Ja, gabs mal. Aber keine festen Zeiten und auch kein Nonsense wie "aber nur ne halbe Stunde!".
Kann sein, dass meine Eltern letzteres mal versucht haben, aber eingesehen haben, dass man da nicht mal erst die Konsole anschalten brauchte, vor allem nicht zu den Zeiten ohne Speicherfunktion.
Ansonsten musste ich nach nem kompltt verzockten Nachmittag auch mal die Konsole ausmachen oder durfte nur zocken, wenn die Hausaufgaben erledigt waren. Im großen und ganzen wars aber vernünftig (obwohl meine Eltern nix mit Videospielen anfangen konnten und können) und ich hatte sehr viel Zeit dafür.
Das hat sich bei mir eh von alleine auf ein vernünftiges Maß eingependelt, da ich ja auch zu Freunden gegangen bin oder Fußball spielen oder oder. OK, bei Freunden haben wir auch oft gezockt (hach, unsere tollen Secret of Mana Runden zu dritt...), aber waren auch oft genug draußen. An anderen Tagen in den Ferien kams dafür halt auch mal vor, dass ich mal 6 Stunden am Tag vor der Konsole hing. War schon mein ganzes Leben so, dass ich nicht jeden Tag irgendwelche Leute um mich haben kann, ich brauch auch mal Zeit für mich alleine (bzw. inzwischen alleine mit meiner Freundin). Und da zock ich halt gerne lange.
Wenn wir mal Kinder haben, wollen wir das auch ähnlich regeln. Keine starren Vorschriften, aber wenn wir der Ansicht sind, dass unser Kind in der Gefahr steht, ein Suchti zu werden, schreiten wir ein. Aber auch eher nicht gleich über Verbote, sondern erstmal über Gespräche.
Ich kann ja auch schlecht sagen "nene, nur ne Stunde zocken" und mich dann Abends 2 oder 3 Stunden vor die PS5 fläzen
Das ist der Vorteil, wenn man als Eltern ne gute Medienkompetenz hat. Man muss keine Angst vor dem Thema haben und kann normales Verhalten gut von ungesundem Suchtverhalten unterscheiden.