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What?

Keine Ahnung, wo du das raus gelesen hast. Du hast einfach abgestritten das es keine Leute gibt die durch die Globalisierung etc. abgehängt wurden und das ist einfach falsch. Ich hab dir das Gegenbeispiel gebracht.
Und davon gibt es bei weitem genug.

In Zukunft wird es auch immer weniger Arbeitsplätze geben weil immer mehr von Maschinen gemacht wird. Aber sind ja die Leute selbst Schuld.
naja, da:
Nunja, man sollte aber auch nicht vergessen, das es eben auch die Leute gibt, die dann wirklich durch die Globalisierung abgehangen wurden und die nicht genug Beachtung finden... Einfach alles auf die Leute schieben ist zu simpel.

Leute die früher von kleineren Jobs ordentlich leben konnten, Arbeiter deren einfache Jobs weggefallen sind weil eben mehr und mehr Jobs, für die man keine Ausbildung bzw. eine niedrige Qualifikation braucht, ausgelagert werden/wurden.
Es wird immer mehr maschinell gefertigt etc. und so finden die "einfachen" Leute eben keine Jobs mehr bzw. welche die sehr schlecht bezahlt werden.

Das sind eben auch Folgen der Globalisierung und des Fortschritts und das wird für die Zukunft nicht besser.

Diese Leute fühlen sich eben im Stich gelassen und das, teilweise, zu Recht.

Und nur weil wir Exportweltmeister sind, geht es nicht dem kleinen Mann gut. Unsere Armutsquote steigt stetig, genau wie die Leute die von einem Job nicht mehr leben können.

Und gerade Bytbiters von oben herab, ist mit ein Grund dafür, das eben auch solche Populisten gewählt werden.
 

und was hat das mit der Kerbe der Populistenwähler zu tun? Das ist nunmal einfach so, das ist Fakt.

Die Populisten wollen sich abschotten, was natürlich keine Lösung ist. Aber man muss die Leute auffangen, fortbilden, etc. und nicht sich selbst überlassen, das ist der Wichtige Punkt an dem es hakt, nicht das es die Globalisierung gibt.
 
und was hat das mit der Kerbe der Populistenwähler zu tun? Das ist nunmal einfach so, das ist Fakt.

Die Populisten wollen sich abschotten, was natürlich keine Lösung ist. Aber man muss die Leute auffangen, fortbilden, etc. und nicht sich selbst überlassen, das ist der Wichtige Punkt an dem es hakt, nicht das es die Globalisierung gibt.
absolut! in deutschland bedeutet armut ja nicht, dass man auf der straße leben muss. es gibt ein sozialsystem für diese fälle, welches auf der welt seinesgleichen sucht und das ist auch gut, richtig und wichtig. ich bin auch bei dir, wenn du das bildungssystem kritisierst. auch hier bin ich der meinung, muss dringend etwas passieren.

aber das alles entlässt einen nicht aus der eigenen verantwortung. es ist einfach, auf seinem arsch zu sitzen und auf andere zu zeigen, die dann schuld sind. es gibt ne ganze menge, was ich selber tun kann. populisten wählen, die keinerlei lösungen haben, sondern im gegenteil einem großen teil ihrer wähler sogar schaden würden(was man mit ein bisschen kopfarbeit auch als "einfacher mensch" durchaus verstehe kann) ist mit sicherheit kein teil davon. und da schlägt die eigenverwantwortung zu.

btw: können wir uns darauf einigen, dass die leute (wenn überhaupt) "abgehängt" wurden und nicht "abgehangen"? sie sind kein steak.
 
Der große Unterschied war der, das immer auf eine alte "Industrie" eine neue folgte, welche mehr Wohlstand für alle versprach. Genau dieses "Versprechen" wurde aber nun gebrochen und wird es in Zukunft immer mehr.
Mehr Wohlstand für alle gibt es so nicht.
Die Moderne bringt das natürlich mit sich, heute muss niemand mehr ohne Strom auskommen hat fliessend Wasser und kein Plumpsklo im Garten. Aber es wird immer Berufe geben, die hintenrunterfallen, immer Zweige die überflüssig(er) werden.
Aber da gibts halt eben auch ein Leistungsprinzip. Wer nach der 8. Klasse von der Schule abgeht und sich als Hilfsarbeiter durchschlägt ist halt auch eher von sowas bedroht als derjenige, der Abitur gemacht hat und etwas gefragtes studiert hat.
Hat man ja auch in der Hand ob man jetzt Mineraloge oder Arzt werden möchte zB.
 
Nur so als kleiner politikwissenschaftlicher Einwand. Bei der Wahl von rechtspopulistischen Parteien ist es nicht unbedingt entscheidend, ob eine soziale Gruppe tatsächlich durch die Globalisierung o. Ä. bedroht ist. Wichtig ist die subjektive Perzeption der zur Wahl rechtspopulistischer Parteien neigender sozialen Gruppen, welche nicht unbedingt mit der Realität korrelieren muss. (Stichwort: "subjektive Deprivation") Wobei subjektive und objektive Deprivation oft zusammenhängen. An dieses Gefühl der subjektiven Deprivation können rechtspopulistische Parteien mit ihren Sündenbocktheorien anknüpfen. Dies hängt auch mit abnehmender Integrationsfunktion der etablierten Parteien zusammen, welche Teile der Bevölkerung schon vor Jahrzehnten aufgegeben haben.
 
Mehr Wohlstand für alle gibt es so nicht.
Die Moderne bringt das natürlich mit sich, heute muss niemand mehr ohne Strom auskommen hat fliessend Wasser und kein Plumpsklo im Garten. Aber es wird immer Berufe geben, die hintenrunterfallen, immer Zweige die überflüssig(er) werden.
Aber da gibts halt eben auch ein Leistungsprinzip. Wer nach der 8. Klasse von der Schule abgeht und sich als Hilfsarbeiter durchschlägt ist halt auch eher von sowas bedroht als derjenige, der Abitur gemacht hat und etwas gefragtes studiert hat.
Hat man ja auch in der Hand ob man jetzt Mineraloge oder Arzt werden möchte zB.

Doch, bisher gab es das. Genau das ist ja der Punkt. Der Hufschmied arbeitete dann halt bei Ford und verdiente dort mehr Geld.
Natürlich gab es immer Einzelfälle aber im Gesamten ging es den Leuten besser und das ist eben jetzt nicht mehr so und man wird es auch in Zukunft nicht mehr der Hand haben. Die Digitale "Ablösung" wie ich sie mal nenne hat begonnen, Jobs werden übernommen und kaum/keine Neuen entstehen.

War ein schöner Artikel im Spiegel vor 2-3 Monaten. Dann trifft es nämlich z.b. bei autonomen Fahrassistenzsystemen irgendwann nicht nur den kaum gebildeten Taxifahrer, sondern auch den Busfahrer, den Zugführer und den Piloten...... Dafür gibts dann aber keinen Ersatz. Wir wandern in eine zeit in der ein guter Teil der Menschheit keinen Job mehr finden wird weil es sie einfach nicht mehr geben wird und das ist ein Novum in der Industrialisierung. Bisher ging alles nach oben. Es fielen Wirtschaftszweige weg und wurden durch andere abgelöst welche mehr Arbeitsplätze versprachen und mehr Wohlstand. Da hilft auch irgendwann keine Bildung mehr, da werden mal eben keine Ärzte, Bürokräfte, Fahrer, Arbeiter, Paketzusteller, etc. mehr benötigt.

Und auf so etwas muss die Politik vorbereitet sein.

absolut! in deutschland bedeutet armut ja nicht, dass man auf der straße leben muss. es gibt ein sozialsystem für diese fälle, welches auf der welt seinesgleichen sucht und das ist auch gut, richtig und wichtig. ich bin auch bei dir, wenn du das bildungssystem kritisierst. auch hier bin ich der meinung, muss dringend etwas passieren.

aber das alles entlässt einen nicht aus der eigenen verantwortung. es ist einfach, auf seinem arsch zu sitzen und auf andere zu zeigen, die dann schuld sind. es gibt ne ganze menge, was ich selber tun kann. populisten wählen, die keinerlei lösungen haben, sondern im gegenteil einem großen teil ihrer wähler sogar schaden würden(was man mit ein bisschen kopfarbeit auch als "einfacher mensch" durchaus verstehe kann) ist mit sicherheit kein teil davon. und da schlägt die eigenverwantwortung zu.

btw: können wir uns darauf einigen, dass die leute (wenn überhaupt) "abgehängt" wurden und nicht "abgehangen"? sie sind kein steak.

Natürlich hat man irgendwo eine Eigenverantwortung aber ich verstehe auch das Menschen frustriert sind (ich sehe das NICHT als Rechtfertigung Populisten zu wählen, ich verstehe nur ihre Gedanken dahinter).

Zu dem Rest, siehe die Antwort für Marcello. Und ja, wir einigen uns auf abgehängt :D
 
Spannend ja aber eben auch beängstigend. Denn man kann so viele Menschen nicht mehr mit Hartz 4 abspeisen und wird eine Regelung finden müssen in der, mal grob gesagt, die Roboter das Geld verdienen, das die Menschen dann ausgeben können. Im Idealfall also Wohlstand für alle, den schlimmsten Fall will ich mir garnicht ausmalen.

Die Übergangsphase jetzt, ist aber eben auch entscheidend, wie man daran erkennen kann, wie die Abgehängten eben zu den ganzen Idioten etc. stoßen, nicht umsonst erreichen Populisten solche Werte, weil die Politik keine Antwort findet bzw. hat.
Jetzt sind es noch 10-20% aber das wird sich ändern.
 
Leute die früher von kleineren Jobs ordentlich leben konnten, Arbeiter deren einfache Jobs weggefallen sind weil eben mehr und mehr Jobs, für die man keine Ausbildung bzw. eine niedrige Qualifikation braucht, ausgelagert werden/wurden.
Es wird immer mehr maschinell gefertigt etc. und so finden die "einfachen" Leute eben keine Jobs mehr bzw. welche die sehr schlecht bezahlt werden.

Das sind eben auch Folgen der Globalisierung und des Fortschritts und das wird für die Zukunft nicht besser.

Diese Leute fühlen sich eben im Stich gelassen und das, teilweise, zu Recht.

Und nur weil wir Exportweltmeister sind, geht es nicht dem kleinen Mann gut. Unsere Armutsquote steigt stetig, genau wie die Leute die von einem Job nicht mehr leben können.

Und gerade Bytbiters von oben herab, ist mit ein Grund dafür, das eben auch solche Populisten gewählt werden.

Ich sehe es ein, dass "einfache Jobs" immer weniger werden, für die zu Opas und auch noch zu Vatterns zeiten ein relativ überschaubarer Bildungsweg gereicht hat. Nur da sehe ich auch den Staat in der Pflicht, das Bildungsprogramm dementsprechend anzupassen. Wenn wir uns diesem Wandel widersetzt hätten, du würdest doch nicht im Ernst behaupten, dass es dem Agrar- und Industriestaat Deutschland besser ginge?

Leider hat m.E. der Staat viele Probleme auf die lange Bank geschoben und hat jahrelang weggesehen, wie man bildungsferne Schichten in den Arbeitsmarkt integrieren kann, dadurch wurde ja auch die Ungleichheit, die Segregation gefördert und es kam eben zu einem vielfachen Klassenkampf, Upper-Class gegen Prekariat, Bio-Deutsche gegen Leute mit Migrationshintergrund etc.

An allen Ecken und Enden wird zudem eine Neid- und Opfermentalität gefördert.

Ich bin voll auf deiner Seite, wenn man sagt: Etwas läuft schief. Aber die Globalisierung ist das Rahmenprogramm des ganzen, nicht der Grund.
 
Ich sehe es ein, dass "einfache Jobs" immer weniger werden, für die zu Opas und auch noch zu Vatterns zeiten ein relativ überschaubarer Bildungsweg gereicht hat. Nur da sehe ich auch den Staat in der Pflicht, das Bildungsprogramm dementsprechend anzupassen. Wenn wir uns diesem Wandel widersetzt hätten, du würdest doch nicht im Ernst behaupten, dass es dem Agrar- und Industriestaat Deutschland besser ginge?

Leider hat m.E. der Staat viele Probleme auf die lange Bank geschoben und hat jahrelang weggesehen, wie man bildungsferne Schichten in den Arbeitsmarkt integrieren kann, dadurch wurde ja auch die Ungleichheit, die Segregation gefördert und es kam eben zu einem vielfachen Klassenkampf, Upper-Class gegen Prekariat, Bio-Deutsche gegen Leute mit Migrationshintergrund etc.

An allen Ecken und Enden wird zudem eine Neid- und Opfermentalität gefördert.

Ich bin voll auf deiner Seite, wenn man sagt: Etwas läuft schief. Aber die Globalisierung ist das Rahmenprogramm des ganzen, nicht der Grund.

nein aber ich erkläre doch gerade mehrmals, das genau DAS eben nicht mehr ausreicht. Es wird nicht mehr so sein das man durch Bildung einen Job findet etc.
Es hat jetzt begonnen mit den niedrigen Bildungsgraden aber auch die hohen Bildungsgrade wird es erreichen. Bildung ist eben NICHT mehr die alleinige Lösung.
Ich hab nicht umsonst das Beispiel mit dem Taxifahrer, Busfahrer, Piloten gewählt.
Es wird den Krankenpfleger, genau wie den Arzt treffen (hier wohl sogar zuerst den Arzt), den Ingenieur, genau wie den Arbeiter.

Und natürlich ist die Globalisierung auch der Grund. Sie ist der Grund das es vielen gut geht aber sie ist auch der Grund warum manche abgehängt wurden.
 
Doch, bisher gab es das. Genau das ist ja der Punkt. Der Hufschmied arbeitete dann halt bei Ford und verdiente dort mehr Geld.
Als was denn? Als Ingenieur? :D
Wer unverzichtbar sein will, der muß sich unverzichtbar machen.
Durch eine gute Schulbildung/Ausbildung/Studium/Weiterbildung.
Du kannst nicht alle Leute beschäftigen und für alle ein Netz spannen.
Da gibt es eben die Industrialisierung, die Menschen in manchen Bereichen unnötig machen.
Da gibt es eben den demografischen Wandel, dass Leute immer länger Leben und die Rente immer weiter nach hinten geschoben wird.
Da gibt es eben die Globalisierung, wenn man es nicht günstig hier macht, dann eben woanders.
Da gibt es eben den Wachstum der Gesamtbevölkerung, dass es halt auch immer mehr Menschen auf der Erde gibt.
Das sind halt nunmal alles Faktoren und wie gesagt am ersten trifft es natürlich die Leute, die ersetzbar sind.
Also nicht ausreichend qualifizierte oder eben die durch Maschinen zu ersetzen sind etc.
Aber was will man da machen? Diese Bewegung kann man nicht aufhalten, so entwickelt sich die Welt.
Wir haben jahrelang davon profitiert und andere Länder hatten das nachsehen, aber die Welt ist im Fluss und im Wandel.
Es gibt noch genug Gründe in Deutschland und aus Deutschland zu kaufen, aber ein Blick auf China zeigt halt auch dass manches austauschbar ist. Wir können uns nicht daruaf ausruhen was wir erreicht haben sondern müssen immer weiter voranschreiten und uns jeden Tag neu qualifizieren.
 
Böhmermann darf Teile seines Schmähgedichts nicht mehr öffentlich vorführen. Ein Teilerfolg für Erdogan
 
Ich glaube Gerri, du romantisierst auch irgendwo die gute alte Zeit. War damals wirklich die Welt noch in Ordnung? Wann war damals?
 
Ich glaube Gerri, du romantisierst auch irgendwo die gute alte Zeit. War damals wirklich die Welt noch in Ordnung? Wann war damals?

Nein, ganz und garnicht, ich sag ja die Industrialisierung hat uns voran gebracht in allen Punkten, sowohl von der Schwere und Dauer der Arbeit, als auch im Wohlstand etc.
Nur genau dieses "Zeitalter" endet langsam. Roboter werden billiger und besser, KI wird immer fortschrittlicher, etc.

und @Marcello scheint garnicht verstanden zu haben, was ich sage. Noch einmal für dich: Der große Unterschied ist das die Industrialisierung manche Arbeitsplätze unnötig gemacht hat aber gleichzeitig mehr und bessere geschaffen und genau DAS ist in Zukunft nicht mehr der Fall. Und da hilft eben auch Bildung nur sehr begrenzt.
Und was man da machen kann, hab ich oben auch schon geschrieben.
 
Doch, das habe ich schon verstanden.
Wie gesagt heutzutage gibts ja Strom und fließend Wasser und sowas für alle.
Heutzutage hat jeder einen Fernseher und Internet.
Aber das schreitet so nicht voran, weil es so drastische Veränderungen und Verbesserungen in der Lebensqualität nicht mehr gibt dass da alle von profitieren.
 
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