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Trotz Freilassung eine Schande für Deutschland und Europa. Das Thema wurde einfach auf Eis gelegt und mir kann keiner erzählen, dass die deutschen Politiker sich so sehr für ihn eingesetzt haben. Des Weiteren auch das erbärmliche Schweigen des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Der Typ hat sich bereits im April 2017 an das Gericht gewendet und es ist nichts passiert. Es wurde einfach nur darauf hingewiesen, dass Yücel sich bitte durch alle Instanzen in der Türkei klagen soll, bis der Fall vor dem Gerichtshof behandelt wird. Wie soll aber in einem Land wie die Türkei, in der seit 2016 jeglicher Fortschritt von Demokratie systematisch abgebaut wird, ein solches Verfahren aussehen?

Lange Rede, kurzer Sinn. Ein weiteres Armutszeugnis für Deutschland und die EU. Bin gespannt, welcher tolle Politiker sich auf die Schulter klopfen wird und sich mit der Freilassung brüsten wird.
 
Ich will garnicht abstreiten, dass die Politik "gut Freund" der Autoindustrie ist, aber die Hersteller haben sich letztlich daran gehalten, was der gesetzliche Rahmen war. Und jetzt sollen die Kosten abgewälzt werden?

Aber wenn der gesetzliche Rahmen durch Lobbyarbeit gesteuert wurde, stehen sie durchaus in der Verantwortung. Würde mich nicht wundern, wenn die Auto Industrie die Verschärfung der Grenzwerte so lange wie möglich verzögert hat. Passt ja zum restlichen Bild von Deutschland, warum schon heute etwas für Umwelt und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit tun, wenn man sich noch kurzfristig die Taschen voll machen kann. Fucking Konzerne sollen bluten! :motz:
 
Zuletzt bearbeitet:
@BitByter

Ich versuch das einfach mal zu erklären, was die Krux an der Sache ist. Wenn du dir 2011 einen EU5-Diesel (nicht von VAG) gekauft hast, so hat dieses Auto den europäischen Vorschriften und Gesetzen entsprochen. Es hat sogar den damals strengsten gültigen Abgasnormen entsprochen. Diese Normen wurden in der EU festgelegt, die Autohersteller haben sie absolut konform umgesetzt.*

Die gleichen Politiker haben in ganz Europa sehenden Auges dabei zugeschaut, wie die Luftbelastung in den Ballungsgebieten immer höher wurde. Das war eine bekannte Problematik, der man sich in DE nie angenommen hat. Erst jetzt, wo die EU mit Sanktionen gegen DE droht, wo es Klagen gibt, jetzt wird aus der Sache ein wirkliches Problem.

Warum hat die Politik nicht schon vor 20 Jahren auf RDE-Werte bestanden?

Ich will garnicht abstreiten, dass die Politik "gut Freund" der Autoindustrie ist, aber die Hersteller haben sich letztlich daran gehalten, was der gesetzliche Rahmen war. Und jetzt sollen die Kosten abgewälzt werden?

Ich sag's mal ganz vorsichtig. Der Kunde hat sich vor ein paar Jahren ein Auto gekauft, was vollkommen in Ordnung war und allen gesetzlichen Anforderungen entsprochen hat. Es gibt eigentlich weder seitens der Politik noch von den Autoherstellern einen Grund, da etwas zu bezahlen. Wenn morgen ein Gesetz kommt, dass dein Kühlschrank mit Energieeffizienz A+ nicht mehr benutzt werden darf, dann hast du auch Pech gehabt und klagst nicht gegen den Hersteller des Kühlschranks.

*Und wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten, wie realitätsfern und unsinnig NEFZ eigentlich schon für die Realität schon immer war.

Aber es geht doch darum, das die Autos im realen Verkehr deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen als bei den Zulassungsmessung. Natürlich kann da der Hersteller etwas für wenn Software aufgespielt wird, die den Prüfstand erkennt.
 
Aber es geht doch darum, das die Autos im realen Verkehr deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen als bei den Zulassungsmessung. Natürlich kann da der Hersteller etwas für wenn Software aufgespielt wird, die den Prüfstand erkennt.

Das ist aber nur bei den VAG-Fahrzeugen der Fall.

Oder anders ausgedrückt, nur bei den Fahrzeugen, wo aktiv manipuliert wurde.

Dass Autos im realen Strassenverkehr mehr verbrauchen und mehr Schadstoffe ausstossen als auf dem Prüfstand ist seit ~25 Jahren kein Geheimnis. Es wird sogar offen kommuniziert.

Bisher ist übrigens immernoch der NEFZ-Test ausschlaggebend. Dieses Jahr kommt WLTP (auch immernoch ein Prüfstandstest, aber unter realistischeren Bedingungen) und RDE dazu. Mit WLTP kann man die EU6c erreichen, mit RDE dann die EU6d Temp. Und das wird erst im September 2019 verpflichtend.
 
Die Hauptschuld in diesem Bereich sehe ich auch bei der Politik, die sich hat vor den Karren spannen lassen und keinerlei vernünftige und realistische Vorgaben gemacht hat, geschweige denn hart gegen die Bescheißer reagiert hat. Dass die Unternehmen sich nach diesen (damals bis heute) geltenden Bedingungen richten kann man ihnen nur schwer vorwerfen. Als Aktienunternehmen waren sie dazu eigentlich sogar verpflichtet weil jegliche Abweichung das Unternehmensergebnis verschlechtert hätte, solange sie die einzigen wären, die intern strengere Leitlinien ansetzen.
 
Das ist aber nur bei den VAG-Fahrzeugen der Fall.

Oder anders ausgedrückt, nur bei den Fahrzeugen, wo aktiv manipuliert wurde.

Dass Autos im realen Strassenverkehr mehr verbrauchen und mehr Schadstoffe ausstossen als auf dem Prüfstand ist seit ~25 Jahren kein Geheimnis. Es wird sogar offen kommuniziert.

Bisher ist übrigens immernoch der NEFZ-Test ausschlaggebend. Dieses Jahr kommt WLTP (auch immernoch ein Prüfstandstest, aber unter realistischeren Bedingungen) und RDE dazu. Mit WLTP kann man die EU6c erreichen, mit RDE dann die EU6d Temp. Und das wird erst im September 2019 verpflichtend.

Gut, das sind ja 2 Themen. Die Manipulation muss der Konzern ausbaden.
Das jetzt Städte Fahrverbote aushängen, da kann die Automobil Industrie nichts für..das muss die Politik gerade Biegen.

Krass fande fande ich die Meldung, das BMW den m3 ab August vom Markt nimmt weil man dort keine Partikelfilter Nachrüstung realisieren kann/will.
Auch der m550 setzt erstmal aus.
 
Gut, das sind ja 2 Themen. Die Manipulation muss der Konzern ausbaden.
Das jetzt Städte Fahrverbote aushängen, da kann die Automobil Industrie nichts für..das muss die Politik gerade Biegen.

Krass fande fande ich die Meldung, das BMW den m3 ab August vom Markt nimmt weil man dort keine Partikelfilter Nachrüstung realisieren kann/will.
Auch der m550 setzt erstmal aus.

Vor allem hätten sich da sowohl auf Landes-, als auch auf EU-Ebene mal die Politiker für Verkehr und Infrastruktur mit den Politikern für Luftreinheit an einen Tisch setzen müssen. Wie gesagt, dass, was wir jetzt erleben, das wissen wir seit 20 Jahren.

Ich muss gestehen, ich weiss garnicht, wie das bei anderen Herstellern ist. Bei uns fällt ab Mai nicht nur der M3 und M550i weg, sondern dutzende Modelle machen erstmal "Pause" bis irgendwann 2019. Bei uns wird es ab Mitte des Jahres kein Auto mehr im Verkauf geben (zumindest geplanterweise), was nicht die EU6d Temp erreicht.

Wir verzichten also auf den Verkauf von Autos anderthalb Jahre bevor das Gesetz verpflichtend wird. Das nur zum Thema, die Industrie macht nur, was sie muss...
 
Vor allem hätten sich da sowohl auf Landes-, als auch auf EU-Ebene mal die Politiker für Verkehr und Infrastruktur mit den Politikern für Luftreinheit an einen Tisch setzen müssen. Wie gesagt, dass, was wir jetzt erleben, das wissen wir seit 20 Jahren.

Ich muss gestehen, ich weiss garnicht, wie das bei anderen Herstellern ist. Bei uns fällt ab Mai nicht nur der M3 und M550i weg, sondern dutzende Modelle machen erstmal "Pause" bis irgendwann 2019. Bei uns wird es ab Mitte des Jahres kein Auto mehr im Verkauf geben (zumindest geplanterweise), was nicht die EU6d Temp erreicht.

Wir verzichten also auf den Verkauf von Autos anderthalb Jahre bevor das Gesetz verpflichtend wird. Das nur zum Thema, die Industrie macht nur, was sie muss...
also bei aller liebe... das würde euch aber auch um die ohren fliegen. vor allem bei dem klientel, das ihr habt.
 
Was meinst du, was dem geneigten M550i-Käufer wichtiger ist? Sein Auto kaufen zu können oder dass das Auto eine Abgasnorm hat, die es noch garnicht haben muss?
sein auto auch 1,5 jahre später in deutschen städten noch einsetzen zu können, wenn die mit dem diesel fertig sind und sich die benziner vorknöpfen. und am ende ist es ein nummernspiel, wenn nämlich bmw auf den leasing-rücknahmen sitzen bleibt. dann ist der verzicht von 1,5 jahren m550i verkauf auf einmal gar nicht mehr so schlimm.
 
Dem Benziner wird so schnell nix passieren, zumal da jetzt grossflächig auch Partikelfilter ab Werk reinkommen.

Wenn der Diesel-Skandal uns eins gelehrt hat dann, dass CO2 nicht so böse ist wie NOx. :ugly:

Es wäre aber der passende Moment, sich um die Individualmobilität der Zukunft Gedanken zu machen. Aber die Politik will ja lieber noch 20, 30 Jahre damit warten... Seltsam, dass andere Länder das so einfach können.
 
Trotzdem positiv... man könnte auch einen auf VW machen und das Volk vergasen und alle belügen über Jahre hinweg, obwohl der Schwindel schon lange raus ist noch irgendwie vertuschen wies geht.
 
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