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KT Spieletagebuch - SHENMUE

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Insert Disc 2
Knapp zwei Stunden gespielt


Auch wenn ein Smiley grinst ... ich bin gelangweilt

Die Ortschaft, in dem „Warehouse 8“ liegt, wurde gefunden. Durch ein Gespräch mit einer alten Dame konnte ich erfahren, dass ich mit einem Bus dorthin fahren muss. Nach einem CD-Wechsel fuhr der Bus zu einem Hafengebiet, in dem viele Lagerhäuser stehen. Erwähnenswert ist die verdammt gelungene Ankunftsmusik. Ein Traum für meine Ohren. Bevor ich mit der Suche nach „Warehouse 8“ beginnen konnte, vernahm Ryo Kampfgeräusche und mischte sich in einem Kampf ein, wo zwei Typen einen jungen Mann verprügelten. Durch QuickTime musste man sie locker gekonnt auseinandernehmen, doch wie beim vorherigen QT bekam ich wieder zuerst eine aufs Maul, bevor ich es erneut versuchen musste. Irgendwie bin ich zu blöd, zu langsam oder einfach mittlerweile zu alt für diese QTE. Was mir wieder extrem, wirklich extrem am Keks geht, dass ich wieder sehr lange warten muss(te), bis die Zeit vergeht, um ein gewisses Event zu starten. Warehouse 8 wurde gefunden, zumindest glaubten wir (Ryo und ich) das und mussten überrascht feststellen, dass dieses Lagerhaus das falsche war. Es gibt nämlich noch ein anderes „Warehouse 8“, welches ich aber erst am Abend besuchen bzw. infiltrieren kann. Wie schon gesagt, mir geht das Warten in Höchstnoten am Arsch. Es liegt einfach an der Zeit an sich. 15 Minuten oder länger warten, bis man endlich weiter machen kann, ist für heute einfach ein „no-go“. Währenddessen schreibe ich z.B. gerade diesen Spielebericht, weil ich sonst nicht wüsste, was ich tun soll. Wenn ich bedenke, was ich alles noch Spielen „muss“ und was für andere Dinge ich noch nachgehen sollte, dann fühlt sich es gerade etwas wie Zeitverschwendung an. Shenmue ist nach wie vor das Spiel, welches ich aufgrund meiner damaligen Emotionen beim Spielen ewig lieben werde, doch so wie es sich jetzt für mich anfühlt, ist es reines Arbeiten ohne zielführenden Spaß.

Und während ich gerade diese Zeilen tippe, sehe ich über ein paar Containern die Sonne untergehen. Es sieht richtig schön atmosphärisch aus, aber macht das Fett auch nicht mehr wett. Moment, es wird gerade dunkel im Spiel, ich glaube, ich kann weiterzocken. Ich muss den Laptop weglegen.

Ok, es ging doch noch nicht weiter. Jetzt surfe ich mal eine Runde im Internet …

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Master Chen

So, wir durften Master Chen und seinen abgeleckten Sohn (Anzugträger mit bösem Blicken) kennenlernen, nachdem wir bei einigen Wachposten vorbeischleichen mussten und uns ins „Warehouse 8“ begaben. Die Geschichte nimmt so langsam auch endlich Fahrt auf und die „Mirrors“ kriegen langsam Bedeutung. Chen hat uns verraten, dass die „Mirrors“ von Ryos Vater und noch so einem Typen aus China mitgenommen wurden. Was die können oder für was die gut sind, ist bis dahin noch immer nicht klar. Chen ist im Übrigen ein Freund eines Freundes von Ryos Vater. Ryo wurde beauftragt den zweiten Spiegel zu finden, der sich in seinem Haus befinden soll. Ich habe das Spiel zwar einige Male durchgespielt, konnte mich aber echt nicht mehr erinnern, wo sich dieser Spiegel befindet. Belustigend fand ich es, als ich ein Virtua Fighter Poster oder auch SEGA Batterien gefunden habe. Sehr nette Details. Ryos Haushälterin meinte, dass Fuku-San unbedingt mit ihm sprechen möchte. Als ich das Haus verließ begann es zu schneien. Und das sind dann die Momente, die richtig schön sein können. Shenmue und Schnee, einfach eine perfekte atmosphärische Mischung, die meinen Zorn fast schon wettmachte. Fuku-san schickte uns wiederrum zu Ine-san (die Haushälterin), die uns einen Hinweis gab. Sie meinte, dass der Vater von Ryo vor seinem Tod in einem Antiquitätenshop war. Irgendwie hatte dieses Gespräch mit Ine-san meine geliebte Shenmue-Atmosphäre wiedergegeben. Sie entschuldigte sich, dass sie Ryo zuerst gebeten hat, diesen Rachefeldzug sein zu lassen, was bei einem Hazuki sowieso nichts bringt und damit Iwao Hazuki (Vater) Ehre beleidigt hat. Die Art und Weise wie das Präsentiert wurde, war einfach nur schön. Genauso war es dann im Antiquitätenshop, als Ryo von einem älteren Herren ein Emblem bekommen hat, was schon seit Generationen in der Hazuki Familie ist und sein Vater diesen Verkäufer gegeben hat, um darauf aufzupassen.

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Der älteste Mensch in ganz Shenmue

Der alte Herr (Verkäufer) meinte, dass er gerne darauf aufgepasst hat, weil Iwao auch für ihn immer da war. Für was es genau gut sein soll, das mussten wir herausfinden. Ich lief also zurück zu Ryos Haus und begegnete davor überraschend den schmierigen Sohn von Master Chen, der uns gleich in einen Kampf verwickelte. Ryo glaubte zuerst, dass er für Lan Di arbeitete, doch wie sich nach dem Kampf herausstellte, wollte er nur Ryos Skills testen und wurde von seinem Vater als Bodyguard für Ryo beauftragt. Ryo war ersichtlich irritiert, warum er als Bodyguard für ihn abgestellt wurde. Er erklärte ihm, dass Ryo eine wichtige Rolle hat und er unbedingt den zweiten „Mirror“ finden muss, bevor es Lan Di tut und er nicht mehr aufzuhalten ist. Ich weiß natürlich in einem Rahmen, was er meint, doch finde ich diese langsame, nicht wirklich durchschaubare Geschichte und Entwicklung sehr geil. Man hat keine Ahnung was für eine Epicness das Ganze haben wird. Besonders das Ende von Teil 2 sprengte hier sämtliche Grenzen und Erwartungen. Ich machte aber nicht mehr weiter, sondern speicherte das Spiel und beendete es.

Der Anfang war ultimativ scheiße. Echt, ich hab es kurz bereut Shenmue eingelegt zu haben, aber nachdem das Spiel wieder etwas Fahrt aufgenommen hat, hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Shenmue hat mit der Zeit Macken, über die ich nicht mehr ganz hinwegsehen kann, aber im Kern bleibt es nach wie vor dieses Spiel, welches an Kindheit, Schnee und Lebkuchen erinnert.
 
Hab gerade angefangen dein Tagebuch zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, sehr geil geschrieben :dhoch:

Hab von Shenmue auch mehrmals gehört gehabt nur war es halt vor meiner Zeit, und Shenmue 2 ging auch an mir vorbei.
Daher wurde es bisher nie von mir gezockt.

Gesehen hab ich es auch das erstemal bei Gameone, glaube Simon hatte es da mal was gezockt gehabt.
Daher finde ich es ganz schön deine Erlebnisse hier nachlesen zu können.

Also wenns dir noch Spass macht mach weiter, denn mir macht es Spass deine Geschichte hier nachzulesen und bin schon gespannt was da noch abgehen wird :D
 
Erstmal danke für das Kompliment :deal:

Das Video von Simon kenne ich auch noch. Alleine die Szenen, in denen er arbeiten geht, waren sehr belustigend :grins:

Shenmue werde ich natürlich noch weiterzocken. Momentan ist es halt ein ständiges Auf und Ab, was aber im Endeffekt eher mit einem "Auf" endet ;) Aber genau darum wollte ich es ja zocken. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass Shenmue (1) Dinge in sich hat, die mir zumindest heute richtig am Keks gehen können, aber zugleich auch sehr viel Spaß machen :ugly:
 
Fanmake schrieb:
Erstmal danke für das Kompliment :deal:

Das Video von Simon kenne ich auch noch. Alleine die Szenen, in denen er arbeiten geht, waren sehr belustigend :grins:

Haste dir ja auch mit deinen ausführlichen Texten wohl verdient ;)

Jap, oder wie er immer wieder gegen irgend so einen Typen gekämpft hat, sehr lustig :ugly:

Ob ich es aber mal selber spielen werde bezweifle ich stark, zum einen weil ich so immer in Verzug bin mit aktuellen Spielen, da ich sie immer erst kaufe wenn se billig sind.
Zum anderen merk ich aber z.B. schon an Deus Ex das, wenn die Spieler älter sind, mir der Spaß beim verzocken was vergeht.
Hängt nichtmal mit der Grafik zusammen, da halte ich viel aus.
Nur nervt mich dann bei älteren Spielen die Steuerung z.T. extrem :I
 
Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2000 und den Release dieses SPiels. Mein Gott war ich heiss drauf...und die Dreamcast war aber auch eine geile Konsole! Leider ist meine DC ein Jar später kaputt gegangen....und zum Glück kam der zweite Teil auch auf XBOX. Den habe ich mir dann auf der XBOX reingezogen. Sehr viele Gefühle löst das Spiel immer noch in mir aus, auch der Soundtrack, der Weltklasse war. Allerdings würde ich jetzt 12 Jahre später das SPiel nicht mehr anfassesn wollen, da ich es in dieser für mich PERFEKTEN Erinnerung behalten will.

Trotdem eine gute Idee dein Tagebuch!
 
Das kann ich komischerweise relativ gut auseinanderhalten. Shenmue von damals, und Shenmue von heute. Das perfekte Erlebnis von damals ist ganz tief in mir verwurzelt.
Genauso ist es z.B. mit James Bond Goldeneye (n64). Heute ist es ein Drecksspeil (hab's vor ein paar Monaten mit Freunden wieder gespielt), aber es bleibt für mich nach wie vor eines der besten Spiele aller Zeiten.
 
Oh ja...Goldeneye...verdammt. Damals sind wir nach der Schule zu viert in mein damaliges Kinderzimmer um ein 4er Splitscreen auf dem Mini Fernseher zu zocken...unglaublich haha...

Kann mich an diesen Tag erinnern als wärs gestern. Level war Facility und wir sind ziemlich auf die Proximity Mines abgegangen.

Erster echt geiler Shooter auf Konsole![/ama]
 
Sword Handguard (Emblem)
Nur etwas mehr als eine Stunde gespielt ...

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Nozomi

Die Frage, die ich mir stellte, wohin gehört das Emblem, welches uns der Verkäufer letzte Spielsession gab? Ich hätte im Dojo gesucht, doch das Spiel „teleportierte“ uns nach irgendeiner kleinen Sequenz (die ich mittlerweile vergessen habe) in das Anwesen von Familie Hazuki, somit ich glaubte, dass dort der entscheidende Hinweis sein musste. In Shenmue geht nichts über Laufen und Warten. Ich lief das ganze Haus von oben bis unten ab, fand ein paar Kerzen und eine Streichholzschachtel, aber keinen Hinweis, wohin das Emblem gehört bzw. wo der zweite Spiegel ist. Im Haus traf ich Fuku-San, der mir doch noch den ultimativen Hinweis gab. Im Dojo ist eine alte längliche Kiste … Fuck, jetzt bin ich minutenlang umsonst das Haus auf und ab gelaufen. Im Dojo fand ich zuerst hinter zwei Schriftzügen je zwei verschiedene Eingravierungen. Im Ersteren passte das Emblem der Hazuki-Familie rein, im Zweiten war nur ein schmaler Schlitz. Das Emblem löste aber nichts aus, somit ich anscheinend für den schmalen Schlitz noch den passenden Gegenstand benötigte. Weiteres fand ich hinter einem anderen Schriftzug eine alte Schriftrolle, die in Chinesisch geschrieben ist. Weil ich glaubte, dass ich mit einer Übersetzung einen Hinweis zum zweiten Spiegel oder zu diesem schmalen Schlitz bekommen würde, verließ ich das Dojo und rannte Richtung der alten chinesischen Lady, die mir früher schon mal einen Brief übersetzte.

Auf den Weg dorthin besuchte ich kurz das Babykätzchen „Mimi“. Mimi ist jetzt schon etwas größer und bewegt sich schon außerhalb ihrer Schuhschachtel. Ich fand es nett, als Ryo die Katze streichelte und zu ihr sagte, dass beide etwas gemeinsam haben, weil ihre Familie am gleichen Tag getötet wurde. In diesem Moment kam überraschend Nozomi vorbei und fragte sofort, was er gerade gesagt hat. Ryo-typisch antwortete er: „Nothing“. Nozomi ist schon langsam angepisst, weil Ryo mit ihr seit dem Tod seines Vaters nichts mehr mit ihr teilt. Kann ich ganz verstehen, weil der gute alte Ryo nur noch Rache im Kopf hat und selbst Frauen dafür (besonders im zweiten Teil) stehen lässt. Ich hätte in guter alter 80er Jahre Actionmanier, meine Rache genommen und dabei jede Frau „mitgenommen“, aber nicht Ryo. Ryo ist langweilig, aber Ryo ist einfach Ryo.

Als ich dann bei der chinesischen Oma war, durfte ich erstaunt feststellen, dass sie mir die Schriftrolle nicht übersetzte. Nein, sie sagte nichts dagegen. Viel schlimmer, Ryo fragte sie nicht mal, ob sie es ihm übersetzen könnte. Stattdessen redeten die beiden über ihren Laden. Ok, ich war auf der falschen Fährte, aber am liebsten hätte ich mit dem Kopf gegen die Mauer geschlagen – oder einfach die Alte (oh Gott, dafür kriege ich böse Mails).

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Mimi! Mimimimimimimimimimi

Die Shenmue-Entwickler hatten wie so oft einige gute Ideen. Einer dieser guten Ideen ist das Einfügen einer Wahrsagerin, die man am Tage zu jeder Zeit besuchen kann und für etwas Geld uns Tipps gibt, falls wir nicht mehr weiter wissen. Dies nutzte ich auch. Im Endeffekt hat sie nur gesagt, dass sie einen großen Raum, mit vielen Kerzen sieht, in dem ein Schwert ist oder so ähnlich. Großer Raum mit vielen Kerzen? Dojo! Schwert? In der länglichen Kiste! Also zurück ins Dojo …

Die Kiste benötigt einen Schlüssel. Ach Gott, wo ist dieser schon wieder? Im Dojo auf jeden Fall nicht. Das Spiel ließ einen Eintrag in meinem Tagebuch entstehen, der aber nicht auf eine neue Seite geschrieben wurde, sondern auf einer Alten, auf der unten irgendeine Person als Notiz stand. Ich habe es natürlich so verstanden, dass ich diese Person suchen muss - was ich auch tat. Ich habe sicher um die 20 Minuten nach dieser Person gesucht und sie auch gefunden, aber im Endeffekt war dies vollkommen falsch. Anscheinend zählte der Eintrag noch zu einer früheren Aufgabe, was ich aber verständlicherweise nicht durchschauen konnte. Etwas angepisst lief ich dann zum alten Verkäufer vom Antiquitätenshop. Wie schon bei der alten chinesischen Oma und dieser anderen Person war es auch diesmal wieder der falsche Zug. Also zurück zum Anwesen. Wie man sich denken konnte, ging mir das ein bisschen auf den Nerv, auch wenn es nicht ganz so schlimm war. Wo kann nur der Schlüssel sein? Ich suchte wieder jeden Raum ab und im Zimmer von Iwao (Ryos Papa) fand ich in einer Schublade einen „mysteriösen Schlüssel“. Hätte ich damals schon alles wirklich gründlich abgesucht, dann hätte ich es mir im Nachhinein erspart. Wie heißt es so schön? Wer es nicht im Kopf hat, hat es in den Beinen …

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Iwao Hazuki

Der Schlüssel öffnete die Kiste und wir fanden ein richtig geiles Katana. Wenn ich Ryo wäre, dann hätte ich damit die Welt erobert. Das Katana passte in den Schlitz und öffnete damit eine geheime Tür, die uns eine Leiter, die nach unten führte, offenbarte. Alles wirkte extrem geheimnisvoll und es lag etwas Magisches in der Luft. Als ich mit Ryo nach unten kletterte, sah ich einen dunkeln Korridor – anscheinend zu dunkel! Ryo meinte, dass er nichts sehen konnte und Licht benötigt. Ich habe versucht im Inventar auf die Kerzen und die Streichhölzer zuzugreifen, was aber nicht gelang. Da ich nicht so viel Zeit zum Zocken hatte, musste ich leider schon wieder aufhören und beendete das Spiel.
Momentan ist bei mir der Kalender extrem voll. Selbst für neue Spiele wie „LA Noire“ oder „Fallout NV“ (noch unausgepackt) habe ich kaum Zeit. Ich werde aber versuchen, mir an einem gemütlichen Tag etwas mehr Zeit zu nehmen und Shenmue mal richtig an einem Stück zu spielen. Die Laufwege waren etwas ärgerlich, aber andererseits hat das Erkunden auch irgendwie Spaß gemacht. Es war auch irgendwie nett keine Kämpfe ausfechten zu müssen.
 
So, jetzt erst deinen letzten Eintrag gelesen :gerri:
Aber war wieder schön zu lesen, gefällt mir irgendwie wenn ich nichts zu tun habe diese Spieletagebücher zu durchforsten.
Hoffe du kommst um Wheinachten rum dazu weiterzuzocken.
Kann mir gut vorstellen das ich da mal nichts zu tun haben werde und da wären so 1-2 Shenmue Einträge sehr brauchbar :D
 
Ja, ich hae vor ein paar Tagen wieder gespielt aber bis heute noch keine Zeit gehabt, was zu schreiben. Ich hätte statt der Halo 4 Session heute vielleicht den Bericht schreiben sollen.

Aber bald geht es weiter -> believe :gerri:
 
Irgendwie will es leider nicht laufen. Zuerst wurde mein Spielstand nicht gespeichert, bei dem ich vor ein paar Wochen zwei Stunden weitergespielt habe und jetzt hat sich die Dreamcast nach einer halben Stunden zum zweiten Mal Neugestartet. Wie ihr euch denken könnts, bin ich da nicht sehr groß motiviert. Schade, heute schneit es bei uns und ich hab mir den Abend extra für Shenmue frei genommen.

Gott... ich könnte kotzen.
 
Was ist hier geschehen,
schrieb Fanmake aus Versehen?
Shenmue ist doch nicht mehr,
aber das ohne Gewehr.
Will er uns verarschen,
oder mit einem Bericht überraschen?


Ja, liebe Leute es ist wahr. Ich schaffte, es drei Stunden am Stück zu spielen. Bevor sich einige freuen, muss ich dennoch erwähnen, dass meine Dreamcast im Arsch ist. Die Stunden, die ich verbringen konnte, waren reines Glück und dass ich es probiert habe eine Laune der Natur.

Natürlich ist nicht alleine meine Dreamcast schuld. Durch verschiedene Angelegenheiten hatte ich Wochen und Monate nicht den Nerv, die Zeit für Shenmue zu opfern. Allerdings, als ich heute gemütlich mein Badezimmer geputzt habe, kam der Gedanke nochmal Shenmue zu probieren. Zwar habe ich es schon zwei Mal in den letzten Wochen probiert und mir ist jeweils nach einer Stunde die Dreamcast abgeschmiert, aber der Keim namens Shenmue in meinem Kopf war gesetzt. Und als ich vernünftigerweise doch zu meinen Uni-Texten gegriffen habe, um zu lernen, genügte ein Absatz um die wissenschaftlichen Berichte auf die Seite zu legen und stattdessen Shenmue zu starten.

„Bildungsforschung ist ein sehr weiter Forschungsbereich, der keineswegs nur von der Erziehungswissenschaft bearbeitet wird […] das Spektrum reicht von der Strukturanalyse des gesamten Bildungs- und Berechtigungswesens bis zur Durchleuchtung einzelner schulischer Modellversuche, von der Untersuchung kollektiven Lernens bis zur Entschlüsselung individueller Entwicklungsprozesse und von der Rekonstruktion curricularer Vorgaben bis zur Aufhellung aktualisierter Lehrintentionen und deren Umsetzung in Lehrhandeln.“

Uni, für mich die beste Motivation, um Lust auf Videospiele zu bekommen - auch mit dem Risiko verbunden, dass die Konsole abstürzt.
Genug mit dem Unfug und ab zu Shenmue.

Shenmue – 3 Stunden gespielt
Der Kampf Dreamcast gegen Mensch

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Mittlerweile eine Hassliebe zwischen uns

Ich fahre mit meinen Fingerkuppen mit großer Vorsicht über die Dreamcast. Die Berührungen gleichen den Spielen mit Seifenblasen. Man will sie nicht zu fest berühren, denn sonst verschwindet sie. Ich drücke den Startknopf. Sie schnurrt wie ein Kätzchen. Ok, wie ein Kätzchen unter Drogeneinfluss, aber für die Konsole eher positiv zu verstehen. Der Fernseher zeigt mir zuerst das Dreamcast-Menü und dann das von Shenmue. Ich lade das Spiel… und es lädt!

Runde 1: Dreamcast sagt „Hallo“ und bleibt on. Ich gewinne den ersten Kampf.

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Durch meine eigenen Berichte werde ich daran erinnert, was eigentlich zu tun war. Und genau jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass ich in einer ganz anderen Zeitform schreibe, als meine vorherigen Berichte. Sollte man nicht, aber mir ist es egal.
Mein bzw. Ryus Problem mit der Dunkelheit. Die geheime Kammer ist zu dunkel, um vorwärtszukommen. Deswegen brauche ich eine mobile Lichtquelle. Durch meine früheren Anspielversuche (die allesamt mit einem Restart der Konsole endeten) weiß ich noch ganz genau, was ich bewerkstelligen muss. Ich renne in die Stadt und gehe in diesen kleinen Markt, der eine ganz angenehme Fahrstuhlmusik bietet. Auf den Regalen gibt es aller Hand - Batterien, Kerzen, Musik, Taschenlampe etc. Ich kaufe eine Taschenlampe, Batterien, Kerzen und eine Glühbirne. Vollkommen umständlich aber Shenmuetypisch muss man jeden einzelnen Gegenstand bestätigen und bezahlen.

Man kann nicht erst seine gewünschten Sachen auswählen und alles auf einmal zahlen, sondern nur eines nach dem anderen. Mit einer Taschenlampe bewaffnet wage ich es endlich in die dunkle Kammer. Vor mir tut sich ein Raum auf, in dem alle möglichen Gegenstände herumliegen. Sieht eher aus wie ein Keller oder ein großer Abstellraum. Shenmue bietet speziell in diesem Raum nette Auswahlmöglichkeiten in Sachen Interaktion. Entweder man schaut sich mit der Taschenlampe weiterhin um, oder man zündet mit Streichhölzern herumstehende Kerzen an, oder gibt eine Glühbirne in die Lampe und hat somit im ganzen Raum Licht. Ich tue Letzteres. Anstatt jetzt all die kleinen Gegenstände zu untersuchen, gehe ich sofort zu dem Versteck in der Mauer. Nicht weil ich ungeduldig bin, sondern weil mir bei den letzten zwei Male mir in dem Moment die Dreamcast neu gestartet hat. Mit einer Axt schlage ich ein Loch in die Mauer und finde… den „Phoenix Mirror“! Wegen den Dragon Mirror musste Ryus Vater sterben und anscheinend wusste Lan Di nicht, dass Ryus Vater auch den zweiten Mirror bei sich hatte. Ryu meint, dass er es Master Chen zeigen muss.

Round 2: Dreamcast hat nicht neu gestartet. Ich gewinne.

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Gollum

Auf dem Weg zum Meister vernahm ich nicht mehr das Miauen der Katze „Mimi“. Wie sich herausstellt, ist sie nicht mehr da und das kleine Mädchen, welches Mimi vor Tagen gerettet hat, fragt Ryu ob er ihr helfen kann, sie zu suchen. Zwar wähle ich die Antwort, aber alleine auf Grund des Charakters von Ryu kann man gar nicht Nein sagen. Zwei Blocks weiter liegt sie unter einer Bank und miaut wie am Spieß. Das war jetzt keine wirklich aufregende Aufgabe, aber dennoch bin ich froh sie gefunden zu haben. Mit der Zeit entwickelt man eine gewisse Bindung zu solchen Sachen, auch wenn sie noch so unnötig sind. Erwähnen möchte ich noch die zufällige Begegnung mit Nozomi, die auch das Kätzchen suchte. Mein erster Gedanke war, dass sie jetzt schärfer auf Ryu sein muss, da sie sieht, was für ein großartiger Kerl er ist, aber doch beim nächsten Satz verstand ich endgültig warum Ryu immer auf Abstand zu ihr war. „Ich treffe mich mit einem Freund, bye“.

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Ja genau ein Freund. Wahrscheinlich so ein „bester Freund für schlimme Zeiten“… Mir ist btw. der Wetterwechsel aufgefallen. Am Tag zuvor schneite es und jetzt ist strahlender Sonnenschein. Zwar vielleicht etwas zu radikal dieser Wetterumschwung, aber für so ein altes Spiel wirklich gut gemacht - Respekt. Master Chen klärte Ryu auf, was es mit den beiden Mirros zu tun hat. Angeblich können sie in Kombination ein mächtiges Wesen beschwören, dass die ganze Welt vernichtet. Ob die Geschichte wahr ist und warum Lan Di dann diese Gegenstände für sich haben möchte, bleibt für den Rest der Shenmuesaga ungeklärt. Damit wissen jetzt die NichtShenmuezocker, was für ein weiterer Tritt in die Eier für Shenmuefans das ist. Ein Mann, der Ähnlichkeiten mit Golum aus Herr der Ringe hat, taucht plötzlich vor Ryu und Master Chen auf und schnappt sich den Phoenix Mirror. Durch ein kurzes Quicktimeevent wird der Mirror aber zurückgeholt und Golums Klon verschwindet. Bis jetzt macht das Spiel eigentlich wieder richtig bock. Die Steuerung ist zwar noch immer kacke und wird immer kacke bleiben, aber dieses Shenmueflair hat mich wieder leicht gepackt. Ryu erfährt von Chen, dass Lan Di ziemlich wahrscheinlich in Hong Kong ist. Ryu bittet ihn eine Möglichkeit zu geben, um Di nach Hong Kong folgen zu können, doch dieser ignoriert ihn und sagt nur so was allweisendes wie „Rache ist keine Lösung“. Dafür hätte ich ihm in Metaebenen gehörig den Arsch versohlen können - aber nicht Ryu. Ryu hat aber die Idee und fragt seinen Freund Fuku-San, ob er etwas weiß. Bevor irgendein Unsinn passiert, speichere ich lieber das Spiel! Huh, noch mal Glück gehabt.

Runde 3: Die Dreamcast hat mich lieb. Ich gewinne.

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Was jetzt geschieht, ist das typische Shenmue-Gameplay. Fuku sagt Ryu, er soll zu der „Global Agency“ gehen, um sich für einen Flug zu erkundigen. Der Flug kostet 200.000 Yen und somit 160.000 zu viel. Wieder bei Fuku-San angekommen, gibt er uns all sein Gespartes, um unsere Rache zu unterstützen. Es reicht aber nicht. Ryu hat die Idee die gute alte Haushälterin zu fragen. Er lässt sie in den Glauben, nur einen Tapetenwechsel zu benötigen und einen kleinen Trip nach Hongkong zu machen. Es hätte auch geklappt, wenn Fuku-San nicht versucht hätte zu helfen und der gnädigen Dame dabei Ryus Plan seinen Vater zu rächen, erzählt hätte. Sie gibt uns natürlich kein Pfennig. Fuku-San hat aber eine weitere Idee. Man sollte sich bei Nozomi erkundigen, ob sie mit ihrem Blumenladen irgendetwas weiß, weil sie irgendwelche Connections mit solchen Reisen hat. Ich denke mir „Haha, nicht mit mir! Ich spare mir den Fußweg und ruf einfach bei ihr an!“, doch das Spiel sagt mir in seiner eigenen Sprache „Leck mich“.

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Bekanntes Bild, bekannter Ort

Am Telefon hebt die Mama von ihr ab und sagt, dass sie nicht zu Hause ist. Jetzt kann ich erst wieder alles runter Laufen…. Ich frage mich, ob ich sie deswegen nicht erreicht habe, weil sie wegen der Uhrzeit in der Arbeit war und so verständlicherweise nicht zu Hause sein konnte, oder ist es einfach aus Spieldesignergründen so entschieden? Und wenn es die erste Variante ist, dann müsste sie spät abends dann doch erreichbar sein, oder? Wenn es wirklich so ist, wie ich es gerade durchgedacht habe, dann fetten Respekt an die Entwickler. So was nennt man Glaubwürdigkeit und das meine ich nicht sarkastisch.
Nozomi gibt uns den Hinweis wegen Bootsfahrten sich umzuhören und schickt Ryu wieder zur Global Agency. Der Typ schickt uns weiter zur „Asia Travel irgendwas“. Dort trifft Ryu eine Tussi sondergleichen. Sie feilt sich gerade die Nägel und ignoriert Ryus bitten, bis er genau sagt, was er will. Eine Bootsfahrt kostet 70.000 Yen und er muss sofort bezahlen. Er tut dies. Vier Stunden später sollen wir wieder bei ihr auftauchen und dann ist alles geregelt. Ryu muss ein Idiot sein. Nein, diesmal muss er sicher ein Idiot sein oder eine Form von geistiger Zurückgebliebenheit haben, weil sein Verhalten nicht zu klären ist. Er gibt einer unseriösen Tussi, in einem ganz und gar abgefuckten Laden sein ganzes Hab und Gut in die Hand und vertraut ihr. Klar, Rache macht wie Liebe blind, aber anscheinend verblödet man auch komplett. Gott…

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Das Letzte was ich sehe... bist Du?

Vier Stunden Ingame-Zeit überbrücken … wie? Ich weiß jetzt nicht, wie lange das in Echtzeit ist, aber das dürfte schon um die 20 Minuten sein, wenn nicht sogar mehr. Ich entschließe mich zur Spielhalle zu gehen. Dieses Motorrad-Spiel macht echt bock, ist aber auch sau schwer. Jede Berührung mit einem anderen Motorrad, und sei es noch so kurz, hat eine sofortige Explosion zur Folge. Die Highscores knacke ich nicht im Ansatz, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Auf meiner Uhr sind die vier Stunden vergangen und somit begeben wir uns zu den unseriösen Laden. Ich stehe bei dir Tür und drücke A. Es lädt. Beim Schreibtisch sitzt jetzt ein gemeinaussehender Typ statt der Tussi und… BILDSCHIRM WIRD SCHWARZ. Die Dreamcast hat sich neu gestartet.

Round 4: Knockout. Ich gehe zu Boden. Durch einen Überraschungsangriff siegt die Dreamcast.

Es hat definitiv wieder Spaß gemacht und ich hätte sicherlich noch bis zur dritten CD gespielt. Durch den Restart der Dreamcast sind wieder 30 – 50 Minuten verloren gegangen. Einerseits bin ich jetzt zwei Stunden weiter, andererseits habe ich wieder Zeit verloren. Ich werde nicht aufgeben und mir bei Gelegenheit und mit dem nötigen Kleingeld eine neue DC kaufen.

Für die Leute, die schon heiß auf den nächsten Bericht sind:
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Liest sich, wie die vorherigen Beiträge, sehr schön :dhoch:
Mir macht es sehr viel spaß zu lesen was du so erlebst beim zocken, freu mich schon darauf das du weitermachst.
Hoffentlich wird es nicht allzu lange dauern.

Und das mit der Motivation lieber zu zocken anstatt zu lernen merk ich gerade auch :ugly:
Hab so kein Bock jetzt richtig anzufangen zu lernen :fp:
 
Immer wieder ein Vergnügen :puschel:

Das mit der Dreamcast ist wirklich blöd :/ Vielleicht finde ich einen Bekannten der seine DC für einen humanen Preis verkaufen will.
Wenn ich wieder die Zeit und Mut aufbringe, probiere ich es trotzdem nochmal. Ich dürfte bald bei der dritten CD (von vier) sein.
 
Wenn sich deine Dreamcast ständig ohne Grund rebootet google mal nach dem "Streichholztrick"... ich war zwar nie drauf angewiesen, habe aber viele positive Berichte darüber von meinen Kumpels gehört.
 
Ein typischer Sonntag…

Ich wache Schlaftrunken am Vormittag auf. Draußen ist es kalt und stark bewölkt. Alles in mir weigert sich gegen den Impuls aufzustehen. Ein Augenblick lang bleibe ich noch liegen, schließe nochmals die Augen und atme tief ein. Mit Schwung erhebe ich mich und gehe langsamen Schrittes ins Badezimmer. Nach dem ich das morgendliche Ritual (Zähne putzen, Hände waschen etc.) hinter mich gebracht habe, überlege ich mir, was ich heute machen könnte. Während meine Gedanken über alles Mögliche kreisen, mache ich mir einen Grüntee und ziehe mir warme dicke Socken an. Als ich die heiße Tasse in die Hand nehme und vorsichtig einen Schluck mache, blicke ich aus dem Fenster in meinen Garten und beobachte kurz einen nackten Baum, der mir anhand seiner fehlenden Blätter zeigt welche Jahreszeit wir haben.

Die perfekte Zeit für Shenmue. Was ich wegen meiner defekten Dreamcast vor einem Jahr beenden musste, möchte ich gerne wieder fortführen. Auch wenn ich bis jetzt keine neue DC gekauft habe, reizt es mich wieder es zu testen, ob ich diesmal wieder länger zocken kann. Ich gehe auf konsolentreff, lese mir alte Shenmuebeiträge durch und weiß wieder sofort wo ich aufgehört hatte.

Ich schließe meine DC an meinen relativ neuen Fernseher an (50Zoll). Die Dreamcast beginnt zu surren, ich lege die zweite CD von Shenmue ein und das Abenteuer kann wieder beginnen.


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Ich muss mit Ryo eine Möglichkeit finden nach Hong Kong zu kommen, um den Mann zu finden, der seinen Vater getötet hat. Im Prinzip muss ich wieder das nachspielen, was ich das letzte Mal spielen musste und mir Dank des Restarts jetzt nicht erspart blieb. Deswegen bin ich so frech und zitiere mich nochmal selbst:


Was jetzt geschieht, ist das typische Shenmue-Gameplay. Fuku sagt Ryu, er soll zu der „Global Agency“ gehen, um sich für einen Flug zu erkundigen. Der Flug kostet 200.000 Yen und somit 160.000 zu viel. Wieder bei Fuku-San angekommen, gibt er uns all sein Gespartes, um unsere Rache zu unterstützen. Es reicht aber nicht. Ryu hat die Idee die gute alte Haushälterin zu fragen. Er lässt sie in den Glauben, nur einen Tapetenwechsel zu benötigen und einen kleinen Trip nach Hongkong zu machen. Es hätte auch geklappt, wenn Fuku-San nicht versucht hätte zu helfen und der gnädigen Dame dabei Ryus Plan seinen Vater zu rächen, erzählt hätte. Sie gibt uns natürlich kein Pfennig. Fuku-San hat aber eine weitere Idee. Man sollte sich bei Nozomi erkundigen, ob sie mit ihrem Blumenladen irgendetwas weiß, weil sie irgendwelche Connections mit solchen Reisen hat. Ich denke mir „Haha, nicht mit mir! Ich spare mir den Fußweg und ruf einfach bei ihr an!“, doch das Spiel sagt mir in seiner eigenen Sprache „Leck mich“.

Am Telefon hebt die Mama von ihr ab und sagt, dass sie nicht zu Hause ist. Jetzt kann ich erst wieder alles runter Laufen…. Ich frage mich, ob ich sie deswegen nicht erreicht habe, weil sie wegen der Uhrzeit in der Arbeit war und so verständlicherweise nicht zu Hause sein konnte, oder ist es einfach aus Spieldesignergründen so entschieden? Und wenn es die erste Variante ist, dann müsste sie spät abends dann doch erreichbar sein, oder? Wenn es wirklich so ist, wie ich es gerade durchgedacht habe, dann fetten Respekt an die Entwickler. So was nennt man Glaubwürdigkeit und das meine ich nicht sarkastisch.
Nozomi gibt uns den Hinweis wegen Bootsfahrten sich umzuhören und schickt Ryu wieder zur Global Agency. Der Typ schickt uns weiter zur „Asia Travel irgendwas“. Dort trifft Ryu eine Tussi sondergleichen. Sie feilt sich gerade die Nägel und ignoriert Ryus bitten, bis er genau sagt, was er will. Eine Bootsfahrt kostet 70.000 Yen und er muss sofort bezahlen. Er tut dies. Vier Stunden später sollen wir wieder bei ihr auftauchen und dann ist alles geregelt. Ryu muss ein Idiot sein. Nein, diesmal muss er sicher ein Idiot sein oder eine Form von geistiger Zurückgebliebenheit haben, weil sein Verhalten nicht zu klären ist. Er gibt einer unseriösen Tussi, in einem ganz und gar abgefuckten Laden sein ganzes Hab und Gut in die Hand und vertraut ihr. Klar, Rache macht wie Liebe blind, aber anscheinend verblödet man auch komplett. Gott…

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Bevor ich mit der Geschichte fortfahre, möchte ich noch erwähnen, dass ein größerer Fernseher nicht nur Vorteile hat. Shenmue sah vor einem Jahr noch relativ „Okay“ aus aber auf meinem neuen Fernseher flimmert es wie die Hölle. Natürlich darf man das Alter des Spiels nicht vergessen, aber nach heutigem Maßstab grenzt es an einer Perversion. Was trotzdem nach wie vor unheimlich beeindruckend ist, und mir ist es egal wie oft ich es noch erwähne, ist die extrem atmosphärische Musik. Einfach Zeitlos gut.

Wie damals muss ich wieder vier Stunden überbrücken, um das Event mit Ryos Ticket starten zu können. Ich weiß nicht wie viele Minuten diese virtuellen vier Stunden in Echtzeit machen, aber auf jeden Fall eine ganze Menge. Ich blieb mit Ryo vor dem Laden stehen und hab währenddessen die letzten Minuten eines GameOne Podcasts fertig gehört, angefangen Nudeln zu kochen und um fit zu bleiben, 5Klimmzüge, 10 Kniebeugen und 15 Liegestütz gemacht. Dann war es so weit. Ich ging mit Ryo in den „Asia Travel Co.“ Laden und traf einen Typen statt der Tussi. Der zwielichtige Typ wusste natürlich nichts über eine Frau oder über ein Bootsticket, welches Ryo bereits bezahlt hat. Stattdessen waren zwei Schläger hinter Ryo und drohten ihm mit Gewalt. Tja, das Ende der Geschichte, Hazuki haut in Kung Fu Style jeden eine auf die Fresse und verlangte sein Ticket. Eingeschüchtert versicherte der zwielichtige Typ Ryo morgen anzurufen und ihm das Ticket dann zu übergeben. Hmm, es ist natürlich super dass Ryo sich durchsetzen kann, aber wie naiv kann man bitte sein? Hallo??? Erst gibt er der Alten ohne irgendeinen Beleg sein ganzes Geld und jetzt vertraut er wieder einen Typen, der ihn von vorn und hinten bescheißen wollte? Wäre ich Ryo gewesen, ich hätte ihn gezwungen mir jetzt das Ticket zu geben!

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Ich gehe also mit Ryo nach Hause und will mich ins Bett legen. Plötzlich taucht Fuku-San auf und sagt Ryo, dass Hazumi Blumen für seinen Vater geschickt hat – was für eine nette Geste! Vielleicht hatte sie ja Schuldgefühle, weil sie sich „mit einem Freund“ getroffen hat? Eher nicht… Aber bevor ich Ryo ins Bett schickte, rief ich bei Hazumi an und wollte wissen, was für ein Gespräch folgen würde (wegen den Blumen). Die Mutter war am Telefon und sagte, dass sie nicht zu Hause sei. Also ging ich mit Ryo nochmal zum Blumenmarkt, um mit Hazumi direkt zu plaudern. Zur meiner Überraschung passierte nichts. Kein Dialog, gar nichts. Ich muss gestehen, dass ich mir von Shenmue da doch etwas mehr erwartet hätte. Shenmue strotzt ansonsten nur so von Details. Dann halt ab nach Hause und ab ins Bett. Es startete eine Traumsequenz von einer unbekannten Frau. Es ist dunkel, Schneeflocken fallen vom Himmel und die Frau stürzt langsam in die große Leere. Ryo wacht auf und das Telefon läutet. Den Traum fand ich eigentlich wirklich sehr schön gemacht. Hatte was sehr mysteriöses aber auch etwas Melancholisches an sich. Am Telefon ist der zwielichtige Typ dran, der Ryo mitteilt, dass er das Ticket hat und sie sich um 12Uhr bei der Arcadehalle treffen sollen. Ich war schon etwas früher dort, genau genommen drei virtuelle Stunden zu früh, somit ich wieder endloslang warten musste, bis die Zeit vergeht.

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In der Arcadehalle war wieder dieser Gollum, den man schon zuvor in der Lagerhalle kennenlernen durfte. Gollum wollte wissen was Ryo über Master Chen oder wen auch immer weiß und Ryo wollte das Ticket haben, welches Gollum vor seinen Augen runterschluckte. Im eher typischen Virtuell Fighter Stil kam es zum Kampf. Wenn man gut genug ist, was ich früher zumindest war, dann kann man diesen Kampf gewinnen und die Story geht weiter. Wenn man wie ich keine Bindung mehr zur Steuerung hat oder einfach alt wird, dann bekommt man eine auf’s Maul und Gollum gewinnt. Tja, Gollum hat gewonnen, Fuku-San kam aber gerade noch rechtzeitig und der Bösewicht floh. Ryo wurde von Fuku-San nach Hause gebracht und verletzt ins Bett gelegt. Es dürfte aber nichts Schlimmes gewesen sein, da Ryo zwar mit Schmerzverzerrten Gesicht ins Bett gelegt wird, aber am nächsten Tag wieder Top Fit aufsteht. Ich lief mit Ryo am nächsten Tag erneut zur „Travel Asia Co.“ . Diesmal zog Hazuki die zwielichtige Person aus dem Laden und verlangte sein Ticket. Der Typ befreite sich von Ryo und begann zu laufen. Jetzt startete also eine Verfolgungsjagd durch die Straßen, welche mit QuickTimeEvents zu meistern war. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll. Einerseits sieht es wirklich gut cool und man ist Dank der Buttonevents wirklich mittendrin, andererseits ist es wirklich schwer und jede Millisekunde zählt, sonst fliegt man während dem Laufen auf’s Mundwerk. So ist es mir ergangen, dass ich sicher von 12 QTE 4 oder 5 mal zu spät gedrückt habe und Ryo mehrmals sich wieder erheben musste… Aua!

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Scheinbar hat es aber trotzdem gereicht und Ryo den zwielichtige Typ wieder vor der Arcadehalle stellen konnte. Was jetzt geschah war total überraschend… Please insert Disc 3!

Ha, ich habs doch noch geschafft! Ich habe zumindest die zweite CD vollendet und die DC hat bis zum Schluß standgehalten! Bravo! Das motiviert doch fürs zukünftige Zocken wieder sehr.
 
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