Das wirklich Spannende ist doch: Nie werden die es schaffen, binnen einer Woche eine den Wahlgrundsätzen in einer Demokratie entsprechende Volksabstimmung zu organisieren.
Nie und nimmer. Stimmzettel müssen in ausreichender Menge gedruckt werden, aktuelle Wählerverzeichnisse müssen erstellt werden.
Es fängt ja schon damit an, dass Menschen die nicht im Wählerverzeichnis als Wahlberechtigte aufscheinen, genug Zeit vor der Abstimmung haben müssten, um einen Einspruch einzulegen bzw. ihren Anspruch auf Aufnahme ins Wählerverzeichnis geltend zu machen.
Aber halt: Wissen die denn überhaupt schon, welche Frage sie dem Volk stellen wollen?
Treffender kleiner Beitrag aus dem Standard.at Liveticker:
Eine Volksbefragung innerhalb von nur einer Woche - wie sie derzeit in Griechenland geplant ist - wäre in Österreich undenkbar. Laut Robert Stein, Leiter der Wahlabteilung im Innenministerium, seien allein für die Organisation eine Vorlaufzeit von 53 Tagen notwendig.
Was heißt das? Ist der griechische Staat einfach um einiges effizienter als der unsrige, oder werden bei der Qualität Abstriche gemacht?
Man kann über die österreichische Regierung und Verwaltung ja viel sagen, aber Wahlen organisieren können die eigentlich ganz gut. Ist Griechenland darin nun so viel besser?
Würde mich nicht wundern, wenn die griechische Regierung die Abstimmung verschieben würde, weil sie es einfach in dieser Zeit nicht schaffen.
Oder sie machen es wirklich am 5. Juli und es wird ein Chaos. Naja, oder es läuft halbwegs glatt, dann will ich nichts gesagt haben. Es geschehen ja noch Zeichen und Wunder, ab und zu.