C-C-C-Combobreaker!
Stromberg – Der Film
Die Capitol-Versicherung feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses freudigen Ereignisses werden alle Mitarbeiter aus ganz Deutschland für eine Jubiläumsfeier in ein Landhotel eingeladen. So auf jeden Fall die Vorstellung der Chefetage. Doch Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst), Leiter der Schadensregulierung, will mal wieder den Chef raushängen und weigert sich, sich und seine Mitarbeiter für den Event anzumelden. Doch als Stromberg ausgerechnet von einem Bauarbeiter erfährt, dass seine Niederlassung geschlossen und allen Mitarbeitern gekündigt werden soll, überlegt er es sich nochmals anders.
Dies tut er aber nicht etwa, um seinen Mitarbeitern einen letzten Spass auf Firmenkosten zu gönnen - die lässt er nämlich im Dunkeln über die bevorstehenden Kündigungen. Nein, Stromberg möchte bei der Feier den hohen Tieren zeigen, was er wirklich draufhat, sodass diese ihn dann für eine gutbezahlte Position im Hauptsitz vorschlagen. Nur dumm, dass sich der Mann mit der Halbglatze über die Jahre auf allen Geschäftsebenen schon einige Feinde gemacht hat und sein Mitarbeiter Ernie (Bjarne I. Mädel) ähnliche Ziele verfolgt. Doch so einfach gibt ein Stromberg nicht auf.
Stromberg wurde vor über 10 Jahren auf Anhieb zu meiner Lieblingsserie. Sie war frisch, lustig und oft auch böse. Dazu kam sie eigentlich überall gut an (Medien, Areaxbox -> oder war es damals schon AG? Etc.). Die ersten beiden Staffeln habe ich mir dann auch gleich auf DVD gekauft. Mit der dritten Staffel verlor ich aber ein wenig das Interesse und die letzten Staffeln habe ich gar nicht mehr gesehen (ich wusste gar nicht, dass es fünf gibt!). Für mich immer noch erstaunlich, wie Pro7 überhaupt sowas auf die Beine stellen konnte…
Alter Zeiten willen, schaute ich mir den Film an. Denn sind wir ehrlich: Christoph Maria Herbst als Bernd Stromberg ist eine Wucht. Dem könnte ich stundenlang zuschauen und hören.
Der Film bietet einen guten Fanservice: Man sieht viele bekannte Gesichter wieder, es wird auf vergangene Episoden angespielt. Die Stimmung passt jedenfalls. Trotzdem hat der Film mich nicht restlos überzeugt. Es gibt einfach zu viele Dinge die zu sehr an den Haaren herbeigezogen sind und das Ende kam mir zu schnell, bzw. es wurde alles viel zu schnell abgehandelt. Da geht viel vom Charme verloren (in den Credits holen sie sich dann zwar wieder ein paar zurück).
Sicherlich empfehlenswert für Stromberg-Fans und Leute die keine Probleme mit sexistischen und manchmal auch rassistischen Sprüchen haben. Eigentlich verwunderlich, dass der Papa im KT so gut ankommt… Ist ja auch egal, für den normalen TV-Konsument ist der Film wohl nichts. Genau wie die Serie, spricht auf solche Produktion leider nur ein kleines Grüppchen darauf an. Schlussendlich ist es trotzdem ein gelungener Abschluss einer grossartigen Serie.
7/10 (wegen dem Papa)