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Ich will garnicht abstreiten, dass die Politik "gut Freund" der Autoindustrie ist, aber die Hersteller haben sich letztlich daran gehalten, was der gesetzliche Rahmen war. Und jetzt sollen die Kosten abgewälzt werden?

Lange Rede, kurzer Sinn. Ein weiteres Armutszeugnis für Deutschland und die EU. Bin gespannt, welcher tolle Politiker sich auf die Schulter klopfen wird und sich mit der Freilassung brüsten wird.

@BitByter
Ich versuch das einfach mal zu erklären, was die Krux an der Sache ist. Wenn du dir 2011 einen EU5-Diesel (nicht von VAG) gekauft hast, so hat dieses Auto den europäischen Vorschriften und Gesetzen entsprochen. Es hat sogar den damals strengsten gültigen Abgasnormen entsprochen. Diese Normen wurden in der EU festgelegt, die Autohersteller haben sie absolut konform umgesetzt.*
Die gleichen Politiker haben in ganz Europa sehenden Auges dabei zugeschaut, wie die Luftbelastung in den Ballungsgebieten immer höher wurde. Das war eine bekannte Problematik, der man sich in DE nie angenommen hat. Erst jetzt, wo die EU mit Sanktionen gegen DE droht, wo es Klagen gibt, jetzt wird aus der Sache ein wirkliches Problem.
Warum hat die Politik nicht schon vor 20 Jahren auf RDE-Werte bestanden?
Ich will garnicht abstreiten, dass die Politik "gut Freund" der Autoindustrie ist, aber die Hersteller haben sich letztlich daran gehalten, was der gesetzliche Rahmen war. Und jetzt sollen die Kosten abgewälzt werden?
Ich sag's mal ganz vorsichtig. Der Kunde hat sich vor ein paar Jahren ein Auto gekauft, was vollkommen in Ordnung war und allen gesetzlichen Anforderungen entsprochen hat. Es gibt eigentlich weder seitens der Politik noch von den Autoherstellern einen Grund, da etwas zu bezahlen. Wenn morgen ein Gesetz kommt, dass dein Kühlschrank mit Energieeffizienz A+ nicht mehr benutzt werden darf, dann hast du auch Pech gehabt und klagst nicht gegen den Hersteller des Kühlschranks.
*Und wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, wie realitätsfern und unsinnig NEFZ eigentlich schon für die Realität schon immer war.
Aber es geht doch darum, das die Autos im realen Verkehr deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen als bei den Zulassungsmessung. Natürlich kann da der Hersteller etwas für wenn Software aufgespielt wird, die den Prüfstand erkennt.
Das ist aber nur bei den VAG-Fahrzeugen der Fall.
Oder anders ausgedrückt, nur bei den Fahrzeugen, wo aktiv manipuliert wurde.
Dass Autos im realen Strassenverkehr mehr verbrauchen und mehr Schadstoffe ausstossen als auf dem Prüfstand ist seit ~25 Jahren kein Geheimnis. Es wird sogar offen kommuniziert.
Bisher ist übrigens immernoch der NEFZ-Test ausschlaggebend. Dieses Jahr kommt WLTP (auch immernoch ein Prüfstandstest, aber unter realistischeren Bedingungen) und RDE dazu. Mit WLTP kann man die EU6c erreichen, mit RDE dann die EU6d Temp. Und das wird erst im September 2019 verpflichtend.
Eigentlich bräuchten wir eh ein EU weites massives Anti-Lobby-Gesetz.
eine lobby als solche ist nicht das problem. ein erster schritt wäre aber ein transparenzgesetz zur lobby-arbeit in deutschland. das fordern ja sogar lobby-vertreter, aber nein, da sind und bleiben wir auf dem niveau einer bananenrepublik...Eigentlich bräuchten wir eh ein EU weites massives Anti-Lobby-Gesetz.
Gut, das sind ja 2 Themen. Die Manipulation muss der Konzern ausbaden.
Das jetzt Städte Fahrverbote aushängen, da kann die Automobil Industrie nichts für..das muss die Politik gerade Biegen.
Krass fande fande ich die Meldung, das BMW den m3 ab August vom Markt nimmt weil man dort keine Partikelfilter Nachrüstung realisieren kann/will.
Auch der m550 setzt erstmal aus.
also bei aller liebe... das würde euch aber auch um die ohren fliegen. vor allem bei dem klientel, das ihr habt.Vor allem hätten sich da sowohl auf Landes-, als auch auf EU-Ebene mal die Politiker für Verkehr und Infrastruktur mit den Politikern für Luftreinheit an einen Tisch setzen müssen. Wie gesagt, dass, was wir jetzt erleben, das wissen wir seit 20 Jahren.
Ich muss gestehen, ich weiss garnicht, wie das bei anderen Herstellern ist. Bei uns fällt ab Mai nicht nur der M3 und M550i weg, sondern dutzende Modelle machen erstmal "Pause" bis irgendwann 2019. Bei uns wird es ab Mitte des Jahres kein Auto mehr im Verkauf geben (zumindest geplanterweise), was nicht die EU6d Temp erreicht.
Wir verzichten also auf den Verkauf von Autos anderthalb Jahre bevor das Gesetz verpflichtend wird. Das nur zum Thema, die Industrie macht nur, was sie muss...
also bei aller liebe... das würde euch aber auch um die ohren fliegen. vor allem bei dem klientel, das ihr habt.
sein auto auch 1,5 jahre später in deutschen städten noch einsetzen zu können, wenn die mit dem diesel fertig sind und sich die benziner vorknöpfen. und am ende ist es ein nummernspiel, wenn nämlich bmw auf den leasing-rücknahmen sitzen bleibt. dann ist der verzicht von 1,5 jahren m550i verkauf auf einmal gar nicht mehr so schlimm.Was meinst du, was dem geneigten M550i-Käufer wichtiger ist? Sein Auto kaufen zu können oder dass das Auto eine Abgasnorm hat, die es noch garnicht haben muss?

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