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PS4 The Last Guardian (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das erinnert mich an diese kurze Innovations-Diskussion im "Videospiele - Ich hab die Nase voll"-Thread. Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn wirklich etwas Neues kommt, was komplett anderes, was gänzlich unerwartetes. Aber das passiert einfach alle Jubeljahre und darauf zu hoffen, ist mir zu anstrengend. Fast jede Geschichte wurde in dieser oder einer anderen Form schon einmal erzählt. Fast jeder Charakter wurde so schon einmal geschrieben. Die Kunst für einen guten Film, ein gutes Buch, eine gute Serie liegt für mich darin, dass man gekonnt mit den bekannten Elementen arbeitet. Klischees sind für mich nur dann negative Klischees, wenn sie platt und plakativ in die Waagschale geworfen werden, weil man es so kennt.
 
Der feine Herr hat sich sehr fein ausgedrückt, dies würdige ich mit einem Like und einem Gif.

Auf Ihr Wohl Sir,

giphy.gif
 
Ich habe weder Ico noch SotC gespielt, nur den Fanhype darum mitbekommen.

Auf TLG habe ich schon Bock. Ich werde die Reviews abwarten und meine Erwartungen runterschrauben, dann werde ich bestimmt warm mit dem Spiel. Ich hoffe aber schwer, dass die es am Ende nicht nötig haben einen der beiden zu opfern, um Emotionen zu erzeugen, dass fänd ich etwas billig.
 
Ich erinnere mich da noch an die Diskussion über das mögliche Ende von Uncharted 4 (als es noch nicht erschienen war und man nichts zum Rest der Story wusste).

Viele hielten es für billig oder plakativ, wenn Nate am Ende gestorben wäre. Ich nicht. Warum auch? Zu einem Ende kann auch der Tod gehören, Nate ist nicht unsterblich, Teil 4 soll sowieso das Ende der Reise mit Nate sein, warum darf am Ende nicht auch der Tod stehen?

Die Frage ist für mich in so einem Fall nur, wie es erzählt wird. Wenn ich am Ende mit einem ungläubigen Blick und mit einem Glos im Hals da gesessen hätte, hätte es mich gepackt. So gab es das gewohnte "Alles ist gut"-Ende, was man üblicherweise kennt. Eigentlich ist das mehr vorhersehbar und klischeebehaftet.
 
Ehrlich gesagt langweilt es mich immer über den Sinn von Diskussionen zu diskutieren.

Ich bin jetzt kein großer Team Ico-Fan. Für mich kam die Faszination der Spiele durch die Originalität, was Spieldesign angeht, zustande. Shadow of the Colossus fühlte sich so herrlich unberührt an. Die ganze Zeit lag ein Zauber in der Luft und ich wollte wissen, was sich hinter diesem Mysterium verbirgt. Auch das reduzierte Gameplay trug seinen Teil bei. Trotz der Quantität fühlte sich jeder Kampf episch an und blies das Abenteuer zu einer epochalen persönlichen, wie weltlich bedeutenden Geschichte auf. Das war für mich ein ganz besonderer Titel.

Und bei The Last Guardian sehe ich nichts davon. Ich sehe eine Welt, die eben sehr an die geistigen Vorgänger erinnert. Ich sehe kooperative Rätsel, die sehr an kooperative Rätsel der letzten zwanzig Jahre Gaminggeschichte erinnern und ich sehe eine Beziehung, die ich glaube bereits zu kennen. Das bisherige Material enttäuscht mich dahingehend, auch wenn das natürlich nur ein oberflächlicher Eindruck ist.
 
Ehrlich gesagt langweilt es mich immer über den Sinn von Diskussionen zu diskutieren.

Was läuft denn jetzt falsch an der Diskussion? :ugly:

Du wirfst (d)eine Meinung in den Raum, und darauf wird eingegangen. Es entsteht eine Diskussion, ein Meinungsaustausch.

Wenn du uns nur über deine Meinung informieren möchtest, aber nicht darüber reden, dann solltest du das abschliessend erwähnen. Und selbst dann dürfen sich ja Andere darüber unterhalten.
 
Mich erinnert das bisher gezeigte ja mehr an das großartige Majin. Die Geschichte der beiden war ja auf ihre Art ganz zauberhaft. Wenn es in diese Richtung geht und Ueda dazu noch seinen Stempel draufsetzt, wird das ganz groß.
 
@Zimtzicke

Lies noch mal richtig. Ich habe kein Problem an Diskussionen, wie man merken sollte. Ich habe nur kein Interesse daran, mich bei jeder Meinung dafür rechtfertigen zu müssen, warum ich Medien auseinandernehme oder "seziere", wie ihr es gerne nennt.

Dass Klischees nicht grundsätzlich etwas Schlechtes sind, ist für mich ein Beitrag zur Diskussion. Und das sehe ich auch ein. Nur hat für mich zum Beispiel SotC die Unabhängigkeit von Klischees und die Originalität der Erzählweise das Spiel zu etwas Besonderem gemacht.

Darüber diskutiere ich sehr gerne und von mir aus stundenlang, aber es langweilt mich zunehmend mir von dir und anderen jedes Mal bei einer unpopulären Meinung anhören zu müssen, dass ihr kein Verständnis dafür habt, wie man so tief über Spiele diskutieren kann (oder sie eben seziert, um negativ zu konnotieren). Wissen wa langsam.
 
Meine große Vorfreude auf das Spiel nährt sich nicht unwesentlich aus der langen Wartezeit inkl. der Spekulationen, ob es denn überhaupt noch erscheint etc.
Ich sehe mir auch schon seit Monaten kein Gameplay, Trailer usw. mehr an, muss aber auch gestehen, dass mir das bislang Gesehene gut gefällt, mich aber nicht aus den Socken haut. Wirkt alles ein wenig altbacken. Als wollte man einen Last-Gen-Titel jetzt unbedingt noch veröffentlichen, obwohl er schon angestaubt ist. Trotzdem freue ich mich und werde es spielen!
 
Ist ja auch gut wenn jeder seine Meinung vertritt, ob negativ oder positiv sollte da keine Rolle spielen. Ich kann auch nur für mich persönlich sagen, das mich das Suchen nach jedem noch so kleinen Fehler und die anschließende Diskussion ermüdet. Wo liegt der Sinn jetzt im Vorfeld alles aus dem bisherigen Material rauszulesen, was am fertigen Spiel schlecht werden kann? Natürlich bleibt dies jedem selbst überlassen. Aber diese grundnegative Einstellung, empfinde ich mittlerweile als überaus anstrengend.
 
Und wo liegt der Sinn an den zehn reinen Hype-Postings, Kniefall-Smilies und GotY-Sprüchen, die die einsamen Kritiken umringen? Wir reagieren halt alle auf das gezeigte Material. Und das überwiegend positiv. Aber gut, das war es für mich auch zu dem Thema (also dem Sinn der Kritik). Ich unterhalte mich lieber über Spiele als immer wieder über die Rechtfertigung der Kritik.
 
Ehrlich gesagt langweilt es mich immer über den Sinn von Diskussionen zu diskutieren.
Man kann Team Ico gerne kritisieren. Ico und Colossus sind beide handwerklich durchschnittlich. Ico sicherlich auch gameplay-mechanisch.

Aber The Last Guardian vorzuwerfen, es sei gewöhnlich und wenig originell, entbehrt imo schlicht jeglicher Grundlage. Das Projekt ist in höchstem Maße ambitioniert. Noch nie zuvor hat jemand versucht, ein virtuelles Tier so überzeugend rüberzubringen. Noch nie! Das ist Black & White hoch 10. Das spielerische und emotionale Potential eines solchen virtuellen Wesen ist da.

Ob Ueda das Potential erfolgreich nutzt, sehen wir dann in einem Monat. Aber zumindest die Ambition hinter dem Projekt sollte man respektieren.
 
Man kann Team Ico gerne kritisieren. Ico und Colossus sind beide handwerklich durchschnittlich. Ico sicherlich auch gameplay-mechanisch.

Aber The Last Guardian vorzuwerfen, es sei gewöhnlich und wenig originell, entbehrt imo schlicht jeglicher Grundlage. Das Projekt ist in höchstem Maße ambitioniert. Noch nie zuvor hat jemand versucht, ein virtuelles Tier so überzeugend rüberzubringen. Noch nie! Das ist Black & White hoch 10. Das spielerische und emotionale Potential eines solchen virtuellen Wesen ist da.

Ob Ueda das Potential erfolgreich nutzt, sehen wir dann in einem Monat. Aber zumindest die Ambition hinter dem Projekt sollte man respektieren.

Tue ich das nicht? Ich habe erklärt, warum für mich das Material nicht den Impact hat. Dass das Tier von mir aus authentisch modelliert ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem habe ich nie widersprochen.
Gibt für mich aber Wichtigeres und medienübergreifend ist das erst einmal ein übliches Thema, während SotC auf allen Ebenen einzigartig war.

Ist aber nur mein Ersteindruck vom gezeigten Material. Vielleicht - und ich hoffe es - kombiniert Ueda die Beziehung mit überraschenden, eigenen Elementen und lässt sie clever in das Coop-Gameplay einfließen. Das traue ich dem Studio durchaus zu.
 
Tue ich das nicht? Ich habe erklärt, warum für mich das Material nicht den Impact hat. Dass das Tier von mir aus authentisch modelliert ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem habe ich nie widersprochen.
Gibt für mich aber Wichtigeres und medienübergreifend ist das erst einmal ein übliches Thema, während SotC auf allen Ebenen einzigartig war.
Eine letzte Anmerkung. Das Tier ist nicht bloß authentisch modelliert, sondern zum Leben erweckt (KI). Außer Videospielen sind andere Medien dazu überhaupt nicht in der Lage.
 
Ich meinte die Modellierung des Tieres im umfänglichsten Sinn. Aber das geht an meiner Kritik sowieso vorbei. Ich erkenne die Leistung an. Das Vieh sieht klasse aus, bewegt sich toll und versprüht Leben, wo sich andere KI-Begleiter sehr mechanisch anfühlen. Ich verstehe, dass dich das beeindruckt. Mich stören andere Dinge.

Und auch wenn du es lächerlich findest, Crytek inszeniert das Jungdinoverhalten nicht sonderlich gut und viel schlechter als Team Ico, aber die KI-Routinen werden ähnlich sein. Laika (der Dino in Robinson) führt Befehle nicht zuverlässig und nicht exakt aus. Man muss sie manchmal häufiger herbeirufen und sie bewegt sich nicht immer auf die ausgewählte Position, sondern hat da eine gewisse Fehlertoleranz. Mal folgt sie Robin, oft wird sie von anderen Dingen abgelenkt und streift alleine umher. Sie reagiert auf ihre Umwelt und die Umwelt nimmt auch Einfluss auf die Befehle. So brüllt sie z.B. nicht jeden Dino bei Befehl an, weil sie Angst hat. Natürlich gibt es auch obligatorische kooperative Rätsel, Tricks, gescriptete Szenen, sie verschwindet irgendwann, sie sucht und findet ihre Mutter, etc.

Es fehlt bei Laika eine nicht-gescriptete Entwicklung der KI, die ich bei Trico erwarte, aber sonst hat Crytek für ein 4h-VR-Game, das nicht die Beziehung zwischen Mensch und Tier im Fokus hat, ganz gut vorgelegt und war ambitionierter als für so ein Adventure nötig.

Aber wie auch immer. Es ist nicht das, was ich bei The Last Guardian kritisiere, wobei man bis jetzt auch nur den Anfang des Spiels gesehen hat. Ich hoffe sehr, dass das Spiel seinen geistigen Vorgängern treu bleibt und Anspruch im Gameplay liefert und den Zauber eines SotC versprüht. Dafür muss es aber noch aus dem Gamedesign, das man bisher gesehen hat, imo ausbrechen.
 
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