Ich habe mir gerade mal das Experiment von Mälzer durchgelesen. Inklusive aller Rezepte und Kosten.
Ohne jetzt grossartig darüber zu sprechen, ob man eine 5-köpfige Familie mit Hühnersuppe und Hühnerfrikassee aus den genannten Zutaten wirklich zwei Tage lang satt bekommt, so krankt das Experiment IMO an ein paar grundlegenden Problemen.
Da stand zwar, dass im Budget auch Getränke enthalten sind, für die Zutaten des Essens geht aber bis auf 6€ das gesamte Budget drauf. Man könnte jetzt natürlich Leitungswasser trinken...
Das Experiemt beruht weiterhin aber auf der Grundlage, dass es nur eine "richtige" Mahlzeit am Tag gibt. Ein Kilo Müsli ist nett, aber auf Dauer auch nicht ausgewogen. Mälzer rechnet zwar vier Brote für die ganze Woche ein, aber keinen Belag.

Jedenfalls kommt man mit einer Packung Wurst nicht weit und Marmeladenbrote sind auch solala.
Süsser Milchreis wird als ganze Mahlzeit gewertet, damit hätte ich auch so mein Problem.
Bei Mälzer gibt es kein Obst in der Rechnung.
Gerade für die Kinder wären es deutlich zu wenig an Kalorien für eine ausgewogene Ernährung. Für Erwachsene, die nicht gerade diäten wollen auch.
Nee nee, mir zeigt das Experiment nicht, dass selbst Hartz'ler sich Bio leisten können.
Ich würde d'accord gehen wenn man sagt, man könne mit wenig Geld auch Bio kochen. Seine Rechnung ist aber sowohl was die Kosten, als auch was die Ernährung an sich angeht, nicht vollständig.