Ich frage mich ehrlich gesagt, wann genau dieser Wandel stattgefunden hat, also wann war es schon zu spät? War es noch zu Zeiten von Counter-Strike, oder kam das erst mit World of Warcraft oder League of Legends? Oder hat sich das Ganze vielleicht erst mit Spielen wie Minecraft und Fortnite wirklich verändert?
Außerdem beschäftigt mich die Frage, ob die Entwickler heute noch auf dem gleichen technischen Niveau arbeiten wie in den 90ern und frühen 2000ern. Wenn man sich die Physiksysteme von damals anschaut und sie mit heutigen Spielen vergleicht, wirkt das teilweise sogar wie ein Rückschritt. Ein gutes Beispiel ist Splinter Cell, dort konnte man in ein Aquarium schießen, und das Wasser lief physikalisch korrekt bis zur Höhe des Einschusslochs aus, oder Half-Life 2 mit seiner Physikengine, Objekte hatten Gewicht, konnten gestapelt werden und verhielten sich nachvollziehbar in der Umgebung, bei Red Faction konnte man damals schon nahezu alles zerstören, weiß noch wie ich da teilweise einfach Tunnel gebaut habe, während viele moderne Titel deutlich statischer wirken. In Far Cry 2 konnte man geile Feuer legen.
Solche Details sieht man heute nur noch selten, obwohl die technische Leistung eigentlich deutlich höher ist. Stattdessen scheint der Fokus oft eher auf Grafik, Live-Service-Mechaniken oder Monetarisierung zu liegen.