Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

KT Bart Wux denkt: Konsolenlaufzeiten zu lang?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Konsolen sind auf eine lange Laufzeit ausgelegt. Dies ist konzeptionell bedingt. Spiele sind extrem teuer in der Herstellung und es dauert einige Zeit, bis die Entwickler die Hardware im Griff haben. Wenn die Hardware konstant bleibt, fällt es leichter, Engines für diese zu entwickeln und die sich stetig steigende Installationsbasis bürgt für höhere Verkaufszahlen in den späten Jahren einer Generation. Aber in Anbetracht der sich entwickelnden Technologie, ist dieses Konzept noch zeitgemäß?


Nun muss ich hier keinem die Schnelllebigkeit der Technik erklären. Was heute als HighEnd Gerät verkauft wird, ist morgen Standard, übermorgen veraltet und nächste Woche obsolet. Nach einem Jahr dient es kaum noch als historisches Ausstellungsstück. Diese Entwicklung macht vor nichts halt. Man beachte den Fernseher Markt. 3D, 4K, 500Hz, curved, OLED, Smart-TV. Am Ende dieser Konsolengeneration könnte so mancher einen Fernseher im Wohnzimmer stehen haben, dessen Prozessor stärker ist als der der angeschlossenen Konsolen. Von Smartphones wollen wir gar nicht reden, oder? Acht-Kern Prozessor bestückte Hardwaremonster mit 1440p Auflösung zum Schnäppchenpreis von 1.050,00 Euro, Geräte, die, so beeindruckend sie heute auch klingen, in 11 Monaten von den Nachfolgern in den Schatten gestellt werden. Wie lange halten bei den meisten ihre Smartphones oder Fernseher? Ein Jahr im Extremfall, drei im günstigen? Wer alle paar Jahre ein neues Smartphone für 800,00 Euro oder einen neuen Fernseher kaufen kann, kann der nicht auch alle drei Jahre eine neue Konsole für 500,00 Euro kaufen?


Natürlich müsste sich eine Sache grundlegend ändern. Abwärtskompatibilität wäre ein absolutes Muss. Jedes Smartphone jedes Herstellers kann jede App und jedes Video darstellen. Es gibt nichts, was ein Galaxy S6 darstellen könnte, welches einem HTC One M9 verwehrt wäre. Was ein Xperia Z2 oder Z1 kann, kann auch ein Galaxy Ace oder LG G2 (ehrlich gesagt sollte einen diese Tatsache vor dem Kauf des Edge etwas ins Grübeln bringen!). Ähnlich verhält es sich mit Fernsehern oder BluRay Playern. Egal ob 2011 oder 2015 gekauft, egal ob von LG, Samsung, Sony oder Philips, jedes Gerät spielt alle Inhalte ab. Die stetig wachsende Filmsammlung bleibt so relevant wie das Bücherregal.


Doch bei den Konsolen? Mit dem Austausch der Xbox360 gegen die XboxOne war mit einem Schlag eine Bibliothek von 150 Spielen zur reinen Nerd-Deko geworden und die Sammlung begann bei Null. Gleich verhält es sich mit der PlayStation. Die schöne angehäufte Spielesammlung macht sich nun gut im Regal, aber mit dem Wechsel zur PlayStation 4 reduzierte sich die Zahl der jederzeit griffbaren Games von 200 auf 2. Dies ist ein bedauerlicher Prozess, der alle fünf bis sieben Jahre stattfindet. Logischerweise kann man diesen Prozess nun nicht auf drei Jahre oder weniger verkürzen.


Die PlayStation 5, die Ende 2016 erscheint, müsste daher jedes einzelne PS4 Spiel so abspielen wie die PS4. Die PlayStation 6, Ende 2018, müsste alle Spiele der PS4 und der PS5 abspielen. Dieses Konzept könnte so funktionieren, es würde auch sicherstellen, dass die Hardware ähnlich genug bleibt, dass die Entwickler ihre Erfahrungen der letzten Jahre weiter nutzen können und die Kluft zum 2.000,00 Euro PC könnte kleiner gehalten werden.


Natürlich bringt eine solche Vorgehensweise Probleme mit sich. Die Hardware könnte keine Experimente oder Innovationen mit sich bringen. Auch wenn sich das Speichermedium ändert, müssten die neuen Geräte allesamt über BluRay Laufwerke verfügen, Anschlüsse wie USB und HDMI dürften nicht den neuen Standards weichen, sondern müssten immer mit an Bord sein. Die Controller müssten jeweils abwärtskompatibel sein, was insbesondere bei Nintendos nächsten Konsolen zu Problemen führen könnte. Käufer müssten vermehrt darauf achten, welche Spiele-Version zu ihrem aktuellen Gerät passt. Die Software dürfte sich von Generation zu Generation kaum noch ändern, damit auch ja alles passt. Und da es derzeit drei Konsolenhersteller gibt, fällt alle paar Jahre die dreifache Upgradegebühr an, bis zu dem Punkt, an dem sich der eine oder andere Gamer fragt, ob das Nachrüsten eines PCs nicht letztlich günstiger und einfacher ist. Die Anzahl obsoleter, hässlich designter Kästen auf dem Dachboden würde sich ebenfalls massiv erhöhen. Die Frage wäre auch, wie sich ein solches Konzept auf die Entwicklung von Games auswirkt und ob Entwickler nicht vermehrt auf die etablierten System setzen, nicht zuletzt bei Entwicklungszeiten von mehr als zwei Jahren? Freilich könnte man alle zehn Jahre einen Schnitt machen. Spiele wie Wing Commander III oder Second Sight laufen ja schließlich auch nicht auf Windows 8.


Das eigentliche Kernproblem bliebe aber auch so bestehen. Entwickler können ihre Spiele für eine feststehende Hardware optimieren, aber wie viel Luft danach nach oben verbleibt, entscheidet beim PC einzig und allein der Geldbeutel des Nutzers. Der Entwickler mag das Spiel auf 1080p, 30FPS a die Konsolenhardware angepasst haben, aber wenn der PC Besitzer die entsprechende Hardware reingebuttert hat, hindert ihn nichts daran, auf 4K, 120FPS und hinaus zu gehen. Diese Ressourcen wird eine Konsole nie übrig haben, da deren Limit da liegt, wo der Hersteller den Kostendeckel aufgesetzt hat.


Und so verbleibt es wohl dabei, dass man entweder damit leben muss, sich alle fünf, sechs, sieben Jahre ein stationäres System zu kaufen, mit dem man dann Ruhe hat, am Ende der Laufzeit aber damit leben muss, dass das eigene Mobiltelefon die bessere Grafik bietet oder ob man die Zeit und das Geld investiert, jederzeit am absoluten oberen Rand der Technik zu leben. Oder man macht es wie einfach davon abhängig, welche Systeme auf Onlinezwang und DRM setzen und hofft, dass die Konsoleros sich auch in fünf Jahren so zur Wehr setzen werden wie anno 2013 gegen Microsoft.
 
Das Problem ist dies, alles was eine Konsole gegenüber dem PC auszeichnet ist feste Hardware für mehrere Jahre. In deinem Modell würde ich gar keine Konsole mehr kaufen.

Alle 2-3 Jahre ne Konsole? Dann lieber ein Rechner. Löst mit einem Schlag alle Probleme des Konsumenten. Wenn der keine Konsole mehr kauft, weil er weiß in 2 Jahren gibt's eh ne neue, ist die Industrie am Ende. Durch PC alleine rechnet sich der Markt so nicht.

Ich schätze es, dass eine Plattform mehrer Jahre (5-8) hält. Oder dies inzwischen tut. Anders lässt sich die AAA-Industrie auch nicht mehr finanzieren.

Bei der Abscheu die hier gegen Indies geschoben wird, ist der Wunsch nach kürzeren Zyklen ein rundes Quadrat.

Klar, irgendwann ist die Technik einer Konsole am Ende, und es kommt ne neue. In der letzten Gen wurden ja auch wesentlich früher Rückgänge verzeichnet, als die Hersteller neue Konsolen nachgeschoben haben. Rechnet sich sonst. einfach net.
 
Ich kann mit diesem System sehr gut leben, bin aber auch niemand, der scharf auf geile Grafik ist. In-Game interessiert es mich null, wie jetzt der Felsen aussieht und ob der Schatten jetzt physikalisch korrekt berechnet wurde. Ich habe jetzt einen PC, der aktuelle Spiele schöner als die PS4 darstellen kann, und ich würde niemals auf die Idee kommen, deswegen ein Spiel auf dem PC zu zocken.

Mir tut eine neue Konsolengeneration immer etwas weh, weil wie angesprochen, die Bibliothek plötzlich resetet wird und man wieder unausgereifte Geräte mit Kinderkrankheiten zuhause zu stehen hat, die dann über Jahre hinweg wieder die Features der letzten Konsolengeneration spendiert bekommen.

Bin gespannt, ob man vielleicht schon bald auf Streaming setzen wird, wenn die Internetverbindungen das erlauben. Damit würde man viele der genannten Probleme beseitigen können. (Und es würden viele neue Probleme kommen.)
 
Ich kann mit diesem System sehr gut leben, bin aber auch niemand, der scharf auf geile Grafik ist. In-Game interessiert es mich null, wie jetzt der Felsen aussieht und ob der Schatten jetzt physikalisch korrekt berechnet wurde.

True, ist bei mir genau das Gleiche.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn eine Generation 5 -max 6 Jahre dauert (die 8 Jahre der letzen Gen waren aber viel zu lange). Ich bin aber auch keiner, der zwindend immer die neueste Technik hier stehen haben muß, nur weil sie neu ist (#Konsumopfer). Gerade bei den TVs fällt mir das auf: 3D, curved, 4K ... :lol: Beim Handy genau das Gleiche.

Btw. brauche ich auch keine Abwärtskompabilität, größter Blödsinn ever (imho). Wenn ich noch was auf der 360 spielen will, mach ich eben die 360 an, die nach wie vor hier steht. Wer sich die neue Gen nur leisten kann, indem er die alte Konsole verscherbelt, der hat natürlich ein Problem.
 
Tl;Dr
...
...
...
Spass, ich komme aus einer Generation, die sowohl die Intelligenz, die technische Befähigung, alsauch die Aufmerksamkeitsspanne besitzt, um mehr als nen Dreizeiler im Netz lesen zu können ;) :p

Sehr sehr richtig was du hier sagst. Objektiv gesprochen.
Richtig Obsolet wird bei mir keine Konsole. Verkaufen tu ich auch keine mehr. Ich könnte mich heute noch so extremst in den Hintern beissen, dass ich meine Dreamcast und meine PS2 damals verschenkt habe, und auch nicht mehr weiss wo NES und SNES hingekommen sind (alle Jahre wieder durchforste ich aufs neue den Dachboden meiner Oma, in der Hoffnung irgendwann nen verschollen geglaubten Karton mit diesen Schätzen zu finden!).

Genau diese Diskussion hatte ich aber erst von ein paar Tagen mit einem Kumpel, der auch meinte, was das denn für eine Scheiss Politik von Sony ist, PS3 Spiele nicht auf der PS4 einsetzbar zu machen. Der erste Denkfehler an der Sache ist für mich ganz klar: Wenn man PS3 Spiele hat, dann hat man auch ne PS3. Und die PS3 stellt ja nicht ihre Arbeit ein, weil man sich ne PS4 kauft. Somit kann man seine PS3 Sammlung weiter nutzen und hat immer Zugriff auf die 200+ Spiele im Regal wenn man grade lustig ist. Ich persönlich freu mich schon auf die neue Bude, da werd ich mir nämlich dann ein Schönes Regal hinstellen wo formschön alle meine vorhandenen (Retro) Konsolen drin stehen, und auch betriebsbereit angeschlossen sind ^^
Als Gegenargument von meinem Kumpel kam dann übrigens, dass ja Sony mit der neuen Firmware absichtlich die PS3 Kaputt macht, und jetzt grade abertausende von PS3 Eigentümern ihre Konsolen mit YLOD beerdigen müssen, wegen Sonys Software-Sollbruchstelle. Deshalb würden auch gebrauchte PS3 Slim zur Zeit für 600€++ bei Ebay gehandelt werden... ...ja... Der Typ trägt aber auch Aluhüte mit 3cm Wandstärke. XD

Wenn ichs richtig sehe, ist es bei Konsolen auch sehr viel schwieriger eine Abwärtskompatibilität herzustellen. So genau bin ich da technisch zugegebenermaßen nicht drin, aber wenn ich das richtig verstehe, dann können PS3 spiele nicht so ohne weiteres auf der PS4 Hardware laufen. Die müssten Portiert werden (was ja passiert), oder Emuliert werden (wofür dann die Hardware zu schwach wäre). Alternative wäre eben gewesen gleich die Hardware ähnlicher (bzw. eben anders) zu konzipieren um gezielt dahin zu entwickeln, dass Abwärtskompatibilität ohne weiteres möglich ist. Aber warum sollte man das als Hersteller tun? Ich verkaufe doch eher ungern alten Schrott ab, und sehe es doch eher ungern, dass der Kunde auf seinem neuen Gerät für billig Geld tausend alte Spiele spielen kann, anstatt bei mir die neuesten Hits zum Vollpreis zu kaufen. Is ja auch ok wie ich finde.

Die Produktlebenszyklen der Konsolen sind aber tatsächlich auch in meinen Augen zu lang. Ich mag gute Grafik, und ja Grafik ist mir auch bis zu einem gewissen Grad wichtig. Zwar spiele ich lieber 100 Stunden lang ein grafisch eher minderbemitteltes Borderlands, als mir ein spielerisch mieses COD mit der neuesten Grafik anzutun, allerdings find ichs schon erschrecken, wie schlecht und reduziert die Konsolentitel der letzten paar Jahre doch aussehen, und wie schlecht sie teilweise auch laufen (ich spreche von der Last Gen - also von den Spielen die zum Ende des Lebenszyklus auf den Markt kamen). 6,7,8 Jahre sind einfach zu lang. 3-4 wären bei Konsolen wohl technisch idealer, 4-5 wäre noch im Kompromissbereich, aber dann wirds m.E. eng.

Weiterhin wird sich im Konsolenmarkt vielleicht doch einiges tun - wahrscheinlich schon im nächsten Jahr. Ich weiss, dass ist grade hier im Forum extremst umstritten, und auch ich habe keine funktionstüchtige Glaskugel - jedoch wenn die ersten guten Steamboxen auf den Markt kommen, und dafür auch genug Spielematerial da ist, dann haben wir nicht mehr nur 3 Konsolenhersteller, sondern gleich einen ganzen Sack voll mehr, welche in verschiedenen Preisbereichen den Markt extrem erweitern werden, und dazu noch vollkompatibel zum PC sind.

...und ein Wing Commander 3 läuft problemlos unter Windows 8. Ich kanns sagen, weils in diesem Moment hier bei mir auf meinem Geschäftsrechner läuft. Gibts auch bei Origin.
 
Naja wenn die Streamboxen salonfähig werden mit Abo, dann brechen eh andere Zeiten an. Grafik wird dann zentral produziert, und man kauft sich eben seine 100€ Box.

Eine wahrscheinliche Zukunft, die ich gar net will. Find ja DL-Only schon zum Kotzen. Ich bleib einfach in meiner Zeit stehen. Werd zwar hocken bis zum Lebensende, aber immer von der Zeit schwärmen, wo man noch was in der Hand hatte.
 
True, ist bei mir genau das Gleiche.

Ich habe auch kein Problem damit, wenn eine Generation 5 -max 6 Jahre dauert (die 8 Jahre der letzen Gen waren aber viel zu lange). Ich bin aber auch keiner, der zwindend immer die neueste Technik hier stehen haben muß, nur weil sie neu ist (#Konsumopfer). Gerade bei den TVs fällt mir das auf: 3D, curved, 4K ... :lol: Beim Handy genau das Gleiche.

Btw. brauche ich auch keine Abwärtskompabilität, größter Blödsinn ever (imho). Wenn ich noch was auf der 360 spielen will, mach ich eben die 360 an, die nach wie vor hier steht. Wer sich die neue Gen nur leisten kann, indem er die alte Konsole verscherbelt, der hat natürlich ein Problem.


Wirklich praktisch ist das ja nun aber zumindest für Leute, die mehrere Konsolen haben, nicht. Ist auch der Hauptgrund, warum ich auf Konsolen die meisten Spiele schnell wieder verkaufe. Während ich auf dem PC selbst Spiele von 1995 noch zocke (in dem Fall mit nem kleinen Aufwand über den Umweg den Dosbox), geht das auf Konsolen einfach nicht bzw. nicht ohne, dass ich dafür nochmal zahle (Virtual Console).
 
Abwärtskompatibilität ist ne feine Sache... ich hab mir die Wii z.B. nur gekauft weil sie 100% die Gamecube-Spiele abspielen konnte... die Wii an sich hat mich kaum interessiert.
Davon abgesehen ist es mir ziemlich egal... ich verkaufe grundsätzlich keine Konsolen. Wenn ich Bock auf ne ältere habe, dann wird die eingeschaltet. Im Normfall habe ich alle Konsolen bis zurück in die frühen 90er hier einschaltbereit stehen. Gut... da bin ich als Retrofan wahrscheinlich eine Ausnahme.
Trotzdem verstehe ich Leute nicht die ihre PS3 verkaufen wenn ne PS4 ansteht... und dann jammern dass sie keine PS3-Spiele mehr spielen können...

Und das Streaming... ja... sollte das tatsächlich die Zukunft sein werde ich daran nicht teilnehmen... mich ärgert schon die immer größer werdende Fixierung auf digitale Spiele. Gut... mittlerweile greife ich bei günstigen Sachen auch mal zu... gegen meine eigenen Vorsätze...

ABER:
sollte ich die Spiele nicht mal mehr auf der Festplatte haben und komplett abhängig von einem Onlinedienst sein ist für mich die Grenze erreicht. Ich möchte die Spiele spielen können wenn ich möchte und nicht abhängig sein von suboptimalen Servern (siehe Sony)... und das evtl. auch noch in 25 Jahren... das wird mit dem Streaming nicht der Fall sein.
Da stelle ich mir lieber alle paar Jahre ne neue Hardware in die Bude und die Spiele habe ich auf Datenträgern.
 
Die Steamboxen sind nichts anderes als Konsolen von verschiedenen Herstellern, welche mit Steam OS (die richtigen Steam Boxen) oder sogar noch mit Windows + angepasster Steam oberfläche (die "unechten" Steam Boxen) laufen. Da bezieht man seine Spiele dann auch über Steam, so wie es die PC-ler ja jetzt schon tun, und die Box installiert und Rechnet dann da Game lokal.

Mit der Streaming Sache hat das in erster Linie mal nichts zu tun - soweit ist noch nichtmal Valve. Da fehlt auch wahrscheinlich noch immer die Infrastruktur für ein gescheites Onlinestreaming, denn da gehört schon enorme Bandbreite und Stabilität der Verbindung dazu, um das hochqualitativ, störungsfrei und mit geringen Latenzen zu ermöglichen.

Nicht zu verwechseln ist das Ganze auch mit Steam in Home Streaming - der bereits funktionierende lokale Host/Client Dienst von Steam. Da braucht man dann im lokalen Heimnetzwerk eine Steam Box oder einen PC, welcher das Spiel rechnet, und dann nur lokal auf einen dünnen Client streamt. Is ne gute sache, denn so braucht man für seine Games nur ein teures Gerät, und kann überall im Haus über sehr günstige Clients spielen.
 
Die genannten 4-5 Jahre finde ich auch gut. Wobei ich da auch Barts Gedankenansätze interessant finde. Ich mag nicht mehr zig Konsolen im Wohnzimmer stehen haben. Eine Abwärtskompatibilität zur Vorgängergeneration würde ich mir grundsätzlich schon wünschen. Wirklich spielen tue ich aber ohnehin kaum noch Spieler der vorherigen Gen. Von der davor sowieso nicht mehr.

MS hat ja vor Launch der One schon mal Gedankengänge bezüglich einer "Aufwärtskompatibilität" geäußert. Dadurch dass Konsolen ohnehin immer mehr zu verkappten PCs werden, denke ich mir eigentlich schon dass es grundsätzlich möglich sein sollte zumindest für die vorherige Gen eine Abwärtskompatibilität herzustellen. Letzten Endes denke ich, dass in neuen Konsolen ohnehin "nur" ein stärkerer Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und ne bessere Grafikkarte rein kommt. Eben wie bei nem PC. Vor dem Hintergrund fände ich eine Emulation und Verbesserung der Vor-Gen Spiele dann geil. Quasi die Möglichkeit durch ein Update des Spiels auf der neuen Konsole (wegen meiner auch gegen ein paar Euro Gebühr) dieses mit besserer Performance spielen zu können. Denke dass so etwas technisch problemlos möglich wäre. Für mich wäre das schon ein Kaufgrund für ne neue Konsole und ne gewisse Markentreue.

Grundsätzlich kaufe ich mir aber ne Konsole, um mich eben nicht mit dem ganzen PC Schnickschnack auseinander zu setzen. Dafür nehme ich eben auch Einbußen in der Grafik und Masterrace Gespräche hin. Ich mag schöne Grafik und erfreue mich immer daran, aber ob da jetzt ein paar Grashalme mehr oder weniger sind nehme ich beim Zocken sowieso nicht wahr.

Für mich persönlich wäre daher optimal alle 5 Jahre ne neue Gen - würde ich für entsprechende Hardware als early auch bis zu 600 Euro bezahlen. Dafür sollen es aber auch bitte Spielekonsolen im eigentlichen Sinne bleiben. Die neue Gen geht da Stellenweise schon nen Weg der mir überhaupt nicht gefällt.
 
Mal eine Zwischenfrage:
Warum ist es so schwierig eine Konsole Abwärtskompatibel zu machen? Die erste Xbox konnte SNES-, N64-, PSX- und was weiss ich alles für Titel emulieren. Warum kriegen es dann nicht auch die Hersteller hin, ihre eigenen Konsolen kompatibel zu machen?
 
Man sollte einfach bessere HW verbauen und teurer verkaufen , klar jetzt kommt wieder " aber kauft keiner " , andersherum läuft heute jedes 12 jähriges kind mit einem 500€ Händy rum , was vermutlich auch noch im jahres rythmus gewechselt wird :motz:
 
Mal eine Zwischenfrage:
Warum ist es so schwierig eine Konsole Abwärtskompatibel zu machen? Die erste Xbox konnte SNES-, N64-, PSX- und was weiss ich alles für Titel emulieren. Warum kriegen es dann nicht auch die Hersteller hin, ihre eigenen Konsolen kompatibel zu machen?

Davon mal abgesehen, dass die Architektur wechselte (was die PS3 auch sehr teuer machte, und jetzt auch keine AK möglich macht, im Gegensatz zur WiiU), hängt da wie immer ne Ecke Lizenzmüll und Rechtestreits dran.

Wenn es kein Remake von Shenmue gibt, weil innerhalb von Sega nicht klar ist, wer eigentlich die Engine lizensiert hat, kann man erahnen wie schwierig das werden kann.
 
Zurück
Oben