Ich meinte die Modellierung des Tieres im umfänglichsten Sinn. Aber das geht an meiner Kritik sowieso vorbei. Ich erkenne die Leistung an. Das Vieh sieht klasse aus, bewegt sich toll und versprüht Leben, wo sich andere KI-Begleiter sehr mechanisch anfühlen. Ich verstehe, dass dich das beeindruckt. Mich stören andere Dinge.
Und auch wenn du es lächerlich findest, Crytek inszeniert das Jungdinoverhalten nicht sonderlich gut und viel schlechter als Team Ico, aber die KI-Routinen werden ähnlich sein. Laika (der Dino in Robinson) führt Befehle nicht zuverlässig und nicht exakt aus. Man muss sie manchmal häufiger herbeirufen und sie bewegt sich nicht immer auf die ausgewählte Position, sondern hat da eine gewisse Fehlertoleranz. Mal folgt sie Robin, oft wird sie von anderen Dingen abgelenkt und streift alleine umher. Sie reagiert auf ihre Umwelt und die Umwelt nimmt auch Einfluss auf die Befehle. So brüllt sie z.B. nicht jeden Dino bei Befehl an, weil sie Angst hat. Natürlich gibt es auch obligatorische kooperative Rätsel, Tricks, gescriptete Szenen, sie verschwindet irgendwann, sie sucht und findet ihre Mutter, etc.
Es fehlt bei Laika eine nicht-gescriptete Entwicklung der KI, die ich bei Trico erwarte, aber sonst hat Crytek für ein 4h-VR-Game, das nicht die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Fokus hat, ganz gut vorgelegt und war ambitionierter als für so ein Adventure nötig.
Aber wie auch immer. Es ist nicht das, was ich bei The Last Guardian kritisiere, wobei man bis jetzt auch nur den Anfang des Spiels gesehen hat. Ich hoffe sehr, dass das Spiel seinen geistigen Vorgängern treu bleibt und Anspruch im Gameplay liefert und den Zauber eines SotC versprüht. Dafür muss es aber noch aus dem Gamedesign, das man bisher gesehen hat, imo ausbrechen.