Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Quo vadis Gaming? Von Geräten und Spielern.

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

SonicCochino

Killing Monsters
Ich sitze momentan auf der Arbeit, mein Rechner rendert Videos, und ich hab nicht viel mehr zu tun, außer mir über Belanglosigkeiten Gedanken zu machen und mich in Foren rumzutreiben.

Sowas is bei mir immer etwas gefährlich, denn dann werd ich amateurphilosophisch zu völlig nichtigen Themen.

So auch jetzt. Wo gehts hin mit unserem Hobby? Und wo gehts hin mit den Geräten die wir dafür benötigen?

Das es so ein Wort wie Konsolenkrieg geben muss, ist ja bei genauerer Betrachtung schon irgendwo ziemlich übel. Und das sich PC Spieler dann immer wieder mit Konsoleros anlegen müssen, und alle zusammen auf den eigentlich ganz friedlichen Handheld-Casualgamer einprügeln ist noch viel übler. Den Cosole-War will ich hier aber eigentlich garnicht beleuchten, denn auch wenn ich in der Vergangenheit selbst hier und da mal mitgemischt habe, ist dieses Konstrukt eigentlich völliger Blödsinn und in den meisten Fällen nach meiner objektiven Betrachtung sowohl bei mir, alsauch bei den meisten anderen nur auf kognitiven Dissonanzen und Fanboygehabe begründet. Ganz ohne die Totschlagargumente werde ich hier aber nicht auskommen.

Als ich vor weit über 25 Jahren mit meinen ersten eigenen Videospielen angefangen habe, war der Markt war die Welt noch in ordnung, wobei sie gefühlt sehr viel diversifiziert war.
jede Konsole hatte ihre Fans, auch PCs hatten ihre Spieler und man hat sich als Kiddie immer drüber gefreut wenn man mal bei nem Kumpel war, der was anderes hatte als man selbst, denn dann konnte man neue und andere Spiele spielen.

Irgendwann hat sich der Markt dann verändert. Plötzlich kamen immer mehr Geräte zeitgleich auf den markt, die ähnliches geleistet haben und zunehmend auch dieselben Spiele im Angebot hatten. Die Alleinstellungsmerkmale der Hardware sind immer weiter zusammengeschrumpft, und heute haben sie alle unterm Strich irgendwo dieselbe Hardware - egal welchen Hersteller man anschaut. Die PC-ler machen da auch keine Ausnahme. Exklusivtitel sind in den meisten Fällen Alibiargumente für ein System, welche von den Hardwareherstellern teuer eingekauft werden um auf Teufel komm raus (und meist ja sogar vorrübergehend) ein Alleinstellungsmerkmal zu erschaffen um die Hardware irgendwie an den Mann zu bringen.

Jede Konsole am Markt ist zwischenzeitlich Updateabhängig (wie PCs auch).

Digitale Downloadstores hat zwischenzeitlich auch jedes System, und der Anteil der darüber verkauften Inhalte steigt meines wissens rasant an.

Schlecht optimierte Spiele gibts immer mehr und auch auf allen System. Da freuen sich dann immer die Besitzer der Systeme oder Spieleversionen, dies grade mal nicht erwischt.

Auf was ich raus will: Hardwareseitig wird der Markt mehr und mehr zu einem Einheitsbrei der nur noch extrem Künstlich und mit großem TamTam diversifiziert wird.

Ich frage mich daher immer mehr solche Dinge wie:
-Wo hört Konsolengaming eigentlich auf?
-Ist ein reiner Gaming-PC nicht auch ne Konsole?
-Was passiert am Markt, wenns tatsächlich klappt sowas einzuführen wie gescheite Steamboxen?
-Und was ist mit den Leuten die auf ihren Smartphone und Tablets spielen?

Grade die letzteren sind interessant, denn der Markt wird ja in dieser Hinsicht immer größer und wichtiger. Auch die Geräte werden immer leistungsfähiger. Ich hab z.B. grade Bioshock auf dem iPhone in der mache. Der komplette AAA Hit, der noch garnicht so sehr in die Jahre gekommen ist, in voller länge auf meinem Telefon! Wow!

Wo bewegen wir uns also hin? Was sind denn noch Konsolen? Was sind denn noch PCs, Handies, usw...?

Ich persönlich habe grade jetzt irgendwie den Eindruck, dass der Markt zunehmend verschwimmen wird. Alles was momentan mit IPs, und Sonderhardware veranstaltet wird sieht für mich aus wie ein letztes Aufbäumen der großen Hardwarehersteller, weil sie ihre Felle davon schwimmen sehen. Ich glaube tatsächlich im Moment dass wir in Zukunft sehr viel mehr "Konsolen" von unterschiedlichen Herstellern sehen werden die auf sehr viel Cross-Plattform Titel zugreifen werden. Möglichweise auch durch Spielestreaming immer und überall. Zuhause auf der Y-Box von Samsung Battlefield 15 the next generation anfangen, und dann kurz in der Mittagspause mit dem Smartphone noch ner Runde nachlegen - genau da wo man aufgehört hat. Wunschtraum oder tatsächlich die Zukunft? Auf der Playstation 6 dann wahlweise im PSN Store oder doch bei Steam die Spiele einkaufen und dann nicht nur auf der Playsi, sondern auch auf dem Tablet oder PC installieren?

Wie seht ihr das? Wunschtraum, oder tatsächlich die Zukunft? Wie wird sich der Markt entwickeln? Das der aktuelle Status Quo für immer so bleibt ist ja kaum zu erwarten!

P.S.: Das sind jetzt alles teilweise recht wirre Gedankengänge von mir, und größtenteils auch sicherlich unausgereifte Thesen und Meinungen. Ich bin nicht der Feind, alles steht zur Debatte - bitte dirskutiert ruhig, aber spinnt auch mal ein bisschen ;)
 
Ich denke mal die Zukunft wird (leider) in Richtung Casual Smartphonespiele gehen. Fast jeder hat so ein Ding und viele sind schon so in den Kreislauf eingeschlossen, daß man fast jedes Jahr das neue Telefon braucht. Die Spiele erreichen viele Leute und sind in der Herstellung nicht so teuer, wie Blockbustertitel.

Und wenn ich mir so meine Nichte/Neffe anschaue, brauchen die Spiele auch nicht sonderlich gut oder tiefgründig zu sein (musste es bei mir aber damals auch nicht :D ). Meine Frau spielt alle naslang Solitär oder Mahjong auf dem Handy.

Andererseits wird es immer mal gute Indiespiele geben, weil es einfach auch immer Leute geben wird, die eine tolle Idee haben und diese auch verwirklichen wollen.

Richtig traurig wird es halt nur, wenn sich die Hersteller halt doch von den Monsterproduktionen abwendet und nur noch schnelle, kleine "Suchtprogramme" herstellen.

Ich denke die Hersteller werden sich auch überlegen, wie sie die Spieler emotional an "sich" binden. Gefühlt muss/soll man sich ja für viele Spiele auch nochmal beim Hersteller registrieren für (imho) irgendwelche dubiosen Vorteile. Die Aufmerksamkeit wird stärker umstritten sein, weil das Angebot einfach riesig ist. Und viele Leute werden sich nicht den Kopf machen, ob sie jetzt das eine oder andere spielen wollen, sondern sie möchten eine kleine Zerstreuung.

Ich denke, die meiste Zeit zum Zocken hat man wohl als Schüler/Student (war jedenfalls bei mir so). Danach wird es schwieriger. Jetzt muss ich ja auch immer schauen, wann ich denn mein Spielebacklog mal abgearbeitet bekomme. Das geht am Besten, wenn die Frau mal aus ist oder man sich anders einigt. Und dann ist es mir (als Spieler) manchmal auch schon zu anstrengend mich in ein längeres Spiel hineinzufuchsen.

Außerdem sollte es vermutlich tatsächlich (nahezu) überall weiterspielbar sein. Du bist unterwegs am Handy dran, zuhause wirfst du es dann auf den Fernseher, bis du vertrieben wirst (Kinder, Vatter, Frau...), um es dann auf dem Tablet weiterzuspielen.

VR wird eine spezielle, wenn auch beliebte, Spielnische bleiben. So tief wollen viele vermutlich garnicht einsinken.

Next. ;)
 
Zurück
Oben