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Ich finde es ziemlich eindeutig, dass dieses Thema von den rechten Bewegungen instrumentalisiert wird. Das geht ja schon damit los, dass so getan wird, als wären wir hier eine eingeschworene Wertegemeinschaft, die sich nun von den barbarischen Eindringlingen schützen muss. Allein dieses (Trug-)Bild ist klassisch rechtes Gedankenkonstrukt, aus irrationalen Ängsten und Wut zusammengemixt.

Auf Facebook beklatschen meine besorgten Bürgerfreunde zur Zeit ein an die öffentlich gerichtetes Schreiben des Brothers MC Germany. Darin behaupten diese, dass sie mit Taten auf die Ereignisse reagieren wollen und für Sicherheit sorgen wollen.

Anhang anzeigen 39423

Da kann ich mir doch nur an den Kopf fassen, wenn diese "Angsthasser" wutschnaubend den Untergang Deutschland herbeireden und sich dann gut und sicher fühlen, wenn solche Ansagen gemacht werden.

Mal sehen was die nächste Woche zum Thema bringt.


Brothers MC :lol:.
 
Das ist leider falsch.
Die Mehrzahl der Morde geschieht im Affekt und ist nicht geplant, von daher nicht rational und somit auch nicht gekoppelt an die zu erwartende Strafe.
Die Illusion, dass die Höhe der Strafe die Anzahl der Straftaten maßregelt, ist falsch.

Edit: Hier eine Studie, die sich mit genau der Thematik befasst, die wir seit 2 Seiten diskutieren:
http://www.uni-konstanz.de/rtf/kis/Heinz_Mehr_und_haertere_Strafen_he306.pdf


Ok Mord war ein falsches Beispiel.

Aber bei vielen straftaten ist es so. Diebe , Einbrecher etc halten sich oft für so schlau und geschickt dass sie der festen Überzeugung sind ihr Plan muß funktionieren.
Zb auch bei banküberfällen. Wenn Zweifel bestehen gehen viele das Risiko nicht ein.
Sie überlegen also rational ob sie damit durchkommen oder nicht.

Natürlich könnte man jetzt bezweifeln ob diese Menschen überhaupt noch in der lage sind rational zu denken.
Ich sage da Aber deutlich ja.
Auch Betrüger, Fälscher etc handeln rational.

Daher ist runaways Aussage falsch. Da er verallgemeinert und Saft Verbrechen sind nicht rational. Als Beispiel nimmt er dann Mord was in dem Fall evtl zutrifft. Nur Mord ist ein Verbrechen von vielen.
 
Ich muss auch sagen, bei aller Kritik bin ich ein klarer Verfechter des deutschen, vermeintlich milden Strafsystems. Unsere Gefängnisse sind sicherlich keine Luxushotels, aber sie sind eben auch keine Moloche, wie die in den Staaten, wo Menschen ohne Perspektiven selbst bei kleinsten Delikten für Ewigkeiten weggesperrt werden. Und dann wundern die sich, wenn solche Leute nach Jahren in der Hölle, wo sie Gewalt und Misshandlungen ausgesetzt sind, als tickende Zeitbomben in die Gesellschaft zurückkehren.

Nee, da muss man sich mal wirklich mit dem deutschen Rechtssystem auseinandersetzen, um zu sehen, dass es im Grunde sehr gut funktioniert. Man darf sich nicht von den wenigen Rückfälligen und Extremen, was dann jedes Mal von den Medien ausgeweidet wird, ins Boxhorn jagen lassen. Sehr sehr vielen Straffälligen wird in DE geholfen, ins Leben zurückzufinden. Unsere Gefängnisse sind leer und zahlreiche Mechanismen helfen dem Gefangenen, statt ihn wie ein Tier wegzusperren.

Was nicht heißt, dass das deutsche Strafrecht nicht verbesserungswürdig ist. Strafen dürfen nicht zum Witz werden, wie im Spiegel-Artikel geschildert.
 
Ok Mord war ein falsches Beispiel.

Aber bei vielen straftaten ist es so. Diebe , Einbrecher etc halten sich oft für so schlau und geschickt dass sie der festen Überzeugung sind ihr Plan muß funktionieren.
Zb auch bei banküberfällen. Wenn Zweifel bestehen gehen viele das Risiko nicht ein.
Sie überlegen also rational ob sie damit durchkommen oder nicht.

Natürlich könnte man jetzt bezweifeln ob diese Menschen überhaupt noch in der lage sind rational zu denken.
Ich sage da Aber deutlich ja.
Auch Betrüger, Fälscher etc handeln rational.

Daher ist runaways Aussage falsch. Da er verallgemeinert und Saft Verbrechen sind nicht rational. Als Beispiel nimmt er dann Mord was in dem Fall evtl zutrifft. Nur Mord ist ein Verbrechen von vielen.


Äh, ne. Können wir drüber streiten. Ist es rational, wenn man davon überzeugt ist, damit durchzukommen, wenn man mal eben eine Tankstelle überfällt? Schließt Rationalität nicht auch die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen mit ein? Politisch kommen wir nicht auf einen Nenner.
 
Ok Mord war ein falsches Beispiel.

Aber bei vielen straftaten ist es so. Diebe , Einbrecher etc halten sich oft für so schlau und geschickt dass sie der festen Überzeugung sind ihr Plan muß funktionieren.
Zb auch bei banküberfällen. Wenn Zweifel bestehen gehen viele das Risiko nicht ein.
Sie überlegen also rational ob sie damit durchkommen oder nicht.

Natürlich könnte man jetzt bezweifeln ob diese Menschen überhaupt noch in der lage sind rational zu denken.
Ich sage da Aber deutlich ja.
Auch Betrüger, Fälscher etc handeln rational.

Daher ist runaways Aussage falsch. Da er verallgemeinert und Saft Verbrechen sind nicht rational. Als Beispiel nimmt er dann Mord was in dem Fall evtl zutrifft. Nur Mord ist ein Verbrechen von vielen.
Ok, ich kann deine Sichtweise da schon zum Teil verstehen, allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass harte Strafen darauf keinen oder nur geringen Einfluss haben.
Von daher wäre das die letzte Stellschraube, an der ich drehen würde, zusammengefasst härtere Geld- und Gefängnisstrafen, weniger Bewährung, weniger Freiheiten im Gefängnis, ...
Wenn du als Beispiele Diebe und Einbrecher nennst, dann ist es klar, dass viele davon ausgehen, damit durchzukommen.
Gerade bei Einbrüchen sieht man ja, wie enorm gering die Aufklärungsrate ist.
Ich denke aber, dass man überlegen muss, warum Menschen das tun und was man dagegen tun kann.
Noch ein Argument, welches eigentlich der falsche Ansatz ist, aber nun gut, ist, dass man sein Haus/Wohnung besser schützen muss, sei es immer absperren, Licht anlassen, bessere Schlösser etc.

Kann sein, dass ich damit nerve, aber die von mir verlinkte Studie dazu ist wirklich lesenswert :D
 
@*runaway*

Er meint rational im eigenen Kosmos des Täters. Der Täter glaubt nicht daran, dass er geschnappt wird (in der Regel). Er hält sich für cleverer als das System. Da gibt es Studien drüber.


Das widerspricht meiner Aussage doch gar nicht. Dennoch ist es nicht "vernünftig gedacht".


Wenn ich in meinem Kosmos der Überzeugung bin, dass ich fliegen kann und aus dem Fenster springe, scheint das für mich rational zu sein. So allgemein aber eher nicht. Und letzteres ist das, was ich meine. Das andere akzeptiere ich doch.
 
Nein, es widerspricht deiner Aussage auch nicht. Ich war nur der Meinung, du hast nicht verstanden, was er ausdrücken wollte, daher die Erklärung.

Über das Wort Rationalität kann man natürlich streiten. Das fängt eben schon bei der Perspektive an.
 
Es geht doch bei der Härte der Strafe nicht nur darum ob es Täter abschreckt oder irgendeine Statistik ändert zum positiven. Es geht doch auch darum,dass die Angehörigen und das Opfer Ihre Genugtuung bekommen, von mir aus auch Rache. Von mir aus beschimpft mich jetzt wieder als Neandertaler und Asi, aber spätestens wenn ein Familienmitglied vergewaltigt wird oder getötet\ermordet, dann ist nichts mehr mit Verständnis und lockere Strafen. Da will jeder Genugtuung und Rache. Das ist nur normal. Wer Wind säht.....
 
Äh, ne. Können wir drüber streiten. Ist es rational, wenn man davon überzeugt ist, damit durchzukommen, wenn man mal eben eine Tankstelle überfällt? Schließt Rationalität nicht auch die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen mit ein? Politisch kommen wir nicht auf einen Nenner.

Ja da bin ich bei dir. Die auseinanderSetzung mit dem Konsequenzen gehört dazu, doch ist das kein Gegenargument.

Denn ein Verbrecher der davon überzeugt ist nicht belangt zu werden kennt trotzdem die Konsequenzen und setzt sich damit auseinander.

Und ich gebe dir recht wenn du sagst trotz harter Strafen werden trotzdem Verbrechen begangen.
Nur wägen viele ab ob die beute das Risiko und die damit verbundene Strafe wert ist. Sie machen sich durchaus bewusst was ihnen blüht wenn sie erwischt werden. Darum lehnen zb Berufskriminelle auch Jobs ab wenn es ihnen zu Heiss ist.
 
Ja da bin ich bei dir. Die auseinanderSetzung mit dem Konsequenzen gehört dazu, doch ist das kein Gegenargument.

Denn ein Verbrecher der davon überzeugt ist nicht belangt zu werden kennt trotzdem die Konsequenzen und setzt sich damit auseinander.

Und ich gebe dir recht wenn du sagst trotz harter Strafen werden trotzdem Verbrechen begangen.
Nur wägen viele ab ob die beute das Risiko und die damit verbundene Strafe wert ist. Sie machen sich durchaus bewusst was ihnen blüht wenn sie erwischt werden. Darum lehnen zb Berufskriminelle auch Jobs ab wenn es ihnen zu Heiss ist.


Wir haben einfach den Begriff der Rationalität unterschiedlich stark ausgedehnt. Also eigentlich alles gut. :)
 
Es geht doch bei der Härte der Strafe nicht nur darum ob es Täter abschreckt oder irgendeine Statistik ändert zum positiven. Es geht doch auch darum,dass die Angehörigen und das Opfer Ihre Genugtuung bekommen, von mir aus auch Rache. Von mir aus beschimpft mich jetzt wieder als Neandertaler und Asi, aber spätestens wenn ein Familienmitglied vergewaltigt wird oder getötet\ermordet, dann ist nichts mehr mit Verständnis und lockere Strafen. Da will jeder Genugtuung und Rache. Das ist nur normal. Wer Wind säht.....
Ähm... Ja... Nein. Dann bist du hier im falschen land. So läuft das hier nicht und das ist nicht die idee unseres rechtssystems.
Sich über stumpfe rache zu erheben ist eine der großen errungenschaften unserer Gesellschaft.
 
Ja da bin ich bei dir. Die auseinanderSetzung mit dem Konsequenzen gehört dazu, doch ist das kein Gegenargument.

Denn ein Verbrecher der davon überzeugt ist nicht belangt zu werden kennt trotzdem die Konsequenzen und setzt sich damit auseinander.

Und ich gebe dir recht wenn du sagst trotz harter Strafen werden trotzdem Verbrechen begangen.
Nur wägen viele ab ob die beute das Risiko und die damit verbundene Strafe wert ist. Sie machen sich durchaus bewusst was ihnen blüht wenn sie erwischt werden. Darum lehnen zb Berufskriminelle auch Jobs ab wenn es ihnen zu Heiss ist.

Wenn dem so wäre, warum sitzen dann in Deutschland nur 0,08% der Bevölkerung im Gefängnis, während es in den USA 2,2% sind, und das obwohl dir dort teils für Drogenbesitz für den Eigenkonsum schon ellenlange Haftstrafen drohen, was in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit ist. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Todesstrafe, mehrfach lebenslänglich etc. Die US-Strafen sind ungleich härter als die deutschen.
 
Es geht doch bei der Härte der Strafe nicht nur darum ob es Täter abschreckt oder irgendeine Statistik ändert zum positiven. Es geht doch auch darum,dass die Angehörigen und das Opfer Ihre Genugtuung bekommen, von mir aus auch Rache. Von mir aus beschimpft mich jetzt wieder als Neandertaler und Asi, aber spätestens wenn ein Familienmitglied vergewaltigt wird oder getötet\ermordet, dann ist nichts mehr mit Verständnis und lockere Strafen. Da will jeder Genugtuung und Rache. Das ist nur normal. Wer Wind säht.....
Zum Glück entscheiden das aber nicht die Betroffenen oder Angehörigen selber.
Das da Gefühle wie Rache oder Genugtuung eine Rolle spielen, kann ich verstehen, das sollte aber nicht entscheidend für die Höhe der Strafe sein. Denn bestraft wird die Straftat und nicht der Mensch und eine Strafe sollte für jeden gleich sein.
Sehe ich auch als große Errungenschaft unserer Zeit, denn wer entscheidet, wann Rache wichtig ist? Wir verurteilen (zu Recht) "Ehrenmorde" oder Blutrache, weil es für unseren Wertekodex befremdlich ist. Ein paar Hundert Kilometer weiter ist das aber leider Alltag. Solche Zustände möchte ich nicht erleben.
 
Ich finde es schauderhaft, dass Feministinnen und linke Moralaposteln einfach unterstellen, dass Männer, die die Vorfälle in Köln verurteilen und mit einer bestätigten Tätergruppe in Verbindung bringen, die Übergriffe nur dazu instrumentalisieren, um ihren Rassimus zu rechtfertigen

Das ist dein gutes Recht. Die Realität sieht aber halt so aus. Von Seehofer bis Höcke denkt niemand an die Opfer, der Vorfall ist der feuchte Traum dieser Leute für ihre eigenen Zwecke. Das Bild von Köln auf hunderttausende andere projezieren, die nicht dort waren.

Und zum Oktoberfest: Natürlich ist eine wochenlange Großveranstaltung nicht dasselbe, wie ein Silvesterabend und ein Mob. Aber durchschnittlich gehen 10 Vergewaltigungen und tausende andere Verbrechen in die Statistik ein. Die Dunkelziffer der Vergewaltigungen auf dem Oktoberfest liegt bei 200. Besoffen hin oder her, Feministin im ZDF hin oder her... wer das Frauenbild in Deutschland wissen will, muss mal auf eine Landjugend-Scheunenfete gehen oder sich die Kommentare durchlesen wenn Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek bei Facebook ein Bild von sich postet.
 
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