Mal ein kleiner Reisebericht von mir (wie von Danny gefordert ^^).
Reisezeitraum war 03.10. bis 16.10.
1.) Flug nach LA von Frankfurt über London
Sagen wir es wie es ist... LA is en Stückal von hier

Unterwegs waren wir beim Hinflug so knapp 16 Stunden (inkl. Umsteigen in London und dort gut 2 Stunden Wartezeit + Checkin Zeit in Frankfurt natürlich), beim Rückflug etwa ne Stunde kürzer. Geklappt hat eigentlich alles super, Einreise in die USA war unproblematisch, der Beamte dort war recht freundlich (kannte auch die deutschen Worte "Daumen" und "Finger" ^^).
2.) LA
Wir waren am Anfang ~1,5 Tage in LA, nachmittags am 3. gelandet und dann noch den kompletten 4. geblieben (ging auch nicht anders, ein Freund kam an dem Tag noch nach). LA joa... also Wetter war Kacke, 16, 17 Grad oder so und Regen

Die Stadt ist echt unheimlich hässlich, der Walk of Fame ist wie schon von vielen anderen gesagt ja echt ne Sache, die man sich ne Viertelstunde anguckt und das wars dann auch. Überall drumherum siehts aus wie hier nach em Krieg
Am 5. ging es morgens auf nach San Francisco. Wir sind an dem Tag den kompletten Weg dorthin gefahren, das geht, aber es dauert dann doch sehr lang (wir kamen erst abends um ca. 21.00 Uhr in SF an), wenn man die Küstenstraße, die natürlich klasse ist, und die man mitnehmen sollte, fährt! Falls man irgendwie die Zeit dafür hat, sollte man den Weg teilen (oder gleich gar nicht in LA halten

), auf dem Weg an der Küstenstraße waren z.B. immer wieder kleine Hotels, Motels o.Ä., von denen man aus vermutlich auch direkt hätte wandern gehen können.
3.) San Francisco
Klasse! Wir waren in ner etwas zweifelhaften Ecke, der Market Street, in nem an sich recht seriösen Hotel (Whitcomb). Die Stadt an sich ist klasse. Fisherman's Wharf, die Golden Gate Bridge (Rundfahrt mit dem Schiff inkl. Fahrt vorbei an Alcatraz lohnt sich), Lombard Street (so ne steile, sehr schöne, kleine Straße, die sehr enge Kurven hat, selbst Taxis fahren da im Schritttempo runter), Painted Ladies und der Golden Gate Park (riesig, sehr schön) fallen mir so spontan noch an.
Hat sich alles gelohnt

Dazu muss man natürlich auf jeden Fall mal mit so nem Cable Car gefahren sein. Falls euch so en Kerl dort irgendwie annuscheln solltet und ihr en Rucksack aufhabt, nehmt den mal nach vorne. Falls er aufhört war das das Problem
Wir waren zwei volle Tage da (+ eben den Tag, an dem wir abends ankamen) und sind dann direkt morgens am dritten Tag weg in Richtung Yosemite Nationalpark.
Man hätte die wichtigsten Sachen zur Not auch in einem Tag sehen können, aber an sich hat das schon gepasst (wäre ansonsten ne ziemliche Rennerei geworden).
4. Yosemite Nationalpark
Die Lodges im Park selbst waren zwar ausgebucht, aber wir hatten relativ kurz vor dem Park war (Cedar Lodge, bei El Portal), von dort aus war der Weg ins Yosemite Valley okay (~25 Minuten Fahrt denk ich mal). Am ersten Tag sind wir zwar noch weg, kamen aber von SF aus erst so um ~4 Uhr ca. an, hatten also abends nur noch wenig Zeit. Sind halt noch schnell reingefahren und haben uns so drei, vier kleine Sachen angeschaut.
Das schönere kam aber am nächsten Tag, da sind wir auf einen der Berge hoch (vom Valley aus). Fragt mich jetzt nicht mehr wie das Ding hieß, für die die schon dort waren, es ist der rechts unten mit den zwei Wasserfällen auf dem Weg

Die Aussicht war teilweise atemberaubend, am ersten Wasserfall sah das schon ganz schick aus, aber beim zweiten wars dann nochmal en gutes Stück besser. Von dort aus hatte man dann ne verdammt gute Sicht in alle möglichen Richtungen.
Überraschenderweise war der Aufstieg da echt ne knackige Angelegenheit, wir waren bei der Geschichte ca. viereinhalb Stunden unterwegs für ~14km (wobei das natürlich deutlich schneller gegangen wäre).
Danach sind wa noch in ne andere Ecke, ziemlich im Süden des Parks ist Mariposa Grove und dort stehen diese GIGANTISCHEN Bäume, die so dick sind, dass man die unten so durchlöchert konnte, dass en Auto durchpasst

Am nächsten Morgen haben wir dann noch den Betreiber der örtlichen Shell Tankstelle aufgesucht, weil unsere Reifen etwas wenig Luft hatten. Er hatte eine äh... etwas zweifelhafte Luftdruckmesseinrichtung und man sah ihm richtig an, dass wir ihm den ganzen Tag versaut haben, als wir ihn da um Hilfe baten (und er gemerkt hat, dass irgendwas an dem Ding im Arsch ist)

Vom Yosemite sind wir dann in Richtung Death Valley und Las Vegas weiter.
5. Death Valley
Wir hatten schon vorher vor, direkt vom Yosemite aus durch das Death Valley zu fahren, dort en paar Sachen anzuschauen und dann direkt weiter nach Las Vegas.
War auch sinnvoll so, wenns nach mir geht

Ich konnt da nich viel mit anfangen. Es war selbst im Oktober noch brütend heiß und da ist halt nichts.
Wir haben am Bad Water Basin angehalten, dort gibts halt Salz und ca. 300ml Wasser und joa soweit so gut

Sind noch en anderen Pfad gefahren und dort en paar Mal angehalten, aber das Gebiet dort hat mir nix gegeben, muss ich ehrlich sagen. War dann froh, als es den anderen auch gereicht hat.
An dem Abend sind wir dann nach LV rein.
6. Las Vegas
Fabulous Las Vegas ist geisteskrank

Wir haben im MGM Grand übernachtet, 6000 Betten oder so, zweitgrößtes Hotel der Welt, en paar hundert Meter weiter steht das größte

Verzockt hab ich dort so gut wie nix lustigerweise, mein Vater hat seine "todsichere" Wette mit auf schwarz/rot setzen und immer verdoppeln, wenn es nicht funktioniert, angewendet. Naja, er hat zumindest nicht viel verloren.
Ansonsten waren wir in ner Show (es gab viel nackte Haut zu sehen

), waren in nem Outlet Center (kaufen sie doch noch das hier für 10 Dollar, dann kriegen sie 40 Dollar zurück

), sind durch en knappes Dutzend Casinos durch, haben uns die Show vor dem Bellagio angeguckt (schick), sind mit ner Achterbahn gefahren (die war geil

), haben auf der Suche nach dem Hofbräuhaus die halbe Stadt umrundet, obwohl es eigentlich nur en Kilometer vom Hotel entfernt ist und teures Bier getrunken.
Las Vegas ist geisteskrank, das muss man so sagen. Obs einem gefällt muss irgendwie jeder für sich wissen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass es mir jetzt auch reicht. Einmal dort gewesen, den ganzen Wahnsinn gesehen und dann ist es auch okay
7. Hoover Damm und Grand Canyon
Nach zwei vollen Tagen (+ abend der Ankunft) ging es dann morgens weiter. Zunächst Richtung Hoover Damm, der ist ohnehin im Prinzip auf dem Weg und ist en schöner Stopp. Der Weg zum Grand Canyon (die östliche Ecke bei Flagstaff in Richtung Norden) hat sich irgendwie wie fast alle Wege als länger erwiesen als vorher gedacht, wodurch wir im Endeffekt blöderweise abends erst nach dem Sonnenuntergang dort ankamen. Dafür haben wir uns dann aber am nächsten Tag von einer sehr guten Stelle aus den Sonnenaufgang angeguckt (dank Oktober geht das sogar so halbwegs mit dem Aufstehen), was sich definitiv gelohnt hat. Nur hätte uns einer vorher sagen sollen, dass es da morgens arschkalt ist

Dort hatten wir dann im Endeffekt leider nicht viel Zeit, wir sind dort noch en Weg oben abgelaufen (runter in den Canyon hätte sich nicht gelohnt) und dann schon wieder zurück zum Auto und weiter Richtung Phoenix, wo wir aber dann nur en kurzen Zwischenaufenthalt hatten (nächster Morgen weiter wieder zurück Richtung LA und dann in den Flieger am Tag danach) und der war eigentlich kaum der Rede wert.
Oooooookay, ich hab schon jede Menge gelabert

So en paar Sachen, die mir noch aufgefallen sind: in LA müssen meiner Ansicht nach fast alle Einwohner den größten Teil des Tages mit der Spitzhacke unterwegs sein und die Straßen der Stadt zerstören, anders ist deren Zustand nicht erklärbar.
65 Meilen sind waaaaaaaaaaaaaaaaaahnsinnig langsam. Amis können tatsächlich gutes Essen machen. Wir waren zweimal Fast Food essen, ansonsten immer Restaurants. Gerade bei den Stopps unterwegs irgendwo mitten im Nichts, wo wir so meist ca. 10 Dollar für ne Hauptspeise ausgegeben haben, war das Essen immer sehr gut.
Im Endeffekt wars zeitlich echt knapp. Wir hätten gerne noch so 3, 4 Tage mehr gehabt, dann hätten wir noch en paar mehr Stopps machen können, zum Beispiel zwischen LA und SF (San Diego hat zum Beispiel leider auch nich mehr geklappt

), so waren wir halt doch recht lang mim Auto unterwegs. Aber so gings auch.
Wetter war übrigens überall super (Sonne + je nach Region 20-40 Grad), außer in LA. Am Anfang und am Ende jeweils Siff und recht kalt.