Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Megabahnstreik - was denkt ihr?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ach gott, jetzt kommt die CDU mit "Zwangsschlichtungsverfahren sollte man mal einführen"... und sprechen von "neuen Dimensionen". Ist schon doof, wenn man die Zügel eines Staatskonzerns, in dem nahezu jeder verbeamtet war aus der Hand gibt, aber am liebsten immer noch der Bestimmer wär.

Was war eigentlich zuerst da? Die hohlen Phrasen oder der pöbelnde Mob? :D
 
"Megabahnstreik", wenn ich das schon lese. Dieser weinende "Denkt doch mal an die Kinder"-schreiende verwöhnte deutsche Mob hat noch nie einen echten Streik erlebt. Inhaltlich will ich gar nicht drauf eingehen, weil am Ende sowieso Politik, Medien und Wutbürger an einem Strang ziehen, ein Gesetz zur Teilentmachtung des Volkes bejubeln werden, was dann ein paar Jahre später von Karlsruhe wieder einkassiert und schwer gerügt wird. Aber auf die ganzen Jammerlappen in den Nachrichtenbeiträgen heute abend freue ich mich jetzt schon.
Wenn dieser Streik in diesem Ausmaß in irgendeiner Weise gerechtfertigt wäre, dann würde ich das auch so akzeptieren (kann zum Glück zur Arbeit laufen, mich betrifft das Ganze im Moment also nicht), aber dieser Streik und die Forderungen sind maßlos und das empfinden sicherlich nicht nur die Jammerlappen und Wutbürger so.

Es ist ein Machtkampf. Ein Kampf nicht für die Mitarbeitet der GDL und auf Kosten der Bevölkerung, welche langsam mal genug hat von dem Profilneurotiker aus dem Osten.

Und was du da mit "haben noch keinen echten Streik erlebt" also sollen sie sich mal nicht so aufregen und ihren faulen Arsch mal bewegen abtust, kann ich jetzt auch nicht ganz nachvollziehen. Wir leben in einer Gesellschaft in der Pünktlichkeit gefordert wird. Zeit ist eines der wichtigsten Güter in der heutigen Zeit und wenn man da für ne Woche lang Chaos stiftet, dann ist dies wirklich ein richtiger Streik ohne wenn und aber. Klar können anderswo Streiks andere Bereiche des Lebens betreffen (Lebensmittelversorgung, Müllentsorgung) aber klein reden braucht man diesen Streik eben auch nicht.
 
Leipzig - Hamburg und zurück, Erste Klasse, ohne BahnCard, für 150 €. Das schaffe ich nicht mit den Auto und erst recht nicht mit dem Flieger. Weder finanziell, noch zeitlich :deal:

Duisburg - Ulm und zurück. Zweite Klasse ohne Bahncard für 230,-. Das schaff ich mit dem Auto für fast die Hälfte und hab dabei meine Ruhe, genug Platz, nichts stinkt, alles ist wohl temperiert und ich muss nicht umsteigen :)
 
@ 60 Std. Woche: An Freizeit mangelt es mir deswegen trotzdem nicht. Und das bei locker flockigen 80 Std. Ich bin auch froh beschäftigt zu sein, da komm ich nicht auf dumme Gedanken wie zum Beispiel wegen was auch immer mit nem Pappschild auf die Straße zu gehen.
 
@Hana-Bi
Am liebsten würde ich deinen Beitrag für jeden Absatz einzeln liken. Ich habe 0 Verständnis für diesen Streik und empfinde einen richtigen Wut auf jeden Streikenden. Es ist einfach eine große Sauerei, Abhängigkeiten dermaßen auszunutzen und sich dann auf ein "Streikrecht" zu berufen. Hinzu kommt natürlich die nette "Mobilitätsgarantie" der Bahn, die im Streikfall nicht greift. D.h. mein bereits im Voraus gekauftes Ticket wird mir nicht entsprechend erstattet und als Dank für die entstehenden Mehrkosten erhöht die Bahn bestimmt wieder ihre Preise, wohlwissend, dass ein großer Teil der Bevölkerung auf sie angewiesen ist und daher eh Tickets kaufen wird/ muss.
 
@ 60 Std. Woche: An Freizeit mangelt es mir deswegen trotzdem nicht. Und das bei locker flockigen 80 Std. Ich bin auch froh beschäftigt zu sein, da komm ich nicht auf dumme Gedanken wie zum Beispiel wegen was auch immer mit nem Pappschild auf die Straße zu gehen.
80h? Jetzt mal ganz ehrlich, jetzt ganz im ernst? 80? Die Woche? 16h pro Tag? Von 6 bis 22.45 Uhr? Das verstößt ja gegen jedes Arbeitszeitgesetz zusätzlich.
 
Scheinen die Arbeitgeber ja echt gut hin zukriegen, den Arbeitnehmer zu vermitteln das wir Fachkräftemangel haben und anderer seits das er froh sein kann einen Job zu haben und bloß nicht auf die Idee zu kommen mehr Geld zu fordern oder bessere Sozialleistungen.
Statt sich über die GDL aufzuregen sollte man sich lieber über die eigene Gewerkschaft aufregen die es nicht hinkriegt ihre Forderungen durch zu setzen.
 
Scheinen die Arbeitgeber ja echt gut hin zukriegen, den Arbeitnehmer zu vermitteln das wir Fachkräftemangel haben und anderer seits das er froh sein kann einen Job zu haben und bloß nicht auf die Idee zu kommen mehr Geld zu fordern oder bessere Sozialleistungen.
Statt sich über die GDL aufzuregen sollte man sich lieber über die eigene Gewerkschaft aufregen die es nicht hinkriegt ihre Forderungen durch zu setzen.
Die Forderungen der GDL an denen der Streik hängt, haben aber leider nichts mit "sich für die eigenen Arbeitnehmer einzusetzen" zu tun.
 
@Hana-Bi
Am liebsten würde ich deinen Beitrag für jeden Absatz einzeln liken. Ich habe 0 Verständnis für diesen Streik und empfinde einen richtigen Wut auf jeden Streikenden. Es ist einfach eine große Sauerei, Abhängigkeiten dermaßen auszunutzen und sich dann auf ein "Streikrecht" zu berufen. Hinzu kommt natürlich die nette "Mobilitätsgarantie" der Bahn, die im Streikfall nicht greift. D.h. mein bereits im Voraus gekauftes Ticket wird mir nicht entsprechend erstattet und als Dank für die entstehenden Mehrkosten erhöht die Bahn bestimmt wieder ihre Preise, wohlwissend, dass ein großer Teil der Bevölkerung auf sie angewiesen ist und daher eh Tickets kaufen wird/ muss.

Du kannst dir dein Ticket natürlich erstatten lassen...
 
hä? was meinst du?
Ich unterscheide Selbstständigkeit vollkommen von der Arbeit unter einem AG zu stehen. Das eine lebt man und das andere ist eine Pflicht die man tun muss. Da ich beides mache bzw. getan habe weiß ich das zumindest in etwa einzuschätzen. Als ich noch gegen Geld Videos gemacht habe, habe ich einen 18h Tag gehabt, kein Urlaub im Jahr, das lebt man aber im Gegensatz zu einem Angestelltenverhältnis bei dem am Ende jede Überstunde nicht mal Geld erbringt. Ich hab meine Selbständigkeit weniger mit "Arbeit" verbunden sondern mit "leben".
 
Du kaufst deine Bahntickets bei L'tur? Ernsthaft?

Unter anderem, ja. Die Preisvergleiche greifen doch eh alle auf den selben Datensatz zurück. Wenn du ne andere Hyper Düper Billig Angebotsseite kennst, lass es mich wissen :)

Die offizielle Seite der Deutschen Bahn ist was Angebote und Tiefpreise Angeht zumindest n ziemlicher Abfuck.
 
Es ist ein Machtkampf. Ein Kampf nicht für die Mitarbeitet der GDL und auf Kosten der Bevölkerung, welche langsam mal genug hat von dem Profilneurotiker aus dem Osten.

Auch das finde ich in der ganzen Diskussion sehr daneben. So ein "Profilneurotiker" befiehlt nicht mal eben einen Streik. Dem geht eine Urabstimmung der Mitgliederbasis voraus. Sympathisch ist der Typ mir auch nicht, aber wenn man sich darum schert sollte man in diesem Land wohl besser nicht Chef einer Gewerkschaft oder genauso auch der Deutschen Bahn werden. Es ist nicht seine Aufgabe mich bei seinem Anblick zum Lächeln zu bringen.

Für mich ist der Streik auch inhaltlich sehr begründet, kenne Leute bei der Bahn, die davon betroffen sind. Einer ist jahrzehntelang Betriebsrat, hat sogar schon ein Buch geschrieben, da schlackert man nur mit den Ohren über den Umgang mit den Mitarbeitern. Aber wie schon gesagt über den Inhalt und die Materie unterhalte ich mich nicht mehr. Das ist mir zu müßig :)

Wenn man sieht, wie sich die Politik in Dinge einmischen will, zu denen sie gesetzlich eigentlich mal gepflegt die Schnauze zu halten hätte, bringt mich das eigentlich weit mehr zum Kotzen. Wenn man dann auch noch hört, dass man am liebsten die Rechte der Richter in Karlsruhe einschränken möchte, weil die in letzter Zeit zu "unbequeme Entscheidungen gefällt haben", dann tendiert das für mich persönlich in Richtung Verfassungsfeindlichkeit.

Für mich sind die weinenden Persönchen, die N24 nachher wieder vor die Kamera zerrt genauso unerträglich (ich freu mich aber trotzdem drauf sie nachher zu sehen), wie Leute, die nach der "zweiten Kasse" schreien, weil drei Leute vor ihnen dran sind oder bei Hotlines anrufen, weil der Mitarbeiter zu unfreundlich war. Ich kann das alles nicht mehr ernst nehmen und habe auch kein Mitleid - da für nichts und niemanden Solidarität zurückkommt. Aussagen wie "Die sollen ja streiken, aber nicht auf unseren Rücken", kann ich eh nicht begreifen. Die Leute hören sich ja selbst nicht mehr zu, wenn sie sauer sind. Meist bekomme ich das Gefühl, Mitarbeiter in diesen Bereichen werden als rechtelose Diener angesehen, die dafür zu sorgen haben, dass man genauso pünktlich am Montag morgen zur Arbeit kommt, wie am Sonntag morgen um 3 von der Zechtour wieder nach Hause.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben