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Abgesehen davon, dass man Links nicht kommentarlos posten sollte, will ich jetzt gar nicht groß auf den Inhalt eingehen.
Gerade über den Punkt, dass linksextreme Gewalt verharmlost wird, kann man ja gerne auch streiten.

Aber eine Sache möchte ich doch gerne loswerden. Fleischhauer vergleicht die Ausgaben, die der Staat in die Bekämpfung von links- sowie rechtsextreme Gewalt steckt und sieht in dem Verhältnis von 1:20 eine (wie auch immer geartete) Ungerechtigkeit.
Und ja, er hat recht, wenn er schreibt, dass auch Gewalt gegen Polizisten Gewalt gegen Menschen ist.
Aber, seit 1990 gibt es in Deutschland zwischen 75 (Quelle BMI) und 178 (Antonio Amadeu Stiftung, beides via Wikipedia) Todesopfer die auf rechte Gewalttaten zurückzuführen sind.
Zu Opfern linksextremer Gewalt habe ich lediglich diese Zahl gefunden: 6 (forschungsgruppe extremismus und militanz)

Das könnte eventuell die unterschiedlichen Ausgaben erklären und warum man in dem einen - auch nach Hamburg im Juli 2017 - eine größere Gefahr sehen kann als in dem anderen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermumme mich in dem g20 Fall um krawall zu machen. Die Polizisten dürfen die überaus bequeme Schutzausrüstung nur wegen diesen Idioten tragen.

Freiwillig zieht sowas nämlich niemand an
Es spricht niemand davon, dass sie sich nicht ausrüsten oder schützen dürfen.
Es geht darum, dass Polizist*innen eine sichtbare und individuelle Nummer tragen sollen, damit man auch ihnen im Zweifelsfall Verstöße nachweisen kann und diese eben nicht ihre Position zur unangemessenen Gewaltausübung missbrauchen können.

Daher ist es auch immer kritisch zu sehen, wenn Polizist*innen verhindern wollen, dass Bilder oder Videoaufnahmen von eventueller Polizeigewalt erstellt werden können.
 
Befürworter der Kennzeichnungspflicht führen an, dass die Aufklärung von unrechtmäßiger Gewalt durch Polizeikräfte durch eine individuelle Kennzeichnung erleichtert werde. Dadurch werde auch Gewalt vorgebeugt und das Vertrauen in die Polizei gestärkt.[1][2] Die Kennzeichnungspflicht zählt zu den Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten/Hamburger Signal, die sich nach den Ereignissen im Hamburger Kessel als Berufsverband gegründet hatte.[3] Zu den Gegnern der Kennzeichnungspflicht gehören in Deutschland unter anderem die Gewerkschaft der Polizei und die Deutsche Polizeigewerkschaft. Die GdP spricht von einem „Kontrollwahn gegen die Polizisten“[4][5] Die Deutsche Polizeigewerkschaft befürchtet eine Zunahme von „willkürlichen Vorwürfen“ gegen Polizeibeamte.[6] In keinem europäischen Land, das eine Kennzeichnungspflicht eingeführt hat, wurde allerdings seitdem ein nennenswerter Anstieg solcher Anschuldigungen verzeichnet.[7]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kennzeichnungspflicht_für_Polizisten

Ergo völliger Schwachsinn, die Kennzeichnungspflicht wieder abzuschaffen, man kommt der GdP und dem Wutbürger einfach mit blindem Aktionismus entgegen. Nutzen = 0.
 
Abgesehen davon, dass man Links nicht kommentarlos posten sollte, will ich jetzt gar nicht groß auf den Inhalt eingehen.
Gerade über den Punkt, dass linksextreme Gewalt verharmlost wird, kann man ja gerne auch streiten.

Aber eine Sache möchte ich doch gerne loswerden. Fleischhauer vergleicht die Ausgaben, die der Staat in die Bekämpfung von links- sowie rechtsextreme Gewalt steckt und sieht in dem Verhältnis von 1:20 eine (wie auch immer geartete) Ungerechtigkeit.
Und ja, er hat recht, wenn er schreibt, dass auch Gewalt gegen Polizisten Gewalt gegen Menschen ist.
Aber, seit 1990 gibt es in Deutschland zwischen 75 (Quelle BMI) und 178 (Antonio Amadeu Stiftung, beides via Wikipedia) Todesopfer die auf rechte Gewalttaten zurückzuführen sind.
Zu Opfern linksextremer Gewalt habe ich lediglich diese Zahl gefunden: 6 (https://bibliolinx.wikispaces.com/Todesopfer+linker+Gewalt)

Das könnte eventuell die unterschiedlichen Ausgaben erklären und warum man in dem einen - auch nach Hamburg im Juli 2017 - eine größere Gefahr sehen kann als in dem anderen.
Deine Liste sagt aber insgesamt 65 belegte Tötungen + 9 Verdachtsfälle. Ahso Du meinst seit 1990.
 
Es spricht niemand davon, dass sie sich nicht ausrüsten oder schützen dürfen.
Es geht darum, dass Polizist*innen eine sichtbare und individuelle Nummer tragen sollen, damit man auch ihnen im Zweifelsfall Verstöße nachweisen kann und diese eben nicht ihre Position zur unangemessenen Gewaltausübung missbrauchen können.

Daher ist es auch immer kritisch zu sehen, wenn Polizist*innen verhindern wollen, dass Bilder oder Videoaufnahmen von eventueller Polizeigewalt erstellt werden können.

Es ging mir hier um vermummung. Manchen ist hier glaub nicht bewusst wie sehr intern bei der polizei etc gegen die eigenen Beamten ermittelt wird.

Schwarze Schafe hält es eh nicht ab. Aber vllt gibt es ohne Nummern ja endlich Mal weniger völlig aus dem Zusammenhang geschnitte Videos.

Ein wenig Vertrauen sollte man schon in die eigene Polizei haben.
 
Ein wenig Vertrauen sollte man schon in die eigene Polizei haben.
Man kann auch sagen: ein wenig Vertrauen sollte man schon in die eigenen Bürgerinnen und Bürger haben. So wird halt ein Schuh draus.
Und sagst du das z.B. einem türkischen Demonstranten auch, dass er doch "ein wenig Vertrauen in seine eigene Polizei haben sollte"?
Vertrauen ist nicht gerade die Art Fundament, worauf ein Rechtsstaat gebaut sein sollte.
 
Die Zustände in der Türkei mit denen hier vergleichen? Hui...

Seid doch froh das man sich als Demonstrant nicht registrieren muss damit man im Falle einer Straftat zur Rechenschaft gezogen wird.
Würde mich nicht wundern wenn das auch noch gefordert wird.
 
Wenn jetzt gesagt wird die machen das aus dem Grund, weil sie aus Umsatzeinbußen schließen müssten, wenn die Flora weg ist, wird die Flora als "Alltagsmagnet" allerdings deutlich überschätzt. Sie ist da halt, aber sie sorgt nu nicht für Reisebuskolonnen, weil die Massen herbeiströmen und mit Geld wedeln.

Bezieht sich das auf meinen vorherigen Post? Ich meinte es nämlich nicht insofern, dass die Flora ein Umsatzmagnet ist, sondern dass im Falle einer Räumung wochenlange oder gar monatelange Krawalle im Viertel zu befürchten wären und dass dann ihre Läden killt.
 
Nein. Damit wollte ich nur zu bedenken geben, dass der politische Wind nicht immer so wehen muss wie er es gerade tut, auch nicht in Deutschland.
Und gerade dann ist man froh, wenn man Gesetze hat, die in sich den Geist der Demokratie tragen.
Klar, kann sich immer ändern.

Hab gerade nicht so viel Zeit, aber es geht nur um die persönlichen Nummern oder? Einheit etc. wird weiter drauf stehen?

Meiner Meinung nach sollte man endlich alle mit Bodycams ausstatten, was imo wesentlich mehr Vorteile als Nachteile hat.
 
Fand die beiden Videos ganz gut gemacht und fangen beide Perspektiven ein. Sonst lass ich die jetzt mal unkommentiert.
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Die WDR Reportage find ich ziemlich gut und zeigt die vielen Grautöne gut auf. Ziemlich beschämend fand ich die gezeigten Reaktionen der Veranstalter. Da wurde Gewalt relativiert und von einer expliziten Ablehnung ist man meilenweit weg. Unterschwellig klang das ähnlich wie das "Gewalt ist scheisse wenn sie in meinem Viertel passiert".
Wogegen die Polizei klipp und klar sagt, dass es Ausreisser gibt und man das nicht schönreden darf. Zum Thema Wasserwerfer: finds gut, dass da anscheinend die "light" Version eingesetzt wurde. Damit kann anscheinend nicht viel passieren.

Imo ein sehr schöner und wichtiger Beitrag, man sieht das auf beiden Seiten Fehler gemacht werden aber auch das eben NICHT die Polizei hauptverantwortlich für die Eskalation bei der Welcome to Hell Demo war!
Die Demo wurde gestoppt wegen vermummter Leute, und als Erstes flogen Flaschen von Seiten der Demonstranten....

Was hier sehr wichtig raussticht, ist die Tatsache das bei beiden Lagern wenige Menschen Fehler machen, das Problem seh ich aber v.a. darin das die Polizei und viele Demonstranten das ganz gut aufarbeiten ABER die Organisatoren der Kundgebungen da viel zu unklar bleiben und sich zu wenig von Gewalt distanzieren und eben DAS ist ein riesiges Problem des linken Lagers.
 
schön zu sehen, dass diese Erkenntnis nach gefühlten 100 Seiten wohl langsam aber sicher von den meisten hier akzeptiert wird und nicht alles von den Demonstranten abseits des wütenden Chaoten-Mobs super friedlich war, aber auch die Polizei genug Idioten in ihren Reihen hat, die ihre Nerven nicht im Griff haben.

Dass bei einem Streit, der soweit eskaliert, dass es zu Handgreiflichkeiten kommt, in geschätzt 99% der Fälle beide Seiten keine Unschuldslämmer sind, weiß ich schon seit ich alt genug bin, um die Streitereien zwischen mir und meiner Schwester beurteilen zu können.
 
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