Bin mal gespannt, was da dann beim Karneval abgeht. Werden wahrscheinlich nen Besucher-Negativrekord haben.
Das nimmt mich auch wunder. Koeln ist so ne schoene Stadt, aber diese letzten Meldungen mit den Silvestergruppenvergewaltigungen, der Buergermeisterin die resignierend allen Frauen anraet eine Armlaenge Abstand zu allem mit nem Penis zu halten, Mordfaelle keine 5 Laufminuten von meiner Freundin weg... das wirkt alles wie son dystopischer post-apocalyptic film auf mich. Der Schisser in mir macht sich da auf jeden Fall dicke Sorgen.
Ich frag mich auch, wie man das jemals wieder in den Griff bekommen will.

Diese Fingerzeigdiskussion ("Da! Das haben Auslaender getan!", "Nein, haben sie nicht!", "Doch, hier! Check meine Quellen!", "Jagut, aber da waren bestimmt auch Inlaender drin verwickelt!") lenkt auch nur vom eigentlichen Problem ab. Ob das jetzt 3.-4. Generationstuerken, Erst-generationsfluechtlinge oder NRW-Ureinwohner, waren, wird fuer die Opfer (und jedem anderem vernuenftig denkenden) keine Rolle spielen, aber das ist so das Hauptthema der Internetdiskussionen, weils ja viel bequemer ist, das Gegenueber politisch labeln zu koennen. Wem ist denn damit geholfen? Ich bin ganz sicher kein Nazi, wenn ich denke und behaupte, dass auslaendische Vergwewaltiger des Landes verwiesen gehoeren. Wir reden hier nicht von Ladendiebstaehlen oder Falschparken, hier gehts um die abscheulichsten Verbrechen zu denen Menschen faehig sind.
Ich wuerds daher begruessen, wenn diejenigen welchen es auch vermeiden wuerden die Nazikarte zu spielen sobald jemand das Argument bringt, das diese Verbrecher raus muessen. Wenn ich in ein anderes Land ziehe und dort jemanden vergewaltige und Aufenthaltsverbot in diesem Land erhalte, dann wuerde mir auch niemand Sympathie aussprechen (zurecht!). Warum also hier anders reagieren? Als wuerde irgendein vernuenftiger Mensch da anders drueber denken.
Genauso gehoert die andere Seite aber auch verpoehnt. Diese Individuen taten das nicht weil sie Moslems, Auslaender oder NRW-Ureinwohner sind. Sie taten das weil Ihnen die Opfer egal waren, weil sie menschlicher Abschaum sind. Leute, ich wuerde euch den Vogel zeigen, wenn ich einer der Taeter waere und euch ueber so nen Unfug diskutieren lesen wuerde: der Appell an meine Menschlichkeit und der Moeglichkeit einer Resozialisierung von mir in diese Gesellschaft ist komplett hinfaellig. Mir wars egal ob es die Frau stoert, dass wir sie grad in ner Gruppe denunzieren. Wendet da auf keinen Fall einen hoeheren moralischen Standard an mir an als an inlaendischen Vergewaltigern. (der hoffentlich so tief wie moeglich angesetzt ist: wie gesagt, wir reden hier nicht von Ladendieben und Falschparkern!)
Anstatt das hier ein links-rechts-Problem werden zu lassen, lasst dies eine offene Debatte ueber Menschenrechte werden: Selbsterverstaendlich verdienen Menschen, die ihre besten Freunde und Familienmitglieder und ihr Eigentum im Krieg zertoert sahen, unsere Unterstuetztung. Zur selben Zeit sollten wir aber niemals verleitet werden, die Verbrechen einiger zu marginalisieren. Ich will nicht derjenige sein, der sagt, dass derjenige der diesen Worten widerspricht, ein linker/rechter naiver Iditot sein muss, ich sage, dass derjenige, der diesem einfachen Argument widerspricht, naemlich dem dass Vergewaltigung zu keinem Zeitpunkt ethisch vertretbar und entschuldbar ist, einfach den Schuss nicht gehoert hat. Wir reden hier nicht ueber verstoerte Persoenlichkeiten, die es schon noch "begreifen" werden in den naechsten Jahren. Wir reden von Leuten, deren Moral in keinster Weise mit unserer Moral kompatibel ist.
Und das sage ich als Nicht-Westler: Ich will noch ein mal betonen, das kein Maß an Openness, an Verstaendns, an "Cosmopoliticianility" auch nur irgendeinen Platz verident hat unter den Argumenten, die versuchen werden beide Seiten argumentativ zu unterstützen. Hier geht es darum, dass barbarische Idioten die Freiheit anderer unterminierten