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Mich beruhigt zwar, dass am WE eine ziemlich große Mehrheit gegen ein staatliches Verbot von türkischen Auftritten in DE war.

So unrühmlich deren Auftreten auch sein mag, man kann nicht etwas anprangern und es dann aus Trotz selbst nicht besser machen.

Unsere Gesellschaft weiss, was sie von Erdogan zu halten hat. Und die Erdogan-Pro's in DE haben doch durch solche Aktionen wie in Holland nur Wasser auf ihre Mühlen bekommen.
 
Als privatperson kannst du in dem land reden schwingen wie du willst, ich frag mich trotzdem wieso man der meinung sein muss dass in dem land alles erlaubt sein muss? Wieso sollte man wahlkampf für eine fast diktatur eigentlich so einfach hinnehmen? Was willst du den opfern nach den jahren, sofern sie überhaupt aus dem knast kommen und nicht hingerichtet werden, erzählen? Dass du dagegen warst?
 
Mich beruhigt zwar, dass am WE eine ziemlich große Mehrheit gegen ein staatliches Verbot von türkischen Auftritten in DE war.

So unrühmlich deren Auftreten auch sein mag, man kann nicht etwas anprangern und es dann aus Trotz selbst nicht besser machen.

Unsere Gesellschaft weiss, was sie von Erdogan zu halten hat. Und die Erdogan-Pro's in DE haben doch durch solche Aktionen wie in Holland nur Wasser auf ihre Mühlen bekommen.
"aber..." ?
 
:ugly: Esse keinen Kebab. Mag Schweinefleisch sowieso nicht so...
Kebab mit Schweinefleisch?

giphy.gif
 
Das hab ich allerdings auch noch nirgendwo gesehen. Und ich lebe im Kebabland.

BTW, ab nächsten Monat gibts bei unserem örtlichen türkischen Imbiss wieder Spargeldöner. Mega geil :sabber:
 
Als privatperson kannst du in dem land reden schwingen wie du willst, ich frag mich trotzdem wieso man der meinung sein muss dass in dem land alles erlaubt sein muss? Wieso sollte man wahlkampf für eine fast diktatur eigentlich so einfach hinnehmen? Was willst du den opfern nach den jahren, sofern sie überhaupt aus dem knast kommen und nicht hingerichtet werden, erzählen? Dass du dagegen warst?

Seh ich auch so.
Wieso sollte man einen Wahlkampf tolerieren, dessen Inhalt nicht mit den Menschenrechten vereinbar ist !?
 
naja, der wahlkampf als solcher und die folgen dieser abstimmung verstoßen ja nicht gegen menschenrechte.

darüber hinaus ist es relativ schwierig, auf der einen seite mit dem finger auf die türkei zu zeigen und auf der anderen seite selber meinungsäußerungen zu verbieten.
 
natürlich tun sie das nicht, aber es wird in der Türkei schon jetzt gegen viele rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen und wir unterstützen ihn quasi indirekt.

Wehret den Anfängen..... Das 3. Reich ist ja auch nicht '38 entstanden....
 
natürlich tun sie das nicht, aber es wird in der Türkei schon jetzt gegen viele rechtsstaatliche Prinzipien verstoßen und wir unterstützen ihn quasi indirekt.

Wehret den Anfängen..... Das 3. Reich ist ja auch nicht '38 entstanden....
da bin ich ja bei dir, aber wir dürfen nicht vergessen, dass die türkei ein souveränes land ist und wir nicht das recht haben, dort einfach unsere vorstellungen zu durchzusetzen.
mal ganz davon abgesehen (und so zynisch das ist), dass das ein mehr oder weniger demokratischer vorgang ist, der dort stattfindet. wenn die mehrheit der türken der meinung ist, in einem autokratischen staat leben zu wollen ist das erstmal deren problem. und natürlich derer, die das nicht wollen, allerdings habe ich noch nicht mitbekommen, dass den türken die ausreise verweigert wird (sofern sie nicht im knast sitzen).

was ich viel seltsamer finde ist, dass diejenigen auslandstürken, die erdo so super finden noch im ausland sind und nicht mit wehenden fahnen zurück in die türkei gehen. oder anders ausgedrückt: wenn hier doch alles scheiße ist und erdo super, warum bist "du" dann noch hier?
 
Naja, wir reden hier von Veranstaltungen in der Provinz von Gaggenau oder in einer schäbigen Veranstaltungshalle in Hamburg-Wilhelmsburg. Damit hätte man mit Mühe und Not eine vierstellige Zahl von Menschen erreicht, die ohnehin Pro-Erdogan ist.
Die wurden abgesagt, stattdessen findet der Wahlkampf jetzt vor Milllionenpublikum bei Anne Will und auf den Titelzeitungen in ganz Europa statt.
Für mich ist es ziemlich unzweifelhaft, welche Kröte ich lieber geschluckt hätte.
 
darüber hinaus ist es relativ schwierig, auf der einen seite mit dem finger auf die türkei zu zeigen und auf der anderen seite selber meinungsäußerungen zu verbieten.

Der Staat darf dies aber unter gewissen Umständen. Und es vertreten ja auch einige Leute die sich damit auskennen die Auffassung, dass das was zb. die österreichische Regierung macht durchaus rechtens und gut ist.

Das Problem an der Sache ist halt: Die EU bzw die betreffenden Staaten können eigentlich nur verlieren. Sprechen die Deppen bei uns, jubeln die hier lebenden Türken, werden mobilisiert und die Rechten können wir hinhauen und zeigen wie verwurzelt und gefährlich der Islam in Europa ist. Verbietet man es, wählen die Türken ihn aus Protest, die Rechten können sagen wie schlimm der Islam ist da er politisiert wird. Und die Staaten müssen sich von mehrere Fronten vorwerfen lassen antidemokartisch zu agieren.

Ich finde die Lösung mit dem Verbot jedoch besser, da man so zumindest ein klares Statement gegen die Vorgänge in der Türkei setzt.
 
natürlich "darf" der staat das. aber in der konsequenz der verteidigung der meinungsfreiheit ist es halt schon fragwürdig.

ich persönlich finde das vorgehen von uns und das der franzosen iegentlich völlig in ordnung. die niederländer drehen in erster linie wegen der eigenen wahlen so ab und geben erdo futter. insgesamt finde ich, dass man ihn mit dem ganzen trara größer macht, als er ist.
 
aber in der konsequenz der verteidigung der meinungsfreiheit ist es halt schon fragwürdig.
Osa hats ja schon mal angesprochen, in der Konsequenz muss man dann auch das Verbotsgesetz hinterfragen. Und wie groß der Aufschrei ist wenn ein Rechter das in Frage stellt sieht man eh immer wieder.

IMO hats einfach weniger mit Meinungsfreiheit als mit gezielter, destabilisierender Politik zu tun.
Ich bin mit der Vorgehensweise der AUT Regierung relativ zufrieden. Man sagt klipp und klar dass es so nicht geht. Mir wäre Merkels Antwort zu wenig. Man muss nicht wie ein Kampfhund auf die Provokationen anspringen, aber es so einfach hinzunehmen als Faschisten und Nazis bezeichnet zu werden würde mir schon sauer aufstoßen.

Und wie gesagt: es ist eigentlich relativ egal wies läuft. Man kann dabei, hinsichtlich des Referendums, nur verlieren. Dass man Erdogan dann zumindest in Europa die Grenzen aufzeigt find ich daher ganz gut. Man hat sich mit dem Flüchtlingsdeal halt leider in eine so unfassbare Abhängigkeitsituation gebracht, dass mehr (vor allem von Merkel) wohl einfach nicht geht.
 
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