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REVIEW Red Dead Redemption [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Yzerman

Alle Konsolen sind grün
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Nach langem gibt es auch mal wieder ein Review von mir. Und dies zu einem der besten Spiele des letzten Jahrzehnts. Ich weiss noch als das Spiel im Jahr 2010 rauskam: Die Presse überhäufte das Spiel mit Lob, im KT war ein Hype (weiss zwar gar nicht, ob ich damals schon dabei war... Evtl. war bei AG der Hype nicht so gross :ugly: ) und mir sagte das Spiel einfach nicht zu. Habe mir extra die Limited Edition gekauft, aber bis über die ersten Missionen auf der Ranch kam ich nie hinaus. Und das obwohl mir das Setting eigentlich zusagte.

Abwärtskompatibilität sei dank
Die Spiele welche in den Katalog aufgenommen werden, sind oft ein riesiges Hit & Miss. Oft sind irgendwelche Indiespiele mit dabei, welche schon anno dazumal niemand spielen wollte. Mit RDR hat MS aber mal auf seine Kunden gehört und ein Spiel kompatibel gemacht, welches auch noch heute ein paar Leute spielen möchten. So wie ich. Obwohl bei mir eine 360 steht, hätte ich RDR wohl nie wieder angespielt. Zum Glück meinte es Microsoft gut mit mir...

John Marston.
John Marston war mal ein schlimmer Finger. Er führte früher ein gesetzloses Leben und dadurch gelangt er schlussendlich auch in die Fänge einer Vorgängerorganisation des FBIs. Johns neue heile Welt als Farmer samt Ranch und Familie gerät gehörig aus den Fugen, da seine Frau und seinen Sohn als Geisel genommen werden. Diese kommen erst wieder frei, sobald John seine alten Ganoven-Kumpanen zu Strecke gebracht hat.

Der König der Welt des Westens
Das Spiel kennen wohl schon die meisten. Wie in der regulären GTA-Reihe löst man Hauptmissionen, mit denen man dem Ende jeweils einen Schritt näher kommt sowie Nebenmissionen, welche mehr oder weniger dem Zeitvertreib dienen. Klar sind manche mal amüsant, nachdenklich oder unterhaltsam, aber für das Spiel selber muss man eigentlich keine einzige absolvieren (ausser es ist in einer Hauptmission eingebettet). Den John hat es faustdick hinter den Ohren. Schon schnell fühlt man sich als die coolste Sau im wilden Westen. Bis die altbekannte Krankheit der Reihe auftaucht: Man spielt einfach viel zu oft den Laufburschen/Mädchen für alles von irgendwelchen Nichtsnutzen. Irgendwie nervt es, wenn man gerade einen ganzen Indianerstamm mitsamt einem Regiment der US-Armee ausgelöscht hat, nur um danach die Schwester einer flüchtigen Bekannten irgendwohin kutschieren muss. Von den ganzen Halunken, für die man "arbeitet" ganz zu schweigen.

Trotzdem macht man gerne mit. Den Marston ist ein Sympathieträger. Hier stimmt die Mischung zwischen dem eiskalten Killer und dem weitsichtigen und nachdenklichem Mann.

Das war bestimmt schon 2010 nervig...
RDR macht vieles richtig. Aber auch einige Dinge falsch: So ist das Schnellreisen mühsam, die Pferdesteuerung (vor allem bei Verfolgungsjagden mit Schiessereien) sehr gewöhnungsbedürftig und zu den Storyentscheidungen habe ich schon vorhin etwas geschrieben. Nichts desto trotz, sind diese Fehler nur minimal und versauen einem das Gesamterlebnis in keinster Weise. Die Steuerung funktioniert ansonsten gut - ohne das sie je eine Referenz gewesen wäre -, die Welt wirkt unglaublich lebendig und das obwohl sie nicht wirklich dicht bevölkert ist. Es gibt spannende Zufallsereignisse (die sich mit der Zeit natürlich wiederholen), gute Geschichten am Lagerfeuer (NPCs) und einfach immer wieder was zu entdecken. Das haben die Jungs von Rockstar wirklich unglaublich gut hingekriegt.

Technisch immer noch sehr schön
Auch optisch macht das Spiel noch einiges her. Die Landschaften sind herrlich, Slow-Downs und PopUps gibt es selten bis nie. Liegt vielleicht auch an der "One-Version". Aber auch noch in Jahr 4k/HDR bzw. 2016 störte mich das Alter des Spiels nie. Auch auf den erstellten Screens, welche ich hochgeladen habe, sollte dies erkennbar sein.
Es gibt mehr, als eine möglichst hohe Auflösung. Ich hatte jedenfalls mehr Spass als bei jedem GTA-Spiel. Ausser vielleicht San Andreas. Aber im direkten Vergleich würde auch da RDR besser abschneiden.
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Johnny Depp
Einzig das Ende fand ich ein wenig schade. Wie bei jedem Rockstarspiel, ist bei mir die Luft raus, sobald ich die Mainstory abgeschlossen habe. Hier wurde dieser Effekt nochmals 100x verstärkt. Das wusste wohl auch Rockstar und baute noch eine Nebenmission ein. Auf die ich aber nie gekommen wäre, hätte ich den Thread zum Ende nicht gelesen. Das war nochmals ein netter Twist, der aber leider auch nichts daran ändert, dass man nochmals mit dem Pferd über die Prärie galoppieren möchte.

Fazit
Ein wahrliches Meisterwerk! So schön wurde der Wilde Westen in einem Spiel noch nie dargestellt (zuvor und danach!), vor allem die stimmungsvollen Umgebungen sind genial. Ausserdem stimmen die Missionsstruktur, die meisten Nebenaufgaben und die Storysequenzen halten einem bei Laune. Ein paar Reisewege hätten etwas kürzer ausfallen können, zudem sind die Nachtmissionen aufgrund der Dunkelheit ungleich schwieriger und manchmal bewegt sich John Marston etwas Hüftsteif. Das ist aber nur Makulatur an diesem genialen Spiel. Wer es bislang noch nicht durchgespielt hat, sollte dies unbedingt nachholen!

9/10
 
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