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Selbst finanzierende Photovoltaikanlage - Wie und bei Wem?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gerri

FSV Mainz 05!
Ich habe die Überlegung mir eine Solaranlage aufs Dach zu klatschen.

Das Problem: Ich hab dafür absolut KEIN Geld übrig, d.h. die Anlage müsste sich selbst finanzieren.

Ich hab vor 1-2 Jahren mal gehört das es Finanzierungsprogramme von Banken gibt bei denen sich dann die Solaranlage durch die Einspeisungen selbst trägt.
Allerdings sind die staatl. Zuschüsse ja gesunken bzw. immer weiter am sinken.

Lohnt sich so etwas noch bzw. ist es überhaupt noch möglich sowas zu machen oder muss man da schon Eigenkapital mit einbringen?
Und wenn es möglich ist, bei wem macht man es dann am Besten?
 
Ich bin kein Fachmann, aber ich meine du musst Eigenkapital mitbringen, allein schon, weil die Dinger sehr häufig gewartet und repariert werden müssen und das ziemlich teuer ist.
 
Gerri schrieb:
Lohnen die sich dann überhaupt?

Das ist so ein strittiger Punkt. Gib einige, die behaupten, dass das nicht der Fall ist. Ich bin aber nicht versiert genug, um das richtig beurteilen zu können. Man darf auch nicht vergessen, dass bei den ganzen Diskussionen 2 Lobbies aufeinanderprallen.
 
Solar ist fürs Heizen, Photovoltaik für Strom wenn ich das richtig sehe oder?

Dann meine ich hier eine Photovoltaikanlage :)

Weasel1988 schrieb:
Gerri schrieb:
Lohnen die sich dann überhaupt?

Das ist so ein strittiger Punkt. Gib einige, die behaupten, dass das nicht der Fall ist. Ich bin aber nicht versiert genug, um das richtig beurteilen zu können. Man darf auch nicht vergessen, dass bei den ganzen Diskussionen 2 Lobbies aufeinanderprallen.

Mir gehts hier nur ums Geld. Wenns gut für die Umwelt ist umso besser aber das ist nicht meine eigentliche Intention.
Ich will damit einfach Stromkosten sparen.
 
Sind die Programme mit Zulagen vom Staat nicht gerade zum Großteil erst alle ausgelaufen?
 
Stromkosten sparst Du ohnehin nicht. Du speist den Solarstrom zu den höheren Vergütungen ins Netz ein und beziehst Deinen Strom wie vorher auch. Wenn Du auf die Umwelt achtest, ist es Ökostrom, wenn nicht dann halt der normale Strommix.

Aber die Investitionen mußt Du so oder so erstmal stemmen. Ob Cash oder finanziert, hängt von Deiner Finanzlage ab.
 
Weasel1988 schrieb:
Ich bin kein Fachmann

Und genau deswegen ist der Rest von Deinem Post auch Murks ;)

Gerri schrieb:
Ich hab vor 1-2 Jahren mal gehört das es Finanzierungsprogramme von Banken gibt bei denen sich dann die Solaranlage durch die Einspeisungen selbst trägt.
Allerdings sind die staatl. Zuschüsse ja gesunken bzw. immer weiter am sinken.

Lohnt sich so etwas noch bzw. ist es überhaupt noch möglich sowas zu machen oder muss man da schon Eigenkapital mit einbringen?
Und wenn es möglich ist, bei wem macht man es dann am Besten?

Ja die Einspeisevergütung sind dank der neuen Regelung abhängig von der Zubaurate.
Die Investition lohnt sich aber dennoch für die meisten Dächer (es gibt natürlich Ausnahmen).
Was die Finanzierung angeht kann ich Dir leider nicht weiterhelfen.
Schau am besten mal welche Solateure in Deiner Gegend Anlagen auf Dächer bauen und schilder Deinen Fall. Regionale Anbieter wissen meist welche Bank noch etwas anbietet. Das ist natürlich von Bank zu Bank und von Region zu Region total unterschiedlich, da diese Dinge nicht staatlich geregelt sind sondern eben nur von der Bank abhängig. Was du auch prüfen kannst ist ob du noch eine Steuererleichtung bei Dir bekommst.
In diesen Fragen weiß der Solateur vor Ort aber meist am Besten Bescheid.

Ich habe einen Bekannten, der eine Anlage ohne Eigenkapital gebaut hat und die wirft unglaublich gute Rendite ab - die ist aber jetzt auch schon über 1 Jahr alt und es war in Leipzig. Dort gab es ein gutes Angebot einer lokalen Bank + staatlichen Zuschuss in Form von Steuererleichterung.


Gerri schrieb:
Lohnen die sich dann überhaupt?

Lohnen Sie sich für was? Für den eigenen Geldbeutel oder für die Umwelt?
Gescheit ausgelegt für beides



Was ich Dir Anbieten kann ist, dass ich das Angebot prüfe was du von Deinem Solateur erhälst.
Ich habe das schon für mehrere gemacht (unter anderem meine Eltern) und man glaubt nicht wieviel Murks einem die Leute verkaufen wollen.
Das soll nicht abschreckend klingen, aber es gibt eben schwarze Schafe wie in jeder Industrie und grade in dem Bereich sollte man schon sehr vorsichtig sein, da es sich doch primär um eine Geldanlage handelt.

Cale schrieb:
Stromkosten sparst Du ohnehin nicht. Du speist den Solarstrom zu den höheren Vergütungen ins Netz ein und beziehst Deinen Strom wie vorher auch.

Prinzipiell richtig, ABER es gibt verschiedene Konzepte, die von dem aktuellen Einspeisetarif + Eigenverbrauchsbonus sowie den Kosten des Bezugsstromes abhängen.
Da muss man sich vor Ort die Gegebenheiten anschauen (da geht es eben auch um das Lastprofil des Haushaltes) um das ganze zu optimieren (renditemäßig).

Nach einer Gesetzanpassung des EEGs muss dir der Netzbetreiber eine monatliche (voraus)Abschlagszahlung leisten. Eben das Pendant zu der Verbrauchsabschlagszahlung.
 
Danke für den Tipp bzw. dein Angebot.

Ich werd mal ein paar Solateure in meiner Gegend suchen und bei denen anfragen.

Mein Dach zeigt in West-Süd-West (nennt man doch so?) und es wird durch nichts verdeckt. Ich weiß nicht genau wie gut diese Lage ist aber ich hab eigentlich den ganzen Tag Sonne au der einen Seite.....
 
Gerri schrieb:
Danke für den Tipp bzw. dein Angebot.

Ich werd mal ein paar Solateure in meiner Gegend suchen und bei denen anfragen.

Mein Dach zeigt in West-Süd-West (nennt man doch so?) und es wird durch nichts verdeckt. Ich weiß nicht genau wie gut diese Lage ist aber ich hab eigentlich den ganzen Tag Sonne au der einen Seite.....


Prüfe mal hier, welche Erträge du etwa zu erwarten hast:
http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php

System losses würde ich mal grob in den Bereich 8% setzen. Azimuth Wert ist die Abweichung von genau Süd, dein Dach (bei W-S-W) hätte also ne 60 Grad Abweichung. Dachneigung brauchst du natürlich noch (gerade in dem Fall recht wichtig), zumindest ungefähr.


Lohnen sollte sich das noch immer, sofern mit deinem Dach vernünftig was geht (Größe, Ausrichtung). Die Preise werden imo immernoch ähnlich stark wie die Vergütungen gesenkt, insofern passt das. Ein guter Solarteur sollte das zwar auch sehen, aber schau auf jeden Fall auch mal genauer, ob dein Dach wirklich unverschattet (Kamin, entferntere Bäume, Gebäude o.Ä.). Gerade jetzt kannst du das durch die tiefstehende Sonne ja ganz gut sehen.


Edit: WSW ist okay, ~genau Süd wäre aber natürlich das Beste. Die Ertragseinbußen im Vergleich zu Süd hängen auch von der Dachneigung ab (tendenziell je höher die Dachneigung, desto mehr verlierst du).


Edit2: Eigenkapital musst du afaik immer mitbringen, größenregionsmäßig 5-10%. Dann sollte nen Kredit über die KfW kein Problem sein und die Zinsen dürften momentan sehr günstig sein.
 
Meine Solaranlage kommt mit dem nächsten Bausparvertrag. Ich kenne jemanden, der mit einer alten Gabelstaplerbatterie den Strom seiner Anlage puffert und so auch Nachts eine Stromausbeute hat. Finde ich sehr genial, werde ich mir alles genauer ansehen, wenns bei mir soweit ist.

Wenn man sich die Teuerungsrate ansieht, kann man seine Euros bestimmt schlechter anlegen. Abgesehen von den anderen Überlegungen wie Umwelt, weg vom Atomstrom etc.

Natürlich schiele ich auch schon in Richtung E-Auto. :)
 
tim_buktu schrieb:
Zum Thema Umweltnutzen

Hab mal gehört, dass die Platten die für die Herstellung benötigte Energie in unseren Breitengraden nie wieder reinholen... :?

Durschnittlich haben sich Solarmodule in weniger als 1,5 Jahren Gesamternergetisch ammortisiert. (Stand 2009 oder 2010).



@Gerri

Wenn du in iPhone hast lad dir mal von SMA den Solarchecker runter.
Da kannst du ein paar Eckdaten eingeben, legst das Handy aufs Dach (bzw. hälst es in gleicher Ausrichtung und Neigung).
Ist nochmal genauer als die pvgis webseite. Aber gibt natürlich auch nur grob eine Einschätzung.
 
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