Terminator Salvation
Ich liebe Terminator. Und wenn ich sage Terminator, dann meine ich den ersten Film und sonst gar nichts. T2 ist ok, aber ich bitte euch: Ein quengelnder Milchbubi als Hauptfigur, Arnie als comic relief anstatt als erschreckende Todesmaschine, Sarah Connor als verbitterte alte Schachtel und nicht mehr als aufregendes junges 80er Jahre Girlie... Vom unsäglichen Teil 3 und dem TT (Titten-Terminator) mal ganz zu schweigen und TV Serie wie auch Christian Bales OneManShow in Teil 4 existieren für mich gar nicht. Nene, Teil 1 ist der Terminator. Arnie ballert eine ganze Polizeistation nieder und Menschen haben nackt Sex. Das ist ein Film nach meinem Geschmack. Ein Spiel nach meinem Geschmack ist Gears of War (zu schade, dass die entsprechende Konsole nicht lange genug durch hält, um es zu Ende zu spielen, aber egal). Jedes Spiel, das Gears of War nahe kommt, müsste der Rechnung zu Folge also ebenso nach meinem Geschmack sein. Richtig? Natürlich nicht.
Terminator: Jetzt für alle
Terminator Salvation ist das Spiel zum nicht existenten Film mit Batman Bale und erzählt... nicht viel. Connor und seine Leute laufen durch LA, um einem SOS Ruf zu folgen und schießen dabei auf Roboter. Connor selbst sieht für den Führer des Widerstandes schon sehr mickrig aus und auch seine leere, nichts sagende Stimme zeigt keinerlei Autorität oder Stärke. Oder Persönlichkeit oder irgendwas. Auch die übrigen Charaktere bleiben so farblos, dass man sie auf einem Schwarz-Weiß-Fernseher gar nicht mehr sehen würde. In einer Szene stolpert ein Soldat dank USK 16 ohne jeden Hauch von sichtbarer Verletzung, aber anscheinend trotzdem tödlich getroffen über die Landschaft und versetzt das Team in Angst und Schrecken. Zu Recht sind alle geschockt, denn wie gesagt ist dank der jugendfreien Darstellung für den Zuschauer überhaupt nicht zu erkennen, warum es dem Soldaten so schlecht gehen sollte. Zweitens ist es schwer Verständnis aufzubringen für die emotionale Aufgelöstheit des Teams. "Sam, warum hast du nichts gesagt?", weint eine der Damen. Sam? Wer ist Sam? War der schon die ganze Zeit im Team? Jetzt ist er tot? Ähm... ok. Und nun? Soll ich jetzt kurz trauern über den Verlust eines generischen Soldaten, von dem bis ich zu dieser Szene nicht mal wusste, dass es ihn gibt? Mindestens genauso schön ist die Szene, in der eine der Tusen auf einen angeblichen Widerstandskämpfer zugeht. Dieser Widerstandskämpfer ist knappe 2 Meter groß, bewegt sich behäbig, ja fast schon roboterhaft und trägt eine Gatlinggun am Arm. Seht ihr, so in etwa wie die T600. Außerdem glühen seine Augen rot und oh, SEIN MUND IST AUS METALL!!!! Wirklich? Das war nicht von weitem zu erkennen? Ich hab's gesehen, wieso nicht ihr? Verdammt noch mal, Bugs Bunny ist besser getarnt, wenn er sein Kleid überstülpt, um Elmer Fudd auszutricksen. Keine Geschichte, keine Handlung, keine Charaktere, keine Wendungen, keine Emotionen... ebenso wie der vierte Film ist die Story in Terminator Salvation... nicht existent.
Gears of War minus Story minus Gameplay minus Grafik minus Stil ergibt...
Gameplay technisch ist TS Gears of War in schlecht. Ihr bewegt euch durch lineare, ständig gleich aussehende Level, in denen wahllos Autos und Überreste von Häusern abgestellt wurden, damit ihr hinter ihnen in Deckung gehen und auf Roboter zielen könnt. Letzteres tut ihr mit einigen der schwächsten Waffen, die man je in einen Shooter gesehen hat. Ob Shotgun, Assaultrifle oder Granatapfelwerfer, nichts hat einen anständigen Rumms. Rückstoß ist komplett eliminiert, die Waffen klingen wie Spielzeug und haben in etwa diese Wirkung. Mit Ausnahme der "Wespen" sind eure Wummen eh nahezu wirkungslos. Die T600 müssen mit schwerem Geschoss besiegt werden und die Spinnen können nur von hinten erledigt werden. Hier merkt man auch, wie sehr das Spiel auf Coop ausgelegt ist, denn diese Spinnen, die den Löwenanteil der Gegner ausmachen, müssen abgelenkt und flankiert werden. Nur ist es alleine, recht schwer, Gegner abzulenken UND zu flankieren. In der Regel ist es hier Glückssache, ob ihr mal zufällig einen Gegner von hinten erwischt, wenn er euch mal kurzzeitig in Ruhe lässt oder ob einer eurer KI Partner mal ausnahmsweise einen Treffer landet. Ihr werdet viele Granaten an diesen Spinnen verschwenden, einfach nur, um die Kämpfe nicht unnötig lang zu machen. Ein Sprintbutton hätte auch geholfen.
Erwähnte ich, dass das Zielen eine Katastrophe ist? Das Fadenkreuz glitscht und zischt über den Bildschirm, aber richtiges genaues Zielen ist nahezu unmöglich. Das macht die ansonsten eher harmlosen Wespen extrem nervig. Bossfights gibt es praktisch keine, das einzige, was ab und an kommt ist ein so genannter HK, der immer da angreift, wo tonnenweise Raketenwerfer rumliegen und der immer schön im selben Rhythmus angreift, sodass man Raketen im Vorfeld abfeuern kann und der HK selber reinfliegt. Und hier liegt der Knackpunkt des Spiels.
Wie süß, er will mich auslöschen.
Seht ihr, Terminator 1 hat es hervorragend geschafft, diese Unaufhaltsamkeit, die Unbezwingbarkeit des T800, diese, in Ermangelung eines deutschen Wortes, relentlessness zu verdeutlichen. Nichts konnte ihn stoppen, selbst halb zerstört, selbst zu 90% zerquetscht verfolgt er unerbittlich sein Ziel. Nichts und niemand ist ihm gewachsen.
In Terminator Salvation reichen ein paar Granaten oder eine gute Salve aus einem stationären Gewehr. Es fehlt die Angst vor den Maschinen. Es fehlt das Gefühl, die unterlegene Partei zu sein. Alles, was kommt, wird zu Klump geschossen. Also wo ist das Problem? Wo ist das ein Kampf, den "wir nicht gewinnen können?" In allen Gefechten bis hier her haben wir ziemlich gut ausgesehen. Im Gegenteil, sowie wir im späteren Verlauf des Spiels eine der vielen on-rails Szenen mit unseren stationären Geschützen haben, ballern wir den Robotern ziemlich die Hucke voll. Es wird immer von der Hoffnungslosigkeit gefaselt, aber wenn 99% des Gezeigten das genaue Gegenteil verdeutlicht, nützen irgendwann die besten Beteuerungen nichts mehr. Und wenn man die gezeigte Action immer wieder durch schlechte Dialoge relativieren muss, um beim Zuschauer/Spieler die beabsichtige Atmosphäre zu erzeugen, dann haben Designer, Autoren und Storyboardartists gleichermaßen versagt.
Versagen mag man den Grafikern nicht vorwerfen können, übertriebenen Enthusiasmus aber auch nicht. Die Level sind linear, abwechslungsarm, Lichteffekte sind schwach, die Charaktere wirken künstlich und eher puppen-mäßig, nie jedoch wie echte Menschen. Ebenso leblos wirken auch die Gegner und Roboter leblos aussehen zu lassen ist schon eine Kunst für sich. Arnie hat jedenfalls einen wesentlich besseren Eindruck gemacht. Die Musik gefällt nur, wenn das Terminator Thema gespielt wird, ansonsten gibt es nur lahmes Gedudel. Die Soundeffekte hingegen gefallen nie, selten habe ich so lahme und schwache Waffeneffekte erdulden müssen. Voiceacting ist in Ordnung, aber nicht berühmt. Im wahrsten Sinne nicht, denn Christian Bale ist MIA.
Dass das Game nur schlappe 3-4 Stunden kurz ist und trotz Coop Ausrichtung nur offline spielbar ist, macht den Kohl nicht mehr fett. Es zeigt aber, wie wenig Bock die Entwickler wirklich hatten. Bei Wanted hatte man es wenigstens noch mit Bonusmodi versucht und guten Willen gezeigt.
Erlöse mich!
Terminator Salvation ist DAS perfekte Beispiel eines Cash-ins. Ohne jeden Hauch von Interesse hauen die Entwickler einen blitzartig zusammen geschusterten 08/15 Shooter auf den Markt, der außer dem Namen eines nicht existenten Films rein gar nichts zu bieten hat. Schwache Waffen, langweilige Gegner, pfützentiefe Story, ein reines Standardgameplay noch dazu mies umgesetzt und wenig beeindruckende Technik hinterlassen ein Spiel, das schwerlich noch das Geld für die Leihe wert ist.
Ich liebe Terminator. Und wenn ich sage Terminator, dann meine ich den ersten Film und sonst gar nichts. T2 ist ok, aber ich bitte euch: Ein quengelnder Milchbubi als Hauptfigur, Arnie als comic relief anstatt als erschreckende Todesmaschine, Sarah Connor als verbitterte alte Schachtel und nicht mehr als aufregendes junges 80er Jahre Girlie... Vom unsäglichen Teil 3 und dem TT (Titten-Terminator) mal ganz zu schweigen und TV Serie wie auch Christian Bales OneManShow in Teil 4 existieren für mich gar nicht. Nene, Teil 1 ist der Terminator. Arnie ballert eine ganze Polizeistation nieder und Menschen haben nackt Sex. Das ist ein Film nach meinem Geschmack. Ein Spiel nach meinem Geschmack ist Gears of War (zu schade, dass die entsprechende Konsole nicht lange genug durch hält, um es zu Ende zu spielen, aber egal). Jedes Spiel, das Gears of War nahe kommt, müsste der Rechnung zu Folge also ebenso nach meinem Geschmack sein. Richtig? Natürlich nicht.
Terminator: Jetzt für alle
Terminator Salvation ist das Spiel zum nicht existenten Film mit Batman Bale und erzählt... nicht viel. Connor und seine Leute laufen durch LA, um einem SOS Ruf zu folgen und schießen dabei auf Roboter. Connor selbst sieht für den Führer des Widerstandes schon sehr mickrig aus und auch seine leere, nichts sagende Stimme zeigt keinerlei Autorität oder Stärke. Oder Persönlichkeit oder irgendwas. Auch die übrigen Charaktere bleiben so farblos, dass man sie auf einem Schwarz-Weiß-Fernseher gar nicht mehr sehen würde. In einer Szene stolpert ein Soldat dank USK 16 ohne jeden Hauch von sichtbarer Verletzung, aber anscheinend trotzdem tödlich getroffen über die Landschaft und versetzt das Team in Angst und Schrecken. Zu Recht sind alle geschockt, denn wie gesagt ist dank der jugendfreien Darstellung für den Zuschauer überhaupt nicht zu erkennen, warum es dem Soldaten so schlecht gehen sollte. Zweitens ist es schwer Verständnis aufzubringen für die emotionale Aufgelöstheit des Teams. "Sam, warum hast du nichts gesagt?", weint eine der Damen. Sam? Wer ist Sam? War der schon die ganze Zeit im Team? Jetzt ist er tot? Ähm... ok. Und nun? Soll ich jetzt kurz trauern über den Verlust eines generischen Soldaten, von dem bis ich zu dieser Szene nicht mal wusste, dass es ihn gibt? Mindestens genauso schön ist die Szene, in der eine der Tusen auf einen angeblichen Widerstandskämpfer zugeht. Dieser Widerstandskämpfer ist knappe 2 Meter groß, bewegt sich behäbig, ja fast schon roboterhaft und trägt eine Gatlinggun am Arm. Seht ihr, so in etwa wie die T600. Außerdem glühen seine Augen rot und oh, SEIN MUND IST AUS METALL!!!! Wirklich? Das war nicht von weitem zu erkennen? Ich hab's gesehen, wieso nicht ihr? Verdammt noch mal, Bugs Bunny ist besser getarnt, wenn er sein Kleid überstülpt, um Elmer Fudd auszutricksen. Keine Geschichte, keine Handlung, keine Charaktere, keine Wendungen, keine Emotionen... ebenso wie der vierte Film ist die Story in Terminator Salvation... nicht existent.
Gears of War minus Story minus Gameplay minus Grafik minus Stil ergibt...
Gameplay technisch ist TS Gears of War in schlecht. Ihr bewegt euch durch lineare, ständig gleich aussehende Level, in denen wahllos Autos und Überreste von Häusern abgestellt wurden, damit ihr hinter ihnen in Deckung gehen und auf Roboter zielen könnt. Letzteres tut ihr mit einigen der schwächsten Waffen, die man je in einen Shooter gesehen hat. Ob Shotgun, Assaultrifle oder Granatapfelwerfer, nichts hat einen anständigen Rumms. Rückstoß ist komplett eliminiert, die Waffen klingen wie Spielzeug und haben in etwa diese Wirkung. Mit Ausnahme der "Wespen" sind eure Wummen eh nahezu wirkungslos. Die T600 müssen mit schwerem Geschoss besiegt werden und die Spinnen können nur von hinten erledigt werden. Hier merkt man auch, wie sehr das Spiel auf Coop ausgelegt ist, denn diese Spinnen, die den Löwenanteil der Gegner ausmachen, müssen abgelenkt und flankiert werden. Nur ist es alleine, recht schwer, Gegner abzulenken UND zu flankieren. In der Regel ist es hier Glückssache, ob ihr mal zufällig einen Gegner von hinten erwischt, wenn er euch mal kurzzeitig in Ruhe lässt oder ob einer eurer KI Partner mal ausnahmsweise einen Treffer landet. Ihr werdet viele Granaten an diesen Spinnen verschwenden, einfach nur, um die Kämpfe nicht unnötig lang zu machen. Ein Sprintbutton hätte auch geholfen.
Erwähnte ich, dass das Zielen eine Katastrophe ist? Das Fadenkreuz glitscht und zischt über den Bildschirm, aber richtiges genaues Zielen ist nahezu unmöglich. Das macht die ansonsten eher harmlosen Wespen extrem nervig. Bossfights gibt es praktisch keine, das einzige, was ab und an kommt ist ein so genannter HK, der immer da angreift, wo tonnenweise Raketenwerfer rumliegen und der immer schön im selben Rhythmus angreift, sodass man Raketen im Vorfeld abfeuern kann und der HK selber reinfliegt. Und hier liegt der Knackpunkt des Spiels.
Wie süß, er will mich auslöschen.
Seht ihr, Terminator 1 hat es hervorragend geschafft, diese Unaufhaltsamkeit, die Unbezwingbarkeit des T800, diese, in Ermangelung eines deutschen Wortes, relentlessness zu verdeutlichen. Nichts konnte ihn stoppen, selbst halb zerstört, selbst zu 90% zerquetscht verfolgt er unerbittlich sein Ziel. Nichts und niemand ist ihm gewachsen.
In Terminator Salvation reichen ein paar Granaten oder eine gute Salve aus einem stationären Gewehr. Es fehlt die Angst vor den Maschinen. Es fehlt das Gefühl, die unterlegene Partei zu sein. Alles, was kommt, wird zu Klump geschossen. Also wo ist das Problem? Wo ist das ein Kampf, den "wir nicht gewinnen können?" In allen Gefechten bis hier her haben wir ziemlich gut ausgesehen. Im Gegenteil, sowie wir im späteren Verlauf des Spiels eine der vielen on-rails Szenen mit unseren stationären Geschützen haben, ballern wir den Robotern ziemlich die Hucke voll. Es wird immer von der Hoffnungslosigkeit gefaselt, aber wenn 99% des Gezeigten das genaue Gegenteil verdeutlicht, nützen irgendwann die besten Beteuerungen nichts mehr. Und wenn man die gezeigte Action immer wieder durch schlechte Dialoge relativieren muss, um beim Zuschauer/Spieler die beabsichtige Atmosphäre zu erzeugen, dann haben Designer, Autoren und Storyboardartists gleichermaßen versagt.
Versagen mag man den Grafikern nicht vorwerfen können, übertriebenen Enthusiasmus aber auch nicht. Die Level sind linear, abwechslungsarm, Lichteffekte sind schwach, die Charaktere wirken künstlich und eher puppen-mäßig, nie jedoch wie echte Menschen. Ebenso leblos wirken auch die Gegner und Roboter leblos aussehen zu lassen ist schon eine Kunst für sich. Arnie hat jedenfalls einen wesentlich besseren Eindruck gemacht. Die Musik gefällt nur, wenn das Terminator Thema gespielt wird, ansonsten gibt es nur lahmes Gedudel. Die Soundeffekte hingegen gefallen nie, selten habe ich so lahme und schwache Waffeneffekte erdulden müssen. Voiceacting ist in Ordnung, aber nicht berühmt. Im wahrsten Sinne nicht, denn Christian Bale ist MIA.
Dass das Game nur schlappe 3-4 Stunden kurz ist und trotz Coop Ausrichtung nur offline spielbar ist, macht den Kohl nicht mehr fett. Es zeigt aber, wie wenig Bock die Entwickler wirklich hatten. Bei Wanted hatte man es wenigstens noch mit Bonusmodi versucht und guten Willen gezeigt.
Erlöse mich!
Terminator Salvation ist DAS perfekte Beispiel eines Cash-ins. Ohne jeden Hauch von Interesse hauen die Entwickler einen blitzartig zusammen geschusterten 08/15 Shooter auf den Markt, der außer dem Namen eines nicht existenten Films rein gar nichts zu bieten hat. Schwache Waffen, langweilige Gegner, pfützentiefe Story, ein reines Standardgameplay noch dazu mies umgesetzt und wenig beeindruckende Technik hinterlassen ein Spiel, das schwerlich noch das Geld für die Leihe wert ist.


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