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GAME Spielen abseits der Flimmerkiste - Der Brett-, Karten- und Gesellschaftsspielethread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gestriger Spieleabend, nach einer enttäuschenden (weil ultra-zähen und daher nach 4 von 6 Runden abgebrochenen) Partie "Die Säulen der Erde" zu sechst, haben wir mit 4 Leuten noch ungefähr zwei Stunden Insider gespielt.

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Das Spiel ist eine absolute Granate und kam bisher in jeder Runde supergut an.
Es geht um Folgendes.
Es gibt drei verschiedene Rollen, die zufällig und verdeckt an die mindestens 4 Personen umfassende Gruppe zugeteilt werden: Spielleiter*in (diese Rolle kann man auch offen einem bestimmten Spieler oder einer Spielerin zuweisen), mehrere Bürger*innen und eine*n Insider*in. Über die jeweiligen Identitäten muss zwingend Stillschweigen gewahrt werden. Nur der Spielleiter bzw. die Spielleiterin gibt sich natürlich zu erkennen.
Gemeinsam versuchen in der Folge alle Spieler (nehmen wir für den Moment an, sie seien ausnahmslos männlich) in einer bestimmten und angemessen knappen Zeitspanne einen Begriff zu erraten, den nur die Spielleiterin (nehmen wir für dieses Beispiel an, sie sei weiblich) kennt. Dies tun sie, indem sie der Spielleiterin Fragen stellen, die diese nur mit 'Ja' oder 'Nein' beantworten darf. Klassisches "Wer bin Ich?"-Prinzip also.
Aber sagte ich "nur die Spielleiterin kennt den Begriff"? Mitnichten! Auch der Insider weiß, welcher Begriff gesucht wird. Und auch er hat - ebenso wie die restliche Gruppe - ein Interesse daran, dass der Begriff vor Ablauf der Zeit erraten wird, denn sonst haben alle Spieler*innen gleichermaßen verloren; Spielleiterin, Bürger und Insider, alle. Ausnahmslos.
Doch jetzt zum Clou. Der Insider hat zwar ein dringendes Interesse daran, dass die Gruppe - dessen Teil er ja ist - den Begriff errät. Noch dringender ist aber sein Interesse, nicht als Insider entlarvt zu werden. Er wird sich also einerseits an der Lösungsfindung beteiligen müssen (und das unter Umständen sogar mehr als ihm lieb ist; denn welche unwissende Gruppe kommt denn bitte ohne große Umschweife und Hilfestellung auf das Lösungswort "Leitplanke"?!). Andererseits will er auch alles versuchen, dass seine Hilfestellung nicht zu offensichtlich ist oder er den Verdacht durch allzu große Passivität auf sich ziehen wird. Was er also unter Umständen versuchen wird: durch scheinbar unverdächtige Fragen an die Spielleiterin die Gruppe entgegen ihrer Ahnung auf die richtige Fährte führen. Ganz subversiv. Unverdächtig. Aber dennoch bestimmt und unter ständigem Zeitdruck.
Wenn am Ende der Runde - also bevor die Sanduhr abgelaufen ist - der Begriff erraten wurde, hat der Insider seinen Job erfüllt. Nunja, nicht ganz. Erst folgt noch das Tribunal! Die Person, die den gesuchten Begriff genannt hat ist - das liegt ja auf der Hand! - dringend verdächtig ein verräterischer Insider zu sein! Es folgt eine vermutlich hitzige Diskussion, ob der Angeklagte der Insider ist oder nicht. Per Abstimmung entscheidet die Gruppe (samt Spielleiterin) gemeinsam über dessen Schicksal.
"Lyncht" sie einen Unschuldigen, darf sich der Insider genüsslich die Hände reiben. Well played, Mr. Bond! Lyncht sie jedoch den tatsächlichen Insider, darf die Gruppe samt Spielleiter jubeln. Too bad!
Spannend wird es, wenn die Gruppe den richtigen Riecher beweist und bei dieser Abstimmung einen unschuldigen Bürger entlastet, denn dann kommt es zur Kampfabstimmung zwischen allen verbliebenen Fragestellern der Gruppe. Und die hat ja bereits in der vorigen Abstimmungsrunde Menschenkenntnis bewiesen. Nach einer weiteren kurzen Diskussion, indem die Argumente ausgetauscht werden, geht es 3-2-1-0... und alle Spieler*innen zeigen zeitgleich auf den vermeintlichen Insider. Die einfache Mehrheit entscheidet, wobei bei einem Gleichstand die Stimme des in der Runde zuvor entlasteten "Lösungswortsagers" doppelt zählt. Hop oder Top? Insider oder Outsider?

Oh, dieser Nervenkitzel, ob man zu Spielbeginn unter seiner Karte das Auge des Insiders oder das Fragezeichen des Bürgers erblickt. Diese Panik, die einen als Insider überkommt, wenn mit zerfließender Zeit die Lösung in immer weitere Ferne zu rücken droht und man mit einem Akt der Verzweiflung das Lösungswort höchstselbst hinausposaunt, immer mit der eigenen Fassung kämpfend und um die Kontrolle des eigenen Gesichtsausdrucks ringend. Diese Genugtuung, wenn man in der anschließenden Diskussion den Verdacht von sich lenken kann, weil ein Mitspieler eine höchstverdächtige Frage gestellt hat und in Erklärungsnot gerät ob seines wenig nachvollziehbaren Gedankengangs in eben jenem Moment. Imaginäre Masken werden aufgesetzt, Glaubwürdigkeiten untergraben und Unschuldslämmer gemimt.
Hach, es ist einfach so böse und doch so unglaublich schön.
Ein Meisterwerk, untergebracht in einer minimalistischen Schachtel in der Größe einer Zigarettenpackung.
 
Nein, es verlieren nur alle, wenn der Begriff nicht erraten wird.
Wenn er erraten wird, dann gewinnt die Gruppe (Spielleiterin und Bürger), sofern sie den Insider in einer der Abstimmungsrunden enttarnt. Schafft sie das nicht und beschuldigt letztendlich einen unschuldigen Bürger, gewinnt der Insider.
 
Hat jmd. schon bei Medioevo Universalis investiert? vllt. @Bexter ? ;)

Sieht ja richtig geil aus, aber ich glaub da sitzt man auch 10h dran. Und wenn man es mit 8 Leuten zocken will, ist man mal eben knapp 400€ los.

https://www.spiele-offensive.de/Spieleschmiede/Medioevo-Universalis/

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Mein Santorini Kickstarter ist letzte Woche angekommen und ich bin begeistert:hurra:

Kurz davor habe ich mir Imperial Settlers mit allen Erweiterungen geholt... Kommt aber hiet nicht so gut an :(
 
endlich mal mit ner größeren Gruppe Roll for the Galaxy gespielt


aber kennt ihr das?
die Partie befriedigt euch einfach nicht komplett, wenn die Spieler, die es zum ersten Mal spielen, noch so unsicher sind?

und es ist dann ja schon recht viel Zeit für Erklären und die eine Runde draufgegangen, so dass die Gruppe eher was anderes will.

D.h. das bis zum nächsten Mal (wer weiß wann/ob es überhaupt wieder aufm Tisch landet mit diesen Beteiligten) auch das Meiste vermutlich schon wieder vergessen ist.
 
Das Problem bei RftG ist wie ich finde das die Regeln zu erklären komplizierter ist als eigentlich sein müsste. Wenn man ein mal anfängt zu spielen weiß bereits nach einer Runde jeder was Sache ist und auch die Spieler die vorher noch dachten "puh, ob ich das wohl verstehe?" haben sofort diesen aha Moment aber da erst mal hin kommen. :ugly:
 
ja, das stimmt...das Erklären ist da echt mies. Hab mir den Mund fusselig geredet und im Nachhinein hätten wir (die Regelkundigen der Runde) einfach eine Beispielrunde zeigen sollen. Da hätte man in derselben Zeit wohl größeren Erfolg erzielt.

Aber irgendwie sträubt sich dann immer irgendwas in mir dagegen so ein "verschenktes" Spiel zu machen. :D

Und dann ist RftG auch noch ganz schön kleinkariert was die Begrifflichkeiten angeht.
Arbeiter, Kundschaffter, Sammler, Heimatkundschafter, ....
 
Bei RftG habe ich es bisher auch fast immer so erlebt, dass die erste Runde extrem holprig startete und erst im Laufe des Spiels klar wurde, wie es wirklich funktioniert. Aber ich habe auch festgestellt, dass fast jede Runde direkt im Anschluss noch eine Partie spielen wollte, weil der Groschen dann gefallen war.
 
Ja grad die Begrifflichkeiten, man selbst hat die nach einer Runde sofort vergessen weil man dann weiß was Phase ist aber für Leute die es zum ersten mal spielen entstehen nur Fragezeichen wenn man eine der rollen mal beiläufig falsch benennt. :D

Ist Lords of Xidit eigentlich empfehlenswert? Gibt es auf Amazon grad für 19.99€

Im Moment hätte ich richtig bock auf ein Strategiespiel das einen ganzen Nachmittag ausfüllen kann, also ruhig mal 2-3 Stunden geht. Gibt es da was wirklich empfehlenswertes? Wichtig wäre mir das es über die Zeit für alle gleich spannend bleibt. Gibt nichts schlimmeres als wenn Spieler ausscheiden oder so weit zurück fallen das ihr Zug quasi obsolet wird.
 
RftG ist ein Spiel, das ist eigentlich lieben möchte, aber nicht kann. Es ist eigentlich super, aber hat für mich eine große große Schwäche: Fast NULL Interaktion. Du könntest das Spiel auch fast alleine spielen und niemanden würde es auffallen - finde ich echt schade, da ich das Spiel an sich wirklich sehr mag :-(
 
Stimmt, so in etwa geht es mir auch. Bin halt schon noch an dem Punkt wo ich die Motivation hab das Spiel auf den Tisch zu bringen aber nach 1-2 Runden stellt sich dann genanntes Gefühl ein.
 
Hat hier jmd. allgemein Ahnung von Tabletop/Miniaturen Spielen?

Würde mich da gerne mal ranwagen, X-Wing sagt mir aber jetzt nicht so zu, Dust Tactics gibt es nicht mehr (das Grundspiel) und sonst blick ich nicht durch was man da brauch. Man kann ja zu jedem Spiel 200 Erweiterungen kaufen....
 
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