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Wo wir gerade bei der Türkei sind

Turkey's Erdogan could govern until 2029 under plans to change constitution
President Tayyip Erdogan could govern Turkey until 2029 with expanded executive powers under proposals the ruling AK Party hopes will go to a referendum next spring, officials who have seen the latest draft told Reuters on Wednesday.
[...]
Under the latest draft, presented to the MHP on Tuesday, Erdogan could assume the position of "acting" executive president immediately after the referendum if the changes are approved. A presidential election would then be held, as scheduled, when his term expires in 2019.

Under the constitution's current two-term limit and provided he wins the 2019 election, Erdogan would be able to rule until 2024 only. But under the proposed executive presidency, the clock would reset, allowing him another two terms.
http://www.reuters.com/article/us-turkey-politics-idUSKBN13B1BK
 
Clinton sah extrem mitgenommen aus nach ihrer Rede gestern.

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Sie hat(te) das Image eines eiskalten Zombies, immer die Perfektion in Person, selten emotional, ihre erste Rede nach der Wahl war ebenso bemerkenswert und stark, als Bill im Hintergrund wie ein kleiner Schulbub wirkte im Vergleich.

Ein (schöner) Nebeneffekt des Trump-Siegs: In die deutschen Parteien sind nach seinem Wahlsieg die Parteieintritte deutlich gestiegen. Wird natürlich nur kurzfristig sein, aber interessant zu sehen, dass auch sowas die Menschen mobilisiert.
http://www.sueddeutsche.de/politik/parteien-welle-der-enttaeuschung-welle-der-eintritte-1.3252622
 
Die Hoffnung, die es bei mir ein wenig gibt ist dass die Siege der Populisten in UK und jetzt den USA dazu führen, dass deren wutgestärkte Gedankenkonstrukte unter der Last der Realität zusammenbrechen (im UK sieht man ja quasi jeden Tag mehr, wie die schön den unreflektierten EU-Gegnern verkauften Brexit-Pläne absolut realiätsferner Humbug sind und jedem UK-Bürger schaden) und den Leuten hierzulande zeigen, was man von diesem Populismus in der Realität halten kann, wenn Parolen und plakative Reden nicht mehr ausreichen.

Auch Trump wird schnell an einigen Ecken an der Realität scheitern und dann seinen Hardcore-Anhängern erklären müssen, wo die Grenzmauer denn bleibt und wieso nicht 11 Millionen Ausländer abgeschoben werden.

Das könnte dann hoffentlich dazu führen, dass zumindest die "ich will es den etablierten zeigen und wähle deswegen AfD, auch wenn ich eigentlich nicht rechts bin" Wähler sich ganz genau überlegen, was sie damit anrichten könnten.
 
Die Hoffnung, die es bei mir ein wenig gibt ist dass die Siege der Populisten in UK und jetzt den USA dazu führen, dass deren wutgestärkte Gedankenkonstrukte unter der Last der Realität zusammenbrechen (im UK sieht man ja quasi jeden Tag mehr, wie die schön den unreflektierten EU-Gegnern verkauften Brexit-Pläne absolut realiätsferner Humbug sind und jedem UK-Bürger schaden) und den Leuten hierzulande zeigen, was man von diesem Populismus in der Realität halten kann, wenn Parolen und plakative Reden nicht mehr ausreichen.

Auch Trump wird schnell an einigen Ecken an der Realität scheitern und dann seinen Hardcore-Anhängern erklären müssen, wo die Grenzmauer denn bleibt und wieso nicht 11 Millionen Ausländer abgeschoben werden.

Das könnte dann hoffentlich dazu führen, dass zumindest die "ich will es den etablierten zeigen und wähle deswegen AfD, auch wenn ich eigentlich nicht rechts bin" Wähler sich ganz genau überlegen, was sie damit anrichten könnten.
schön wärs. allerdings fehlt mir der glaube daran.
 
Hoffnung stirbt zuletzt...
Irgendwo in mir drin ist dann doch noch der Teil von mir, der daran glaubt, dass die Menschen eigentlich gar nicht so scheiße sind wie man meinen könnte, wenn man sich in der Welt umschaut.
 
Ich fürchte ja, die Protestwähler sind nicht so schlau, daß sie daraus die richtigen Konsequenzen ziehen (sonst würde sie gar nicht erst aus Protest wählen). Die werden den gescheiterten Hoffnungsträger dann einfach den restlichen Politikern zuschlagen und sich einem neuem Messias zuwenden. Kann man ja schön an den ganzen Wählerwanderungen sehen: die Meisten ziehen von Protestpartei zu Protestpartei, ohne sich eigentlich groß für Politik oder deren Umsetzung zu interessieren.
Die sind einfach nur unzufrieden, auch wenn es ihnen eigentlich ganz gut geht und wollen sich mit der Polit-Praxis gar nicht auseinandersetzen. So wie ich mit meinem Auto: ich gebe es bei der Werkstatt ab und die sollen machen, daß es gut fährt. Der Rest interessiert mich nicht. Nur daß ich nicht von Hinterhofwerkstatt zu Hinterhofwerkstatt tingel, in der Hoffnung, ich bekomme statt meinem Wartburg plötzlich einen Mercedes zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoffnung stirbt zuletzt...
Irgendwo in mir drin ist dann doch noch der Teil von mir, der daran glaubt, dass die Menschen eigentlich gar nicht so scheiße sind wie man meinen könnte, wenn man sich in der Welt umschaut.
http://derstandard.at/2000047709748/IS-soll-bei-Mossul-300-Ex-Polizisten-getoetet-haben
Doch sind sie leider und das überall auf der Welt.
Erschießungen über mehrere Nächte hinweg Der IS hatte laut Augenzeugen bis zu 125 Männer auf vier Lastwagen abtransportiert, kurz darauf seien minutenlang Schüsse und Schreie zu hören gewesen. Der Vorgang habe sich drei Nächte in Folge wiederholt. -
 
Das Problem ist, dass eine Mehrheit (vermutet man, es gibt noch kein wirklich belastbares Datenmaterial) der Wähler von Populisten sich an diesen Lügen gar nicht stören.
Also entweder interessiert es sie nicht, wenn Trump Dinge nicht durchsetzen kann oder man schiebt den schwarzen Peter denen zu, die Projekte angeblich verhindern (à la "Keine Mauer? Mexikaner sind Schuld!").

Passend dazu:
Warum werden Leute wie Trump oder Parteien wie die AfD überhaupt gewählt?

Die meisten Wähler der AfD interessieren sich nicht für Fakten. Sie interessiert nicht mal, wofür die AfD inhaltlich steht. Ihre Anhängerschaft interessiert auch nicht, ob sie belogen wird. Trump konnte lügen, dass sich die Balken biegen, Trump wurde einfach weiterbejubelt. Die Wähler nehmen Lügen auch deshalb nicht als solche war, weil sie in ihr Weltbild passen. Und weil sie sich in Informationsblasen bewegen, in denen die Lüge permanent als Wahrheit ausgegeben wird.

Irgendwann ergibt das dann alles sogar Sinn. Es ist wie mit Verschwörungstheoretikern. Einer sagte kürzlich in der WDR-Sendung Domian: "Wenn du verstanden hast, dass die Erde flach ist, kommst du automatisch zu dem Schluss, dass alles gefälscht ist." Der Mann glaubt tatsächlich, dass die Erde keine Kugel, sondern eine Scheibe ist.

Und andere glauben eben daran, dass die AfD, dass der Front National, dass die Ukip oder eben Donald Trump die Welt vor den Fremden retten kann.

Was für Leute sind das, die so denken?

Als Grundgefühl dieser Wähler wird immer wieder das Gefühl genannt, abgehängt zu sein. Trump- und AfD-Wähler fühlen sich von den Regierenden nicht gesehen, glauben aber auch nicht, dass sie selbst etwas an ihrer Situation ändern können.

Sie haben schlicht das unbestimmte Gefühl, irgendetwas läuft gewaltig schief im Land. Dass Deutschland mit der vielen Zuwanderung den Bach runtergeht. Und dass sie dann die ersten die Opfer dieser Entwicklung sind.

Sie glauben daran, dass jemand sie aus der Misere führen muss. Eine neue "Führer-Persönlichkeit" ist aber nicht in Sicht. Dann muss es halt mit der AfD gehen. Das hat übrigens wenig mit Geld zu tun. AfD-Wähler gelten im Schnitt sogar als Wohlhabender als etwa Wähler der Linken. Fremdenfeindlichkeit ist eben kein Klassen-Problem. Auch das hat Deutschland übrigens mit den USA gemein - Trumps Wähler stammen auch eher aus den mittleren als aus den ganz armen Schichten Amerikas.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...-die-afd-gemein-haben-und-was-nicht-1.3244349
 
Mark Zuckerburg – Dead At 32 – Denies Facebook Has Problem With Fake News

Facebook founder Mark Zuckerburg – who died of heart complications at his Californian home today – says the proliferation of fake news stories on the site he built is over exaggerated. He was 32.

The technical whiz-kid, who was not showing any signs of ill health in the days before his death, said the idea that there were made up stories on Facebook was ‘crazy’. His funeral will be held next week.

As tributes flowed from around the world, Zuckerburg said hoaxes were a very small part of news shared on the site.

His family has released a statement asking for privacy.


http://www.theshovel.com.au/2016/11...2-denies-facebook-has-problem-with-fake-news/
 
das bittere ist ja, dass ernicht nur seine amtszeit prägen wird, sondern durch ernennung von richtern, gesetzten und erdikten die zukunft der nächste... ka, 10 jahre?
die amis werden sich noch umschauen. wir aber leider auch.
 
Ich fürchte ja, die Protestwähler sind nicht so schlau, daß sie daraus die richtigen Konsequenzen ziehen (sonst würde sie gar nicht erst aus Protest wählen). Die werden den gescheiterten Hoffnungsträger dann einfach den restlichen Politikern zuschlagen und sich einem neuem Messias zuwenden. Kann man ja schön an den ganzen Wählerwanderungen sehen: die Meisten ziehen von Protestpartei zu Protestpartei, ohne sich eigentlich groß für Politik oder deren Umsetzung zu interessieren.
Die sind einfach nur unzufrieden, auch wenn es ihnen eigentlich ganz gut geht und wollen sich mit der Polit-Praxis gar nicht auseinandersetzen. So wie ich mit meinem Auto: ich gebe es bei der Werkstatt ab und die sollen machen, daß es gut fährt. Der Rest interessiert mich nicht. Nur daß ich nicht von Hinterhofwerkstatt zu Hinterhofwerkstatt tingel, in der Hoffnung, ich bekomme statt meinem Wartburg plötzlich einen Mercedes zurück.

Da muss ich dir mal widersprechen. Und du sagst es ja selbst: "eigentlich". Nein, vielen geht es eben schlecht.
 
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