A Better Tomorrow - Tomorrowland
Hätte Brad Bird A Better Tomorrow zusammen mit seinem eingespielten Pixar-Team als Animationsfilm herausgebracht, wäre er bestimmt wieder der letzte Schrei und heißer Oscar-Kandidat gewesen. So hat sich leider kaum einer dafür interessiert. Schade, weil der Film meiner Meinung nach ein hervorragendes Sci-Fi Märchen ist. Ein fantasievoller Abenteuerfilm für Jung und Junggebliebene.
Das fängt schon bei der schönen Geschichte an, die das Herz am richtigen Fleck trägt und eine sinnvolle Botschaft mit Witz, Charme und kurzweiliger Action transportiert. Leider wird sie im letzten Akt etwas zu hastig und dadurch oberflächlich erzählt. Ein eindeutigerer und bösartigerer Gegenspieler wäre beispielsweise gut gewesen. Dennoch überzeugt der Plot vor allem in der ersten Filmhälfte mit einer Interesse weckenden und clever aufgebauten Erzählweise.
Tricktechnisch gibt es bei einer 150 Millionen Dollar schweren Disney Produktion natürlich auch nichts auszusetzen. Die CGI ist einwandfrei und das Design wunderbar, irgendwo zwischen Disneyland Attraktion, Mass Effekt und Jules Verne.
Das Zusammenspiel der coolen Jung- und nicht minder charismatischen Altdarsteller kann sich ebenfalls sehen lassen. Herrlich ist da etwa das Streitgespräch zwischen Clooney und seiner jungen Film-Ex-Freundin.
Britt Robertson darf, nachdem sie zuletzt in Under the Dome sichtlich unterfordert war, auch endlich zeigen, dass sie eine talentierte Schauspielerin ist und ein perfektes Hysterie-Timing besitzt. Vom herzallerliebsten Terminator ganz zu schweigen. Sympathische Schauspieltruppe, gelungene Story, hübsche Inszenierung. Runder Familien-Abenteuerfilm, würde ich sagen. Das Kind in mir ist ein Träumer und vergibt daher gerne
8/10 Einladungen nach Tomorrowland
