Habe ihn gerade gesehen und kann damit im Januar schon mehr Kinobesuche verbuchen, als im kompletten letzten Jahr
Der Film lebt aus meiner Sicht sehr stark von seinen starken Bildern, einer sehr gut gelungenen Kameraarbeit und einzelnen (teils brutalen) Szenen, die den Zuschauer komplett vereinnahmen, wenn man sich darauf einlässt.
Die Handlung ist nicht wirklich weltbewegend und man sollte keine großen Dialog erwarten, daher fand ich es nicht wirklich schlimm, dass zumindest die grobe Rahmenhandlung bereits aus den Trailern bekannt war. Ein paar mal wandelt der Film für meinen Geschmack auf einem sehr schmalen Grat, was die Glaubwürdigkeit des Überlebenskampfs von Herrn DiCaprio anbelangt. Da haben mich einige Momente an die Leiden von Frau Croft im Tomb Raider Reboot erinnert und ich bin auch immer noch zwiegespalten, ob man die Star Wars Szene so in den Film einbauen muss.
Schauspielerisch war The Revenant völlig in Ordnung, es ist aber wie schon angesprochen kein Film, bei dem die Akteure durch Dialoge glänzen können. Viel mehr sind es Gesichtsausdrücke und Blicke, mit denen die Schauspieler punkten. Genau so ein Moment hat dann bei mir auch ausgereicht, um mich nach dem Film noch ein paar Minuten in meinen Gedanken zu beschäftigen, während der Abspann lief.
Unterm Strich ist es definitiv kein Popcornkino. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Film nicht bei allen Leuten gut ankommt, da man sich voll auf ihn einlassen muss und gerade im Mittelteil Längen vorhanden sind, was die Handlung betrifft. Trotzdem klare Empfehlung von meiner Seite, handwerklich ist das Gebotene erste Sahne.
@|kiwi| Habe mir jetzt deinen Spoiler auf der letzten Seite durchgelesen. Mein Tipp, sieh dir den Film an, auch wenn die Rahmenhandlung klar ist. Das Ende war für mich eines der Highlights und deine Wette verlierst du
