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Absturz einer deutschen Maschine von German Wings in Frankreich

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sich über das Unglück und den Unfall zu informieren und drüber zu diskutieren ist eines, aber sich an den trauernden Menschen zu ergötzen finde ich widerlich!

Naja, vom Spiegel/Stern/Focus-Liveticker zu Hinterbliebenen-Interviews am Unglückstag ist es nun wahrlich kein großer Schritt mehr. In wie weit man bei Katastrophen-Live-Berichterstattung von wirklicher Information sprechen kann, sei mal dahingestellt. Diskutieren ist aber definitiv eine euphemistische Umschreibung für Spekulieren.
 
Die Medien übertreiben es ja diesmal wieder richtig. Über das ganze Thema wird wie eine Sensation berichtet. Ist halt nen Flieger abgestürzt, das passiert nunmal recht oft. So what? Hab selber ne kurze Zeit in der Branche gearbeitet und selbst da hat man mit nem Schulterzucken bei solchen Fällen reagiert.
 
Ist doch immer das gleiche...

Wenn ich das immer höre " unter den Opfern sind auch x deutsche " bekomme ich das kotzen

Als ob das leben eines deutschen in ieiner Weise mehr wert ist.

Und wenn dann bei einer Katastrophe raus kommt das doch kein deutscher ums Leben gekommen ist wird die Berichterstattung um 95% gekürzt.

Das ist kein deutsches Problem sondern in anderen Ländern sicher nicht anders , ändert aber nichts dran das es Pervers ist.

Und das Argument mit " man ist näher dran " : sorry aber wenn ich die Person nicht kannte dann geht mir der Tod eines Nigerianers oder Russen genauso nah bzw nicht nah wie der Tod eines deutschen.

Hat doch damit nichts zu tun. Wir deutsche interessieren uns nunmal mehr für die deutschen Dinge. Ist ja logisch. Versteh des Problem nun nicht. Wenn Deutschland Fussballweltmeister wird, wird hier auch mehr Bericht erstattet. Und wenn Brasilien Weltmeister wird, eben weniger. Oder stört dich das auch? Wenn andere Maschinen irgendwo in der Welt abstürzen wird hier in Deutschland auch genug darüber geredet.

Das ist so ähnlich wie bei einem Bombenangriff. Dann sagen sie in den Nachrichten: "Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder".
Ja Danke.
Als nächstes kommt dann: "Unter den Opfern waren zum Glück nur Männer."
 
Hat doch damit nichts zu tun. Wir deutsche interessieren uns nunmal mehr für die deutschen Dinge. Ist ja logisch. Versteh des Problem nun nicht. Wenn Deutschland Fussballweltmeister wird, wird hier auch mehr Bericht erstattet. Und wenn Brasilien Weltmeister wird, eben weniger. Oder stört dich das auch? Wenn andere Maschinen irgendwo in der Welt abstürzen wird hier in Deutschland auch genug darüber geredet.

Das ist so ähnlich wie bei einem Bombenangriff. Dann sagen sie in den Nachrichten: "Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder".
Ja Danke.
Als nächstes kommt dann: "Unter den Opfern waren zum Glück nur Männer."

Siehe meine Antwort auf der vorigen Seite. ;)
 
Bin gerade nach ner 15 Stunden-Schicht heim. War ein anstrengender Tag - schön, wenn man so ein gutes Team da draußen hat. Beneide aber meine Kollegen nicht, die jetzt gerade in Frankreich eintrudeln.
Und zur "Deutsche unter den Opfern"-Diskussion: Glaubt mal, da steckt nicht nur verquerer Patriotismus oder Ähnliches dahinter. Ich möchte gar keine große Diskussion aufmachen (auch wenn mich natürlich jeder fragen darf, woran wir solche Aussagen in den Medien festmachen). Aber das mit "näher" stimmt unter anderem sehr wohl. Allein, als die Geschichte mit ner Kollegin, die den Flug eigentlich nehmen wollte, raus kam, oder eben als klar wurde, dass ne Schulklasse um die Ecke in der Maschine saß, wurde das "Thema" noch mal ganz anders "angefasst" (sowohl professionell auf der Antenne als auch persönlich in den Gesichtern der Leute in der Redaktion). Wir sind nun mal n Radio, das in und für NRW sendet - da muss man meiner Meinung nach auch für die Region spezieller berichten, wenn es Menschen hier direkter betrifft. Und nein, wir rechnen keine Menschenleben gegeneinander auf.
 
Also erstens geht es mir wie ich schon geschrieben habe darum dass ich nicht trauere wenn ich die Personen nicht kenne
das ist schlimm und ich wünsche es niemanden aber berührt mich in keinster weiße mehr als wenn ich Afrika soetwas passiert und alle Passagiere zb aus Kamerun kommen.

Und sein nationalTeam zu Supporten ist für mich schon etwas anderes als das leid fremder Menschen zu konsumieren
Ist doch immer das gleiche...

Wenn ich das immer höre " unter den Opfern sind auch x deutsche " bekomme ich das kotzen

Als ob das leben eines deutschen in ieiner Weise mehr wert ist.

Und wenn dann bei einer Katastrophe raus kommt das doch kein deutscher ums Leben gekommen ist wird die Berichterstattung um 95% gekürzt.

Das ist kein deutsches Problem sondern in anderen Ländern sicher nicht anders , ändert aber nichts dran das es Pervers ist.

Und das Argument mit " man ist näher dran " : sorry aber wenn ich die Person nicht kannte dann geht mir der Tod eines Nigerianers oder Russen genauso nah bzw nicht nah wie der Tod eines deutschen.


Und dein persönliches Empfinden muss natürlich die Richtlinie der Berichterstattung sein, oder wie?
Wenn dich der Absturz der GermanWings-Maschine genauso berührt wie der einer Maschine am anderen Ende der Welt ist das ja völlig in Ordnung,aber du wirst ja wohl nicht in Abrede stellen, dass ersteres für die deutsche Gesellschaft mutmaßlicherweise größere "Auswirkungen" hat...?

Ich meine: deutsche Airline, deutscher Zielflughafen, größtenteils deutsche Passagiere, deutsch-französisches Flugzeug - wenn die deutschenMedien darüber nicht ein wenig ausführlicher berichten dürfen, über was denn dann? Allein hier im Forum finden sich doch zwei Leute, diemehr oder weniger "direkt" durch dieses Unglück betroffen sind (einmal Flughafenmitarbeiter und einmal Trauzeuge eines Freundes unter den Opfern).Angehörige/Freunde/Bekannte der Opfer, Lufthansa-Mitarbeiter, die von Grund auf bösen, blutsaugenden Aktionäre, ... Aber natürlich sind die gleichgeschalteten, von Kommunisten-Nazis kontrollierten Medien allesamt der Meinung, ein deutsches Leben sei mehr wert als das anderer und proportional zu dem höheren Wert des Lebens räumt man 20 mal längere Berichterstattung ein - was für ein Riesensch...
 
Btw. ein paar Dinge, die hier angesprochen wurden:

Thema Notruf: Mag komisch wirken, wenn in solch einer langen (angenommenen) Zeit, in der ein Flugzeug Probleme hat, kein Notruf rausgeht. Aber grundsätzlich gilt für alle Piloten: Die Maschine muss sicher geflogen werden. In Krisensituationen kann da ein Notruf oder Ähnliches auch mal auf sich warten lassen. Und: In solchen Situationen sind 8 Minuten dann auch nicht viel.

Alter der Maschine: Die 24 Jahre klingen alt - und sind es durchschnittlich auch. Aber man darf es nicht mit einem Auto vergleichen. Solche Flugzeuge werden überwacht, gewartet, erneuert. Das Modell, das jetzt abgestürzt ist, ist eines der Sichersten, die es in der Luft gibt.

Wie auch immer - ich will hier gar nicht den Eindruck erwecken, ich hätte besonders viel Ahnung von allem. Denke nur, dass wir alle relativ wenig über solche Sachen sagen können und manchmal eben gesunder Menschenverstand nicht richtig ist (Stichwort: "Die hätten doch mehr als genug Zeit für einen Notruf gehabt").
 
Warum muss jeder Katastrophen-Thread immer in einer Grundsatzdiskussion enden?

Da sind gestern 150 Leute gestorben, u.a. eine Schulklasse aus einer Kleinstadt im Ruhrpott mit unzähligen Hinterbliebenen im direkten Umkreis.

Das ist völlig normal, dass die Medien in Deutschland darüber anders berichten, als über einen Flugzeugabsturz am anderen Ende der Welt, bei dem hier in D wenige-niemand direkt betroffen ist.

Ist beim Lokalteil in einer Tageszeitung ja nicht anders.
 
Warum muss jeder Katastrophen-Thread immer in einer Grundsatzdiskussion enden?

Da sind gestern 150 Leute gestorben, u.a. eine Schulklasse aus einer Kleinstadt im Ruhrpott mit unzähligen Hinterbliebenen im direkten Umkreis.

Das ist völlig normal, dass die Medien in Deutschland darüber anders berichten, als über einen Flugzeugabsturz am anderen Ende der Welt, bei dem hier in D wenige-niemand direkt betroffen ist.

Ist beim Lokalteil in einer Tageszeitung ja nicht anders.

Weil solche Ereignisse solche Threads hervorrufen. Grade wenn sie in "unmittelbarer Nähe" bzw zu Menschen aus unmittelbarer Nähe geschehen. Der Mensch braucht dann halt einfach nen Ventil um das zu verarbeiten. Einige sind dann halt so das sie lieber für sich sind und andere führen dann lieber "grundsatzdiskussionen". Da sollte man niemanden vorschreiben wie er sowas verarbeitet.


Dein 2. Punkt finde ich interessanter. Finde es sehr traurig das man hier oder auch in anderen Ländern erst zu Mitleid und Trauerbekenntnissen mobilisiert wird wenn die Opfer aus nächster Nähe oder gleicher Etnizität kommt. Woanders jagt jemand in Pakistan ne Schule hoch und hunderte Schüler sterben und hier gibs meist nur ein "Oha..Schlimm".
Lässt sich nix dran ändern und darüber macht dann bei weitem keiner so nen Fass auf wie über Grundsatzdiskussionen..
 
Dein 2. Punkt finde ich interessanter. Finde es sehr traurig das man hier oder auch in anderen Ländern erst zu Mitleid und Trauerbekenntnissen mobilisiert wird wenn die Opfer aus nächster Nähe oder gleicher Etnizität kommt. Woanders jagt jemand in Pakistan ne Schule hoch und hunderte Schüler sterben und hier gibs meist nur ein "Oha..Schlimm".
Lässt sich nix dran ändern und darüber macht dann bei weitem keiner so nen Fass auf wie über Grundsatzdiskussionen..

Wenn bei uns vor der Haustür ein schwerer Autounfall war, wird in der Lokalzeitung auch intensiver darüber berichtet, als bei einem Autounfall in Berlin, der vielleicht NOCH schlimmer war.

Das hat dann auch nichts mit der Abgrenzung der elitären Dorfbewohner vom Berliner-Pöbel zutuen.
 
Finde och auch Käse hier urmenschlichstes Verhalten zu kritisieren und sich als Gutsmensch aufzuführen. Nach der Theorie dürfte einem der Tod eines Familienmitglieds nicht näher gehen als der eines Freundes, eines Bekannten, eines Kollegen aus dem Vertrieb, einem Nachbarn in der Straße, eines Strichers in Frankfurt, eines Brasilianers in den Slums. Und dann haben wir uns Bosch nicht über diejenigen unterhalten nach deren Sicht ein Tierleben so viel wert ist wie das eines Menschen.

Bei so nem Thread hier weiß man mittlerweile wirklich worauf er hinaus läuft.
 
Naja was erwartet ihr? Das hier ist kein News-Ticker, sondern ein Thread in einem Forum. Hier wird Meinung kund getan - ausschließlich. Und wie immer ab einer Gruppengröße von 1,5 Menschen gibt es jede Menge unterschiedlicher Meinungen. Und vom Hundertsten kommt man eh ins Tausendste. Wer damit nicht zurecht kommt, hat sich vielleicht die falsche Plattform ausgesucht. :)
 
Wie auch immer - ich will hier gar nicht den Eindruck erwecken, ich hätte besonders viel Ahnung von allem. Denke nur, dass wir alle relativ wenig über solche Sachen sagen können und manchmal eben gesunder Menschenverstand nicht richtig ist (Stichwort: "Die hätten doch mehr als genug Zeit für einen Notruf gehabt").
Möchte ich wieder sprechen. Ein Pilot der den ATPL hat wird während der Ausbildung (fast) nur darauf trainiert Checklisten abzuarbeiten. Ein Ausbilder der LH sagte mir mal, sie brauchen keinerlei Kreativität im Cockpit sondern Maschinen die Prozeduren ausführen.

Der Sinkflug gestern in auf der Hälfte der Strecke war nicht normal - bei einem solchen Descend setzt man normalerweise einen Funkspruch ab um die Flugsicherung zu unterrichten was los ist.

Bin mir gerade nicht sicher ob sogar die Flugsicherung probiert hat den Flieger anzufunken.. muss ich noch mal nachlesen.
 
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