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Hast du den Artikel gelesen?Naja, das Zitat ist von der Saarbrücker Oberbürgermeisterin, die sollte zumindest die Statistik in SB kennen.
Während in Hessen und Rheinland-Pfalz die Zahl der Stichwaffendelikte in den vergangenen Jahren gestiegen ist, blieb sie in Berlin nahezu konstant. In Schleswig-Holstein ist sie sogar gesunken. Andere Bundesländer führen gar keine Statistiken
Und wo werden konkrete Zahlen genannt?Soviel zu: Das Sicherheitsgefühl ändert sich nur subjektiv...
http://meedia.de/2018/04/03/messera...nur-dann-nuetzlich-ist-wenn-man-sie-versteht/Messerangst in Mitteleuropa – oder: Warum die Kriminalstatistik nur dann nützlich ist, wenn man sie versteht
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Damit komme ich zur Polizeistatistik, genauer: Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Sie ist sehr nützlich, allerdings nur, wenn man sie versteht. Um das zu verhindern, gibt es die Pressereferate der Innenministerien und der Polizeigewerkschaften. Bayerische Innenminister im so genannten Wahlkampf sagen, die Zahl der Vergewaltigungen habe sich verdoppelt, wobei sie allerdings vergessen, dass sie die falschen Delikte gezählt haben und sich außerdem das Recht grundlegend geändert hat. Und Polizeigewerkschafter melden, in Deutschland werde alle dreieinhalb Minuten in eine Wohnung eingebrochen. Das kommt daher, dass das Jahr 525.600 Minuten hat und pro Jahr 150.000 Einbrüche gemeldet werden. Man könnte auch sagen, dass man in einem der 41 Mio. Haushalte in Deutschland durchschnittlich 273 Jahre warten muss, bis jemand versucht einzubrechen. Aber die erste der beiden bescheuerten Zahlen macht für einen Polizisten einfach mehr her, und außerdem benötigt die Quälmaschine der Bild-Zeitung täglich eine Art Quelle für die Nachricht, dass alles immer schlimmer wird außer Manuel Neuers Mittelfuß, und da kommt ein Rumäne alle dreieinhalb Minuten gerade recht.
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Damit sind wir nun endlich beim Thema gelandet: der Angst. Deutschland hat schon wieder Angst, diesmal vor Messern. Es geht die „Messerangst“ um. Das weiß man, weil Bild es uns am 18. März in einem großen, blutroten Messerangst-Report berichtet hat. Seither ziehen die Messer eine Spur der Verwüstung durch die Intensivstationen und durchs deutsche Gemüt, und man wundert sich, in wie vielen Kleinstädten doch tatsächlich schon wieder ein Messer entdeckt wurde, von dem man vorher noch nie etwas hörte oder las. Ich prophezeie, dass diese Angst demnächst im Mahlstrom der jährlich etwa 140.000 angezeigten gefährlichen Körperverletzungen verschwinden wird, zusammen mit den Quarzhandschuhen, den Totschlägern, den Stahlruten, Schlagringen, Pfeffersprays, Schraubendrehern, Baseballkeulen und dem festen Schuhwerk. Das sind lauter „gefährliche Werkzeuge“ im Sinne von Paragraf 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB, deren Verwendung eine „einfache“ (jährlich 500.000) zur einer „gefährlichen“ Körperverletzung macht.
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Wir haben ja inzwischen eine breite „Bewegung“, die stolz darauf ist, sich um objektive Daten erst gar nicht mehr zu kümmern, weil alles, was dem eigenen Gefühl widerspricht, angeblich gefälscht ist von einer großen Verschwörung des so genannten „Mainstream“. Solche Leute „wissen“ einfach mit Hilfe ihres Gefühls, dass die Gewaltdelinquenz es Menschen in Zwickau, Gelsenkirchen oder Bad Tölz praktisch unmöglich macht, abends auf die Straße zu gehen. Sie lesen nun, dass 50 Prozent von allen meinen, man müsse sich fürchten, und möchten gern dazugehören.
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Es gab übrigens schon mehrere Messer-Wellen in Deutschland: Ab 1961, als die italienischen „Gastarbeiter“ importiert wurden, explodierte die Zahl der Kreidler-Florett-fahrenden schmalzlockigen Messerstecher ins gefühlt Unermessliche, und in den 70er Jahren kam der Türke mit seiner unangenehmen anatolischen Angewohnheit des Stechens in den Hintern. In Deutschland herrschte jedesmal eine große Angst, weil der Deutsche traditionell nicht sticht, sondern tritt oder mit Eisenketten schlägt.
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Was hat die gemeinsam mit Bild aufgeregte Polizei noch zu bieten? Die Forderung „Messerangriffe bundesweit erfassen!“ (GdP) ist ein netter Ansatz. Er bedeutet, dass man in die Polizeiliche Kriminalstatistik unter der Ziffer für „gefährliche Körperverletzung eine Unterrubrik „… mit Messern“ aufnehmen sollte. Gute Idee; man kann ja angeblich nie genug wissen. Bei dieser Gelegenheit könnte man auch die anderen der üblicherweise verwendeten gefährlichen Werkzeuge aufnehmen. Mich würde zum Beispiel sehr interessieren, wie viele Unterkiefer pro Jahr mit Hilfe von Quarzhandschuhen gebrochen und wie viele Schädelbrüche mit Schuhen der gängigsten Marken in Bayern verursacht werden. Das klingt ironisch, ist aber wahr.
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Statistisch könnte man noch die Frage klären, wie es kommt, dass die Zahl der Messerattacken ins Unendliche wächst, während die Zahl der angezeigten gefährlichen Körperverletzungen nicht recht mithalten kann (2010: 142.000; 2016: 140.000). Sind Pfefferspray und Schlagring auf dem Rückzug? Aber vorerst weiß man noch gar nichts. Es ist ja nur so ein Gefühl mit den Messern. Ob Ausländer mehr Verletzungen mit Messern begehen als Deutsche, weiß man leider auch nicht. Aber man kann ja vorsorglich schon mal das Ende Mitteleuropas verkünden.
Bezüglich der Messerattacken in Deutschland bzw. Europa, ein sehr informativer Beitrag von Thomas Fischer (Bundesrichter a.D.).
Hier nur kurze Auszüge, der ganze Artikel lohnt sich zu lesen.
http://meedia.de/2018/04/03/messera...nur-dann-nuetzlich-ist-wenn-man-sie-versteht/
Die Angriffe mit bestimmten Gegenständen nehmen nicht angeblich zu, sie nehmen zu. Mir war auch klar dass das Unendliche ironisch gemeint war. Aber die Messerangriffe nehmen nicht zu auf Kosten von Pfefferspray und Schlagring, sondern von unbewaffneten Gewaltdelikten.Denn genau darum geht es doch im Kern: Gewaltdelikte sind zwar rückläufig, aber Angriffe mit bestimmten Gegenständen nehmen angeblich zu.
heidewitzka: im ersten satz wird noch von tatVERDÄCHTIGEN geschrieben, im letzten dann von TÄTERN.Die Angriffe mit bestimmten Gegenständen nehmen nicht angeblich zu, sie nehmen zu. Mir war auch klar dass das Unendliche ironisch gemeint war. Aber die Messerangriffe nehmen nicht zu auf Kosten von Pfefferspray und Schlagring, sondern von unbewaffneten Gewaltdelikten.
http://www.hessenschau.de/panorama/...ssen-gestiegen,messerangriffe-zahlen-100.html
Nach Angaben des hessischen Innenministeriums hatten von den Tatverdächtigen im Jahr 2016 etwa 43 Prozent die deutsche Staatsbürgerschaft. Die übrigen 57 Prozent verteilen sich demnach auf rund 60 verschiedene Nationen, von denen Türken (ca. 10 Prozent), Afghanen (ca. 7 Prozent), Syrer (ca. 4 Prozent) und Somalier (ca. 3 Prozent) die größten Gruppen bilden. Insbesondere Afghanen sind im Verhältnis zu ihrem Anteil an der hessischen Gesamtbevölkerung (0,6 Prozent) unter den Tätern also deutlich überrepräsentiert.
Afghanen stellen zum Beispiel nur 0,6% der Gesamtbevölkerung sind aber für 7% der Messerangriffe verantwortlich sind.
Ich bin selbst Migrant lebe in einem Migrantenviertel und arbeite fast nur mit Migranten zusammen darunter Inder, Pakistani und auch Afghanen und von einigen weiss ich dass sie mit Messern bewaffnet sind. Sind aber trotzdem nette Leute , aber es ist bestimmt klüger einen Streit nicht eskalieren zu lassen und besser klein beizugeben.
Interessant, was man so findet.
Mit dem Unterschied, dass wir "die Realitäten" wohl unterschiedlich interpretieren."die die Realitäten anerkennt und sie, soweit möglich, zu beeinflussen und zu steuern versucht." Wie gut das in Europa im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen in den letzten Jahren funktioniert hat, haben wir ja alle mitbekommen.
Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter identifiziert, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Es handele sich um einen 48 Jahre alten Mann, der aus Olsberg im Sauerland stamme und schon lange in Münster gelebt habe. Er soll zwei Kilometer vom Tatort entfernt gewohnt haben. Die Kriminalpolizei hat seine Wohnung bereits nach Sprengstoff durchsucht. Das Motiv für die Tat ist weiterhin völlig unklar.
Quelle: www.zeit.de
Die Ergüsse der einschlägigen Kanäle sind sicher ausreichend dokumentiert worden.Schade, dass alle verkackten Nazis und Hundesöhne mit rechtem Gedankengut nun den Ball flachhalten werden.
Wobei auch interessant ist, dass es nun kein „Terroranschlag“ mehr ist, sondern ein bedauerlicher Einzelfall. Bin ja kein Aluhutträger, aber mhm...
Wobei auch interessant ist, dass es nun kein „Terroranschlag“ mehr ist, sondern ein bedauerlicher Einzelfall. Bin ja kein Aluhutträger, aber mhm...
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Willkommen im Cluboha, bin den HM grad mitgelaufen. Bin leicht schockiert nach der Nachricht
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