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Hab meinen Teil dazu beigetragen, dass Schwarz-Blau nicht traurige Gewissheit wird.
Jetzt heißt es abwarten und hoffen. (Wobei ich leider davon überzeugt bin, dass es Schwarz-Blau werden wird)
 
Hat die FPÖ - die in Österreich ja schon deutlich länger etabliert ist als die AfD bei uns - eigentlich auch mal so angefangen wie die AfD? Sprich: Die anderen Parteien haben Koalitionen kategorisch ausgeschlossen und sie als undemokratisch bis rechtsextrem ins Abseits zu stellen versucht?

Wenn ja, könnte Österreich als Blaupause für das dienen, was auch Deutschland noch bevorsteht. Ich persönlich kann mir durchaus vorstellen, dass die CDU/CSU irgendwann mit der AfD koalieren wird. Soweit liegen die Parteien nun politisch nicht auseinander, und die Zersplitterung der Parteienlandschaft sowie das Abschmelzen der Volksparteien kann es bald notwendig machen, sich nach weiteren Machtoptionen umzuschauen.

Derzeit hat die AfD bei uns in Medien und Öffentlichkeit noch diesen Nimbus des Unanständigen inne (weiß gerade nicht, wie ich das besser beschreiben kann, ich hoffe, ihr wisst was ich meine). Wenn sie denn erst mal verliert, wird sich auch die Union womöglich nicht mehr zieren. Gib der Sache nochmal zehn Jahre, dann könnte es soweit sein :|
 
Ich habe die letzten Jahre anders wahrgenommen. Richtig, die anderen Parteien wollen nicht mit der AfD zusammenarbeiten. Die AfD will das aber auch nicht. Ins Abseits haben sie sich selbst gestellt. Der Ton in dem die AfD über andere Parteien redet ist doch unglaublich. Hast du mitbekommen, dass Gauland eine SPD-Ministerin in die Türkei verjagen wollte, weil er eine andere Meinung hat als sie? Und über die Medien reden sie ähnlich.
 
Daher frage ich nach den Anfängen der FPÖ. Sie erscheint mir deutlich souveräner aufzutreten als die AfD, dass kann aber auch an einem jahrzehntelangen politischen Sozialisationsprozess liegen, der der AfD auch bevorstehen könnte.
 
@Leo_Lausemaus
Ich habe deinen Beitrag (#28642) leider völlig falsch verstanden. Jetzt beim zweiten lesen und nachdem du den Beitrag (#28644) geschrieben hast verstehe ich ihn besser.
Über österreichische Politik weiß ich leider nur wenig. Aber solange sich die AfD immer weiter radikalisiert und die Führung nicht mit anderen Parteien zusammenarbeiten will, sieht es schlecht aus. Die Petry scheint da etwas deutlich besser verstanden zu haben.
 
Hat die FPÖ - die in Österreich ja schon deutlich länger etabliert ist als die AfD bei uns - eigentlich auch mal so angefangen wie die AfD? Sprich: Die anderen Parteien haben Koalitionen kategorisch ausgeschlossen und sie als undemokratisch bis rechtsextrem ins Abseits zu stellen versucht?

Die FPÖ gibt es schon extrem lange (offiziell 1955 gegründet) und bestand in ihren Anfängen ua aus ehemaligen Nationalsozialisten (SS Brigadeführer, Obersturmführer etc) und Mitgliedern anderer Parteien, die bis zum Parteiverbot 1934 bestanden (zB die Großdeutsche Volkspartei). Burschenschaften sind auch seit jeher ein zentraler Bestandteil der Partei.

Dümpelte lange Zeit bei der 6% Marke herum, bis sie dann 1999 erstmals als 2. stärkste Partei mit 26,9% in der katastrophalen Koalition mit der ÖVP unter Wolfgang Schüssel landeten. Haben sich dann jedoch schnell innerparteilich zerfleischt, weil der eher moderat und liberal ausgerichtete Flügel sich mit dem deutschnationalen Flügel in die Haare kam. Kam dann zu einer Abspaltung und einem massiven Stimmenverlust. 2005 hat Strache die marode Partei übernommen und seitdem sind sie im Aufstieg begriffen. Bei der heutigen Wahl werden sie entweder als 2. (sehr wahrscheinlich) oder sogar als 1. (unwahrscheinlich aber durchaus möglich) durch die Ziellinie gehen.
 
Naja, die FPÖ ist schon sehr lange mit dabei und hat bestimmte Phasen durchgemacht, mit einer so jungen Partei wie der AfD lässt sich das schwer vergleichen.

Unter Jörg Haider, der ein sehr guter Redner war und im Vergleich zur heutigen FPÖ auch Lösungsansätze bot, hat man in den 90ern sicher einen starken Aufschwung erlebt und bildete dann 2000 auch eine Koalition mit der ÖVP. Diese Zusammenarbeit ging dann aber ziemlich in die Hose und man verschwand für ein paar Jahre in der Versenkung bis Strache kam.
In dessen ersten Jahren war das dann inhaltlich und vom Auftreten her mit der heutigen AfD vergleichbar. Ab 2010 wurde die Partei dann zusehends professioneller was die Außendarstellung anbelangte. Man polterte nicht mehr nur rum sondern verpackte die Inhalte je nach Region in Österreich relativ geschickt (gerade in Tirol und Vorarlberg wurden die Inhalte eher unterschwellig verkauft). Gut zu beobachten war das bei der Bundespräsidentenwahl mit ihrem Kandidaten Norbert Hofer.
Strache und Hofer lieferten zwar nie wirkliche Lösungsansätze zu den von ihnen aufgezeigten Problemen, sie verstanden es in den Debatten mit anderen Politikern aber immer besser die Kontrahenten durch ihre Rhetorik aufs Glatteis zu führen.

Gerade das nicht mehr so radikale Auftreten in der Öffentlichkeit macht diese Partei heute für viele wählbar. Das zeigt sich auch gut an der Tatsache, dass die ÖVP um Sebastian Kurz mittlerweile einige Parallelen zur FPÖ aufweist, in den Debatten wirkte Strache da teils verblüfft, dass Kurz da teils auf seiner Welle geritten ist und so versucht an dessen Wähler zu kommen.
 
Gerade das nicht mehr so radikale Auftreten in der Öffentlichkeit macht diese Partei heute für viele wählbar. Das zeigt sich auch gut an der Tatsache, dass die ÖVP um Sebastian Kurz mittlerweile einige Parallelen zur FPÖ aufweist, in den Debatten wirkte Strache da teils verblüfft, dass Kurz da teils auf seiner Welle geritten ist und so versucht an dessen Wähler zu kommen.

Die ÖVP hat sich in diesem Wahlkampf sogar auffallend oft rechts der FPÖ platziert. Fragt sich ob das nur Blendgranaten sind, um der FPÖ Stimmen abzunehmen oder ob die es damit tatsächlich ernst meinen. Ich hoffe nur, dass diese zwei Vereine heute nicht zusammen auf eine 2/3-Mehrheit kommen...
 
Terror in Somalia: Mindestens 189 Tote bei Anschlag in Mogadischu
Erst überrollte der Attentäter mit einem Lkw im Stau stehende Autos, dann detonierte der Sprengsatz auf der Ladefläche: Nach einem Anschlag in Mogadischu ist die Zahl der Toten drastisch gestiegen. Der Präsident bittet um Blutspenden.
...
In Somalia kommt es immer wieder zu Anschlägen durch al-Shabab. Die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts (Scharia) errichten. Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Terrormiliz.

spiegel.de
 
Vorläufiges Ergebnis der Nationalratswahl in Österreich.

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http://orf.at/wahl/
 
Das hätte die CDU auch nicht gedacht, 12% Vorsprung, VW-Affäre und dann doch hinter die SPD gerutscht. Kann sich die SPD bei der Ex-Grünen Abgeordnetin bedanken. Die Koalitionsverhandlungen werden aber spannend bleiben...
 
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