Wie sich Retro Gamer 2/24 schlägt
Wie unsere Abonnenten in der exklusiven Reportage
Retro darf nicht sterben nachlesen konnten (und können), hat unser Nationalvertrieb MZV keine Zahlen über die früheren Heftverkäufe vom vorherigen Vertrieb erhalten, auf Anweisung des Heise-Verlags. Dennoch gab es eine Konkurrenzbeobachtung (bei MZV erscheinen unter anderem die GameStar-Sonderhefte…), sodass wir zumindest ungefähre Werte der letzten Ausgaben von Retro Gamer kennen. Die erste gute Nachricht: Obwohl wir ja im Preis um 2 Euro gestiegen sind, scheint sich Retro Gamer 2/24 besser am Kiosk und an den Bahnhofsbuchhandlungen zu verkaufen als die vorherigen Ausgaben von Heise! Was das dann am Ende in harten Zahlen bedeutet, werden wir erst Mitte Mai wissen, aber ich bin fürs Erste optimistisch.
Dazu kommen, zweite gute Nachricht, die direkt über unseren Shop verkauften Einzelhefte. Zwar dürfte ein guter Teil von ihnen von Neu-Abonnenten erworben worden sein, die nach dem „Bestell-Ende“ fürs letzte Heft zu uns gestoßen sind. Dennoch sind über 500 direkt verkaufte Hefte ein Wort. Wir bewegen uns ja insgesamt im Bereich von tausenden, nicht zehntausenden verkauften Magazinen.
Und die Abos machen richtig Spaß: Wenn ihr dies lest, haben wir rund 3.600 Abos erreicht – der von mir schon länger geäußerte Fixpunkt 4.000 scheint bis Jahresende durchaus erreichbar zu sein. Wieso „erst“ bis Jahresende? Nun, die Zahl der Neuabos hat sich zuletzt doch deutlich verlangsamt, was ja auch klar ist: Die meisten Altabonnenten und etliche neue haben wir erreicht, einige sind auch „verloren gegangen“ – ab jetzt wird es schwieriger, neue Abonnenten zu gewinnen.
Jedenfalls kann ich nach den drei guten Nachrichten jetzt sagen, dass Retro Gamer keine Bruchlandung gemacht hat beim Neustart! Wie hoch die Reiseflughöhe langfristig sein wird, muss sich noch zeigen – „kein Geld verlieren“ ist schon mal sehr gut, aber natürlich soll das Projekt auch Geld einbringen. Aber wenn ich mir überlege, wo wir vor drei oder vier Monaten gestanden sind, haben sich die Dinge bereits sehr positiv entwickelt. Und das haben wir euch zu verdanken!
Erste Erfahrungswerte
Auch wenn unser Heft sechs Wochen gebraucht hat, um bei Heinrich Lenhardt in Kanada zu landen (siehe dazu auch sein Auspack-Video auf
retro-gamer.de) – was wohnt der Gute auch auch Vancouver Island...? –, und auch das eine oder andere Heft nie seinen Adressaten erreicht hat: Mittlerweile sollte jeder Abonnent das Heft unter dem Kopfkissen haben (oder wo ihr eben sonst eure Wertsachen lagert...) – insgesamt hat die Aussendung sehr gut funktioniert: die allermeisten Abos waren innerdeutsch vor Kioskerscheinen dar, und sogar etliche Auslandsabos. Dennoch Österreicher und insbesondere Schweizer damit rechnen, dass es auch mal länger dauern kann – so wird die Schweiz per Luftpost beliefert, doch wenn die Hefte am Züricher Flughafen ausgeladen sind (dorthin liefert die Deutsche Post), kann es je nach Wohnort sehr schnell oder auch sehr langsam weitergehen.
Nachdem nun die allermeisten Kosten fürs erste Heft bezahlt sind (Gottseidank), ist mir klar, dass ich noch untertrieben hatte, als ich vor einiger Zeit meinte, dass die Kioskhefte wenig abwerfen und eher dem Marketing dienen würden. Es ist vielmehr so, dass wir bei ehrlicher Rechnung – nach der aktuellen ungefähren Prognose, wo wir am Ende landen werden – für jedes verkaufte Kioskheft draufzahlen.
Huch, habe ich nicht weiter oben geschrieben, dass wir uns gut schlagen würden am Kiosk, besser als zuletzte Heise/eMedia? Ja, das ist so – aber wir schlagen uns auch nicht fantastisch. Von den über 11.500 Heften, die wir an den Kiosk geliefert haben, verkaufen wir wohl eher ein Drittel als die Hälfte. Wohlgemerkt, auch ein Drittel ist schon richtig gut – viele Hefte verkaufen nur ein Viertel. Wenn wir aber für jedes verkaufte Heft „nur“ zwei andere nicht verkaufen, liegen die wahren Produktions- und Vertriebskosten für jedes verkaufte Heft immer noch mal dreimal so hoch, weil ja die beiden nichtverkauften Hefte mitfinanziert werden müssen. Und diese Kosten sind insgesamt höher als das, was wir mit einem verkauften Kioskheft erlösen. Die Redaktionskosten sind in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten!
Natürlich verbessert sich diese Relation mit jedem verkauften Heft, da dann zusätzlich zum höheren Umsatz ein Heft weniger weggeworfen wird. Würden wir 5.000, 6.000, gar 7.000 Hefte verkaufen am Kiosk, sähe die Sache schon anders aus. Aber ich würde mich freuen, wenn wir 4.000 schaffen – das war dem Heft, den MZV-Zahlen nach –, schon eine Weile nicht mehr vergönnt gewesen.
Besser sieht es bei den direkt verkauften Heften aus. Hier verdient zwar der Dienstleister mit (und natürlich die Post), dennoch bleibt mehr bei uns hängen, oder besser gesagt: überhaupt etwas. Mit dem Dienstleister, DSE One in Fürstenfeldbruck, sind wir sehr zufrieden, die dort bestellten Hefte werden immer prompt auf den Weg gebracht.
Was jedoch letztlich alles andere finanziert, sind, ihr ahnt es, die Abos. Darum meine große Bitte: Kauft gerne Retro Gamer am Kiosk, wenn ihr mal reinschnuppern wollt. Bestellt zum selben Zweick ein Einzelheft bei uns. Aber wenn euch gefällt, was wir da tun, dann schließt nach Möglichkeit ein Abo ab. Es ist günstiger für euch. Und es ist viel ergiebiger für uns. Hier geht’s zur
Abo-Bestellung. Und wer schon ein Abo hat, könnte ja überlegen, ob er uns per Bronze, Silber oder Gold-Abo nicht freiwillig stärker unterstützt. Das geht ganz einfach in eurem Abo-Profil auf unserer Website per Klick auf „Upgrade“.
Neuerungen in Retro Gamer 3/24
Nachdem meine Excel-Zahlen die Wichtigkeit des Abos immer weiter untermauern, ist es nur logisch, das Abo weiter zu stärken. Darum habe ich beschlossen, den „Kunstdruck“, der bei vielen von euch gut angekommen ist, fortzuführen, und zwar exklusiv für Abonnenten. Das neue Motiv ist noch nicht festgelegt, ihr könnt mir gerne durch Antwort auf diesen Newsletter Vorschläge schicken!
Eine inhaltliche Erweiterung ist auch geplant: Wir wollen mehr Hardware ins Heft bringen. Winnie denkt gerade über eine neue Rubrik nach, wird damit aber noch bis zur übernächsten Ausgabe brauchen. Bereits in Retro Gamer 3/24 werden wir aber eine dedizierte Hardware-Kurztest-Seite einführen, die wir in Zukunft ausbauen können, wenn sie euch gefällt. Wir werden außerdem einen Test zum Atari The400 im Heft haben, eine Seite mit Joystick-Fotos von Christian Wenke, eine Machina Obscura. Und das wird noch nicht alles sein in Sachen Hardware/Plattform, seid gespannt!
Drittens darf ich einen weiteren Neuzugang bei den Autoren begrüßen: Rüdiger Steidle. Wir kennen uns seit alten GameStar-Zeiten, als ich Rüdiger zu Mick Schnelle ins Zimmer setzte, was wohl eine sehr prägende Erfahrung gewesen sein muss. Später ging Rüdiger zu Computec und danach in die PR, aktuell ist er für einen Spiele-PC-Spezialisten in München tätig. Nebenher schreibt er ab und zu für GamersGlobal, und er war auch beim MS-DOS-Klassiker-Sonderheft vor einigen Jahren beteiligt, hat also schon Retro-Gamer-Stallgeruch gewittert. Ab kommender Ausabe aber schreibt er nun erstmals fürs Hauptheft – sein erster Artikel wird sich mit Das Schwarze Auge-Spielen beschäftigen.
Willkommen an Bord, Rüdiger!