu Reality-Snuff wie Gesichter des Todes zu sehen... da war ich noch sehr weit von den 18 entfernt. Auch heute noch schau ich mir gern härteren Stoff an... bisher hat mich da fast noch nix abgeschreckt.

Daneben war ich auch schon immer Metal-Fan (auch hier Dank an die Brüder) und bin schnell zu irgendwelchen Death-Metal geraten. Disc-Cover, Poster, T-Shirts mit zerfetzen Menschen waren an der Tagesordnung. Gern auch noch heute so...

Fassen wir zusammen: Abgesehen von realer Gewalt, hab ich mir fast mein gesamtes Leben so ziemlich alles reingezogen was brutal ist... und was ist aus mir geworden:

Ich bin Sozialarbeiter, arbeite seit 16 Jahren entweder in Behindertenheimen oder in der Psychiatrie. Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen geschlagen oder verletzt. Nichtmal als Kind hab ich mich mit gleichaltrigen geprügelt oder sowas. Gewalt im realen Leben lehne ich kategorisch ab. Daran ändert auch Alkohol nichts.

Hatten die ganzen gewalttätigen Medien also keine Wirkung auf mich? Doch... natürlich: Ich habe jegliche Aggressionen die ich habe schon immer mit diesen Medien ausgelebt. Komme ich heute gestresst von nem "sozialen" Arbeitstag heim kommt es des öfteren vor dass ich mir was richtig derbes reinziehe... danch gehts mir wieder wunderbar. Von daher kann ich von mir sagen dass mir fiktive Gewalt sehr geholfen hat jegliche Gewalt aus meinem realen Leben fernzuhalten. Aber das ist eben nur bei mir so... bei jemand anderem könnte das schon wieder gaaaaaanz anders aussehen.

Dazu noch ein nettes Lied was das ganze gut wiedergibt ;) :


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
https://www.youtube.com/watch?v=7-xKs0x8edI
 
Zuletzt bearbeitet:
Zunächst einmal denke ich, Du solltest deine Sammlung behalten. ;)

Weiterhin denke ich, daß uns die konsumierten Medien natürlich beeinflussen. Aber nicht unbedingt so, wie wir es uns vorstellen. Ich habe in den 90ern (wie viele meiner Klassenkameraden) Shooter gespielt und wir waren die bravsten Chorknaben. Da spielen andere Bereiche der Erziehung eher eine Rolle. Genauso, was Entspannung für einen bedeutet. Der eine kann sich beim Spiel abregen, der nächste beim Film, Musik, Sport, Alkohol,...

Faszinerend ist ja manchmal das Verbot (wobei man das als Kind ja auch oft nicht so wahrnimmt). Wenn ich bedenke, daß wir uns da Rambo oder Commando Lybia (River Raid wurde hier auch schon genannt?!) mal angeschaut haben. Aber es ist ähnlich schnell wieder fallengelassen worden, weil der Spielspaß doch mäßig war. Da haben wir dann gemeinsam eher die ganzen Epyx Games gespielt (oder sogar die LucasArts gemeinsam gelöst).

Wenn ich in den 90ern an Rise of the Triad denke, dann war das gute Spiel eher albern und man hat gezählt wieviele Augäpfel von einem Gegner stammten.

Übermäßige Gewaltdarstellung ist irgendwo immer mal reizvoll (grade als junger Mensch), aber es nutzt sich auch schnell ab. Heutzutage würde mich das nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken, wenn es reine Selbstinszenierung ist (trotzdem fand ich die Splatterei bei Fallout immer ganz amüsant). Außerdem ist ja natürlich jeder Mensch unterschiedlich empfindlich was Gewaltdarstellung betrifft. Filmbrutälität (oder auch in Spielen) betrifft mich nicht sehr, dafür grause ich mich vor Sportunfällen. Hätte ich allerdings auch Krieg aus der Nähe mitbekommen, wäre meine Einstellung zu solchen Filmen oder Spielen gewiss eine andere.

Neues steht doch generell erstmal im Verruf. Früher war es schlimm zu lesen, Comics waren auch ewig böse, Fernsehen war fürchterlich und dann diese Computer(-spiele). Heutztage weiß ich es nicht, aber vermutlich würde ich soziale Netzwerke anführen, weil ich da nicht richtig durchsteige (n will), auch wenn ich den Nutzen durchaus erkenne.
 
Ok, wir können also sicher festhalten, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die diversen Medien (z. B. Videospiele) reagiert - und damit eventuell oder auch nicht beeinflusst wird.

Ich habe z. B. immer mehr auf Filme reagiert, als auf Videospiele.
Als kleines Kinde habe ich tatsächlich 4 Versuche gebraucht bis ich den Film "ET - Der Auserirdische" [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
]
bis zum Ende gesehen hatte! (Quelle: Meine Eltern) :lachweg:

Filme waren für mich immer viel "realer" als Videospiele, da sind es ja nur Pixel.
Aber meine Kindliche Vorstellungskraft konnte sich es einfach nicht Vorstellen das "ET" auch nur eine geformter Haufen von Plastik, Silikon, Metall, Schminke ist.

Gut, mitlerweile macht mir so etwas auch nichts mehr aus, ich stehe voll auf Horror Filme, besonders wenn diese mich noch erschrecken können!
 
Ok, wir können also sicher festhalten, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die diversen Medien (z. B. Videospiele) reagiert - und damit eventuell oder auch nicht beeinflusst wird.

Ich habe z. B. immer mehr auf Filme reagiert, als auf Videospiele.
Als kleines Kinde habe ich tatsächlich 4 Versuche gebraucht bis ich den Film "ET - Der Auserirdische" [
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
]
bis zum Ende gesehen hatte! (Quelle: Meine Eltern) :lachweg:

Filme waren für mich immer viel "realer" als Videospiele, da sind es ja nur Pixel.
Aber meine Kindliche Vorstellungskraft konnte sich es einfach nicht Vorstellen das "ET" auch nur eine geformter Haufen von Plastik, Silikon, Metall, Schminke ist.

Gut, mitlerweile macht mir so etwas auch nichts mehr aus, ich stehe voll auf Horror Filme, besonders wenn diese mich noch erschrecken können!

Das ist kurios, weil es bei mir gerade anders herum ist. Bei Filmen hab' ich mir schon als junges Mädchen, die gruseligsten Sachen angeguckt. Ich will nicht sagen, dass mich das unbeeindruckt gelassen hat aber es war für mich besser zu verkraften als wenn ich gespielt habe.

Am Schlimmsten fand' ich aber sowieso schon immer Filme, wie Spiele, die psychisch zutiefst verstörend und traurig sind. Splatter ist da ja fast schon Comedy. ;)

Aber so Filme wie Stalingrad, Der Pianist oder jetzt Sufragetten...sowas tue ich mir nur ab und an im Jahr mal an, mehr vertrage ich einfach nicht.^^
 
Filme, Spiele und tralalala haben mich nie wirklich beeindruckt aber was dem damals noch jungen Scuzzle eine heiden Angst eingejagt hat war dieses verdammte Schlaflied von den Ärzten. Alter, das hat mich echt paar Wochen lang unruhig schlafen lassen.
 
Ich weiß übrigens welche Phobie @eike 2010 neuerdings um den Schlaf bringt

lustiges-bild-anatidaephobie.jpg
 
Zurück
Oben