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KT Durchgespielt! - Der Thread! (1 Betrachter)

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DmC: Devil May Cry

Geiles Spiel. Flotte, robuste Action in einem ästhetisch starken Setting. Fand nahezu alles gelungen. 9/10.
 
Alien Isolation (PC)
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Lange hat mich ein Spiel nicht mehr so polarisiert wie Alien Isolation und nun kann ich sagen: ENDLICH hab ichs durch.
Das Spiel ist auf der einen Seite wahnsinnig gut und liebevoll gemacht, auf der anderen aber wiederum so extrem frustrierend und langweilig, dass ich mich nach wie vor nicht entscheiden kann ob ichs lieben oder hassen soll.

Die Grafik ist wirklich gut. Tolle Beleuchtungseffekte, sauber designte Levels - da gibts kaum etwas zu meckern. Lediglich die schwache Leistung des AA und gelegentlich etwas zu clean wirkende Texturen trüben diesen Eindruck etwas (im speziellen für das verwöhnte Auge eines PC-Masterracelers ;)). Noch besser als die Grafik ansich ist aber der Sound. Ich habe selten in einem Spiel eine dermaßen gut gemachte Soundkulisse erleben dürfen wie in AI. Hier wird die Akustik tatsächlich essentieller Spielbestandteil und ist nicht nur eine Pflichtübung als Beiwerk. Die Ohren sind bei diesem Spiel tatsächlich oft so wichtig wie Augen. Hier zeigt sich auch das was für mich als alter Alien-Fan das wohl Beste und Herausragendste überhaupt an Alien Isolation ist: Die unglaubliche Detailverliebtheit und die extrem atmosphärische und liebevolle Anlehnung an die originale Alien Trilogie! Frei nach Angry Joe: Alien Isolation ist eine Liebeserklärung an die Alien Fans! Alle paar Sekunden erkennt man in einer Bewegung, einem Soundeffekt, einem Spruch, einer Handlung, einem Objekt oder sonstwas ein Detail aus den Filmen wieder. Ein Toter der im Stuhl hängt und mit einer Zeitung erstickt wurde, ein Android der ein einem vermeintlich unbeobachtetem Moment auf der Stelle trippelt, die Geräusche von Türen und Computer - das ist alles so genial und detailverliebt auf die ersten 3 Alienfilme bezogen, dass ich mir wünschen würde, die Macher von Resurrection oder Prometeus hätten bei diesen Filmen mal so gehandelt.
Die Story von AI ist zwar sicherlich etwas flach, aber das passt nunmal zu einem echten Teil in der Alien Reihe - wenn wir mal ehrlich sind. Sie ist aber trotzdem stimmig und fügt sich passend und nahtlos in die Alienstory ein, ohne großartige Lorebreaker zu liefern.
Die KI der Gegner ist weiterhin recht gut. Echte Sicherheit hat man nie und Kontrahenten reagieren meist sehr natürlich und intelligent auf ihre Umgebung. Standardreaktionen, die man vorherberechnet taktisch ausnutzen kann, oder gar vordefinierte Laufwege der Gegner sucht man normalerweise vergeblich. Gerade das Alien Ist fast immer völlig unberechenbar und zieht einen auch gerne mal völlig unerwartet aus der Deckung.

Hier hört aber mein Lob für dieses Spiel leider schon auf. Eine passende Überleitung zum meckern finde ich nicht, da es soviel gibt über das ich meckern möchte.
Die KI ist zwar gut und auf diese Weise vielleicht auch sehr realistisch, allerdings ist sie auch für jede Menge Frustmomente verantwortlich, gerade weil die Gegner oft so berechenbar unberechenbar handeln. Ich hatte immer wieder das Gefühl einen Level nicht durch Skill, sondern aus purem Glück beim X-ten Anlauf geschafft zu haben und das halte ich Spieledesignerisch für sehr gefährlich, da es dem Spieler das Erfolgserlebnis nehmen kann. Ansich ist das Gamedesign extrem lahmarschig und teils auch sehr langweilig. Man schleicht sich im Schneckentempo vom einen Ende des Levels ans andere, nur um dort eine Taste zu drücken, und darf sich dann durch dieselben, immer gleichen Gänge wieder zurückschleichen, immer in der Hoffnung, dass nicht plötzlich direkt neben einem das Alien aus dem Luftschacht fällt, für einen Instadeath sorgt und man den ganzen Quatsch nochmal machen darf, bevor man den rettenden Speicherpunkt erreicht. Diese sind übrigens teilweise echt weit auseinander und da sie die einzige Speichermöglichkeit darstellen (und zwischendurch nichtmal Dinge wie ID Cards, Pläne oder eingesammelte Munition zusätzlich gespeichert werden) somit Grund für sehr repetives Gameplay. Bei Licht betrachtet ist das Spiel nichtmal extrem lang. Die Spielzeit zieht sich nur deshalb so in die Länge, weil man nur mit angezogener Handbremse durch die Levels schneckt, und bei jedem Tod oft gleich die letzten 20min Spiel wiederholen darf. Auch die wenigen Tötungsanimationen sind zwar am Anfang ganz nett, wenn man sie aber zum gefühlt hundertsten Mal sieht einfach nur noch nervig und immer gleich.
Dazu kommen einige Bugs, die zwar das Spiel nicht wirklich enorm schädigen aber durchaus nerven und die Atmosphäre stören. Ein Spielabbruch weil man einen Gegner getötet hat der einen eindeutig beschossen hat, weil das spiel annimmt, das er nur ein Zivilist war, Clippingfehler, Animationsfehler, Schwebende Waffen, usw... - das alles habe ich häufiger beobachten dürfen.
Das Schlimmste für mich ist aber, dass ich Alien Isolation einfach ums Verrecken nicht gruselig finde. Für mich ist das Spiel in dieser Hinsicht ein absoluter Griff ins Klo! Am Anfang dachte ich mir noch "Naja, jeder empfindet das irgendwie anders, und vielleicht bin ich einfach zu abgebrüht durch meinen Horror-Medienkonsum." Aber mittlerweile kann ich die vielen Schockberichte nicht mehr nachvollziehen und muss ehrlich sagen, dass ich das irgendwo für einen Hype mit Massenhysterie halte. Am Anfang reagierte ich noch auf ein paar Jumpscares, aber irgendwann wurde gerade das Alien einfach nur noch zu einem lästigen, nervigen Verfolger, vor dem man sich minutenlang regungslos und völlig gelangweilt verstecken musste, um nicht schon wieder den ganzen Kram von vorne machen zu müssen.

Unterm Strich ist Alien Isolation eine Spitzenmäßige Alien-Geschichte, aber maximal ein mittelmäßiges Spiel mit vielen Krankheiten. Wegen der liebevollen Gestaltung kann ich als Alien Fan damit grade noch so folgende Wertung geben:

7/10 Punkten
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann dem Spiel aber schlecht vorwerfen ein langsames Tempo zu besitzen, wenn es genau das haben will und anstatt einer rasanten Trigger-Rutschbahn ein Entdecker-Spiel mit Schwerpunkt auf Stealth ist. Außerdem, 20 Minuten ist hart übertrieben, könnte ja fast von Bart Wux geschrieben sein, entweder bist du an unzähligen Speicherstationen vorbeigelaufen oder hast selbst für's Spiel überproportional langsam gespielt, aber eigentlich geht man, wenn möglich, gut und gerne auch mal zurück zum Saven, sobald man relevante Dinge getan oder gefunden hat.

Und das es dir nicht gruselig genug war ist ja mal rein subjektiv, es gab viele Stellen an denen ich mich erschreckt habe, oder Abschnitte die einfach nur unglaublich spannend waren. Die Tatsache das sich Leute durch das Spiel gruseln als übertriebenen Hype abzutun, halte ich für ziemlich schwach, bloß weil man selber nur noch auf harte Jump-Scares und abgefuckten Psycho-Scheiß abgeht. Ist natürlich genau so subjektiv, aber ich finde z.B. Evil Within nicht mal halb so gruselig oder spannend wie Isolation und die Horror-Thematik im Spiel fast schon albern und abgedroschen…

Was die Bugs betrifft gebe ich dir allerdings recht, obwohl ich im gesamten Spiel vielleicht 3 oder 4 Anomalien (Clipping/Trigger) hatte, kaputt oder unfertig würde ich es aber auch nicht nennen. Oft waren es Sachen oder Situationen die wahrscheinlich in keiner vorherigen QA-Phase simuliert werden können, weil sie einfach so random sind. Dafür sind die Umgebungen halt auch einfach so angefüllt mit lose herumliegenden/stehenden Zeug und die KI des Aliens zu dynamisch...
 
Ich finde das Spiel schon gruselig, gerade durch die KI. So haben die "Safezones" z.B. outlast einiges an Grusel genommen und das Spiel an manchen Stellen mechanisch wirken lassen. Alien erschafft den glaubwürdigeren, "organischeren" Verfolger.
 
Selbstverständlich ist diese Review ABSOLUT SUBJEKTIV! Ich finds nur wirklich so extremst wenig gruselig, dass es auf mich enttäuschend wirkt - grade wegen diesem Hype. Gibt ja genug Leute, die das Ding als "das gruseligste Spiel aller Zeiten" betitelt haben, und da muss ich einfach klar sagen: NOPE!

Ich spreche auch nicht von langsamem Tempo ansicht, sondern von wirklich (für mich) zu lahmarschigem Gameplay. Mir ist durchaus bewusst was das für ein spiel ist, und was es sein will - ich finde es aber einfach gut gedacht und schlecht umgesetzt.

...aber so sind die Geschmäcker eben unterschiedlich. Man darf ja noch sagen, wenns einem persönlich nicht passt. Gibt sicherlich genügend Spiele, die ich todes Geil finde, und viele andere echauffieren sich über das Gameplay, die Mechaniken, die Story, usw... :)
 
So ist es. Da ist ja tatsächlich jeder anders gepolt und du musst dich für deine Meinung ja nicht rechtfertigen. Gerade was das gruseln angeht. Da hat jeder wohl ne eigene Definition. Für mich machen das im Spiel eben nicht die paar offensichtlichen Schockszenen aus, sondern diese dauerhafte bedrückende Atmo bzw Bedrohung. Also nicht die Angst im Moment wenn das Alien zuschlägt sondern die Angst vor dem Moment in dem das Alien zuschlägt. Dadurch kann und will ich auch nicht allzu lange am Stück spielen. Möchte mir genau dieses Gefühl bewahren.

Und dass das Alien sich zufällig bewegt finde ich überhaupt nicht Spielspaß hemmend sondern eher im Gegenteil. Ich glaube du hattest das auch mal eher negativ Katz unf Maus Spiel genannt. Das ist es wohl, aber gerade das packt mich eben auch so. Umso schöner ist es wieder ein Kapitel überlebt zu haben. Zumal es zumindest bisher so ist, dass man schon ganz gut durch die Geräuschkulisse orten kann wo bzw wie weit das Alien derzeit ist. Bisher hat es mich auch noch nie absolut überraschend irgendwo rausgeholt.Wenn dann hatte ich mich zu blöd verhalten. Also zB im Schrank zu lange den Scanner angehabt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Meinung wurde ja auch in keiner Weise angegriffen, im Gegenteil. Deine Fazit ist stimmig, und glaubwürdig. Schade, dass das Spiel dir nicht die selbe Erfahrung bietet, ist aber halt so... gerade die große "Schwäche" ist halt für andere die Stärke. Am Stück kann ich Alien Isolation aber auch nicht allzu lange spielen.

Einerseits ist mir das Spieltempo auf Dauer zu träge, andererseits verträgt es mein Nervenkostüm nicht :D.
 
Wenn man bedenkt das Spiele wie System Shock ein noch viel "lahmarschigeres" Tempo hatten, Backtracking-Galore und Gegner-Respawn bei jedem Deck-Wechseln…

@SonicCochino: Wie hätte man deiner Meinung nach das Spieltempo denn verbessern können, bzw. was wäre denn angemessen gewesen?
 
@SonicCochino: Wie hätte man deiner Meinung nach das Spieltempo denn verbessern können, bzw. was wäre denn angemessen gewesen?

Da hast du recht, aber System Shock ist nun auch echt alt, und das merkt man auch. Ich hab vor kurzem System Shock 2 nochmal angefangen (das hat bei mir übrigens aus irgendeinem Grund Horror erzeugt im Gegensatz zu AI), aber das war mir vom Gameplay her dann doch auch zu lahmarschig irgendwann.

Was man hätte verbessern können? Ich bin kein Gamedesigner, aber mir hätten enger gefasste Safepoints, oder vielleicht tatsächlich ein Zeitgemäßes Autosave Feature wirklich einiges an Frust erspart. Zumindest mal die Sachen die man einsammelt hätte man zwischendurch in den Save übernehmen müssen, damit man nicht ja jedem mal sterben immer wieder dieselben Räume abklappern muss um alles einzusammeln.
Dann bin ich der Meinung es wäre noch einiges am Leveldesign machbar gewesen, ohne mit der an die Filme angelehnte Optik zu brechen. Klar, eine Raumstation sieht nunmal so aus - auch im Film - aber da hätte man trotzdem noch etwas mehr Abwechslung schaffen können. Auch dieses gezielte hin und her schicken des Spielers im Level halte ich für schlechten, und längst nicht mehr Zeitgemäßen Stil. So sieht man eben immer dasselbe, spielt aber trotzdem ewig dran rum.
Wie hätte mans für mich gruseliger hinbekommen... ...Ich kann das schwer sagen, aber ich glaube tatsächlich indem man hier und etwas mehr gescriptet hätte, und indem man das Alien vielleicht etwas seltener eingesetzt hätte. Ich weiss, das wollen viele nicht hören, aber ich persönlich halte gut gemachte Scripts für nichts schlechtes - im Gegenteil, sogar für ein sehr gutes Mittel zum Spannungsaufbau und besserem Storytelling. Ich wusste die ganze Zeit (bis auf ein paar Levels), dass das Vieh da ist. Ich wusste wie es mich umbringt, ich wusste, es kann jederzeit aus nem Schacht, oder um die Ecke kommen, und ich war darauf gefasst. Ich wusste auch, dass es sich relativ intelligent verhält, und das ich jederzeit vom ihm erwischt werden kann. Das hat mir sehr schnell eine "Sterberoutine" gegeben, und das Vieh nach meinem Empfinden zu nichts weiter als nem nervigen Bremsklotz verkommen lassen, mit dem ich einfach jederzeit gerechnet habe.

Pulsrifle mit 10.000 Schuss. :grins:

Ganz im Gegenteil. Ich finds ansich erfrischend, dass man eben mal nicht Nur draufholzt, und einen die Hälfte der Gegner im Spiel schnell und sauber um die Ecke bringen. Ich mag zwar auch Gießkannengames wie Borderlands, aber auf der anderen Seit sind z.B. alle meine Skyrim Charactere auf schleichen ausgelegt.
 
Also noch weniger Alien würde aber schon arg die Marke aushebeln, ich meine man trifft ja so schon nur in wenigen Abschnitten auf das Vieh und selbst dann kann es noch für lange Zeit in der Decke verschwinden und gar nicht auftauchen. Was die Savepoints betrifft bin ich ehrlich gesagt froh das es kein Autosave gibt, zumindest nicht mitten im Level, nach einem Stationswechsel speichert das Spiel durchaus einmal ab. Ich sehe das halt so wie bei einem Dark Souls, man muss sich als Spieler damit auseinandersetzen Risiken abzuschätzen, das generiert Spannung aus der eigenen Spielweise und ist auf keinen Trigger oder eingeschobene Sequenzen angewiesen. Würde ich permanent sicher sein bei einer Dummheit nichts zu verlieren, wäre es doch absolut witzlos und einen Großteil der Bedrohung nehmen. Die ungeduldige Anspannung wenn man aus der Ferne das Fiepsen eines Telefons hört und die Erleichterung, wenn man es endlich erreicht/gefunden und abgespeichert hatte, die Bonfire von Isolation.

Was deine "Sterberoutine" betrifft, das scheint aber dann auch an deiner Spielweise zu liegen, bei mir war es eher eine "Überlebensroutine", ich wusste mit der Zeit immer besser wie sich das Alien bewegt, welchen Sichtwinkel es besitzt, welche Möglichkeiten es überhaupt hat mich zu überraschen, anhand der Level-Architektur wo Schächte und Verstecke sind, ich wusste das ich gar nicht anfangen brauche zu laufen und ich habe gelernt den piepsenden Tracker so wenig wie möglich einzusetzen, wenn das Alien in der Nähe ist und mich auf mein Gehör und den eigenen Instinkt verlassen. Wenn es mich erwischt hat war es meine eigene Dummheit, aber nicht weil es plötzlich und unerwartet aus dem Schacht kommt, dann seid ihr einfach zu unvorsichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Shadowrun Returns

Ich empfands ziemlich großartig. Definitiv eines der besseren RPGs der letzten Jahre(auch ohne Settingsbonus).
Das ganze hat mir wieder Hoffnung gegeben dass hin und wieder noch gute Spiele rauskommen.

so gleich mal Dragonfall dazu kaufen, welches ja nochmals viel ansprechender sein soll :)
 
Divinity: Original Sin

Mit welchem Spiel könnte ich meinen neuen PC besser einweihen als mit einem waschechten Oldschool-RPG.

Divinity ist exakt das, was die Rollenspielherzen seit einigen Jahren vermissen. Hier haben wir endlich wieder einen komplexen, tiefen Titel ohne Kompromisse. Es fängt schon mit der umfassenden Charaktererstellung an. Attributpunkte verteilen, Abilities und Skills auswählen und das gleich für zwei Charaktere. Kommt man dann ins Spiel wird man gleich mit unterschiedlichstem Equipment, mit Quests, mit Geheimnissen, Craftingrezepten und Dialogen bombardiert. Das rundenbasierte Kampfsystem ist dann die Kirsche auf der Sahne. Die Kämpfe kann man nur bestehen, wenn man exzessiven Gebrauch von seiner Umwelt macht und sie auch selbst verändert. Es werden Ölfässer zerstört um dann eine Horde Orks zu verbrennen, dann wird ein Regen gecastet, der auf dem Feuerboden verdampft um dann den Dampf mithilfe eines Blitzschlags in eine elektrostatische Wolke zu verwandeln, die eine schützende Wand vor unseren Castern bildet und nahende Feinde stunnt. Wow!

Die Story ist dafür ziemlich mau und schwach inszeniert. Mich konnte sie nicht fesseln und ich habe gegen Ende viele Dialoge nur noch durchgeklickt. Das Setting ist Standardkost mit wenig eigenen Ideen. 08/15-Fantasy.
Das Party/Inventar Management könnte auch etwas komfortabler sein und neben den interessanten Rätseln gab es viele Sackgassen, die es erforderten winzige geheime Knöpfe zu finden oder mit hoher Perception den Boden nach Schaltern abzusuchen.
Auch wird das Waffenbalancing mit der Einführung des Tenebriums etwas durcheinandergeworfen.

Das schmälert den Eindruck aber nur unerheblich. Wer ein komplexes Oldschool-RPG sucht und über eine nicht-zeitgemäße Präsentation hinwegsehen kann, muss zugreifen! 9/10
 
Wie gerne würde ich das Kampfsystem und Gameplay von Original Sin in Kombination mit einer High Budget Präsentation einmal erleben. Wirds aber wohl so schnell nicht spielen...wenn überhaupt.




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inFamous: Second Son

Habs nun in zwei Tagen durchgezogen. Optisch brauch ich wohl nicht allzu viel erwähnen, hier punktet der Titel ziemlich. Klar gibts hier und da ein paar Schwächen, aber der Gesamteindruck gefiel mir sehr gut. Die Framerate brach gefühlt auch nur sehr selten ein, sprich rutsche unter die 30er Marke auch wenn die Effekt-Hölle am Schirm entfesselt wurde.
Das Gameplay gefällt mir noch mehr als in den beiden Vorgängern, was daran liegt dass es sich meiner Meinung nach sehr~sehr viel schneller als die anderen beiden inFamous Teile spielt, Nahkampf mehr Gewichtung hat und sich Delsin auch besser und präziser steuern lässt als sein Vorgänger Cole. Hat mir irrsinnig viel Spaß gemacht mich durch die Gegnerhorden zu schnetzeln und ganz besonders die Boss Fights haben getaugt. Mit Neon in wenigen Sekunden einen Wolkenkratzer hochsprinten, Helikopter vom Himmel fegen oder Verwüstung mit den Karma-Fähigkeiten bringen - das kann doch einfach nur Spaß machen. :D

Leider ist das Spiel außerordentlich repetitiv und die Geschichte war auch ziemlich fürn Arsch. Insgesamt fühlte ich mich aber aufgrund des tollen Gameplays und der Optik für die paar Stunden recht gut unterhalten.

Keine Ahnung wie lange ich tatsächlich dafür gebraucht habe. Kann man das irgendwo einsehen? Das Savegame zeigt mir nur einen Fortschritt von 70% an, nach Beendigung der Story. Die restlichen 30% werde ich aber sicher nicht mehr holen, da mir dafür meine Zeit zu schade ist, für die 0815-Open-World-Aufgaben, die ja spielübergreifend so schwer in Mode sind.
 
Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes

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Bin begeistert und entsetzt zugleich.
Die Cut Scenes waren wie nicht anders zu erwarten famos, hatte richtig Gänsehaut dabei. In dieser Hinsicht macht einem Kojima einfach niemand etwas vor. Das Gameplay jedoch hat mich mehr genervt als es mir Spaß gemacht hätte.

Die Location gab nicht besonders viel her und insgesamt war das einfach nur beschissenstes Trial & Error. Ich hoffe nur, dass diese eine Mission nicht besonders repräsentativ für MGSV ist, denn dann werde ich darauf verzichten und mir einfach nur die Cut Scenes via YouTube ansehen. Mir hat die eine Mission schon gereicht, da brauche ich kein ganzes Spiel in diesem Stil.

Was Ground Zeroes auf alle Fälle bei mir bewegt hat: MGSV Phantom Pain ist aus meiner Most Wanted Liste geflogen und wird nun erstmal skeptisch beäugt.

Ah ja, hätte ich mir das Spiel damals zum Release-Preis gekauft, dann würde ich nun im Quadrat kotzen, aufgrund seines wenigen Inhalts, dem Gameplay und dass nicht einmal eins der besten Dinge der MGS-Saga enthalten war: Ein toller Bosskampf.
 
War am Anfang auch richtig enttäuscht, da man sich in puncto Design an einigen nervigen Peace Walker-Konzepten bedient (Fulton, ...), aber ansonsten muss ich sagen, dass es vom Gameplay her mit Abstand das beste MGS ist.
 
@Trayal Von welchen Trial & Error sprichst du? :? Ich kam locker flockig durch. Schön langsam und leise, mit dem Fernglas Vormundschaften, immer wieder markierte Feinde auf der Map im Auge behalten, gelegentlich jemanden aus knocken. Ich schaffte es sogar ohne Alarme, ohne neuen Versuch und ohne kill. Warst du vielleicht zu stürmisch? Das hat mir anfangs oft den Kopf gekostet.
 
Ich bin auch kein großer Fan der (antiquierten) MGS Stealth Mechaniken im Allgemeinen. Nahm ich aber immer wegen dem großartigen Drumherum und der Bosskämpfe in kauf, plus den engen Leveln, die das Ganze auch überschaubar machten, aber das war für mich schon immer mehr Ballast. Waren aber zum Glück immer nur kurze Abschnitte, bevor die nächste Cut Scene kam und keine so großen Areale.

Mit der Open World ist mir das in Kombination mit der angestaubten Mechanik zu mühsam und zäh. Dazu dann auch noch die KI-Aussetzer, wo mich Gegner entdeckten, die mich nicht im Sichtfeld hatten und ich eigentlich leise hinter ihnen mit etwas Abstand vorbei geschlichen wäre. Andere wiederum hatten mich gar nicht bemerkt, obwohl ich direkt unter ihrer Nase vorbei geschlichen bin. Das fand ich dann ebenso nicht so prickelnd.

Alle Gegner sind ja auch nicht auf der Karte markiert und eine Funktion um mal um die Ecke zu Linsen gibts auch keine wirklich befriedigende. Da bin ich des Öfteren mal in die Arme des Gegners gelaufen, da ich ihn zuvor nicht sah. Das an sich ist ja kein Problem, aber die Art und Weise wie das Gameplay ab so einem Moment weiter verläuft ist dann erst recht träge und zäh, da man brav (und lange) die Phasen des Alarms abwarten darf, bis es denn weiter geht.

Das hat mir insgesamt einfach keinen Spaß gemacht.
 
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