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Wärt Ihr bereit angemessene Transportkosten im Versandhandel zu zahlen wenn...

Wärt Ihr bereit angemessene Transportkosten im Versandhandel zu zahlen wenn garantiert ist das die F

  • Ja

    Stimmen: 23 41,8%
  • Nein

    Stimmen: 32 58,2%

  • Umfrageteilnehmer
    55

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Schnitzelbrötchen schrieb:
Zimtzicke schrieb:
Die 15€ sind aber auch arg hoch gegriffen, oder?

In einer Reportage hab ich mal gehört, dass ein Paketfahrer im Schnitt 250 bis 300 Pakete in einer Fuhre hat. Wenn man da die Versandkosten von 3,90€ auf 4,90€ heben würde, wären das schon hohe Summen bei einer Fuhre. An einem Tag, von einem Fahrer.

Nun ja, ein Paket bei DHL kostet (zwischen 10 - 20kg) auch schon 10,90 € (online) oder sogar 11,90€ in der Filiale.

250 -300 Pakete sind wohl echt realistisch (Weihnachtszeit noch mehr). Das sollte bei einem "fairen" Paketdienst natürlich dann auch reduziert werden. Dementsprechend braucht man dann für gleiche Fuhre wohl 2 - 3 Autos bzw. Fahrer. Des weiteren wäre dann bei einem solchen Paketdienst auch besserer Kundenservice möglich (z.B. eine Tag und ungefähre Zeitangabe der Zustellung o.ä.)

Deshalb denke ich das bei einem Paketdienst der "mehr Service" bietet, mehr Autos und Fahrer braucht, die Fahrer dann auch noch "fair" bzw. gut entlohnt werden, 15€ pro Paket gar nicht so unrealistisch wäre.

@Freezi: In der Regel werden Filme, Spiele etc. als Brief, Großbrief oder Warensendung versandt, nicht als Paket.

Bei der Betrachtung wären 15€ statt 11€ oder 12€ ja auch durchaus in Ordnung.
 
Natürlich bin ich bereit Angemessene Preise zu zahlen. Ich bestell ja nicht nur im Netz um den billigsten Preis zu bekommen, sondern aus Bequemlichkeit. Ich hasse es wie die Pest, Shoppen zu gehen, egal ob Lebensmittel, Klamotten oder Elektronik. Deshalb kommt bei mir 90 Prozent meiner Produkte aus dem Netz. Nur Games kauf ich im Lokalen Handel, und das auch nur weil ich den Verkäufer schon seit den 80ern kenne und ein gutes Verhältnis zu dem habe, da steh ich auch schon mal ne Stunde bei dem im Laden, wir sabbeln über Gott und die Welt und ich trink ihm seinen Kaffee dabei weg.

Den genannten Preis von 15 Euro finde ich aber auch Unrealistisch. Die Hälfte wäre für mich aber o.k. Aber auch nur dann, wenn der Handel es sich wieder angewöhnen würde, wieder alles in einer Sendung zu verschicken. Ich hab es sehr oft, das ich z.b. 10 Artikel bestellen, und das dann in 5 Verschiedenen Sendungen über mehrere Tage bekommen, weil das direkt vom Produzenten oder aus einem anderen Lager geschickt wird. Ökologisch völliger Wahnsinn.

Bei Rücksendungen finde ich auch, das man einen angemessenen Anteil zahlen sollte. Die derzeitige Regelung mit den "unter 40 Euro zahlt der Kunde" finde ich schon ganz o.k. aber da gibt's bestimmt noch bessere Regelungen. Wenn der Händler jetzt irgend nen Fehler gemacht hat, dann sollte natürlich der Händler zahlen, aber wenn man sich 1 Pullover in 5 verschiedenen Farben schicken lässt und 4 davon wieder zurück schickt, dann finde ich einen angemessen Anteil nur fair.
 
:dhoch:

Das was Du zur den Rücksendungen schreibst ist bei uns z.B. im B2B Handel völlig normal. Oder sogar darüber hinaus sogenannte Re-Stocking (also quasi Aufwands-Rücknahme-Gebühren).

Dazu mal einen Auszug aus unseren AGB´s:

8.2 Rücksendung mangelfreier Produkte: Mangelfreie Produkte dürfen nicht zurückgesendet werden, außer wenn "xxxxxx" einer solchen Rücksendung nach eigenem Ermessen zugestimmt hat. Wurde die Rücksendung genehmigt, so erfolgt diese gemäß den hierfür vom Hersteller des Produktes auferlegten Bedingungen und in Übereinstimmung mit der Retourenregelung von "xxxxxx". Akzeptiert "xxxxxx" nach eigenem Ermessen die Ausstellung einer Gutschrift im Gegenzug für eine Rücksendung nicht erwünschter Produkte, so müssen diese Produkte nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch "xxxxxx" innerhalb von 14 Tagen nach der Anlieferung zurückgesendet werden. Die Produkte müssen ungeöffnet und in makellosem wiederverkäuflichen Zustand sein. Für sämtliche Produkte, die unter den genannten Umständen zurückgesendet werden, wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20% des "xxxxxx"-Verkaufspreises für die betreffenden Waren erhoben, mindestens jedoch in Höhe von € 20.

So was sollte halt im Einzel(-versand)handel auch eingeführt werden!
 
Schnitzelbrötchen schrieb:
Nun ja, ein Paket bei DHL kostet (zwischen 10 - 20kg) auch schon 10,90 € (online) oder sogar 11,90€ in der Filiale.
Wobei das jetzt auch nicht unbedingt das "Normalpaket" für den 08/15-Käufer sein wird. Sicher, wenn man Möbel oder Zementsäcke im Netz bestellt, dann würde ich auch gar nicht auf die Idee kommen, da einen günstigen Versand zu erwarten.
 
Nein, das ist ein "Normalpaketpreis" für 08/15 Versender! Sicherlich muss eine Firma die 100erte Pakete am Tag versendet nicht diesen Preis an DHL zahlen.

Gerade aber bei Möbeln oder Zementsäcken, würde es kaum auffallen wenn die Versandkosten im Verkaufspreis mit eingerechnet sind ;)
 
Wenn sie nur 3 oder 4€ stundenlohn haben, nein, 1€ reicht da natürlich nicht. Aber bei 15€ gehen ja wieder 10€ auf konto des chefs und die leute bleiben bei 3 und 4€ stundenlohn, so viel wäre sicher.
 
Mich würde mal interessieren, wieviele von denen, die gerne weiterhin billige Dienstleistungen sehen wollen, auf der anderen Seite einen gesetzlichen Mindestlohn unterstützen. :ugly:

Das Ergebnis der Umfrage erschüttert mich ein wenig.
 
ich habe für "nein" gestimmt. warum? ganz einfach.
ich sehr nicht ein, höhere transportkosten zu zahlen, wenn unternehmen wie die deutsche post gewinne in milliardenhöhe verzeichnen. die haben ihr porto schon genug erhöht in den letzten jahren - wie urgs sagte - ein paket hat mal 6,9 mark gekostet - jetzt der selbe betrag in euro. und die leute verdienen weniger als früher. das hat auch nichts mehr mit inflation zu tun.

mag sein, dass anbieter wie hermes und co. da zu kämpfen haben - aber verdammt, warum soll ich eine firma finanzieren, für die es offensichtlich kein funktionierendes geschäftsmodell gibt?! und keiner kann mir erzählen es bliebe nichts übrig, wenn ich mir ansehe was da teilweise in den paketwagen liegt...
niemand sagt es müsse fünfundvierzig paketzusteller geben. und wenn mir hermes anbietet, ein paket für 5,50 zu verschicken, muss ich davon ausgehen, dass dies zu tragbaren verhältnissen passiert. gerade hermes - übrigens eine tochter des unternehmens "otto", wenn ich mich recht entsinne - liegt irgendwo bei zwei milliarden euro umstz pro jahr und gibt massiv geld für sponsoring bei sportveranstaltungen, etc aus. niemand zwingt sie dazu. und angenommen, sie würden ihre preise um durschnittlich 15% erhöhen - ich bin mir ziemlich sicher, dass die fahrer in der auslieferung die letzten sind, die etwas davon hätten.
 
Zimtzicke schrieb:
Mich würde mal interessieren, wieviele von denen, die gerne weiterhin billige Dienstleistungen sehen wollen, auf der anderen Seite einen gesetzlichen Mindestlohn unterstützen. :ugly:

Das Ergebnis der Umfrage erschüttert mich ein wenig.

Ich finde es zeigt einfach die Realität..... solange es einem nicht betrifft können ja "die" anderen bezahlen... aber wenn es dann zu eigenen Lasten geht.....
 
Alleine Sprit hat glaub ich 1992 noch ~1DM je Liter gekostet, also 50 Cent. Das sind heute mal gut das Dreifache.

mag sein, dass anbieter wie hermes und co. da zu kämpfen haben - aber verdammt, warum soll ich eine firma finanzieren, für die es offensichtlich kein funktionierendes geschäftsmodell gibt?! niemand sagt es müsse fünfundvierzig paketzusteller geben. und wenn mir hermes anbietet, ein paket für 5,50 zu verschicken, muss ich davon ausgehen, dass dies zu tragbaren verhältnissen passiert. gerade hermes - übrigens eine tochter des unternehmens "otto", wenn ich mich recht entsinne - liegt irgendwo bei zwei milliarden euro umstz pro jahr und gibt massiv geld für sponsoring bei sportveranstaltungen, etc aus. niemand zwingt sie dazu.

Nun, du weisst (!) aber, dass gerade Hermes so nicht arbeitet. Sie quetschen ihre Mitarbeiter aus, zahlen beschissen.

@ Boarder

Jup, so schaut's aus. Ich habe auch kein Geld zu verschenken, hab Haus und Kind zu zahlen. Aber man sollte sich nicht am Elend anderer bereichern.

Wobei ich auch annehmen muss, dass viele den Eingangspost einfach nicht richtig verstanden haben, als es umdie 15€ ging.
 
Zimtzicke schrieb:
Alleine Sprit hat glaub ich 1992 noch ~1DM je Liter gekostet, also 50 Cent. Das sind heute mal gut das Dreifache.

mag sein, dass anbieter wie hermes und co. da zu kämpfen haben - aber verdammt, warum soll ich eine firma finanzieren, für die es offensichtlich kein funktionierendes geschäftsmodell gibt?! niemand sagt es müsse fünfundvierzig paketzusteller geben. und wenn mir hermes anbietet, ein paket für 5,50 zu verschicken, muss ich davon ausgehen, dass dies zu tragbaren verhältnissen passiert. gerade hermes - übrigens eine tochter des unternehmens "otto", wenn ich mich recht entsinne - liegt irgendwo bei zwei milliarden euro umstz pro jahr und gibt massiv geld für sponsoring bei sportveranstaltungen, etc aus. niemand zwingt sie dazu.

Nun, du weisst (!) aber, dass gerade Hermes so nicht arbeitet. Sie quetschen ihre Mitarbeiter aus, zahlen beschissen.

richtig - erhöhen sie deshalb die preise? nein. ich persönliche verschicke nichts mit hermes, weil mir der laden mit seinen unpünktlichen lieferzusagen auf die nerven geht. wie oben angegeben, finde ich 6,90 für ein paket nach heutigem standard angebracht - und es ist ja nicht so, dass die unternehmen keine gewinne ausweisen könnten... sie geben es nur einfach nicht an die angestellten weiter. deshalb stumpf die preise zu erhöhen, bringt imo nichts. da muss sich einfach die geschäftspolitik ändern. das kann ich aber nicht dadurch erreichen, dass ich als kunde sage "ich geb' euch mehr für gleiche produkt". das endet höchstens darin, dass der chef sich nen neuen porsche bestellt.
 
Wärt Ihr bereit angemessene Transportkosten im Versandhandel zu zahlen wenn...

... garantiert ist das die Fahrer zu fairen Bedingungen (Lohn und Arbeitszeit) beschäftigt sind?

Darum geht's doch.

Wenn Hermes dein Paket für 6,90€ verschickt und sagen wir einfach mal DHL für 8,90€, du wüsstest aber, dass DHL seine Angestellten gut behandelt, dann würdest du trotzdem mit Hermes verschicken?
 
Genau so wars gemeint! :D

oder anders: 10€ Mindestlohn /Stunde. 8 Stunden Artbeitszeit. Max. 100 Pakete am Tag. Umsatz- bzw. Gewinnbeteiligung für die Angestellten u.s.w. Alles so was verstehe ich unter fairen Bedinungen.
 
Der Text von Stern.de liest sich so als ob den Mitarbeiter der Packetdienste ne Waffe an den Kopf gehalten wird, sollen sie sich halt nen neuen Job suchen, wahrscheinlich haben die meisten nicht mal nen Abschluss und wollen dann noch mehr Geld.

Die können ja auch bei McDonalds anfangen, da wird man nach Tarif bezahlt, Anfangsgehalt, hat normale Arbeitszeiten, bekommt Nacht- und Feiertagszuschläge, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld.

Ich würde keinen Cent mehr ausgeben, die Unternehmen selbst sollten den Gewinn einfach ein wenig minimieren.
 
also an den paketpreisen wäre schon noch was drin. kein versandhändler zahlt das normale paketporto. nicht bei der post/dhl, nicht bei hermes, nicht bei dpd, nirgendwo. das sind verträge, die zu anderen konditionen geschlossen werden und extrem abhängig von den mengen sind.
ich kenne beispiele wo es um ca. 15.000 - 20.000 pakete im jahr geht. dort ist das porto bei dhl deutlich unter 5€ bis zu 31,5kg. die oben genannten 15€ sind also völlig unpassend. zumal wir hier von amazongrößen sprechen, die vermutlich mehr pakete am TAG versenden.

ich selber will eigentlich keine versandkosten haben. schon gar nicht, wenn ich nur für kleines geld einkaufe. wenn man mir aber nachweisen würde, dass die mehrkosten eines versands an porto direkt den angestellten (nicht nur den fahrern) zugehen, dann könnte ich mir das überlegen. ich geh auch zu nem teureren friseur, weil die angestellten dort ordentlich bezahlt werden.
 
BitByter schrieb:
ich selber will eigentlich keine versandkosten haben. schon gar nicht, wenn ich nur für kleines geld einkaufe.

Aber das ist doch das Problem.

Niemand will sich mehr ins Auto setzen und in die Stadt fahren, Ladenöffnungszeiten sind eh oldschool.

Aber für einen Service will auch niemand bezahlen.

Klar bezahlt amazon nicht die Beträge wie ich am DHL-Schalter. Die haben ja aber auch ein riesiges Logistik-Zentrum zu stemmen und zu bezahlen, damit alles funktioniert.

Am Ende des Tages glaube ich nicht, dass amazon auch noch Geld verdient mit den Versandkosten, die sie dem Kunden nicht in Rechnung stellen. :ugly:
 
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