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Stuttgart 21

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Darko schrieb:
- ohne Worte -

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=vDBSk_KKisU[/vid]

Bin ich eigentlich der Einzige, der der Meinung ist, dass sich in mindestens 90% der gezeigten Szenen die Polizei eigentlich nur verteidigt bzw. mit möglichst wenig Gewalt Menschen wegträgt? :?

Ich meine, in den Szenen wo die Polizei "zuschlägt", schlagen die auf Hände die versuchen eine Absperrung der Polizei (!) wegzureissen. In der selben Situation benützen die Polizisten auch Pfefferspray, als sie es nicht schaffen, nur mit Körpereinsatz die Absperrung zu schützen.

Auch in einer anderen Szene nützen die Polizisten die von einer zahlenmäßig weit überlegenen Menschenmenge eingekesselt sind, das Pfefferspray dazu, sich gegen einzelne (ich nenne sie mal) "Angreifer" zu wehren, die sich von verschiedenen Seiten den eingekesselten Polizisten immer wieder nähern.

Und auch die Szene wo Demonstranten von einem Polizeifahrzeug gezogen werden müssen... wieso klettert man bitte auf ein Polizeifahrzeug?

Ich meine, wenn ich jetzt hier in Graz in der Nacht irgendwo eine Polizeiabsperrung wegreisse, auf ein Polizeiauto klettere, mich den Anweisungen der Polizei widersetze, dort runtergezogen werden muss, mich weigere weg zu gehen und weg getragen werden muss und mich dabei noch wehre... dann würden doch die meisten Leute sagen, dass mein Verhalten unmöglich ist und das Vorgehen der Polizei völlig gerechtfertigt.

Aber irgendwie scheinen viele Leute der Ansicht zu sein, dass DIESE Leute in dem Video das dürften. Weil die mehr sind? Weil die damit ein politisches Anliegen vertreten?

Sorry, aber in einer Demokratie löst man politische Fragen durch Abstimmungen, Diskussionen ect. und NICHT durch Gewalt, wie diese Demonstranten in dem Video das offenbar versucht haben.

Und ja, das Besetzen eines Ortes den die Polizei räumen muss IST ein Akt von Gewalt (nicht Gewalt im Sinne des umgangssprachlichen "Hinhauens", sonder im weiteren Sinne von "Zwang ausüben"). Denn diese Leute üben damit einen Zwang auf diejenigen aus, die sie dort durch ihre (unerlaubte) Anwesenheit schädigen und in deren Freiheiten beschneiden.

Ich meine, selbst wenn ich total gegen S21 wäre (und es mir nicht ziemlich egal wäre :ulgy:) würde ich ein solches Vorgehen wie das der Demonstranten nicht gut heißen.

Was jetzt nicht heißen soll, dass ich ein Spaßverderber bin und nicht verstehen kann, dass es sehr viel Spaß machen kann, dort im Schutz der relativ großen Gruppe mal Randale zu machen und sich mal mit der Polizei anzulegen.

Nur sehe ich für dieses Vorgehen keinerlei rechtliche oder moralische Legitimation (wie gesagt, das Gewaltmonopol hat in einer Demokratie zu Recht der Staat), so dass keiner der im Zuge einer solchen Aktion dann Pfefferspray ins Gesicht bekommt von mir eine Portion Mitleid bekommt.
 
Gerri schrieb:
pil schrieb:
Weils eine Randgruppe betrifft denen man Unrecht in aller Regel wünscht. Den Linken, den Punks, den Hausbesetzern, den 1 Mai Demonstranten. Klar ist es cool dass normale Stuttgarter "die Welt ist toll" Bürger betroffen hat und nicht immer nur die Außenseiter. Aber glaub mir, zum 1 Mai werdens die gleichen Leute die sich heute darüber aufregen sich freuen, wenn die Linken wieder was auf die Fresse bekommen.

Naja zum 1.Mai hat das imo auch seine Berechtigung das die da ordentlich was abbekommen, die legen ja ganz Stadtteile schon fast in Schutt und Asche.....

sehe ich genauso, wer randalierend durch die Straßen zieht, Autos anzündet und Steine wirft muß davon abgehalten werden. Wenn diese Linken und Punks eben mit Gewalt gegen Polizisten vorgehen (und die Stadt verwüsten z.B. Geschäfte plündern) müssen sie verhaftet und dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn die nicht hören können, muß sich die Polizei eben auch mit Gewalteinsatz durchsetzen dürfen (wobei dies deutlich weniger Gewalt ist als von den Demonstranten ausgeht).


so und im Schlosspark Stuttgart wurden nach meinem Wissen keine Autos angezündet, Steine geworfen oder Geschäfte geplündert...



back to topic:
Die Schlichtungsgespräche unter Geißler scheinen ja wohl sehr unproduktiv zu sein, da die "pro S21" Fraktion einfach überhaupt nicht offen ist für die sachliche Kritik am Großvorhaben:nein:
 
mappus hat NICHTS aus S21 gelernt, er geht beim neubau eines wasserwerks wieder genauso vor wie bei S21:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,728998,00.html

ich bin ja auch für moderne wasserkraftwerke, aber der mappus versucht ja nicht mal nach ner möglichkeit zu suchern, wie man das alte denkmalgeschützte gebäude retten kann.:roll: auf den petitionsausschuss zu warten geht natürlch mal garnicht.
 
lüsterneLINDA schrieb:
ich bin ja auch für moderne wasserkraftwerke, aber der mappus versucht ja nicht mal nach ner möglichkeit zu suchern, wie man das alte denkmalgeschützte gebäude retten kann.:roll: auf den petitionsausschuss zu warten geht natürlch mal garnicht.

Ich denke bei der Sache ist dem hier nichts hinzuzufügen:

Die "emissionsfreie Erzeugung von Strom" bilde die "Grundlage für den wirtschaftlichen Wohlstand unseres Landes". Und das sei nun einmal wichtiger als jeder Denkmalschutz.

Jeder der aus Denkmalschutz-Gründen den Erhalt eines ungenutzten Bauwerks quer durch einen Fluss befürwortet, sollte vielleicht noch einmal die Umweltauswirkungen und die Kosten für den Erhalt berücksichtigen.
 
Es geht beim Denkmalschutz ja auch nicht (primär) um Schönheit, sondern darum das historische Erbe, in diesem Falle ein gutes Beispiel für frühe Energiegewinnung, zu wahren.

Wobei ich wie gesagt auch bezweifle, ob der Aufwand hier angemessen wäre.
 
Ich finde das nicht mal hässlich. Wer hier glaubt, ein neues Wasserkraftwerk würde schöner als das historische sein... niemals. Betonklotz mit viel Glas denk ich.
 
lieber nasreddin gegen ein modernes kraftwerk bin ich ja auch nicht, aber muss man deshalb wie bei S21 gleich wieder tatsachen sprechen lassen, ohne andere ideen sich auch nur mal anzuhören?

muss man das neue kraftwerk denn gerade da bauen?

der mappus hat nur nen ohr für die mit kohle, der enbw ist es am einfachsten das alte ding abzureisen, also setzt das mappus auch so um. sich der bevölkung ihre meinungen und ideen anhören ist da total überflüssig. das geld hat die entscheidungen ja eh schon gefällt.:roll:

ich hoffe er lässt sich das alles auch gut bezahlen, denn bald ist mit dieser geldquelle schluss für ihn. denn die sprudelt nur so lange wie er auch macht hat.

und denkmalschutz ist in deutschland er der größte scheiß. ist man besitzer eines denkmalgeschützten haus, hat man oft die arschkarte gezogen, weil man nichts mehr selbst entscheiden kann, obwohl der staat dann wiederum mit denkmalgeschützten gebäuden macht was er will.:roll:
 
lüsterneLINDA schrieb:
lieber nasreddin gegen ein modernes kraftwerk bin ich ja auch nicht, aber muss man deshalb wie bei S21 gleich wieder tatsachen sprechen lassen, ohne andere ideen sich auch nur mal anzuhören?

Ich glaube nicht, dass die hervorgehobene Passage der Wahrheit entspricht. Dass Ideen, Einwendungen und Bedenken aus der Bevölkerung im Planungsprozess ignoriert würden, ist eine unhaltbare Behauptung. Jeder, der mal einen Blick auf ein beliebiges Baugenehmigungsverfahren geworfen hat, sieht wie stark jede einzelne Stellungnahme von Bürgern berücksichtigt werden muss und auch wird.

Wie stark die Vorschläge dann wirklich in die Entscheidung einfließen, ist eine andere Frage. Aber dass sich damit niemand befasst und das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeprügelt wird, ist schlicht und ergreifend nicht wahr und auch rechtlich gar nicht möglich. Da können Spiegel und Co noch so viel Stimmung machen.

Im übrigen gibt es noch rechtliche Rahmenbedingungen was ich mit meinem Gebäude/ Grundstück machen darf. Zum Glück ist es nicht so, dass die Mehrheit der Bevölkerung über die Gestaltung meiner Immobilie entscheidet.
 
bahn muss nachweisen, dass s21 die spitzenzeiten bewältigen kann, die fläche, die entseht muss für wohnungen für familien und kinder bezahlbar bebaut werden und die bäume im park sollen stehen bleiben, es sei denn, sie sind krank (haha...)
 
Diese ganze Kacke geht mir (bin Schwabe und krieg es deshalb hautnah mit alles) sowas von auf den Geist. Die sollen das Teil einfach bauen, alles andere ist doch sowieso nicht mehr möglich, ich weiß echt nicht was da rumgemacht wird. Die ganzen Nulpen, die immer gegen Stuttgart21 rumbrüllen haben anscheinend sowieso einen derart begrenzten Horizont, dass sie sich nicht bewusst sind, dass an dem Projekt über die nächsten jahre hinweg tausende von Arbeitsplätzen hängen. Aber an sowas denkt natürlich kein Mensch. Die ganzen Proteste seit Monaten kosten auch ein Haufen Geld durch die Polizeieinsätze etc., dadurch wird alles noch teurer, aber das blicken die meisten ja auch nicht.
 
Bei vielen Protestlern geht es doch sowieso nicht hauptsächlich um die Sache ansich, für sie ist S21 eben ein gutes Ventil, um ihrer persönlichen Unzufriedenheit mit Politik und Gesellschaft Ausdruck zu verleihen, denn damals, als das Projekt vorgestellt, beschlossen und geplant wurde, da konnte man die Leute, die damit nicht einverstanden waren, an einer Hand abzählen. Und das die Kosten steigen war auch schon seit langem bekannt, nicht erst seit Baubeginn, als plötzlich alle meinten, sie müsste dagegen demonstrieren, was ansich ja eigentlich schon absurd genug ist.
 
Das ist doch wie wenn wir ankommen würden und sagen würden, ab jetzt gibts konsolentreff +, ohne Werbung für Stammuser.

Stuttgart 21 + :wand: Ich bin für Deutschland -
 
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