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Bundesliga 2015/2016

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22.11. | 19:20

Im deutschen Profifußball hat ein Vorschlag des Zweitligisten FC St. Pauli heftige Diskussionen ausgelöst. Der Hamburger Traditionsklub stellte nach Angaben des Fachmagazins kicker am 10. November den Antrag an den Ligaverband, die vier Bundesligisten VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und 1899 Hoffenheim von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernsehvermarktung sowie der Gruppenvermarktung (adidas-Ligaball, Hermes-Ballbote, Krombacher) auszuschließen.


(sid) - Hannover, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg erklärten wiederum mit Schreiben vom 19. November an die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass St. Pauli mit diesem Antrag "die Aufkündigung der Solidargemeinschaft in der Bundesliga und 2. Bundesliga" betrieben habe. Der kicker druckt in seiner am Montag erscheinenden Print-Ausgabe in Auszügen die Originalschreiben.

Das vierseitige St.-Pauli-Schreiben war an Ligapräsident Reinhard Rauball und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert gerichtet. Unter Verweis auf § 17 Nr. 1 der Ordnung für die Verwertung kommerzieller Rechte (OVR) und das Bekenntnis des Ligaverbandes zur 50+1-Regel fordert der Millerntor-Klub, Vereine, die sich durch eine Ausnahmegenehmigung nicht an diese Regel halten müssen, "von der Verteilung der Einnahmen aus der Vermarktung von Spielen nach § 9 Nr. 1 auszuschließen".

Auch Hannover bedroht
Im ersten Zug wären die Werksklubs Wolfsburg (VW) und Leverkusen (Bayer) sowie Hoffenheim mit Eigner Dietmar Hopp betroffen. Ab 2017 wäre davon auch Hannover bedroht, das nach dem Engagement von Präsident und Unternehmer Martin Kind über dann 20 Jahre von der 50+1-Regel auf entsprechenden Antrag hin ausgenommen werden kann.

Die betroffenen Klubs richteten wiederum ein dreiseitiges Schreiben an die DFL. Darin brachten sie mit den Worten "Sollte dieser Antrag - tatsächlich - ernst gemeint sein" ihr Erstaunen und ihr Unverständnis zum Ausdruck.


Quelle sky Sport
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kommt zwar eh nicht durch, finde ich aber mal wieder eine dufte Aktion von Pauli. Die Ungleichheit wird die Liga in Zukunft immer mehr spalten.
 
die frage ist doch, was dann passieren würde. ohne jetzt die regeln der dfl zu kennen kann ich mir vorstellen, dass die vereine dann die möglichkeit bekommen, sich selbst zu vermarkten. gleichzeitig wäre interessant zu wissen, wie dann die fußballübertragung aussieht, ob man dann noch spiele mit beteiligung dieser bei sky sehen kann oder ob das dann separat verhandelt werden muss.
für andere vereine, die mehr menschen mobilisieren, wäre das vermutlich ein gefallen, den st. pauli ihnen da täte... (denke da an bayern, herne-west, dortmund)
 
22.11. | 19:20

Im deutschen Profifußball hat ein Vorschlag des Zweitligisten FC St. Pauli heftige Diskussionen ausgelöst. Der Hamburger Traditionsklub stellte nach Angaben des Fachmagazins kicker am 10. November den Antrag an den Ligaverband, die vier Bundesligisten VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und 1899 Hoffenheim von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernsehvermarktung sowie der Gruppenvermarktung (adidas-Ligaball, Hermes-Ballbote, Krombacher) auszuschließen.


(sid) - Hannover, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg erklärten wiederum mit Schreiben vom 19. November an die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass St. Pauli mit diesem Antrag "die Aufkündigung der Solidargemeinschaft in der Bundesliga und 2. Bundesliga" betrieben habe. Der kicker druckt in seiner am Montag erscheinenden Print-Ausgabe in Auszügen die Originalschreiben.

Das vierseitige St.-Pauli-Schreiben war an Ligapräsident Reinhard Rauball und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert gerichtet. Unter Verweis auf § 17 Nr. 1 der Ordnung für die Verwertung kommerzieller Rechte (OVR) und das Bekenntnis des Ligaverbandes zur 50+1-Regel fordert der Millerntor-Klub, Vereine, die sich durch eine Ausnahmegenehmigung nicht an diese Regel halten müssen, "von der Verteilung der Einnahmen aus der Vermarktung von Spielen nach § 9 Nr. 1 auszuschließen".

Auch Hannover bedroht
Im ersten Zug wären die Werksklubs Wolfsburg (VW) und Leverkusen (Bayer) sowie Hoffenheim mit Eigner Dietmar Hopp betroffen. Ab 2017 wäre davon auch Hannover bedroht, das nach dem Engagement von Präsident und Unternehmer Martin Kind über dann 20 Jahre von der 50+1-Regel auf entsprechenden Antrag hin ausgenommen werden kann.

Die betroffenen Klubs richteten wiederum ein dreiseitiges Schreiben an die DFL. Darin brachten sie mit den Worten "Sollte dieser Antrag - tatsächlich - ernst gemeint sein" ihr Erstaunen und ihr Unverständnis zum Ausdruck.


Quelle sky Sport

lel
 
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lel
 
die frage ist doch, was dann passieren würde. ohne jetzt die regeln der dfl zu kennen kann ich mir vorstellen, dass die vereine dann die möglichkeit bekommen, sich selbst zu vermarkten. gleichzeitig wäre interessant zu wissen, wie dann die fußballübertragung aussieht, ob man dann noch spiele mit beteiligung dieser bei sky sehen kann oder ob das dann separat verhandelt werden muss.
für andere vereine, die mehr menschen mobilisieren, wäre das vermutlich ein gefallen, den st. pauli ihnen da täte... (denke da an bayern, herne-west, dortmund)
Eben am Ende des Tages kommt dann die Einzelvermarktung und die Vereine wie Freiburg,Darmstadt und Mainz sind dann in den Hintern gekniffen.
Mal ganz davon abgesehen das die Bayern davon wieder am meisten profitieren und ihr Vorsprung noch weiter wächst.
 
Das ist doch alles kurzsichtig. Es ist ja nicht so, als würden einige Vereine gegen die Regeln der DFL verstoßen. Warum sollte man sie bestrafen? Im Endeffekt wäre es nur konsequent, wenn Sponsoring einfach verboten wäre. Man sehe sich nur mal an, wen VW neben Wolfsburg noch alles sponsort. Oder Audi. Oder sonst wer.
Aber ohne Sponsoring gibt es eben kein Profifußball.
 
Das ist doch alles kurzsichtig. Es ist ja nicht so, als würden einige Vereine gegen die Regeln der DFL verstoßen. Warum sollte man sie bestrafen? Im Endeffekt wäre es nur konsequent, wenn Sponsoring einfach verboten wäre. Man sehe sich nur mal an, wen VW neben Wolfsburg noch alles sponsort. Oder Audi. Oder sonst wer.
Aber ohne Sponsoring gibt es eben kein Profifußball.
da ist aber schon noch ein massiver unterschied zwischen einem verein der sponsoren hat und einem verein der einem unternehmen oder gönner gehört.
 
da ist aber schon noch ein massiver unterschied zwischen einem verein der sponsoren hat und einem verein der einem unternehmen oder gönner gehört.

Was die finanziellen Mittel der Vereine angeht, sicherlich. Aber die Frage ist, wie die DFL dort einschreiten könnte, ohne ein System zu etablieren, was nicht auf alle Vereine zutrifft.

Die 50+1 Regel bezieht sich auf das Verhältnis des Vereins in Bezug auf seinen Investor (Kaptial). Jetzt fallen natürlich die Vereine ins Auge, die einen einzigen großen Investor haben UND nahezu 100% Töchter sind - Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim. Aber auch andere Vereine gliedern ihre Kapitalbedürfnise aus. Dortmund generiert auch nur 5% seiner Einnahmen selbst, und der Rest, kommt, durch Investoren. Nur nicht eben einem einzelnen, sondern von vielen verschiedenen: Geske, Evonik, Singal Iduna, Puma und 49% sind in Streubesitz. Hannover 96 gehört auch nicht einem Investor, sondern vielen verschiedenen, wobei Kind da im Vordergrund einer Gruppe steht. Ingolstadt gehört zu 20% Audi, Carl-Zeiss Jena zu 95% jemand anderem.

Wenn also St. Pauli etwas gegen Investoren hat, dann verstehe ich nicht, warum Dortmund, Bayern, Hertha, 1860 München, RP Leipzig, Fortuna Köln und noch unzählige weitere Vereine nicht davon betroffen sind. Aber vielleicht will man sich dadurch nur als Sympathie-Club inszenieren, denn konsequent zu Ende gedacht, ist das MEINER MEINUNG NACH, nicht.

Edit: Ein Vorschlag, und das ist schon ernsthaft diskutiert worden, ist, die 50 Plus 1 Regel einfach komplett abzuschaffen, dann könnte sich jeder Verein seine Investoren selber suchen und die finanziellen Mittel beschaffen, die er eben braucht. Und man wäre auch, was das Geld anbetrifft, endlich mit den Briten und Spaniern konkurrenzfähig. Aber, das will natürlich auch niemand. Von daher, wie gesagt, verstehe ich persönlich, den Antrag von St. Pauli nicht. Aber da ist auch jeder eingeladen das selber anders zu sehen.
 
mir ist schon bewusst, was 50+1 bedeutet. das was du sagst ist auch sicher nicht falsch, spielt aber für diesen fall keine rolle. am ende des tages liegt die mehrheit an einem der genannten teams immer noch beim verein. bei herne-west ist die fußballabteilung nicht mal ausgegliedert. dementsprechend gibt es auch keinen grund für st. pauli, die von dir benannten vereine zu nennen.

und st pauli hat dabei auch nicht zwingend was gegen investoren. sie bemängeln, dass vereine von der gesamtheit profitieren, obwohl sie eine sonderstellung haben und diese sonderstellung allein auch noch massiv vorteilhaft ist.

ich teile st. paulis meinung nicht wirklich. mir ist das zu kurz gedacht, aber ich kann den gedankengang nachvollziehen.
 
mir ist schon bewusst, was 50+1 bedeutet. das was du sagst ist auch sicher nicht falsch, spielt aber für diesen fall keine rolle. am ende des tages liegt die mehrheit an einem der genannten teams immer noch beim verein. bei herne-west ist die fußballabteilung nicht mal ausgegliedert. dementsprechend gibt es auch keinen grund für st. pauli, die von dir benannten vereine zu nennen.

Nominell betrachtet liegt das Stimmrecht (Die Mehrheit in den Instanzen, die die Geschicke des Vereines leiten) IMMER beim Verein. Bei einigen Vereinen, zum Beispiel Leverkusen, ist das aber vom Invenstor nicht zu trennen, da dieser eben Eigentümer des Vereines ist. Das ist sicherlich eine Sonderstellung in der Bundesliga, sagt aber auf der anderen Seite noch gar nichts über die finanziellen Möglichkeiten des Vereines aus, da, wie ich versucht habe zu zeigen, die Kaptialauslagerung auch bei anderen Vereinen stattfindet. Dortmund selbst, mag zwar nur 5% des Kapital erwirtschaften, verfügt aber natürlich weiterhin über alle Möglichkeiten, das Geld der Investoren zu verwenden.

Würde man es konsequent zu Ende denken, kann St. Pauli weder (1) die Verteilung des Stimmrechtes kritisieren, die liegt immer im Verein, noch (2) den Umstand, dass einige Investoren auch Eigentümer sind, denn daraus folgt erst einmal nichts oder (3) dass sich Vereine an Ivenstoren bedienen. Denn das machen nicht nur die 4, sondern ganz viele Vereine, die Pauli nicht nennt.

und st pauli hat dabei auch nicht zwingend was gegen investoren. sie bemängeln, dass vereine von der gesamtheit profitieren, obwohl sie eine sonderstellung haben und diese sonderstellung allein auch noch massiv vorteilhaft ist.

Das ist ja mein Punkt. Aus dem Umstand, dass bei den von St. Pauli genannten Vereinen Investoren gleichzeitig auch Eigentümer sind, folgt erst einmal nichts, denn auch andere Vereine bedienen sich der Investoren/Sponsoring. Sie haben also eine Sonderstellung, imo ist diese Sonderstellung aber nicht notwendigerweise vorteilhalft. Das einzige, was man damit machen kann, ist die alte Leier vom lieben Traditionsklub und dem bösen Werksclub noch einmal aufzuführen. Und einige werden sicherlich darauf reinfallen, aber wer erst einmal geblickt hat, wie der Profifußball geschäftlich funktioniert, der wird dem so erstmal, meiner Meinung nach, nicht viel abgewinnen können.
 
von mir aus ist es dein punkt, meiner ist es nicht:
halte dich doch an die fakten: bei bayern, dortmund, herne-west bestimmt der verein ergo die mitglieder wohin die reise geht. und wenn die investoren sich auf den kopf stellen. bei wolfsburg, leverkusen, hoffenheim bestimmt der geldgeber wohin die reise geht.

ob investoren druck ausüben oder irgendein verein nur soundsoviel geld selbst erwirtschaftet spielt dabei überhaupt keine rolle. auch nicht, wie das geschäft fußball funktioniert oderoder. faktisch haben vereine bei denen die 50+1 regel ausgesetzt ist vorteile gegenüber allen anderen und profitieren trotzdem von den eingeschränkten vereinen und dem, was diese "erwirtschaften". wenn wolfsburg hoffenheim und leverkusen ihre rechte selbst vermarkten würden, würde da finanziell möglicherweise sogar weniger bei rauskommen, als wenn st. pauli in der zweiten liga das gleiche täte. niemand interessiert sich für diese speziellen vereine mit der ausnahme von ein paar tausend fans in deren umland. darum geht es (soweit ich das verstehe) st. pauli.
 
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