Es gibt genug, die das tun. Bei Cale klingt es auch oft so heraus. Er würde zum ersten Mal nicht SPD wählen, wenn er damit über Rot-Rot-Grün abstimmt.
Und wenn man sein Wahlprogramm für die Bundestagswahl intensiv und glaubwürdig mit den Bürgern und den Parteimitgliedern gemeinsam verfasst, scheint mir das ein überhaus konstruktiver und demokratischer Ansatz. Leicht macht man es sich auf diese Weise sicherlich auch nicht. Aber man verpflichtet sich schon einer gewissen Glaubwürdigkeit, auch nach der Wahl. Nach reinem Protest und Fundamentalopposition klingt mir das auch nicht. Das sie aber im jetzigen Bundestag so aufgestellt sind, wer will ihnen das eigentlich vorwerfen? Ansonsten gibt es ja gar keine nennenswerte Oppositon. Die Grünen? Keine Ahnung, was die da eigentlich groß machen. Die Göring-Eckhardt und der Hofreiter sind für mich ganz und gar unglaubwürdige und auch unwählbare Platzhalter, die lediglich Andockpunkte zur CDU anbieten.
Und wenn du glaubst, das wäre ne Herausforderung, dann ist auch das nur ne Frage der Relation. Kannst es ja mal damit vergleichen, wie es wäre die AfD zukünftig in eine Koalition mit einzubinden.
Eine vereinte Linke aus Rot-Rot-Grün muss sich einem gemeinsamen Gesellschaftsprojekt stellen. Die AfD ist auch ein Symptom dafür, dass einiges seit vielen Jahren grundlegend falsch läuft.