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Der Lego - Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Cantina und der neue AT-AT stehen bei meinem Sohn auch noch an. Dann ist aber definitiv kein Platz mehr für neue Star Wars Sets, es sei denn er trennt sich von anderen Dingen... :D
Von kein Platz werde ich die Tage mal ein Photo machen und wenn man meinen Sohn fragt, ist da immer und überall Platz. :D
 
Endor? Hoth!

BTW Hier ist der Neuzugang....

IMG_0844.JPG
 
Gestern ein wenig auf der Legoseite unterwegs gewesen und da gabs so einige Starwarsdinge, in die ich mich hätte verlieben können. Steh ja drauf, wenns nicht nur gut aussieht, sondern auch was kann :)
 
Meine liebe Freundin Alice, selbst begeisterte Lego-"Spielerin" hat vor kurzem einen netten Text zum Thema "Ich find das ja cool, aber für Spielzeug zu teuer!!!" geschrieben, den ich freundlicherweise auch hier posten darf. :) Da schlüsselt sie das mal genau auf. :D

Wieso sind LEGOs so schweineteuer?

Ich fang mal mit einem Spoiler an: Sind sie gar nicht.

Wann immer ich mit Leuten darüber rede, dass ich wieder begonnen habe, LEGOs zu sammeln, kommen wir in der Unterhaltung beinahe unausweichlich an einen Punkt, an dem meine Gesprächspartner den unvermeidlichen Satz sagen: "Ja, LEGO sind schon cool. Wenn die nur nicht so schweineteuer wären..." Manch einer, der dem Spielzeugmarkt etwas aufmerksamer folgt, bemerkt vielleicht sogar noch, dass es in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Preisexplosion gab bei unser aller liebstem Kreativ-Spielzeug. Und oberflächlich stimmt das sicherlich auch - aber lasst uns die Fakten mal kurz sachlich analysieren.

1) Preis/Stein Ratio
Das lässt sich ziemlich leicht ausrechnen. Auf der LEGO-Website sind im Store zu jedem Modell die Stein-Zahlen verzeichnet. Teilt man den Preis durch die Anzahl der Bauteile, bekommt man den Preis je LEGO-Stein, und der liegt überraschend konstant bei ungefähr 10-15 Cent pro Stein - zumindest wenn man seine Steine direkt bei LEGO kauft. Dieser Preis fällt noch, wenn man nach günstigeren Angeboten sucht. Bei kleineren Modellen kostet der einzelne Stein in der Regel mehr als bei größeren Modellen. Zum Beispiel:

  • 60032 "Arktis-Schneemobil": 44 Teile für 5,99 Euro UVP. Preis/Stein: ca. 14 Cent.
  • 60035 "Arktis-Truck": 374 Teile für 39,99 Euro UVP. Preis/Stein: ca. 11 Cent.
  • 60036 "Arktis-Basislager": 735 Teile für 89,99 Euro UVP. Preis/Stein: ca 12 Cent.
Große oder seltene Teile kosten in der Regel mehr als kleine oder verbreitete Teile, sodass der Preis von Schiffen oder Zügen meistens teurer ist als der etwas mundanerer Sets wie Feuerwehrautos oder simplen Häusern. Am deutlichsten macht sich diese Entwicklung bei den Modellen aus der "Creator Expert"-Serie bemerkbar. Trotz seiner vielen Details kostet zum Beispiel Set 10243 "Pariser Restaurant" (2.469 Teile, 149,99 Euro UVP) gerade einmal 6 Cent pro Teil!

2) Die Lizenz-Falle
LEGO hat in den letzten Jahren zunehmend Lizenzen gekauft, um Tie Ins zu beliebten Filmen und Serien zu produzieren. Star Wars war eine der ersten lizensierten Set-Serien, aber seitdem hatten wir Marvel vs. DC, Fluch der Karibik, Lone Ranger, Teenage Mutant Ninja Turtles, Herr der Ringe, der Hobbit, die Simpsons, Disney Princesses... Lizensierte LEGO-Sets sind nicht neu, in den Siebzigern und Achtzigern zum Beispiel waren alle Modelle, die sich um Tankstellen und Autorennen drehten, noch im Shell-Design, ehe LEGO Mitte der Achtziger die eigene Ölfirma Octan erfand.

Das Ding ist: Lizenzen kosten Geld. Dieses Geld muss natürlich wieder eingebracht werden. Der Preis für die Lizenzen wird also auf die Sets umgelegt, und dadurch wirken diese unterm Strich teurer als die Eigenproduktionen von LEGO. Aber: Auch hier spielt uns die Wahrnehmung einen Streich! Vergleicht man zum Beispiel Set 41037 "Stephanies Strandhaus" mit Set 41054 "Rapunzels Turm" (beide UVP 39,99 Euro), so macht der Unterschied - trotz Lizenz - nur 2 Cent auf den einzelnen Stein gerechnet aus. Und "Rapunzels Turm" nutzt viele große, spezialisierte Bauteile, die in der Produktion teurer sind als die relativ verbreiteten Teile bei "Stephanies Strandhaus".

Und der "Todesstern" (Set 10188)? 3.803 Teile für 419,99 Euro UVP macht 11 Cent je Teil. Ist also genau in der schon festgelegten Preis-Spanne.

3) Alles wird teurer
Lassen wir mal kurz außen vor, dass die Sets in unserer Kindheit im Schnitt kleiner waren als heute und in der Mehrheit weniger als 100 Teile hatten und betrachten wir nur die Teuerungsrate, die seitdem stattgefunden hat. Das ist nicht ganz einfach nachzuhalten, weil hier viele Faktoren einspielen und die Preise aus den Anfangsjahren von LEGO System nicht immer einfach herauszufinden sind. Nehmen wir für unser Rechen-Beispiel eines meiner liebsten Sets aus den 80ern, den 1985 erschienenen "Ultraschall-Transporter" (Set 6891). Das Set war in seiner Ausstattung selten (viele Teile, die einzigartig oder neu waren), hatte 144 Teile und kostete beim Erscheinen 19,99 DM. Inflationsbereinigt sind das heute 17,56 Euro. Vom Umfang vergleichbare Sets aus der aktuellen Kollektion kosten heute 19,99 Euro UVP (z.B. Set 10671 "Feuerwehr-Einsatz" mit 123 Teilen).

Nicht einkalkuliert sind dabei natürlich die gestiegenen Produktionskosten. Die Löhne dürften seit 1985 mehrfach gestiegen sein, und die Kosten für Rohstoffe und Energie sind durch den weltweit gestiegenen Bedarf explodiert. Der hochqualitative Kunststoff bei LEGO wird aus Erdöl hergestellt, und das wächst leider nicht auf bunten Zuckerwattebäumen, die von tanzenden Einhörnern und singenden Feen gezüchtet werden. (Zumal Feen heute vermutlich auch gewerkschaftlich organisiert sind und Lohnerhöhungen und mehr Urlaub fordern.)

Im Fan-Handel (z.B. bei BrickLink) kostet der "Ultraschall-Transporter" übrigens heute gebraucht ab 25 Euro aufwärts und originalverpackt ab 380 Euro aufwärts. Falls also einer noch kein Weihnachtsgeschenk für mich hat, ich hätte gerne einen zweiten, zwinker zwinker stubs stubs.

4) Unsere Mentalität
Wir leben in einer "Alles sofort und möglichst umsonst"-Gesellschaft. Die Lasagne im Supermarkt darf nicht mehr als 5 Euro kosten, soll aber möglichst echtes Fleisch und echten Käse enthalten. Lieder, Filme und Computerspiele werden aus dem Internet heruntergeladen, teils ohne den lästigen Umweg der Geldübergabe an den Produzenten. Wir sind gewöhnt, dass unsere Botschaften, unsere Briefe und unser Geld in Sekundenschnelle per SMS, Mail oder Paypal beim Empfänger ankommen. Bei unseren Produkten nehmen wir in Kauf, dass dafür irgendwo auf der Welt kleine Kinder ausgebeutet werden, nur damit wir alle rechtzeitig zum weltweiten Ballspiel in schwarz-rot-gold auflaufen können, und das möglichst für unter 50 Euro. Unsere Wäsche kaufen wir bei Kik oder Primark, und wo das Zeug herkommt, ist uns egal, solange uns die miese Presse nicht mit Horrorbotschaften von Pferd im Rinderhack und Blei in Barbiepuppen aus unserer schönen Scheinwelt herausholt.

Dem gegenüber steht ein Produkt, an das wir gute Erinnerungen haben und das wir gerne wieder haben möchten. Aber oh Schreck, es kostet echtes Geld! Man kann es nicht herunterladen! Man kann es nicht einmal mit Paypal kaufen! Und dann, seien wir doch mal ehrlich, ist es doch eigentlich wirklich ein Kinderspielzeug. Wieso kostet das so viel? Das ist doch ratzfatz kaputt, und dann sitzt man auf einem zerbrochenen Plastikhaufen, für den der LEGO Store-Mitarbeiter einen obszön zu nennenden Betrag von der papierdünnen Kreditkarte abgehobelt hat und wir eine Hypothek auf unser Boot aufnehmen mussten.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber die meisten meiner LEGO Sets aus meiner Kindheit sind noch in guter oder sogar sehr guter Verfassung. Es gab immer mal wieder Teile, die notorisch zerbrachen, aber diese waren in der Minderheit und lassen sich sogar heute noch leicht ersetzen. Für Spielzeuge, die teilweise 30 oder 40 Jahre auf dem Buckel haben, ist das ein wahnsinniges Qualitäts-Zeugnis. LEGOs kauft man nicht für den Augenblick, sondern bei guter Pflege für ein Leben. Und das kostet eben.

Es ist sonderbar, dass wir unseren Lebensmitteln, unserer Kleidung und unseren LEGOs so eine Mentalität entgegenbringen, während auf der anderen Seite die neue Playstation nicht schnell genug, das neue Handy nicht apfelig genug und die neue Glotze nicht riesig genug sein kann. Unsere Prioritäten und unsere Wahrnehmung sind ernsthaft verdreht.

Fazit
Muss ich's wirklich ausschreiben? Na gut: LEGO sind nicht so teuer, wie wir glauben, dass sie sind. Weder im Vergleich zu unserer Erinnerung noch im aktuellen, modernen Kontext. Aber ein qualitativ hochwertiges, tolles Spielzeug, mit dem man die Augen von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen zum Leuchten bringt, das die Fantasie anregt und für das man (meistenteils) keine Batterien braucht und keine DLCs und keine Mikrotransaktionen - das ist es immer noch. Und das ist den Preis allemal wert.

Das ist ein Blogtext, der ihre Meinung wiedergibt, daher ist einiges vielleicht etwas bissig formuliert, ich glaub, das hat sie in leichter Rage geschrieben, weil ihr zeitgleich mehrere Leute ihr Hobby schlecht geredet haben... XD

Fand's so als Unwissende aber doch ganz spannend und gut erklärt. ^^
 
15cent mag nicht viel klingen aber was hat man da pro stein in der hand ? 2g billiges plastik wenn es hoch kommt ? das mit den lizenzen kann ich natürlich verstehen.
 
Feines Ding, habe ich meinen Sohn zum Geburtstag geschenkt.
Hatte schon Angst beim aufbauen das der nicht so stabil ist, aber der AT AT hat mittlerweile schon einige Schlachten gut überstanden ;)
Mein Sohn hat den AT-AT quasi auch zum Geburtstag bekommen. Ich wurde mit seinen Geldgeschenken losgeschickt um das Teil zu besorgen. Jetzt steht der Karton in seinem Zimmer und ich muss mich zusammen reißen das Set nicht vor ihm zusammen zu bauen. Er ist nämlich für ein paar Tage bei Oma und Opa.
 
Ich schleiche ja bei uns in der Stadt auch immer um den Lego Store herum. Mir steckt zumindest der XWing in der Nase. Wobei der Falke auch seinen Reiz ausübt. Bisher hat dann aber immer die Vernunft gesiegt. Obwohl es ja auch einen "kleinen" X-Wing für rund 60 Euro gibt....
 
Der kleine X-Wing ist auch schon nice, den hab ich selber. Und dazu den Tie Advanced. Die flankiereen meinen AT-ST Collectors Edition :D
 
Das Staubfängerproblem gibt mir auch zu denken. Ich brauche nen Hobbyraum wo ich das ganze Zeug aufstellen könnte. Denn wirklich Platz hab ich auch nicht. Das ist nur wieder so ne fixe Idee von mir. Wenn ich das Teil habe und es nach einer Stunde aufgebaut ist, weiß ich nix mehr mit anzufangen. :oops:
 
@Mandos

Kaufen, kaufen, kaufen! :D

Das waren meine ersten Sets. Den Falken wollte ich schon immer haben und hatte schon das ein oder andere "alte" Sammlerset gebraucht im Auge, bis ich gesehen habe das es ein neues Set mit mehr Steinen für einen Bruchteil des Geldes gab.

Es gibt keine ikonograprischeren Raumschiffe als diese beiden aus der Serie, Du kannst nicht anders. :klopf: Und wenn es das Set nicht mehr gibt, ärgerst Du dich bloß. Also grade den Falken kann ich empfehlen, das ist wirklich ein tolles Set. Selbst wenn er viel Staub ansetzt, ist bei mir auch jeder angetan der ihn sieht.

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