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In meiner Wahrnehmung ist der Aluhut, speziell von bestimmten linken Kreisen (u.a. aus dem Dunstkreis von Jutta Ditfurth) ganz gezielt zum Kampfbegriff stilisiert worden, um pauschal die neue Friedensbewegung zu diffamieren. Die sich wiederum für genau die Dinge ausgesprochen hat, die diese bekannten Deutschen nun fordern.
 
Und dafür sind sie auch nicht diffamiert worden. Sondern für die Dinge, die sie nebenher geredet haben, die Relativierungen, die Realitätsverzerrung, die Leute, die sie als Repräsentanten ihrer "Bewegung" gewähren lassen.
 
Naja, ich will darüber gar nicht wieder eine Diskussion vom Zaun brechen. Noch möchte ich mich hier schützend vor die Friedensbewegung stellen. Die können sich ja mittlerweile selbst ganz gut verteidigen. Von Jebsen bin ich ein wenig enttäuscht, weil ich bei ihm einfach keine Entwicklung entdecken kann. Wie auch immer. Am 13.12. gibt es eine neue Demo, bei der wohl sogar Sarah Wagenknecht sprechen wird. Promt wird ihr von der "Gegenbewegung" auch etwas Alumässiges auf den Kopf gesetzt und sie wird als Antisemitin diffamiert:

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+++ bitte teilen ! +++
+++ Kein Frieden mit Antisemiten, Rassisten und Querfront! +++

KEINE Teilnahme an der Demonstration (sog. "Friedenswinter")
am 13.12.2014 in Berlin !"

von Jutta Ditfurth
Diese Demo wird von denjenigen Teilen der alten Friedensbewegung organisiert, die sich inzwischen mit der "Montagsquerfront" und ihren antisemitischen Ideologen verbündet und "vereinigt" haben.
Dabei sind auch angeblich "linke" Promis (Dehm, Gehrcke, Wagenknecht u.a.) aus der Linkspartei, die sich um Beschlüsse der Linkspartei zur Abgrenzung gegen Antisemiten keinen Deut scheren. I
In einem Land wie Deutschland, in dem sich die Abkü(rzungs)-Nazis
(von HogeSa über Kagida bis Pegida und was noch so alles kommen wird) explosionsartig ausbreiten, öffnen solche Querfronten weitere Flanken, Hintertürchen und Scheunentore ins rechtsextreme, völkische und faschistische Lager.
JA zur Aufklärung von und Auseinandersetzung mit unaufgeklärten, unwissenden und neu politisierten Menschen (allerdings nicht mit solchen, die nur so tun...). NEIN zu Bündnissen und gemeinsamen Projekten mit den Machern und Ideologen der Querfront, einer in Deutschland immer schon ausschließlich den Rechtspopulisten und Nazis nützenden Strategie.
Eine linke, antiautoritäre, emanzipatorische Weltanschauung ist unvereinbar mit Bündnissen mit Antisemiten, gleichgültig ob aus Opportunismus, politischem Ehrgeiz oder heimlicher Nähe zu rechten Ideologien. Kein Bündnis mit Antisemiten, KEINE Teilnahme an der Demonstration am 13.12.2014! Frankfurt/Main, 4.12.2014



Das ist eigentlich alles, worauf ich da anspielen wollte.
 
Find ich ja auch voll in Ordnung, dass sich ja dieses Pro-Russische Bündnis mobilisiert. Auch wenn Putin ein machtgeiles Schwein ist, ein neuer kalter Krieg wäre für unsere Generation so mit das ätzendste, was passieren kann. Es wird gespannt zu beobachten sein, auf welchem Wege da Entspannung eintreten kann oder wird.

Unter Aluhüten verstehe ich eher die KenFM/Kopp-Verlag-Zitierer/Mario Rönsch Fraktion. Letzterer hat vor kurzem ja sogar die HoGeSa-Demos relativiert, gerechtfertigt und mal wieder den Massenmedien Verschleierung und Verzerrung vorgeworfen. Nette Leute.
 
Lässt sich auch in Richtung Fracking ausweiten: Man will es im Winter warm haben. Günstig soll es auch noch sein. Aber bitteschön nicht hier fördern, auch nicht konventionell. Ob das Gas aus Russland kommt, unter welchen Bedingungen es dort gefördert wird und dass die Leitung schnell abgedreht werden kann ist egal. Natürlich sollte man den Finger drauf haben, was da in den Boden gepumpt wird, aber diese Möglichkeiten komplett ausschließen, das ist mir zu kurzsichtig.

Passend dazu: Neulich in den Tagesthemen wurden Gaskraftwerke als Klimakiller bezeichnet. Ist das so? Hab ich von Sim City 2000 anders in Erinnerung :gerri:
 
Da ich ebenfalls Absolvent der Sim City 2000-Akademie bin: BAUT MEHR FUSIONSKRAFTWERKE!

Aber nein. Verwandte von mir wohnen in einem Kaff, in dem vor ein paar Jahren auch mehrere dieser Windräder hochgezogen wurden. Ich habe da im Sommer schon drunter gepicknickt ohne dass mir duselig vom Geräusch wurde und auch in umliegenden Gärten und Grundstücken kriegt man da nichts von mit.

Was auffällt ist halt dass die Aussicht nun nicht mehr nur Hügel und Bäume sondern eben auch ein paar dieser Konstruktionen beinhaltet. Das sind vor allem Ältere die mir dann immer erzählen "das macht uns die Landschaft kaputt". Auf die Gegenfrage ob ein Kohlekraftwerk die Landschaft erheblich mehr aufwerten würde kommt meist nie was zurück.

Wir haben in Deutschland leider nicht die Möglichkeit auf brachliegende und unbewohnte Flächen zurückgreifen zu können die die Größe von Bundesländern haben und wo es niemanden stört. Irgendwann müssen wir leider mal damit anfangen unsere Möglichkeiten der Energieerzeugung auszunutzen. Und wenn ich die Alternative zwischen fossilen oder nuklearen Methoden oder der Variante "Ich verschandel mir die Berglandschaft" habe, dann doch lieber die doofe Optik, dafür aber ohne Luftverschmutzung oder potentieller Kernschmelze.
 
Es gibt aber auch Landstriche in Hessen die eben nicht so bewohnt sind z.b. Vogelsberg wo man die sicher auch besser platzieren könnte.

Aber grundsätzlich hast Du natürlich recht.
 
Ja, aber da kommen dann 100% Naturschützer die argumentieren dass diese an sich menschenleere Gegend 2mal im Jahr vom extrem seltenen rot-lila-karrierten Plusterhühnchen durchflogen wird und das Viech die Geräusche der Rotoren für Balzrufe hält und daraufhin eine unglücksvolle (und extrem kurze) Liebschaft mit den Windblättern eingeht --> bilden eine Bürgerinitiative!

Wie man es macht macht man es verkehrt.
 
Hier in Niedersachsen stehen ja schon viele, viele Windkrafträder, dann meistens in den Bauernschaften. Gegen die gibt es hier nicht viel Proteste, eher gegen Fracking. Als ich mal bei Facebook Bedenken geäußert hatte, wie man im Falle eines Lieferstopps aus Osteuropa über den Winter kommen wolle entgegnete mir eine Öko-Tante, dass es mit österreichischen Bio-Meilern schon längst eine Lösung des Heizenergie-Problems gäbe. Auf meine Nachfrage, wie man große Mehrfamilienhäuser in Ballungsräumen, d.h. ohne freie Fläche für jenen Bio-Meiler versorgen wolle und das nachwachsende Rohstoffe in Zeiten von Biogas-Anlagen schon lange nicht mehr so günstig sind, wie man sich das vorstellt, da kam dann nix mehr nach. So n Bio-Meiler lässt sich ja nicht alleine durch Mudda’s Kaffeefilter und angegammelte Gurke betreiben.
 
Die heulen hier sogar rum, wenn die Dinger in der Ostsee stehen. Das würde ja den schönen Ausblick verderben und somit die Touristen wegbleiben.

Alle bescheuert geworden:fp:
 
Ich habe es gut. Wir waren früher oft im Urlaub an der Ostsee. Daher verbinde ich Windräder unterschwellig immer mit Sonne, Sonne und Ferien.
 
Und ich hab in der prallen Sonne Afrikas schon mehrere Kohlekraftwerke inspiziert. Seitdem brauch ich im Sommer kein Baggerloch mehr, sondern geh immer in Kühltürmen baden :D
 
Die Optik ist imo nicht das Entscheidende. Wenn man bei Sonneinstrahlung im Schatten des Windrades mit seinem Haus wohnt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass der ein oder andere davon einen Rappel kriegt. Aber darauf wird ja (glaube ich) bei Neuinstallationen geachtet.
 
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