Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

REVIEW [Review] Batman: Arkham Knight MASSIVE SPOILER!!!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seriously, SPOILERS INCOMING!!!






































Jason Todd ist der Arkham Knight, Batman ist der Joker und am Ende sprengt er sich in seiner Villa in die Luft. Ich hab euch gewarnt, oder?


Was passiert, wenn der erste Versuch bereits perfekt ist? Man kann freilich aufhören, wenn es am schönsten ist, nur bringt Aufhören in den meisten Fällen kein Geld. Andererseits ist jede Veränderung an Perfektion eine Verschlechterung. Arkham Knight lässt mich mit mehr als gemischten Gefühlen zurück. Das Spiel bietet superb-geniale Storymomente, die brillianten psychologischen Horror und die unermessliche Willensstärke Batmans ebenso wie die Tragik seiner Figur so gut zeichnen wie es auch Nolans Dark Knight nicht besser hinbekommen hätte und paart dies mit teilweise so unsäglich spaßfreien Aufgaben und Missionsstrukturen, dass man sich echt fragen, ob irgendjemand bei Rocksteady schon jemals einen Controller selbst in der Hand hatte.


Batman: Kampfsport, Gadgets... Panzerschlachten?


Die Story an sich schwankt bereits zwischen Brillianz und der typischen Schwachsinnigkeit wie sie nur die Welt der Comics liefern kann. Computer sind in dieser Welt die reinste Magie, hacken könnte genauso gut ein Zauberspruch sein. Batmans größtes Problem in diesem Spiel ist die Frage, wie er sein Batmobil an die verschiedenen unzugänglichen Orten Gothams bekommt, da nur sein Auto in der Lage ist, Türen zu öffnen, Wände einzureißen und generell den ganzen Scheiß zu machen, den Batman bis dato in drei Spielen wunderbar alleine hinbekommen hat. Batman bedient Kräne, Aufzüge, Schalter, alles im Namen, das hochheilige Wunderwerk, dass das Batmobil ist, in Position zu bringen. Währenddessen werden ihm seine neuen Gadgets vom Batwing geliefert, seinem höchst-eigenen, mit Schwebe- und Senkrechtstartfunktion ausgestatteten, militarisierten Kampf-Jet.


Ausgang der Story ist Scarecrow, der die Stadt mit einem Angriff seines Feartoxins bedroht. Ernsthaft, der Mann braucht mal einen Plan B. Gleichzeitig erscheint der Arkham Knight, dessen Identität ein Mysterium ist, bis das Spiel bei 70% Fortschritt brüllt: ES IST JASON FUCKING TODD!!!!!!


Angesichts Batmans Schock, als der Knight seine Maske lüftet, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Worlds greatest Detective... MY ASS!!!!!!!!!


Kim Bauer wäre neidisch


Batman ist über weite Strecken ein noch größeres Arschloch als sonst, gebeutelt von den alten Verlustängsten. Man sollte meinen, dass Mr. Wayne sich einen Psychiater leisten kann. In einem Anflug von Brillianz schickt er Nightwing zurück nach Blüdhaven und sperrt Robin (Drake) in einer Zelle ein, damit sie alle schön beschützt sind. Es hilft wenig.


Im Laufe des Spiels werden entführt und als Geiseln genommen:

Oracle, Jim Gordon (zwei Mal, im Laufe der ganzen Serie müsste das halbe Dutzend mehr als voll sein), Catwoman, Nightwing und Robin. Hätte einen Batman einen Goldfisch, wäre der auch an einer Stelle entführt worden. Der Joker spricht es an einem Punkt auch direkt aus. Der einzige Grund, warum Batman Freunde hat, ist damit sie entführt werden können.


Ach ja, Joker? Nein, der ist wirklich tot, keine Sorge. Allerdings verursacht eine Kombination aus Scarecrows Giftgas und dem Blut des Jokers (erinnert sich jemand an Arkham City, als der Joker Batman mit seinem Blut vollgepumpt hat?) bei Batman eine gespaltene Persönlichkeit und von dem Punkt an begleitet ihn der Joker aus dem Jenseits als Halluzination. Der Joker kommentiert alles, was Batman macht und taucht sogar im Gameplay auf, indem er Feinde und Ziele anzeigt. Der Joker hat hier mehr Screentime und Dialoge als in sämtlichen drei Vorgängern zusammen. Diese Tatsache ist recht beeindruckend, insbesondere wie geheim Rocksteady das halten konnte. Sie beißt sich nur leicht mit der Aussage, dass Mark Hamill den Clown nicht mehr sprechen wollte, weil das angeblich seine Stimme schädigen würde. Danach müsste Hamill jetzt stumm sein.


Dieser Storykniff ist genial, insbesondere wenn man sich immer wieder vor Augen führt, dass es hier Batman ist, dessen Gedanken der Joker Stimme verleiht, wird erst klar, wie kaputt Batmans Seele und Verstand wirklich sind. Der Kniff wird leider etwas überstrapaziert. Der Joker ist so omnipräsent, dass man mit Fug und Recht behaupten könnte, dass man beide Charaktere spielt.


Wie viele Bauunternehmen hat der Riddler eigentlich?


Der Story hilft nicht, dass man die Enden unmittelbar an die Nebenmissionen gekoppelt hat. Um das volle Ende zu sehen, muss man alles zu 100% beenden. Ignorieren wir mal für einen Sekunde, dass dazu 500.000 Riddlertrophäen gehören. Die Nebenmissionen wären auch ohne dem eine Katastrophe. Die meisten gehören der Search-and-Do-Something Fraktion an. Zumeist ohne Anhaltspunkte sollt ihr für viele Aufgaben einfach die Stadt absuchen, bis ihr zufällig auf euer Ziel stoßt. Die Motivation, die 30. Landmine aufzuspüren , den 68. Überwachungsturm oder den 3.798. Militärstützpunkt zu finden und zu säubern, verringert sich, wenn man jedes Mal ohne Anhaltspunkte die Stadt abfahren muss. Batman verfügt über all seine magischen Computer, Satelliten, Gizmos, Gadgets und Oracles. Er kann einen Jet und einen Panzer auf Knopfdruck aufrufen, hat Röntgensicht, kann mehr oder weniger fliegen und die einzige Möglichkeit, diese Nebenmissionen zu finden ist ziellos durch die Stadt zu cruisen und links und rechts zu schauen?


Mit Müh und Not und viel Quälerei habe 9 der verdammten Dinger gemacht. Das 100% Ende ist Wahnsinnigen vorbehalten, aber die gute Nachricht ist, dass alle drei scheiße sind, zudem auch wenig originell. Selbst wenn das Ende in der Form nicht schon in dem einen oder anderen Comic verwurstet worden wäre, Nolans Dark Knight Trilogie endete auch nicht sehr viel anders. Der Zuckerguss auf diesem Scheißkuchen war dann, dass mir das Spiel das Ende vorenthalten hat. Trotz 90% Komplettierung (!) und 9 von 14 erledigter Mission, was das zweite Ende hätte auslösen sollen, geschah nichts. Kein Abspann, keine Credits und, für wen das wichtig ist, keine Trophy. Drei weitere Most Wanteds soll ich machen. Dann wäre ich bei 12 von 14. Ausreichen sollen sieben. Es gibt einen Thread bei gamefaqs, der ein ähnliches Problem beschreibt. Ob es damit zu tun haben kann, dass ich Azrael haben gehen lassen und damit zu wenige Villains im Gefängnis habe, weiß ich nicht. Spekuliert wird auch, dass man den Feuerwehrchef braucht oder das ganze Militär geräumt haben müsste, aber am Ende des Tages bleibt immer die Tatsache, dass ich über 20 Stunden in ein Spiel investiert habe, um es zu über 90% abzuschließen und dafür nicht mal einen Abspann oder Credits bekommen habe.


Also Danke, Rocksteady. Großes Kino. Schritt eins: Versteck das volle Ende hinter den Nebenmissionen. Schritt zwei: Mach diese Nebenmissionen so langwierig, repetitiv und ätzend wie möglich. Und Schritt drei: Programmier so unsauber, dass ein Bug selbst den Idioten, die diese langweilige Kacke zu 90% durch würgen, das verdiente Ende vorenthalten wird.

THERE'S NO MIDDLEFINGER BIG ENOUGH!


Ein Wort: Riddler-Races!


Und dann das Batmobil. *Seufz* Das gottverdammte Batmobil!!! Ja, wir wollten das Batmobil haben. Wir wollten durch Gotham cruisen, vielleicht mal eine Verfolgungsjagd oder ähnliches erleben. Kein Mensch wollte irgendwelche Mechbattles haben. Kein Mensch wollte Stealth mit einem Panzer spielen. Kein Mensch wollte Plattforming auf irgendwelchen Häuserdächern. Kein Mensch wollte irgendwelche Puzzlespiele mit dem blöden Auto. Hat irgendeiner der Qualitätstester vielleicht mal als Fußnote angemerkt: „Keine Bugs gefunden. Aber Spaß macht der Scheiß nicht.“? Haben die ernsthaft geglaubt, den Mist wollte einer in der Form haben?


Der Rest ist Batman, wie man ihn seit Arkham Asylum kennt. Das bewährte Kampfsystem, oft kopiert, nie erreicht, hier so verkompliziert, mit Gegnern, die Schilde, Elektrizität und Taser tragen, dass man teilweise keinen einzigen Gegner mehr direkt angreifen, was zu Schwierigkeiten beim Aufbauen von Kombos führt. Stealth ist weitgehend die gleiche Prozedur die schon am Ende von Arkham Asylum an Spannung verloren hat mit Ausnahme der Möglichkeit, bis zu fünf Gegner hintereinander in einem ultra-coolen Chain-Move auszuschalten. Batclaw, Batcape, Explosiv Gel, Schächte, yadayadayada. Kennt man alles seit 2009 und haut einen anno 2015 nicht mehr wirklich aus dem Sessel.


Bosskämpfe sind, nachdem sie den Schwachpunkt in Asylum und den Höhepunkt in City darstellten, nunmehr komplett eliminiert oder komplett ins Batmobil verlegt worden. Vorbei die Katz- und Maus- Spielchen mit Mr. Freeze, das Niederringen von Solomon Grundy (born on a Mundy?) und Versteck-Spielen mit Croc. Selbst die lahmen Kämpfe gegen Bane hätte ich gern genommen.


Stattdessen gibt es Dronen, Dronen, Dronen, alle unbemannt natürlich, damit Batman sie reihenweise in die Luft jagen kann. Wie ironisch, dass Batman in seiner Handlung gelähmt wäre, wenn man nur in eine dieser Drone einen Menschen setzen würde. Batman müsste an Ort und Stelle kapitulieren.


Ich könnt noch was zur Technik schreiben und dass ich statt Scarecrow immer nur Denethor vor den Augen hatte, wenn ich ihn gehört habe, aber ehrlich gesagt, ich hab keine Lust, noch mehr Zeit und Energie auf diesen Betrug am Fan zu verschwenden. Erwähnenswert vielleicht noch, dass die PC Version von so hoher Qualität war, dass sie allen Ernstes kurz nach Verkaufsstart aus dem Programm genommen werden musste. Angeblich ist die One Version auch nur marginal besser.


The Dark Knight Falls


Gratuliere, Bats. Du bist meine Enttäuschung 2015, hast damit The Order: 1886 verstoßen. Zwei geniale und ein immer noch gutes Spiel mussten eines der besten Spiele 2015 fast garantieren. Im Gegenteil, es bedurfte schon fast beinharter Arbeit, um aus dem Ende der Arkham Reihe ein schlechtes Spiel zu machen. Super, Rocksteady, die Arbeit hat sich gelohnt. Ätzende Sidemissions, Bugs und das Scheiß Batmobile zerstören, was auch immer an Genialität teilweise in diesem Titel steckt. Kampf- und Predatorszenen sind gameplay-technisch ausgereizt bis zum Allerletzten und nach vier Titeln trotz aller Qualität einfach ermüdend. Und ja, die Sache mit dem Ende nehm ich persönlich. Egal, ob es ein Bug ist oder ich was übersehen habe, aber bei 90% erwarte ich einen Abspann. Darauf habe ich einen Anspruch. Es scheint, es hätte Rocksteady einfach keine Ahnung gehabt, was Fans wollen, was fast darauf schließen lässt, dass Asylum und City nur reine Glückstreffer waren. Selbst Origins war um Meilen besser und ein wesentlich echteres Batman als dieses seltsame Machwerk.
 
Zuletzt bearbeitet:
Spoilerwarnung im Titel VOR Batman wäre von Vorteil gewesen. In der Aktivitätenliste rechts sieht man davon nämlich nichts, klickt drauf und wird gefistet.

Dass es Todd sein soll, war mir von Anfang an ziemlich klar, aber das mit Bruce nicht - sollte es denn stimmen.

Stört mich grad nicht so sehr, aber ist hart unnötig von dir. Hättest wenigstens Spoilertags nutzen können, so hat es was von einem trotzigen Kind.
 
Mich störts nicht. Die ganzen Berichte und Videos haben mich bereits davon gereinigt das Spiel jemals spielen zu wollen. Schade drum, weil gerade das Ende ein paar ziemlich geile Momente hat, die in einem guten Spiel noch genialer gewesen wären.

Aber auf diese ganze Batmobil Scheiße hätte ich niemals Bock gehabt. Da zocke ich lieber Arkham Asylum nochmal.
 
Und slaughterking zitiert das ganze noch mal schön. Aber macht mir nix, die Arkham Reihe hat mich nie wirklich gehyped. Hab bisher nur Asylum und City gespielt, aber könnte jetzt nicht sagen, über was die Story da geht.
 
Ich bin zum Glück bugmäßig verschont geblieben. Geh auch nicht ganz so hart mit dem Spiel ins Gericht, kann Barts Ärger aber nachvollziehen. Als Fan der Lore ( :gerri: ) wird man nach Strich und Faden in die Eier getreten. Auch wenn die Story noch so geil ist, hat sie so große Lücken wie Batman Eier.
 
Der Rest ist Batman, wie man ihn seit Arkham Asylum kennt. Das bewährte Kampfsystem, oft kopiert, nie erreicht, hier so verkompliziert, mit Gegnern, die Schilde, Elektrizität und Taser tragen, dass man teilweise keinen einzigen Gegner mehr direkt angreifen, was zu Schwierigkeiten beim Aufbauen von Kombos führt. Stealth ist weitgehend die gleiche Prozedur die schon am Ende von Arkham Asylum an Spannung verloren hat mit Ausnahme der Möglichkeit, bis zu fünf Gegner hintereinander in einem ultra-coolen Chain-Move auszuschalten. Batclaw, Batcape, Explosiv Gel, Schächte, yadayadayada. Kennt man alles seit 2009 und haut einen anno 2015 nicht mehr wirklich aus dem Sessel.

In AK eine hohe Combo zu erreichen ist um vielfaches leichter als noch in Asylum außer man stellt sich schon sehr dumm an. In Asylum war es schon ein Kunst eine über 20x zu erreichen in Knight hab ich mehrfach 50x+ Combos erreicht.
Gegner mit Schilde, Taser usw. gibt es erst gegen Ende der Mainstory ähnlich wie Asylum und City. Das Freeflowsystem so zu kritsieren ist völlig aus der Luft gegriffen und kommt nur über dein Frust mit dem Batmobil und dem Knightfall-Ende. Stealth/Predator Abschnitte sind durch die doppelte Anzahl an Stealthtakedowns und die Außenareale um einiges packender gestaltet als in den Vorgängern. Batclaw? Braucht man für die Mainstory nicht einmal.
Also Bart wenn du keine Gameplayweiterentwicklung von Asylum zu Knight siehst dann weiß ich auch nicht.

Ich hab auch einige Kritik an dem Game. Ich denke das generelle Pacing der Mainstory hat es geschadet diese beschissenen Cobra Parts einzubauen. Die Tankbattles gegen die Drohnen waren zwar spaßig imo wenn man sein Batpanzer aufgemotzt hat aber in der Summe etwas zu viel. Hier hätte ich mir gewünscht anstatt Cobradreck 2 oder 3 mehr Fallrekonstruktionen wie in der Art mit dem Autounfall mit Oracle ab ca. 30% der Story einzubauen. Das war richtig geil und hätte dem Pacing eine viel bessere Balance zwischen Stealth/Kämpfen/Story+Cutscenes/Batmobil gegeben.
Zum Batmobil selber mir gefällts aber auch hier kann ich die Kritik nachvollziehen es gibt zu viel davon, stellenweise hatte ich bei den mehrfachen Cobra Abschnitten und einigen Plattformingabschnitten mit dem Teil das hier die Ideen rar wurden seitens Rocksteady.
 
Ich find den Spoiler gut. Für mich ist das Spiel sowieso nichts. Der erste Teil war damals wirklich klasse, aber schon dort traten bei mir Ermüdungserscheinungen ein... Arkham Knight kann mir gut gestohlen bleiben.
 
Ich dachte eher das batman durch jokers blut langsam zum joker wird, es aber zum ende hin wieder in den griff bekommt. Außerdem gab mir die sehr kurze endsequenz nur zu verstehen das wayne die batmankutte ablegt und er sich aus den staub macht. Glaube nicht das der sich freiwillig mit in die luft gejagd hat. Die leute sollen es bloß denken.

bei allem anderen muss ich Bart Wux aber recht geben. Das batmobil durch die teilweise sehr engen parcours zu steuern ist komplett nervig. Die kämpfe sind abartig. Da bekommt man ja einen knoten in die finger.
Allgemein ist das spiel in einigen abschnitten frustig und nervtötend. So eine kacke habe ich lange nichtmehr gespielt.
Und das man nach abschluss der story kein ende zu gesicht bekommt ist der größte hohn!
 
Zurück
Oben