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RIP - rest in peace

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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Da denke ich auch, daß Du momentan "Narrenfreiheit" genießt.

Es gab da ja sonst auch diesen anderen Thread, der mich schwer schlucken ließ: Papa

Über einen eigenen Thread habe ich nicht wirklich nachgedacht. Bin gerade nur etwas erschrocken dass ich den verlinkten Thread gar nicht kenne. Aber ich schaue manchmal sehr sehr selten in den OT Bereich.

Ich weiss noch wie ich 2011 hier gepostet habe dass meine Mutter nach ca. 50 Jahren von heute auf morgen das Rauchen aufgegeben hat, da hat man sie sogar noch in den Threadtitel übernommen (Freezis Mudda). Fand ich immer witzig.

Ende 2014 teilte ich hier auch schon ein paar meiner Sorgen, als sie die Lungenentzündung hatte. Aber dann wurde halt alles unerwartet viel besser, und 2016 jetzt das genaue Gegenteil. Hier wurden aus positiven Erwartungen unerwartet ein ganz schwerer Verlust. Es kmmt halt immer alles unerwartet, leider zu selten das schöne unerwartete.

Umso näher ich dem Donnerstag komme, umso nervöser werde ich. Habe heute noch einen weiteren Song auf die CD gebrannt, da der Bestatter meinte drei Songs wären am besten. Nahm dann noch das wohl bekannteste Lied aus Dirty Dancing hinzu..

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Diese Filmszene am Ende liebte sie so sehr. Ist auf der CD auch der letzte der drei Titel.

Falls ein Mod die Lust haben soll, kann er auch gern alle Posts zu meinem Verlust extrahieren und in einen eigenen Thread setzen. Ist ja nun eh kein Geheimnis mehr, was passiert ist. Und bisher gab es ja auch noch keinen einzigen blöden Kommentar dazu. Viele Beiträge sind dann auch oft trostspendend. Noch mal danke dafür.
 
Der Mensch ist im Stande, gar grausamste Dinge zu überleben und zu verkraften.

2003 ist meine Mutter mit 46 Jahren gestorben. Umgefallen, tot. Die Frau meines Vaters.

Ein halbes Jahr später ist meine Oma gestorben, mit 79. Krebs. Die Mutter meines Vaters.

Wieder ein halbes Jahr später ist meine Tante gestorben. Mit 49. Die Schwester meines Vaters.

Er verfiel dem Alkohol. Was mit einem oder zwei Gläsern Rosé am Tag begann, endete in ein bis drei Flaschen Wodka. Pro Tag.

Job weg.

2013 sein trauriger Höhepunkt. In der Küche betrunken gefallen, schaffte er es schwer verletzt mit sprichwörtlich letzter Kraft mich anzurufen. Als ich ihn auf dem Boden fand, war er mehr tot als lebendig. Grausamer Anblick.

Es folgten 8 Monaten Krankenhaus, Reha und Kur.

Er ist trocken, hat vor knapp 2 Jahren eine neue Lebenspartnerin kennen gelernt. Nach kurzer Zeit dann die Diagnose bei ihr: unheilbarer Hautkrebs. Lebenserwartung ungewiss. Lange nicht mehr.

Und er macht trotzdem weiter, kämpft für sie mit. Ohne Alkohol.

Dem kann ich nur mit Hochachtung gegenüber treten.
 
Also an Alkohol oder Tabletten denke ich gar nicht. Dafür war ich noch nie sonderlich zu haben.

Mich jetzt kaputt zu saufen macht meine Lage nicht besser oder leichter, eher das Gegenteil wäre der Fall.
 
Der Mensch ist im Stande, gar grausamste Dinge zu überleben und zu verkraften.

2003 ist meine Mutter mit 46 Jahren gestorben. Umgefallen, tot. Die Frau meines Vaters.

Ein halbes Jahr später ist meine Oma gestorben, mit 79. Krebs. Die Mutter meines Vaters.

Wieder ein halbes Jahr später ist meine Tante gestorben. Mit 49. Die Schwester meines Vaters.

Er verfiel dem Alkohol. Was mit einem oder zwei Gläsern Rosé am Tag begann, endete in ein bis drei Flaschen Wodka. Pro Tag.

Job weg.

2013 sein trauriger Höhepunkt. In der Küche betrunken gefallen, schaffte er es schwer verletzt mit sprichwörtlich letzter Kraft mich anzurufen. Als ich ihn auf dem Boden fand, war er mehr tot als lebendig. Grausamer Anblick.

Es folgten 8 Monaten Krankenhaus, Reha und Kur.

Er ist trocken, hat vor knapp 2 Jahren eine neue Lebenspartnerin kennen gelernt. Nach kurzer Zeit dann die Diagnose bei ihr: unheilbarer Hautkrebs. Lebenserwartung ungewiss. Lange nicht mehr.

Und er macht trotzdem weiter, kämpft für sie mit. Ohne Alkohol.

Dem kann ich nur mit Hochachtung gegenüber treten.
Ey ich dacht Freezi hat es schwer aber sowas hier zu lesen is auchn Ding. Das immer noch ein Unterschied sowas im TV zu sehen anstatt mit "echten Menschen" mit denen man regelmäßig zu tun hat. Auch wenns nur hier übers Forum ist. Krass sowas zu hören, echt. Mein Vater war auch starker Alkoholiker. 10 Bier und ne Flasche Goldkrone bis Mittag war normal. Er war immer im Garten, kam dann nach Hause und hat nachmittag so weiter gemacht. Über 20 Jahre. Dann ist er im Garten umgefallen, wieder aufgewacht und hat sich zum Arzt geschleppt. Was da die genaue Diagnose war weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß nur das der Arzt sagte: Wenn sie jetzt nicht sofort aufhören sind sie in einem Jahr tot. Und das hat den Schalter in meiner Familie komplett umgelegt:

Mein Vater hat allein zu Hause ein kalten Entzug gemacht (was aus heutiger Sicht falsch ist), hat von heute auf morgen komplett mit Alkohol aufgehört, keine Schokolade mit Alk oder auch sonst was, kein Essen mit Wein, nix. Danach ist er noch ins Krankenhaus und hat da aus Faulheit auch das Rauchen aufgehört. Meine Mutter hat dann wegen ihm auch mit dem Rauchen aufgehört und seit dem sind nun satte 18 Jahre vergangen. Beide haben nie wieder geraucht und mein Vater nie wieder getrunken. Das witzige ist das er bis heute sagt das mitm rauchen aufhören mit Abstand das einfachste war. Einfach keine mehr anzünden meinte er zu mir und er hat sich bis heute dran gehalten.
 
Hab ich dadurch jetzt "Jammerverbot"? ;)

Werde mich sicherlich nach der Bestattung noch mal zu Wort melden. Morgen wird sicherlich auch hart. Der lange Tag davor. Und am Freitag wird ihr Pflegebett abgebaut und abgeholt.

Jetzt guck ich erstmal bis in die Nacht TV.
Um Gottes Willen. Nein natürlich nicht. Du darfst solange hier deine Gedanken teilen wie du willst. Was denkst du denn von mir, brother? ;)
 
Boah, jetzt greift doch extrem die Nervosität über. Morgen um 11 Uhr ist die Bestattung.

Bin nur am flattern und komplett fertig. :traurig:

Kein Vergleich zur Beerdigung meines Vaters vor sechs Jahren. Den habe ich auch total geliebt, aber dieser Verlust ist jetzt echt ne ganz eigene Hausnummer.

Die Klamotten die ich morgen trage hatte ich zuletzt vor sechs Jahren an. Ich hasse Wollhosen und Lackschuhe. Bin eher der Jeans und Sneaker Fan. Und nun muss ich den Dreck erneut tragen.
 
Das wird dir morgen nochmal imens Kraft kosten aber auch wenn du es nicht glaubst, ab da geht es langsam aber sicher Bergauf. Immer ein kleines Stück

Sorry, glaube da nicht wirklich dran. Wir waren ein Team. Und irgendwie habe ich das Gefühl, mit ihr ist auch ein Teil von mir gestorben. Ich muss das beim nächsten mal beim Hausarzt genau ansprechen. Ich fühle mich als ginge ich kaputt. Wenn ich über die Straße laufe und Autos sehe kommen mir schon krude Gedanken. Und nein, keine Bange, würde ich nicht tun. Aber schon die Gedanken daran sollte man nicht haben. :nein:
 
Auch, wenn du es jetzt nicht siehst und nicht daran glaubst: Es wird mit der Zeit besser. Wirklich!

Ob du es glaubst oder nicht, ich bin eigentlich ein meist gut gelaunter Optimist, der immer das beste aus allem gemacht hat. In den letzten zehn Jahren passierte viel Scheiße, aber ich habe mich immer durchgekämpft und Spaß am Leben. Aber sieben Jahre kranke Eltern, Pflege, Sorgen, Tod des Vaters, und nun der Verlust der Mutter, ich glaube einfach dass ich jetzt keine Kraft mehr habe das auch noch zu bewältigen.

Aber nun Schluss, jetzt muss ich erstmal morgen überstehen, und gleich probieren noch etwas zu essen.
 
Ob du es glaubst oder nicht, ich bin eigentlich ein meist gut gelaunter Optimist, der immer das beste aus allem gemacht hat. In den letzten zehn Jahren passierte viel Scheiße, aber ich habe mich immer durchgekämpft und Spaß am Leben. Aber sieben Jahre kranke Eltern, Pflege, Sorgen, Tod des Vaters, und nun der Verlust der Mutter, ich glaube einfach dass ich jetzt keine Kraft mehr habe das auch noch zu bewältigen.

Aber nun Schluss, jetzt muss ich erstmal morgen überstehen, und gleich probieren noch etwas zu essen.


Dass es sich auswegslos anfühlt, ist Teil des Prozesses. Aber das ist bei dir doch noch so frisch - natürlich sieht man da noch nicht die Sonne am Horizont.
 
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