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Assad wurde schon nachgewiesen, in dem Krieg Chemiewaffen eingesetzt zu haben.
Duma liegt nordöstlich von Damaskus und wird von der islamistischen Rebellen von Dschaisch al-Islam kontrolliert, die immer wieder Damaskus bombardieren und angreifen.
Angriffe auf Ost-Ghouta (südöstlich von Duma und östlich von Damaskus) durch Damaskus waren "erfolgreich" und die Rebellengruppen sind abgehauen.

Selbst mit so wenig Einsicht ist es nicht allzu unmöglich, dass Assad und seine Unterstützer für die Chemiewaffenangriffe verantwortlich sind.

Ja, es ist alles ziemlich undurchsichtig und ja, die volle und tatsächliche Wahrheit lässt sich (gerade in solchen Umständen) nie komplett erörtern.
Genau deswegen sind bisher alle gegnerischen Parteien noch zurückhaltend, was ein direkteres und stärkeres Vorgehen betrifft, obwohl es sich um Chemiewaffen handelt.

Ein Gasangriff auf Zivilisten darf in der Theorie der Staatengemeinschaft nicht ungestraft bleiben. Wenn selbst dieses Mindestmaß an Menschlichkeit gebrochen wird, was soll dann noch geschehen, wenn zum x-ten mal die sog. rote Linie überschritten wurde?

Ich hasse Krieg und ich hasse es sagen zu müssen, "dass irgendwas getan werden muss", aber wie soll es in Syrien weitergehen, wenn (mutmaßlich) Assad Zivilisten mit Gas attackiert?
 
Aufräumen? Bedeutet was?

Dass es mit 100%iger Sicherheit unschuldige Zivilisten das Leben kosten wird, dass sich weitere Menschen auf die Flucht machen, dass weitere Teile des Landes in Schutt und Asche gelegt werden? Und am Ende wird Assad trotzdem an der Macht bleiben, weil die Russen dafür "sorgen" werden?
 
Untersuchungen werden gefordert.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-04/duma-chemiewaffen-russland-giftgas-untersuchung

Undurchsichtig ist aufjedenfall das richtige Wort.
Also alles wieder wie beim Angriff mit Chemiewaffen auf Chan Schaichun mit über 80 Toten.

"Der Westen" beschuldigt Assad, Assad und Russland dementieren und weisen alle Schuld von sich und fordern Aufklärung, die UN und die OPCW untersuchen den Angriff und kommen zu dem Schluss, dass vermutlich Assad oder der IS dahinter steckt.

Das Problem war nun aber, dass die offizielle Version von Russland und Assad (die syrische Luftwaffe hätte Giftdepots der Rebellen getroffen) nicht wirklich haltbar war.
Für die russische Erklärung für die Giftgas-Freisetzung fehlen anhand der bisher bekannten Bilder allerdings jegliche Indizien. Nirgendwo sind Explosionen am Boden, brennende Munitionsfabriken oder -depots zu sehen. Der Chemiewaffenexperte und Toxikologe Ralf Trapp erklärt im Gespräch mit dem ARD-faktenfinder, dass es außerhalb dafür vorgesehener militärischer Einrichtungen in der Regel sehr schwierig sei, chemische Kampfstoffe in größerer Menge zu lagern. Diese seien wegen ihrer Instabilität einerseits gefährlich, andererseits würden sie unwirksam, je länger sie liegen. "Da viele Armeen damit schon Probleme haben, wirft die Vorstellung einer improvisierten Produktions-, Lager- und Abtransporteinrichtung, wie sie die Russen skizzieren, sehr viele Fragen auf", sagt Trapp.

In der Erklärung des Sprechers des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, heißt es außerdem, der Luftangriff habe "zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr Ortszeit" stattgefunden. Laut Augenzeugen fand der Angriff dagegen bereits um 6.30 Uhr Ortszeit statt. Die Nachrichtenagenturen verschickten ihre ersten Meldungen über einen möglichen Giftgasangriff bereits kurz vor 10 Uhr syrischer Zeit. Auch zahlreiche Augenzeugen, Hilfskräfte und Journalisten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits in sozialen Medien Bilder von Toten und Verletzten gepostet.
http://faktenfinder.tagesschau.de/chemiewaffen-einsatz-syrien-faq-101.html
 
Man liest halt hier immer nur gegen assad, gegen Russland.
Aber das da islamische radikale Gruppierungen Unterwegs sind, die im KriegKrie der Regierung stehen, scheint nicht so das zentrale Thema zu sein :?
 
Man liest halt hier immer nur gegen assad, gegen Russland.
Aber das da islamische radikale Gruppierungen Unterwegs sind, die im KriegKrie der Regierung stehen, scheint nicht so das zentrale Thema zu sein :?
Vielleicht einfach, weil Assad immer noch Präsident von Syrien ist.
Und in Syrien ist ja so gut wie alles an Rebellen unterwegs. Verschiedenste religiöse Gruppen, liberale Gruppen, Terrororganisationen etc.

Assad ist der Hauptgrund für den Krieg, für die Hunderttausenden von Toten, für die Vertreibung von über der Hälfte der Bevölkerung und der Zerstörung der größten Städte.
Ist ja nicht so, dass "der Westen" nicht auch gegen IS-Hochburgen in dem Gebiet vorgegangen ist.
Und ich weiß ja nicht, welche Medien du so konsumierst, aber ich lese so gut wie täglich von irgendwelchen Rebellengruppen in Syrien. Sind halt natürlich nicht so relevant wie Assad und seine Komplizen (allen voran Russland und iranische Miliztruppen).

Aber mal die Gegenfrage. Wieso sollte ich in der Hinsicht Assad und Russland trauen? Auf welcher Basis?
 
@Hollyone

Ich habe gestern einen Bericht gesehen, in dem ein "Experte" meinte, dass ein Angriff mit Giftgas von Assad unwahrscheinlich sei. Es wäre unlogisch da er wüsste, dass die Welt ihn beobachtet. Es würde auch vieles von "der" Opposition zurechtgelegt, gefilmt und geschnitten, damit man zu dem passenden Zeitpunkt den richtigen Effekt hat. Die Macht der Bilder. Was stimmt, ist völlig undurchsichtig. Die Weißhelme tragen ihren Teil dazu bei.


siehe Irak, Afganistan, Vietnam :D

Da kann man nur hoffen, dass sie aus der Vergangenheit gelernt haben. Aufräumen heißt zumindest schon einmal, Assad zu erledigen!
Bessere Ideen scheint ihr ja nicht zu haben?
 
Auf Twitter sehe ich auch einige Berichte... Aber ich kann es nicht einordnen.

Dort wurde ein Flugblatt gepostet, was die Regierung über Aleppo abgeworfen hätte, der die Zivilisten dazu aufgefordert, nach Damaskus zu fliehen.
Dann gäbe es auch immer wieder Beschuss auf fliehende und auf Rettungs convois.

Aber um auf die Frage zu antworten, warum man Assad glauben sollte: keine Ahnung. Aber Mal wieder eine Regierung in einem Land Stürzen wollen wegen Menschenrechte Verletzung, während man fröhlich Waffen liefert....
Zumal die letzten Beispiele ja keine pro Argument für den Westen sind, wenn es um regieme Change geht..
 
Brandenburger CDU schließt Koalition mit AfD nicht aus

In Brandenburg werden die politischen Karten bald neu gemischt – im Herbst 2019 ist Landtagswahl. Seit 1990 regiert die SPD, sie verliert aber in der Wählergunst und könnte abgelöst werden. Erstmals chancenreich bereitet sich die CDU auf die Regierungsbildung vor und flirtet dabei mit Linkspartei und AfD.
...

faz.net

Ganz neue Töne...
 
ich find das extrem heftig, wie schnell die cdu in brandenburg adaptiert... wenn ich mir überlege wie schwer sich die spd getan hat, bis sie auch nur irgendwas mit der pds/linken angefangen hat. in der cdu scheint an nach rechts hin weniger probleme zu sehen als die spd nach links. wollen wir hoffen, dass die wähler dieses verhalten abstrafen.
 
- Das die CDU/CSU immer eine Koalition mit der Linken und der AFD kategorisch ausgeschlossen hat.

- Das man eine Wahnsinnige Überschrift hat, mit 0 Inhalt.

- Das eine demokratisch gewählte Partei eine Koalition mit je einer anderen demokratisch gewählten Partei nicht ausschließt.

Lasst die doch koalieren. Dann wird man ja sehen, das die AFD nichts an Inhalten hat. Man kann sich nicht immer beschweren, das die AFD die Opferrolle spielt, wenn man diese auch auf dem Silbertablett anbietet.
 
mir ist immer noch nicht klar, was die grundsätzliche bereitschaft der cdu in brandenburg mit einer rechtsradikalen partei zu koalieren mit den linken zu tun hat. dabei bin ich nicht mal freund der linken.

ich bin im übrigen auch kein freund von "lasst sie mal machen, sie werden sich schon von selbst entzaubern". diese these (die z.b. bei den piraten zutreffend war) scheint für die afd bisher nicht zu gelten. sie leisten sich interne kämpfe, geben sich menschenverachtend und offen rechtsradikal, fallen von einer peinlichkeit in die nächste und es gibt immer noch einen ganzen haufen idioten leute, die sie wählen oder wählen würden.
 
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