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Diejenigen, die jetzt am allerlautesten auf Twitter und Co danach rufen, die Täter zu bestrafen, sind diejenigen, die sich gerne mal über #Aufschrei und Vergewaltigungsopfer lustig machen, die Frauen, die eine sexuelle Straftat anzeigen, unterstellen, sie würden das nur tun, um sich an einem Mann zu rächen und die es auch sonst eher nicht mit Frauenrechten haben. Die Opfer von Köln werden von ihnen nur für rassistische Meinungsmache missbraucht, um die Frauen, ihre Sicherheit und Recht geht es denen sicher nicht. Wären die Täter von Köln deutsche Fußballfans gewesen, die Opfer würden ganz sicher als hysterische Feminazis diskreditiert werden und niemanden würde ihnen glauben. Dabei braucht es die Fremden, die Flüchtlinge gar nicht, damit sich Frauen in Deutschland nicht sicher fühlen. Im Kölner Karneval kommt es jedes Jahr zu einer Vielzahl von Übergriffen, die Opfer aber, so heißt es dann, sind selbst schuld, haben ja gewusst, worauf sie sich einlassen, hätten nicht so viel trinken dürfen oder überhaupt anders gekleidet auf die Straße gehen sollen. Wie nah diese Aussage am Verhüllungsgebot in islamischen Gesellschaften ist, merken jene, die auf diese Weise #Victimblaiming betreiben, nicht.
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Die Opfer von Köln kommen in der ganzen Debatte so gut wie gar nicht vor. Die einen missbrauchen sie für fremdenfeindliche Meinungsmache, die anderen haben so viel Angst vor Rassismus, dass sie die Opfer am liebsten einfach zum Schweigen bringen würden. Beides ist feige, beides ist falsch. Richtig ist, zu erkennen, dass sexuelle Gewalt ein Teil unserer eigenen Gesellschaft ist und wenn wir nicht wollen, dass Zuwanderer sie ausüben, dann müssen wir zu allererst dafür sorgen, dass sie gesellschaftlich endlich konsequent sanktioniert wird, dass Opfer angehört, respektiert und geschützt werden und Täter mit Scham und Ächtung überschüttet werden, nicht diejenigen, an denen sie sexuelle Gewalt ausgeübt haben. In der ganzen Debatte geht es nicht um die Opfer, die betroffenen und traumatisierten Frauen, die, wie so oft, mit ihrem Erlebnissen allein gelassen, für mitschuldig erklärt oder gleich für politische andere Zwecke missbraucht werden. Ihnen sollten wir zuhören und ihnen unsere Solidarität zeigen.