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RIP - rest in peace

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Danke Leute. Im Sommer wäre sie 70 geworden. Habe mich so darauf gefreut. Trotz ihrer beschissenen Krankheit hatte sie immer Spaß am Leben und war nie depressiv. Und nun raffte sie eine scheiß Blasenentzündung dahin, da die Multiple Sklerose dadurch den finalen Schub eingeleitet hat.

Sie hat in den vergangenen anderthalb Jahren eine Lungenentzündung weggesteckt und eine schwere Blasenentzündung. Immer fing sie sich. Aber diesmal hat es meine Mutter nicht mehr geschafft.

Ich bin ihr nicht böse, aber ich vermisse sie schrecklich. Ich glaube die wenigsten können das nachvollziehen, weil niemand mit 37 noch mit der Mutter lebt. Meist hat man dann ein Bild vor Augen von einem Vollidioten-Mamakind. Aber bei mir und meiner Mutter war das ja etwas ganz anderes.

Das macht das ganze noch so viel schwieriger, wenn man sich so sehr um eine geliebte Person gekümmert hat, und irgendwie auch voneinander abhängig war. Und nun ist sie einfach weg. :traurig:
 
Wünsche Dir ganz viel Kraft in der schweren Zeit und Menschen, die Dich auffangen.
Sie wird glücklich gewesen sein, dass Du die letzten Jahre für sie da warst. Auch wenn es viel zu früh war, das ist etwas ganz besonderes, dass Du die letzten Jahre deiner Mutter so intensiv mitbekommen hast.
 
Großer Gott, Freezi. Ganz egal wie viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit wir dir wünschen, im Moment kommt es einem so vor, als wenn dieser Schmerz unendlich ist und niemals weniger wird. Ich hab meine Mom im Sommer 08 verloren und hab sie vorher noch so viel unterstützt und Zeit mir ihr verbracht wie es irgendwie niur ging, und das ist auch der einzige Trost, den man irgendwie haben kann, das es einem vergönnt war, noch so viel Zeit an Ihrer Seite zu verbringen wie es möglich gewesen ist und sie auch genau das auch mitgenommen hat, deine Liebe und Zuversicht. Und auch wenn es im Moment scheint als würde dieser Schmerz niemals weniger werden, kann ich dir versichern, das die Zeit es leichter macht. Jetzt ist es bei mir im Sommer 6 Jahre her und auch wenn ich noch oft an Sie denke, ist es inzwischen Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und die Liebe wir sie mir und ich ihr gegeben habe. Es wird leichter.
 
@Freezi

Auch von mir herzliches Beileid. Alle guten Wünsche bringen dir momentan gefühlt eh nicht viel, denn ein Stück deiner Welt ist gegangen.

Sie muss jetzt nicht mehr kämpfen und kommt zur Ruhe. Und sie wird dich weiterhin auf deinen Wegen begleiten. An einem Ort, der euch ewig verbindet, den euch keiner nehmen kann.

Ich hoffe, du konntest dich so verabschieden, wie es für euch richtig und gut war. Meine Mutter ist einfach umgefallen und war tot. Das Schlimmste damals war, dass ich ihr nicht mehr sagen konnte, dass ich sie liebe. Ich konnte mich nicht verabschieden. Ich habe mich oft gefragt, ob es Dinge gibt, die ich gerne nie zu ihr gesagt habe. Heute tröste ich mich damit, dass es so für sie besser war. Kein langes Leiden, keine Schmerzen.

Vor 3 Jahren hätte ich dann fast auch noch meinen Vater verloren.

Du musst im Leben immer nach vorne schauen. Der Tod gehört leider zum Leben dazu, genauso der Schmerz, wenn ein geliebter Mensch von einem geht. Aber das ist das Leben. Es wird mit der Zeit leichter, zumindest der eigenen Erfahrung nach.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, gerade die nächsten Tage werden schlimm. Aber du wirst es schaffen! :knuddel:
 
@Zimtzicke

Ich konnte mich verabschieden. Ich saß ja gestern über den Tag 6-7 Stunden an ihrem Bett und habe ständig etwas in ihr Ohr gesagt. Aber sie wollte nicht gehen. Dann saß ich Abends eine Stunde vor der Türe mit einer Frau der Hospizbewegung, die mir geholfen hat diese Situation etwas besser zu bewältigen. Ich hörte dann irgendeinen Aufschrei, ging sofort zu meiner Mutter, die dann ganz ruhig atmete. Ich sagte ihr dann noch letzte Wort, dann ging sie. Eine Träne kam aus ihrem rechten Auge.

Danach konnte ich mich dann noch mal in aller Ruhe von ihr verabschieden.

Ich bin froh dass ich noch bei ihr sein konnte, Kopf an Kopf, ihr dutzenede Küsschen geben konnte, ihr noch etwas sagen konnte, und dass sie nicht leiden musste. Aber dass sie nicht mehr zurückkommen wird, frisst mich einfach auf. Sie war einfach alles für mich. Es gibt auch null Gefühle der Erleichterung, weil ich mich jetzt nicht mehr um sie und all das drumherum kümmern muss, da ist einfach nur eine große Leere. :(
 
Mein Beileid, Freezi. Ich fand und finde es sehr vorbildlich, dass du dich all die Jahre so selbstlos um deine Mutter gekümmert hast. Absolut keine Selbstverständlichkeit, obwohl es eigentlich der Fall sein sollte. Meinen Respekt vor der Stärke und der Aufopferung die du tagtäglich aufgebracht hast. Ich wünsche dir viel Kraft und Unterstützung von Freunden in dieser harten Zeit.
 
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