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RIP - rest in peace

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Er habe sich wegen einer "ausweglosen Krankheit" das Leben genommen.
"Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten", heißt es in dem Abschiedsbrief, der von Gunter Sachs unterschrieben wurde. Er stelle "heute noch in keiner Weise" ein Fehlen oder einen Rückgang seines logischen Denkens fest.
Hm hört sich nach Alzheimer an.
 
Eben bei der Tagesschau haben sie auch von Alzheimer gesprochen
Kann ich vollkommen verstehen, wenn man sich zu dem Schritt entscheidet, solange es der Geist noch zulässt.
So degenerieren will ich auch nicht, hab bei meiner Oma gesehen, was Alzheimer aus einem Menschen macht. Das will man seinen Angehörigen nicht antun.
 
el_barto schrieb:
Eben bei der Tagesschau haben sie auch von Alzheimer gesprochen
Kann ich vollkommen verstehen, wenn man sich zu dem Schritt entscheidet, solange es der Geist noch zulässt.
So degenerieren will ich auch nicht, hab bei meiner Oma gesehen, was Alzheimer aus einem Menschen macht. Das will man seinen Angehörigen nicht antun.

Und ich habe bei meinem Opa gesehen, was Alzheimer aus einem macht.
Und ich habe durch Arno Geiger gelernt, dass das nicht das Ende, sondern ein Anfang sein kann. :)
 
Alexicious schrieb:
el_barto schrieb:
Eben bei der Tagesschau haben sie auch von Alzheimer gesprochen
Kann ich vollkommen verstehen, wenn man sich zu dem Schritt entscheidet, solange es der Geist noch zulässt.
So degenerieren will ich auch nicht, hab bei meiner Oma gesehen, was Alzheimer aus einem Menschen macht. Das will man seinen Angehörigen nicht antun.

Und ich habe bei meinem Opa gesehen, was Alzheimer aus einem macht.
Und ich habe durch Arno Geiger gelernt, dass das nicht das Ende, sondern ein Anfang sein kann. :)

Was für ein Anfang soll das denn sein, wenn sich ein geliebter Angehöriger vor deinen Augen in ein hirnloses, sabberndes Stück Fleisch (hart ausgedrückt) verwandelt?
Was für ein Anfang soll das sein, wenn eine Mutter ihren Sohn (meinen Papa) nicht mehr erkennt, wenn er vor ihr steht? Das hat ihm damals so unendlich weh getan, das war absolut grausam...
Was für einAnfang soll das sein, wenn ein Mensch zuhause Panikattacken bekommt, weil er nicht mehr weiß, das es sein zuhause ist und er sich in der Fremde gefangen vorkommt?


Ne, Alzheimer ist für mich eine grausame Krankheit, die für den Erkrankten (im Anfangsstadium) und später die Angehörigen die Hölle ist. Da versteh ich jeden, der seinem Leben ein Ende setzt, solange er es noch kann. Ich würde auch nicht anders handeln, sobald ich merke, dass ich den Verstand verlier, bin ich draußen.

Von was bitteschön soll Alzheimer der Anfang sein? Es ist eindeutig das Ende. Das Ende vom selbstbestimmten Leben, das Ende vom eigenen Verstand. Da gibts für mich nix zu beschönigen.
 
Würde ich genauso machen, wenn mir ein derartiges Schicksal bevorstünde. Sehe keinen Grund, dass mir bzw. den Menschen, die mich lieben anzutun.
 
GPLegend schrieb:
pil schrieb:
Wer hoch steigt, fällt tief.

Was hat das jetzt mit Alzheimer und seinem Selbstmord zu tun?
Nicht jeder der Alzheimer hat schießt sich in den Kopf oder bringt sich allgemein um. Hätte er sich auch bei all den anderen Schocksälen dieser Welt umgebracht? Berhinderungen? Andere Krankheiten? Ichj nehms jetzt masl an. Wer hoch fliegt halt, der hat dann auch sehr viel zu verlieren, das ist bnur ne Tatsache die er mit vielen anderen teilt. Manche bringen sich bei der Finanzkrise um weil sie nur noch 1 Milliarde statt 10 haben.
 
Aber das ist doch was ganz Anderes?!

Er wollte wahrscheinlich nur seiner Familie das leid ersparen ihn in einem völlig dementen Zustand sehen zu müssen.
Den Kommentar fand ich jetzt irgendwie unpassend.
 
Was pil da schreibt ist Schwachsinn. Der ist nicht karrieregeil im Koksrausch gestorben, sondern hat sich mutmaßlich in einem frühen Zeitraum einer schrecklichen Krankheit für den eleganten Ausstieg entschieden.
Das ist imo eine Entscheidung die Mut erfordert und Respekt verdient, da finde ich so Kommentare äußerst unangebracht.
 
Sichz seinen Kopf weegzuschießen ist keine elegante Art und du unterstellst der Familie sie seien wohl besser dran ihren Vater so zu verlieren. Ich will es nur hoffen dass die Angehörigen das so dufte finden wie ihr. Natürlich denk ich dabei an die Familie die einen noch gesunden Menschen verlieren. Natürlich kann man sich darüber unterhalten ob man alte Menschen nicht wieder auf die Schollen setzt und und sie treiben lässt.
 
haben einen alzheimerfall in der schwerste form zuhause und kann die entscheidung verstehen.

el_barto schrieb:
Was für ein Anfang soll das denn sein, wenn sich ein geliebter Angehöriger vor deinen Augen in ein hirnloses, sabberndes Stück Fleisch (hart ausgedrückt) verwandelt?

die grenzwertige wortwahl trifft es leider ganz gut.

nix anfang.
 
el_barto schrieb:
Alexicious schrieb:
el_barto schrieb:
Eben bei der Tagesschau haben sie auch von Alzheimer gesprochen
Kann ich vollkommen verstehen, wenn man sich zu dem Schritt entscheidet, solange es der Geist noch zulässt.
So degenerieren will ich auch nicht, hab bei meiner Oma gesehen, was Alzheimer aus einem Menschen macht. Das will man seinen Angehörigen nicht antun.

Und ich habe bei meinem Opa gesehen, was Alzheimer aus einem macht.
Und ich habe durch Arno Geiger gelernt, dass das nicht das Ende, sondern ein Anfang sein kann. :)

Was für ein Anfang soll das denn sein, wenn sich ein geliebter Angehöriger vor deinen Augen in ein hirnloses, sabberndes Stück Fleisch (hart ausgedrückt) verwandelt?
Was für ein Anfang soll das sein, wenn eine Mutter ihren Sohn (meinen Papa) nicht mehr erkennt, wenn er vor ihr steht? Das hat ihm damals so unendlich weh getan, das war absolut grausam...
Was für einAnfang soll das sein, wenn ein Mensch zuhause Panikattacken bekommt, weil er nicht mehr weiß, das es sein zuhause ist und er sich in der Fremde gefangen vorkommt?


Ne, Alzheimer ist für mich eine grausame Krankheit, die für den Erkrankten (im Anfangsstadium) und später die Angehörigen die Hölle ist. Da versteh ich jeden, der seinem Leben ein Ende setzt, solange er es noch kann. Ich würde auch nicht anders handeln, sobald ich merke, dass ich den Verstand verlier, bin ich draußen.

Von was bitteschön soll Alzheimer der Anfang sein? Es ist eindeutig das Ende. Das Ende vom selbstbestimmten Leben, das Ende vom eigenen Verstand. Da gibts für mich nix zu beschönigen.

Das soll Alexicious echt bitte noch mal genauer erklären. Ich seh das bei meiner Oma gerate, sie weiß kaum noch wer ich bin und hält mich oft für jemand anders. Wenn man sich dann unterhält bekommt man alle 5 minuten die selbe Frage gestellt. Alles was länger wie 15 Minuten her ist weiß sie dann meistens auch nicht mehr und Sachen die man ihr erzählt kann sie sich eigentlich auch nicht mehr merken.
 
Es ist doch die Frage, ist dieser Mensch unglücklich, merkt er selbst seine Situation? Hat er keinerlei Freude am Leben? Es gibt viele Krankheiten wo im Grunde genau das selbe passiert, wo auch die Familie darunter leiden mag weil ständige Kontrolle vonnöten ist. Da fragt man sich aber, ob der Mensch dahinter Gefühle empfinden kann oder nicht. Und trotz Freude am Leben hat, lachen kann. Eben noch gefühle haben.

Und im übrigen, noch mal zur eleganten Art der Selbsttötung, so ein Schwachsinn kann nur von einem Killerspieler kommen. Dir bläst es der Kopf weg wenn er sich die Pistole an den Kopf gehalten hat. Da ist nichts mit "Am Sarg Abschied nehmen". Auch das möchten Angehörige vielleicht doch auch noch mal. Das kannste dann vergessen wenn du dir den Kopf wegbläst. Klsar, in Computerspielen ist meist der Kopf und die Schädeldecke noch dran. Die Sauerei will ich übrigens auch nicht wegmachen, man muss das auch elegant gewesen sein die Leiche zu entdecken und das die Schädeldecke an der Wand klebte, sehr sehr elegant, wow, wioe männlich. Bullshit mal wieder vor dem Herrn.
 
"Der alte König in seinem Exil" lesen. Danach hab ich tausend Dinge anders gesehen, wenn auch zehn Jahre zu spät. :) ich erlebe die Menschen, die das Buch bei mir gekauft und mir dann kurze Zeit später bewegende Rückmeldungen geben und gegeben haben...

Es gibt reichlich Menschen, die mit AIDS und Krebs in einer Form umgehen, die einen nicht völlig am Boden zerstört. Wieso sollte es hier anders sein?

Saw: Bin gerade in der Arbeit und tippe am Handy, aber ich erzähl am Abend gern mehr dazu. :)
 
Man kan doch Alzheimer nicht mit anderen Krankheiten vergleichen.

AIDS und Krebs ruinieren einen Menschen körperlich aber sie rauben ihm nicht den Verstand.
 
Alexicious schrieb:
Es gibt reichlich Menschen, die mit AIDS und Krebs in einer Form umgehen, die einen nicht völlig am Boden zerstört. Wieso sollte es hier anders sein?

Weil du bei Alzheimer nicht die Wahl hast. Man kann nicht durch positives Denken verhindern oder auch nur verzögern, dass man früher oder später alle höheren Funktionen des Gehirns verlieren wird. Man wird irgendwann seine Kinder nicht mehr erkennen, man wird irgendwann nicht mehr wissen, wo man wohnt, man wird irgendwann nur noch apathisch an die Decke starren, zu nicht mehr als einem gelegentlichen Stöhnen fähig.
Und genau DAS macht die Angehörigen so fertig, dass der Mensch, den man liebt, vor den eigenen Augen aufhört zu existieren, nur noch zu einer Hülle verkommt, die grade noch so funktioniert (bis das Gehirn auch irgendwann die niedrigen Tätigkeiten wie atmen "vergisst" und der Qual ein Ende setzt).
Ein Patient einer tödlichen Krankheit wie Krebs hat die Wahl (wenn er einen starken Charakter hat), mit erhobenem Haupt in den Tod zu schreiten, da er bis zum Schluss er selbst bleibt (mal von Sachen wie Hirntumoren abgesehen), Alzheimer hingegen nimmt einem diese Wahl, wenn man den Dingen seinen Lauf lässt. Man verliert sich selbst mit der Zeit und dann passiert das, was ich oben mit drastischen Worten schon beschrieben hab. Und das passiert nicht ab und zu, sondern ausnahmslos immer, wenn man nicht vorher an was anderem stirbt.
Daher ist bei Alzheimer der Selbstmord in einer Phase, in der man noch Herr über sich selbst ist, eine elegante Entscheidung, die Mut erfordert, aber imo richtig ist.
 
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