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Ich glaube nicht, dass die Linke nicht bereit ist, Kompromisse zu machen. Was sie aber auch klar sagen: Sie wollen nicht um jeden Preis mitregieren.

Warten wir doch mal das Wahlprogramm für 2017 ab:

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Ich finde, das klingt doch vom Ansatz her schon mal ganz vernünftig.
 
Ich glaube nicht, dass die Linke nicht bereit ist, Kompromisse zu machen. Was sie aber auch klar sagen: Sie wollen nicht um jeden Preis mitregieren.

Warten wir doch mal das Wahlprogramm für 2017 ab:

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Ich finde, das klingt doch vom Ansatz her schon mal ganz vernünftig.
Das denke ich auch nicht, bzw. hat die Linke das auf Landesebene ja schon mehrfach bewiesen, dass sie gute Arbeit leisten kann.
Aber die Strukturen innerhalb der Partei sind einfach recht kompliziert, als dass ein Regieren auf Bundesebene wirklich easy wäre, selbst als kleinster Juniorpartner.

Deswegen propagiere ich keinen Wechsel der Politik der Linken bzw. eine Anpassung an die bestehenden Parteien, nein.
Aber wer regieren will, muss das tun. Und das wollen sie ja kurz- bis mittelfristig. Und auf Bundesebene bleibt ihnen da nur die Position des Juniorpartners und der muss eben mehr Kompromisse eingehen.
Wollen sie das nicht, gibt's halt keine Regierungsbeteiligung.
 
Naja, die Frage ist ja erstmal, ob sie überhaupt regierungswillig sind. Wenn ich mir so einige Forderungen ansehe, die ständig wiederholt werden, kann man das praktisch verneinen. Regieren heißt halt auch immer Kompromisse einzugehen. Und solche Aussagen, wie gerade wieder in der ZEIT, verbessern den Eindruck nicht gerade.

http://www.zeit.de/politik/deutschl...t-rot-gruen-regierung-streitgespraech/seite-2

Wie jede andere Partei auch, gehen die natürlich mit ihrem eigenen Wahlprogramm in den Bundestagswahlkampf. Es dürfte dabei auch den allermeisten aus der Linkspartei klar sein, dass sie nicht alles - oder auch nur das allermeiste - davon umsetzen können, insbesondere als kleinster Koalitionspartner in einer RRG Koalition.
 
Also wenn die Linkspartei in den Koalitionsvertrag einbringt, dass die Arbeitgeber wieder die Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge mittragen müssen und die Waffenexporte in diktatorische Staaten deutlich eingedämmt werden. Wer von uns allen hätte da keinen Grund zum applaudieren? Dazu vielleicht noch, dass man das Bildungssystem reformiert und die Verantwortung stärker auf die Bundesebene überträgt. Dazu dann noch eine Mietpreisbremse, die wirklich funktioniert. Und dafür gibt sie ihre starre Haltung, was die Nato angeht auf. Die ich an deren Stelle auch immer wieder betonen würde. Weil, die in den Koalitionsverhandlungen aufzugeben, dass muss der SPD richtig etwas kosten. Sorry, also wer angesichts dessen den Untergang des Abendlandes heraufbeschwört, hat den Schuss nicht gehört!
 
Sorry, also wer angesichts dessen den Untergang des Abendlandes heraufbeschwört, hat den Schuss nicht gehört!
Wer tut das denn hier?
Ich hab doch nur erklärt, dass ich Ziele der Linkspartei sehr gut finde, eine Koalition mit dieser auf Bundesebene aber sehr herausfordernd werden dürfte. Nicht nur für die Koalitionspartner, sondern auch für die Mitglieder der Linken, die in Regierungsverantwortung stehen.

Wirklicher Protest und Fundamentalopposition ist dann halt nicht mehr und darin besteht ein nicht kleiner Teil der linken Politik.
Realpolitik ist halt nochmal ein ganz anderes Ding, als die Arbeit und Forderungen in der Opposition bzw. im Wahlkampf.
 
Es gibt genug, die das tun. Bei Cale klingt es auch oft so heraus. Er würde zum ersten Mal nicht SPD wählen, wenn er damit über Rot-Rot-Grün abstimmt.

Und wenn man sein Wahlprogramm für die Bundestagswahl intensiv und glaubwürdig mit den Bürgern und den Parteimitgliedern gemeinsam verfasst, scheint mir das ein überhaus konstruktiver und demokratischer Ansatz. Leicht macht man es sich auf diese Weise sicherlich auch nicht. Aber man verpflichtet sich schon einer gewissen Glaubwürdigkeit, auch nach der Wahl. Nach reinem Protest und Fundamentalopposition klingt mir das auch nicht. Das sie aber im jetzigen Bundestag so aufgestellt sind, wer will ihnen das eigentlich vorwerfen? Ansonsten gibt es ja gar keine nennenswerte Oppositon. Die Grünen? Keine Ahnung, was die da eigentlich groß machen. Die Göring-Eckhardt und der Hofreiter sind für mich ganz und gar unglaubwürdige und auch unwählbare Platzhalter, die lediglich Andockpunkte zur CDU anbieten.

Und wenn du glaubst, das wäre ne Herausforderung, dann ist auch das nur ne Frage der Relation. Kannst es ja mal damit vergleichen, wie es wäre die AfD zukünftig in eine Koalition mit einzubinden.
Eine vereinte Linke aus Rot-Rot-Grün muss sich einem gemeinsamen Gesellschaftsprojekt stellen. Die AfD ist auch ein Symptom dafür, dass einiges seit vielen Jahren grundlegend falsch läuft.
 
Es gibt genug, die das tun. Bei Cale klingt es auch oft so heraus. Er würde zum ersten Mal nicht SPD wählen, wenn er damit über Rot-Rot-Grün abstimmt.

Und wenn man sein Wahlprogramm für die Bundestagswahl intensiv und glaubwürdig mit den Bürgern und den Parteimitgliedern gemeinsam verfasst, scheint mir das ein überhaus konstruktiver und demokratischer Ansatz. Leicht macht man es sich auf diese Weise sicherlich auch nicht. Aber man verpflichtet sich schon einer gewissen Glaubwürdigkeit, auch nach der Wahl. Nach reinem Protest und Fundamentalopposition klingt mir das auch nicht. Das sie aber im jetzigen Bundestag so aufgestellt sind, wer will ihnen das eigentlich vorwerfen? Ansonsten gibt es ja gar keine nennenswerte Oppositon. Die Grünen? Keine Ahnung, was die da eigentlich groß machen. Die Göring-Eckhardt und der Hofreiter sind für mich ganz und gar unglaubwürdige und auch unwählbare Platzhalter, die lediglich Andockpunkte zur CDU anbieten.

Und wenn du glaubst, das wäre ne Herausforderung, dann ist auch das nur ne Frage der Relation. Kannst es ja mal damit vergleichen, wie es wäre die AfD zukünftig in eine Koalition mit einzubinden.
Eine vereinte Linke aus Rot-Rot-Grün muss sich einem gemeinsamen Gesellschaftsprojekt stellen. Die AfD ist auch ein Symptom dafür, dass einiges seit vielen Jahren grundlegend falsch läuft.
Siehst du? Für dich sind eben die Grünen unwählbar, für andere eben die Linke.
So wie sich das liest, wählst du die Linken aus Protest, da sich dir gar keine andere Möglichkeit bietet, wenn die Grünen sogar schon unwählbar sind und eine CDU in grün darstellen.

Aber da kommen wir auch nicht weiter zusammen.

Nur kurz zur AfD, ich sehe nicht, dass die Partei und der Erfolg ein Ergebnis dafür ist, dass seit vielen Jahren viel falsch läuft. Es ist eher ein aktueller Trend, die Anzahl an Menschen, die immer so eine Denke haben, unter einem großen Banner zu versammeln.
Die Menschen, die tatsächlich unter falscher Politik zu leiden hatten (leider oft die (finanziell) schwächeren der Gesellschaft), wählen zum Großteil eher linke Parteien.
Zum anderen ist gerade das Erstarken von (rechts)populistischen Parteien ein Phänomen, welches sich am stärksten in den entwickeltsten und aufgeklärtesten Staaten zeigt.
Gerade die sehr sozialdemokratisch geprägten skandinavischen Staaten kennen Parteien wie die AfD schon lange, Niederländer und Österreicher ja auch.
 
Nö, ich bin kein Protestwähler. Ich wähle ganz pragmatisch. Aber da ich die Grünen viele Jahre gewählt habe und sie damals auch in die Regierung gewählt hatte, hab ich heute so meine Probleme mit dieser Partei. Die ganzen Führungsfiguren sind für mich nur schwer erträglich. Und es gab noch nie eine Wahl, bei der ich mich nicht mal gefragt habe, ob ich nicht doch SPD wählen sollte. Aber bisher hat das noch nie geklappt! :D
 
Also doch nicht so wirklich pragmatisch. :D

Die Unterschiede sind aber auch immens. Du kommst aus Berlin, bei erzielt die Linke ganz andere Ergebnisse und regierte im Land und regiert in einigen Kommunen.
Natürlich bieten sie da auch für eine Bundestagswahl einfach größeres Potential, aber wenn du mitbekommen würdest, was die Linke in Bayern z.B. so fabriziert, dann mag man nicht so recht dran glauben, dass die pragmatische Seite sich da vollends durchsetzen kann.

Bei den Grünen war das ein langwieriger Prozess zwischen Fundis und Realos, der ja bis heute andauert und bei jeder Entscheidung und Proporz beachtet werden muss.
Da sehe ich einfach eine immense Gefahr bei der Linken, die zerlegen sich ja auch so regelmäßig.
 
Linke und Grüne sind beide unwählbar :D. Der Linken muss man aber zugute halten, dass sie zumindest noch ein konfrontatives Profil besitzen, das allen anderen Parteien (abgesehen vielleicht von der CSU, AFD akzeptiere ich nicht als echte Partei) abhanden gekommen ist.
 
Ja, denke ist echt müßig zu diskutieren wenn Rot-Rot-Grün nicht mal 35% bei der Wahl bekommen wird.

Wenn sich da jetzt bei der SPD nichts grundlegendes also Gabriel ändert, wird man unter 20% fallen und wenn man generell nicht aufpasst wird die AfD drüber liegen.

Bin aber der Ansicht, dass die Linke wieder mal keine Bemühungen macht um eine Koalition einzugehen. Man ist wieder gegen alles und fühlt sich dabei pudelwohl. Wäre ja noch besser, wenn man nicht mehr sagen kann was man alles besser machen muss sondern plötzlich es tatsächlich versuchen muss...
 
Finde die AFD passt zur CDU eh besser als die SPD, wenn man ne CSU an der eigene Seite hat ist es schon scheiß egal ob man mit einer AFD koaliert. Zum Glück aber hat auch die CDU und CSU ein paar gute Ausreißer in ihren Reihen die das eventuell noch verhindern, aber so machtgeil wie die CDU ist, ist es nur eine Frage der Zeit wann es wieder heißt dass die Regierungsbeteiligung der AFD alternativlos sei.
 
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Merkel Park Geun-hye muss weg.
http://www.atimes.com/article/1-million-seoul-protest-demand-presidents-resignation/

Ich bin gespannt wie lange sich die Präsidentin noch halten kann.
 
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